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Samstag, 9. November 2013

"Gelöbnis treuester Gefolgschaft"

In manchen -- nein, in vielen Bereichen, ist die Wikipedia ein großer Gewinn. Wo anders könnte man sich über diese Sache so schnell und umfassend informieren:

Gelöbnis treuester Gefolgschaft war ein Treuegelöbnis von 88 deutschen Schriftstellern und Dichtern für Adolf Hitler, das am 26. Oktober 1933 in der Vossischen Zeitung abgedruckt und von der Preußischen Akademie der Künste in Berlin propagiert wurde. Es wurde gleichzeitig auch in anderen Zeitungen, wie der Frankfurter Zeitung, veröffentlicht, um eine möglichst weite Verbreitung zu erreichen, nachdem am 14. Oktober 1933 der Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund auf Veranlassung Hitlers erfolgt war und am 4. Oktober 1933 die Regierung das Schriftleitergesetz erlassen hatte, womit der Weg für die Gleichschaltung der gesamten deutschen Presse frei wurde. Dieses Gesetz trat am 1. Januar 1934 in Kraft, wodurch schätzungsweise 1300 Journalisten ihre Arbeit verloren.

Und dann die 88 [!] Namen! Wollte man ein Buch mit WP-Artikeln "Schriftsteller", dar "Kultur im Dritten Reich" zusammenstellen, es würde ein sehr, sehr umfangreiches Werk.

10er-Auswahlliste

(Auswahl, nach unterschiedlichsten Gesichtspunkten.)
  1. Gottfried Benn (1886–1956)
  2. Rudolf G. Binding (1867–1938)
  3. Otto Flake (1880–1963)
  4. Hermann Kasack (1896–1966)[4]
  5. Oskar Loerke (1884–1941)
  6. Agnes Miegel (1879–1964)
  7. Johannes Schlaf (1862–1941)
  8. Ina Seidel (1885–1974)
  9. Lulu von Strauß und Torney (1873–1956)
  10. Will Vesper (1882–1962)