Montag, 30. April 2018

"...Und die USA sind um ein Vielfaches größer."

Kommentar in der ZEIT:

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"...Und die USA sind um ein Vielfaches größer."

Am Ende geht es nicht um die absoluten Zahlen pro Tag / Monat / Jahr, sondern um den "Sogeffekt" * und um das, was die Einwanderung auslöst. Das geht von quasi Sklavenzuständen (Süditalien, Tomatenindustrie) bis hin zur innenpolitischen Verwerfungen (Trump, AfD). Und wie mir scheint: Kaum jemand hat das Große und Ganze und die längerfristigen Auswirkungen im Blick. Ist es wirklich vollkommen aus der Luft gegriffen, dass bestimmte Einwanderungsszenarien die BRD im Jahr 2060 unregierbar machen? Oder in den Faschismus / Islamismus treiben?

Eher kurzfristig und nur weil es gerade ansteht: Wie damit umgehen, wenn nach langwierigen Verfahren beschlossene Abschiebungen auf Proteste und Selbstmorddrohungen und Bedenken von Piloten treffen. Vom gutgemeinten Kirchenasyl ganz zu schweigen. ("Rund 60 Menschen haben in der Nacht zum Montag im nordhessischen Witzenhausen spontan gegen die geplante Abschiebung eines Syrers protestiert. Der 27jährige sollte nach Bulgarien geschafft worden, weil Geflüchtete nach der sogenannten Dublin-Verordnung in dem EU-Land einen Asylantrag stellen müssen, das sie zuerst betreten." -- Ich meine 60 Menschen finden sich im Grunde für und gegen alles und jedes. Was bedeutet da noch ein rechtsstaatliches Verfahren? -- (junge welt - facebook) )

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* Mir ist jederzeit klar, dass dese Metaphoriken angegriffen werden. Nur -- sind sie deshalb falsch, weil jemand glaubt, es handle sich um die falschen Bilder? Selbst Flüchtlingswellen entsprechen normaler Bildhaftigkeit. So funktioniert die "normale Sprache" eben. Ganz Paris war auf den Beinen -- uraltes Beispiel: Nein, Paris hat keine Beine! Nur -- "so reden wir eben". (Wittgenstein)