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Donnerstag, 24. April 2014

Begegnung mit einem Psychopathen

Das ist doch mal eine Meldung! Die lässt einen nachdenken. Sind wir wirklich so sehr genetisch determiniert? Und haben wir dann dennoch diese Auswege, die aber auf Glück, auf Zufall beruhen?

US-Wissenschaftler James Fallon | ~ || 24. April 2014 || James Fallon ist einer der bekanntesten Neurowissenschaftler Amerikas. Als er seinen Gehirnscan untersuchte, machte er eine gruselige Entdeckung. Von Martin Knobbe und Alexandra Kraft || Ein einfacher Bungalow auf dem Campus der Universität in Irvine, Kalifornien. Hier wohnt James Fallon, einer der angesehensten Neurowissenschaftler der USA. Er trägt ein buntes Hemd und klagt ausführlich über Hüftschmerzen. Ist es der erste Versuch, uns um den Finger zu wickeln? | Wir besuchen einen Mann, der vor ein paar Jahren eine grausige Entdeckung machte. Er hatte den Auftrag, Gehirnscans von verurteilten Serienmördern zu begutachten. Er sollte herausfinden, ob sie Gemeinsamkeiten haben. Tatsächlich, so ergab seine Studie, mangelte es allen Mördern an Aktivität in Bereichen des Frontal- und Temporallappens, Bereiche im Gehirn, die für Empathie und Selbstkontrolle zuständig sind. Einer dieser Scans zeigte besonders deutlich diese Kennzeichen eines psychopathischen Mörders. Als James Fallon den Scan decodierte, entdeckte er: Es war sein eigener. Er hatte ihn für eine andere Studie auf seinem Schreibtisch liegen gehabt.

Harald Martenstein heute morgen* in der ZEIT: Dass alles doch im Grunde Glück sei. Auch, dass er diese Kolumne schreibe und andere, die das ebenso gut könnten, eben nicht.

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* 15.12.2015 Habe ein wenig nachgeschlagen. Es muss wohl diese Kolumne sein, auch wenn die ZEIT da ZEITMAGAZIN NR. 18/2014 6. MAI 2014, 14:32 Uhr hinschreibt. Woanders steht aber ganz in meinem Sinne Zeit Magazin, Nr. 18, 24.04.2014, S. 6 . Dann ist die ZEIT-Angabe halt die, in der diese Kolumne online gestellt wurde.