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Freitag, 18. Mai 2018

Dieter Hanitzsch


Ich versuche mal, dass in der ZEIT bei den Kommentaren unterzubringen. Mal schauen, ob es klappt. Hier gibt es, wie manchmal, eine Vorabkontrolle.

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Ich verfehle jetzt das Thema hier einmal, zumindest zur Hälfte. Aber ich finde, dass diese Nachricht irgendwo auftauchen sollte in der ZEIT.

"Die "Süddeutsche Zeitung" beendet ihre Zusammenarbeit mit dem Zeichner Dieter Hanitzsch. | Anlass ist eine Karikatur, die als antisemitisch kritisiert wurde. Chefredakteur Wolfgang Krach bestätigte nun der Nachrichtenagentur epd die Trennung von Hanitzsch. Die umstrittene Zeichnung war am Dienstag in der Printausgabe der Zeitung erschienen. Sie zeigt den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu in Gestalt der Siegerin des Eurovision Song Contest, der Israelin Netta. In einer Sprechblase heißt es "Nächstes Jahr in Jerusalem", dazu hält Netanjahu eine Rakete mit Davidstern in der Hand. (deutschlandfunk.de)

Ich habe als SZ-Abonnent die Zeichnung von Hanitzsch gleich gesehen, fand sie, sagen wir: etwas unpassend, aber nun gut – es herrscht Meinungsfreiheit. Hanitzsch habe ich immer für einen unserer besten politischen Karikaturisten gehalten. Was mich am meisten erstaunt: Die SZ tut so, als habe der Karikaturist die Zeichnung heimlich ins Blatt geschmuggelt. Hätte sie nicht selbst vor Drucklegung sagen können: „Lieber Dieter, das geht uns etwas zu weit, das drucken wir heute nicht.“ Ich glaube sogar, dass der Redakteur, der einen Blick auf die Zeichnung geworfen hatte, der Meinung war, das liege schon ganz prima auf SZ-Linie. Als dann das kleine Getöse losging, da hat der Herr Chefredakteur dann eine politisch erstaunlich korrekte Wende hingelegt. Aber noch einmal: Hat die SZ nicht eine Vorab-Verantwortung für das, was sie druckt?"