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Donnerstag, 8. Januar 2015

Islamophobie

Tja, da haben wir's!

Die türkische Regierung sieht einen Zusammenhang zwischen dem Anschlag von Paris und der Islamfeindlichkeit in Europa. Zwar verurteilten türkische Spitzenpolitiker die Gewalttat eindeutig. Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte jedoch, Islamophobie und Terrorismus nährten sich gegenseitig. Religiöse Gefühle sollten nicht lächerlich gemacht werden, fügte er mit Blick auf die Mohammed-Karikaturen von „Charlie Hebdo“ hinzu. Die regierungsnahe Presse in der Türkei kommentierte, der Westen habe sich die Tat zum Teil selbst zuzuschreiben. (Tagesspiegel Online)

Es wird ja von vielen so getan, als ob der Titel "Kampf der Kulturen" quasi etwas Obzönes sei. Dabei gibt es keine sachlichere Darstellung als die des Politologen Samuel Huntington. Aber nun -- wenn eine Kultur Witze über die Religion, Gott, Heilige, Propheten nicht dulden will, was machen wir denn da? Ändern wir die hier gewachsene Kultur? Da spricht ja einiges dafür. Aber dann müssen wir den Haderer eben auch einstampfen. Also nicht ihn, aber bestimmte seiner Karikaturen. Oder sagen wir: Geht doch rüber = zurück! In anderen Fällen: Bleibt doch da, wo ihr seid! Bei uns durfte und darf über Gott und alles andere gespottet und karikiert werden!

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Und stufenweise geht es tiefer. Nur zur Sicherheit: Das ist nicht heute-aktuell. Aber lehrreich.

"Im populären regimenahen ägyptischen Fernsehsender On-TV setzt man Attentäter und die Journalisten des Satiremagazins, die die Religion angegriffen haben, sogar gleich. 'Radikale haben Radikale getötet', kommentiert dort Yussuf El-Husseini. Es gebe keinen Unterschied zwischen beiden. Wenngleich er auch betont, dass Blutvergießen keine Lösung sei. (diepresse.com)