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Samstag, 16. November 2013

Willenskraft, Diäten und ähnliche Dinge

Willenskraft, Willensstärke sind erst einmal Wörter, die für eine besondere Fähigkeit stehen. Willeinskraft ist gut. Nein, sehr gut und sehr wichtig. Meinen wohl die meisten. Aber es kommt natürlich auch darauf an, was man sich vornimmt und dann, durch extreme Willensstärke, erreicht. Bodybuilder und Magersüchtige finden sich, vereint unter einem an sich guten Ziel: gut auszusehen. Doch dann kommt die Interpretation! Was heißt das, gut aussehen? Und wie verhindere ich, dass sich meine Wahrnehmung vom Normalmaß abkoppelt? Ich bin noch nicht kräftig bzw. dünn genug? -- Ein paar Funde in diesem Zusammenhang:









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Erstaunlich ist nun, dass die zu dicken Menschen, die mit Adipositas, wie das vornehm-medizinisch genannt wird, nicht unter "falscher Willensstärke", sondern nach allgemeiner Auffassung unter Willensschwäche leiden. Denn bei allem Gezerre um Diäten und Veranlagungen, klar ist eins: Wer nichts isst, wird nicht dicker.





Erstaunlich auch, wie da alltägliche Annahmestrukturen unterschiedlich gewichten. In den ersten beiden Fällen ist genug, ja ein Zuviel an Willenskraft da, gepaart mit einer falschen Interpretation der eigenen Körperwahrnehmung; im dritten Fall wird Willensschwäche angenommen. Möglicherweise sind diese einfachen Modelle alle drei falsch? Man wird ja mal fragen dürfen. Ein Anfang wäre schon mal, zu fragen, ob es auch Wahrnehmungsstörungen bei Adipositas gibt. Normalerweise finden sich Dicke ja  direkt und unmittelbar selbst zu dick. Wie aber schaffen sie es dann -- wenn sie doch unbedingt dünner werden wollen --, den Willen zu entwickeln, viel weniger zu essen? Hier ist der Knackpunkt! Da müssen alle theoretischen Überlegungen ansetzen. Nur wenn sie darauf eine Antwort geben können, sind sie relevant.