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Mittwoch, 5. Juli 2017

Probleme an Universitäten

Die Uni Würzburg hat wohl gleich zwei extrem selbstherrliche Professoren hervorgebracht:

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Lothar Bossle: "1981 wurde Bossle Präsident des privaten Instituts für Demokratieforschung in Würzburg, das als „Doktorfabrik“ bekannt wurde. Der bayerische Landtag beschäftigte sich deshalb mehrfach mit dem „Fall Bossle“. ... Es folgte eine Gastprofessur an der Technischen Universität Dresden. Bestrebungen, ihn dorthin zu berufen, zerschlugen sich 1991: Er ist 'in unserem Fach ohne Ansehen', schrieb mit ungewohnter Schärfe der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Professor Bernhard Schäfers, im Februar dem sächsischen Kultusminister Hans Joachim Meyer. (Wikipedia)

Eine Besonderheit, das Beispiel für die Martenstein-These: "Die Berufung - das war die Berufung eines neu habilitierten Professors, der seine akademische Karriere politischer Protektion verdankt. Und den die ganze Universität, mit Ausnahme eines ehemaligen Wehrmachtspsychologen namens Wilhelm Arnold, nicht wollte. Vergebens. Franz Josef Strauß hatte entschieden: „Dieser Mann würde jeder bayerischen Universität zur Zierde gereichen. | Die Zierde, Lothar Bossle, war Juso-Vorsitzender und führender SDS-Funktionär, bevor er sich zur CDU bekehrte. 1972 gründete er rechtsaußen eine „Aktion der Mitte", die mit Industrie-Millionen in Wahlzeitungen und großen Zeitungsanzeigen Schlammschlachten („ein Sozialismus, der von 1933 bis 1945, war genug") gegen die sozial-liberale Koalition führte." (sprache-werner.info)

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Gundolf Keil "Wer sich mit diesem Fall befasst, dem begegnet eine grotesk verkommene Wissenschaftswelt. Es gibt dort Eitelkeit und Missgunst, Ruhmsucht und Denunziation. Es geht um den Verdacht auf gekaufte Doktortitel, um einen windigen Promotionsvermittler und merkwürdige Spenden, um angeblich gefälschte Beweise und anonyme Hinweisgeber. Und es geht um einen Mann, der sein Leben der Wissenschaft gewidmet hat und am Ende an ihr zerbrochen ist." (zeit.de)