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Dienstag, 6. Januar 2015

Borges' Bürger

Lange danach gesucht. Ich besitze das Buch mit diesem Gedicht nicht. Endlich habe ich es hier gefunden!


G. A. Bürger

por Jorge Luis Borges

No acabo de entender
por qué me afectan de este modo las cosas
que le sucedieron a Bürger
(sus dos fechas están en la enciclopedia)
en una de las ciudades de la llanura,
junto al río que tiene una sola margen
en la que crece la palmera, no el pino.
Al igual de todos los hombres,
dijo y oyó mentiras,
fue traicionado y fue traidor,
agonizó de amor muchas veces
y, tras la noche del insomnio,
vio los cristales grises del alba,
pero mereció la gran voz de Shakespeare
(en la que están las otras)
y la de Angelus Silesius de Breslau
y con falso descuido limó algún verso,
en el estilo de su época.
Sabía que el presente no es otra cosa
que una partícula fugaz del pasado
que estamos hechos de olvido:
sabiduría tan inútil
como los corolarios de Spinoza
o las magias del miedo.
En la ciudad junto al río inmóvil,
unos dos mil años después de la muerte de un dios
(la historia que refiero es antigua),
Bürger está solo y ahora,
precisamente ahora, lima unos versos.

--

G. A. Bürger


Ich kann nicht begreifen,

warum mich die Dinge so sehr berühren,

die Bürger widerfuhren

(seine beiden Daten stehen in der Enzyklopädie)

in einer der Städte des Flachlands,

beim Fluß der nur ein Ufer hat

auf dem die Palme wächst, nicht die Fichte.

Wie alle Menschen

sagte und hörte er Lügen,

war verraten und Verräter,

litt oft die Agonie der Liebe,

und nach der Nacht der Schlaflosigkeit

sah er die grauen Scheiben des Morgens,

aber er verdiente Shakespeares große Stimme

(in der die anderen sind)

und die des Angelus Silesius aus Breslau,

und scheinbar achtlos feilte er irgendeinen Vers

im Stil seiner Zeit.

Er wußte, daß die Gegenwart nichts anderes ist

als ein flüchtiges Partikel der Vergangenheit,

und daß wir aus Vergessen gemacht sind:

Weisheit so nutzlos

wie die Korollarien Spinozas

oder die Magien der Angst.

In der Stadt am unbewegten Fluß

an die zweitausend Jahre nach dem Tod eines Gottes

(die Geschichte, die ich erzähle, ist alt)

ist Bürger allein und jetzt,

genau jetzt, feilt er einige Verse.