Mittwoch, 29. Februar 2012

Die Causa Kampusch / Priklopil

Nun gut, dann warten wir mal ab:

"[...]
7. DIE KONTEN
Laut Ermittlungsbericht sei der Entführer arbeitslos und ohne Einkommen gewesen. Er habe keine Konten gehabt. Untersuchungen des Geheimausschusses ergaben aber: Der Entführer kaufte mehrere Immobilien in Wien, fuhr einen BMW 850i, besaß drei Wertpapier- depots sowie ein Konto bei der Hypo-Bank.
Die Frage: Was sollte vertuscht werden? Und warum?
FPÖ-Chef Strache zu BILD: „Der verstorbene Chefermittler Oberst Kröll war überzeugt, dass durch die Vertuschungsversuche Mittäter eines Pädophilen-Rings geschützt werden sollen. Die Ermittlungs- fehler sind nur durch die Einflussnahme der österreichischen Politik zu erklären. Deshalb müssen jetzt unabhängige Ermittler des deutschen BKA und des FBI den Fall untersuchen.“"

Dienstag, 28. Februar 2012

Verliebt und und durchgeknallt

Vorbereitungen zu einer anthropologischen Studie. Band I: Der Mann. Kapitel: siehe oben.

"Thomas F. bereitet seine Tat generalstabsmäßig vor. Die 26-jährige Shiry V. darf ihm auf keinen Fall entkommen. Der 30-jährige Gelegenheitsarbeiter schleppt kartonweise Lebensmittel in seine kleine Zwei-Zimmer-Wohnung. Kartoffeln, Milch, Müsli, Knödel, Gries, Brühe, Eier, Mehl zum Brotbacken, falls die Vorräte zur Neige gehen sollten. Notfalls will Thomas F. wochenlang mit der Studentin in seiner Wohnung ausharren. Er hortet Hormon-Präparate für Mann und Frau, die die Fruchtbarkeit ankurbeln sollen. Kauft Befruchtungskatheter und Schwangerschaftstests." (Stern)

Bis der Sicherheitsrat ...

Was einem doch so alles entgeht, auch wenn man notorischer Zeitungsleser ist!

"...
di Lorenzo: Haben die Amerikaner nicht das Recht, einen Massenmörder zu eliminieren, der sie angegriffen hat – auch wenn das auf fremdem Gebiet geschieht?

Schmidt: Sie haben dazu kein Recht. Es gibt klare völkerrechtliche Vorschriften, zum Beispiel die Satzung der Vereinten Nationen. Diese Satzung verbietet den Mitgliedsstaaten, zu denen auch die USA gehören, einen Angriff auf einen souveränen Staat – es sei denn, der Sicherheitsrat hat einen anderslautenden Beschluss gefasst.

Montag, 27. Februar 2012

Lévbecq

Herumstreunen im Französischen.

"BRIEFWECHSEL | Ein schöner Fall von Philotainment | Die französischen Stars Bernard-Henri Lévy und Michel Houellebecq liefern sich ein unterhaltsames Brief-Match."

Wir in Deutschland kaufen den Franzosen doch immerzu die literarischen und philosophischen Problemkinder ab und finden das très chic. Ein Modephilosoph, den wir aus den Klatschspalten kennen, und ein Literat, der aus der Wäsche sieht, als sei er ein zu heiß gebadetes Kind.

Carla Bruni: Kopf und Bauch

Über Katharina die Große komme ich zu -- Carla Bruni.

"Carla Bruni-Sarkozy ist nach den Worten von Freunden eine Art weiblicher Don Juan. Die französische Zeitschrift „Marianne“ veröffentlichte vorab Auszüge aus einer Bruni-Biografie, die am Mittwoch in die Buchläden kommt – darin beschreiben Freunde und frühere Lebensgefährten die aus Italien stammende Musikerin als „Amazone“ und „Tigerin“. Bruni war vor ihrer Heirat mit Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy im Februar 2008 für ihren Männerverschleiß bekannt, den sie nie leugnete – im Gegenteil: „Ich bin eine Katze, eine Italienerin“, bekannte die heutige französische First Lady einmal. „Monogamie langweilt mich fürchterlich.“"


"Raphaël Enthoven | Der Mann, der Carla Brunis Liebesteufel war | Raphaël Enthoven ist der Ex von Carla Bruni und der Vater ihres Sohnes. Ein Philosoph, ein Bonmot-Bombardeur, ein Gehirn auf Eigenkoks. Mit seinem Nachfolger Sarkozy nimmt er es locker auf: Er turnt so hyperaktiv durch die Geistesgeschichte wie der Präsident durch die Weltgeschichte. Von Stephan Maus"

Und das?

"Sie ist der weltweit einzige weibliche Star, dessen rücksichtslosen Eskapaden mit verheirateten Männern ein literarisches Denkmal gesetzt wurde. Es stammt von Justine Lévy, der Tochter des Pariser Star-Philosophen Bernard Henri-Lévy. Justine Lévy, hatte das Pech, von ihrer temporären Schwiegermutter – Carla Bruni – betrogen zu werden. Denn Bruni lebte mit dem Vater Justine Lévys zusammen, als sie sich Hals über Kopf in dessen Sohn – und Justines Gatten – verliebte. Ab dieser Stelle im Schlüsselroman „Halb so schlimm“, nennt die gehörnte Frau Madame Bruni „Terminator“."

Samstag, 25. Februar 2012

Fußball: BILDhafte Sprache

Was ist jetzt da eine Metapher, was Metonymie und was was anderen?

BILD dichtet:

"Ausgangspunkt war ein Einwurf des Fürthers Schröck. Der schickte seinen Kollegen Schmidtgal zur Grundlinie, von der der kasachische Nationalspieler den Ball zurücklegte. Doch der Pass kam nicht durch zum eigenen Stürmer Occean, der Bochumer Vogt spritzte dazwischen. Aber anstatt die Pille einfach wegzunageln oder zu stoppen, haute er sie in bester Stürmer-Manier mit der Seite ins lange Eck. Zum 2:1 für den Gegner (40.), sein Keeper Andreas Luthe war chancenlos. Ein Klasse-Tor, bloß auf der falschen Seite..."

Freitag, 24. Februar 2012

BILD: "Erster Toter wegen hoher Benzinpreise"

Natürlich ist ein Todesfall immer schrecklich. Auf der anderen Seite hat diese BILD-Meldung auch etwas von einer Schwarzen Komödie. Man wartet nachgerade, nachdem man diese Überschrift gelesen hat, auf den guten alten Kalauer-Satz:

"BILD sprach mit der Leiche!"

Rentner (73) starb noch an der Preistafel! | Der Leichenwagen auf der Tankstelle | 23.02.2012 — 23:47 Uhr | Landshut – Täglich kommt es an Deutschlands Tankstellen zu Wutausbrüchen. Wegen explodierender Spritpreise liegen bei Autofahrern die Nerven blank! | Jetzt forderte die Benzinwut ein erstes Todesopfer! In Bayern regte sich ein Autofahrer so sehr auf, dass er einen Herzanfall erlitt – der Mann starb noch an der Preistafel!

Donnerstag, 23. Februar 2012

"Ribéry wäre gute beraten gewesen ..."

Ach Gott, Fußball ist ein gottverdammt gnadenloses Geschäft, das keine Dankbarkeit und wenig Erinnerungen kennt. Wie schön waren die Tage mit Luca Toni und seinem "Ohrenschrauber"? Und dann war alles auf einmal -- vorbei, vorbei.

Und jetzt Ribery... (Muss ma kein' Akzent drauf setzen. Mia sann in Bayern!)

Nur Trappatoni, der bleibt unvergessen. Er hat die deutsche Sprache nachhaltig geprägt. Sodass jetzt sogar Hitzfeld in der BILD den Trapp gibt: "Ribéry wäre gute beraten gewesen, sich hier professioneller zu verhalten."

Mittwoch, 22. Februar 2012

Zeit des Veitstanz

Wer älter ist, kennt die alten Verhältnisse: Am Aschermittwoch gab es einmal eine öffentliche Veränderung. Die Musik war auf einmal verhaltener. Fastenzeit beginnt. Ein Innehalten. 

Heute, Aschermittwoch: Samba und Gedudel as usual im Bayerischen Rundfunk 2. Anderswo natürlich auch. 

War es letztes Jahr, dass jugendlich-gestörte Dummbeutel mit Kopfhörern und mp3-Playern am Karfreitag auf öffentlichen Plätzen stumm vor sich in zuckten? Um gegen das Tanzverbot am Karfreitag zu demonstrieren. Und dann erst die Kommentare!


Ja, nun, früher gab es eine kleine Gruppe, die wollte, dass jeden Tag Weihnachten wäre. (Und Heinrich Böll hat einen Roman -- na gut, eine Erzählung geschrieben. "Nach Sendung der Hörfunkfassung noch im selben Jahr warf Pfarrer Hans-Werner von Meyenn dem Autor Böll „Verunglimpfung des deutschen Gemüts“ vor." -- Heute glauben viele Leute, sie seien avantgardistisch, wenn sie ständig zwischen Veitstanz 1 und Veitstanz 2 dahinschweben. Und die Politiker, die spinnen, Partei hin oder her, natürlich gerne mit und nennen das dann "Politischen Aschermittwoch". Und wer hat's erfunden? Das Original! Ja nun? Die CSU hat ihn erfunden, den Politischen Aschermittwoch. Ist doch klar. Oder doch nicht klar? Was ist heute schon noch klar?

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"Erfunden wurde der Politische Aschermittwoch in seiner heutigen Form von der CSU, die 1952 die erste Kundgebung abhielt."

"Hat die CSU den Politischen Aschermittwoch erfunden? ..."

Löw und die Schwarmintelligenz

Die Bild per Abstimmung herbeiführen will. Da hätte ich auch noch eine Idee: Wir lassen die BILD-Leser die Aufstellung vor jedem Spiel und komplett durchführen!


Downloads: 999

Heute sieht die Befragung so aus:

DER DFB-KADER FÜRS FRANKREICH-SPIEL
Was will Jogi mit Cacau und Aogo?

Aogo und Cacau - hätten Sie auch so entschieden?

  • Nein! Für beide gibt es bessere Alternativen, ich hätte beide nicht nominiert.
    67%
  • Ja, Aogo hätte ich nominiert, Cacau zu Hause gelassen.
    18%
  • Gute Entscheidung! Jogi tut gut daran, beide zu nominieren.
    8%
  • Ja, Cacau gehört in den Kader, Aogo nicht.
    7%

Dienstag, 21. Februar 2012

Sillysparrowness

Gerade im Deutschlandfunk / Corso erfahren, nachgesehen. Schön! Und kreativ! Und: Gegenwärtig!

Bundespräsident : Kandidat : Vorabkritik

Wo verläuft die Grenze zwischen

Kritiker | Kritikaster
hilfreiche Kritik | beliebige Kritik
reflexhafte Kritik | begründete Kritik

Im Moment hat man den Eindruck: Irgendeiner quasselt immer kritisch daher! Oder: Jedem Menschen recht getan / Ist eine Kunst die niemand kann!

Vielleicht ist doch ein wenig Normentheorie notwendig?

Norm
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Normsatz (explizit, mit Ausnahme-Formulierung)
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Interpretation des Normsatzes mit Blick auf den konkreten Fall
===
Norm: Intuition. Gefühlte Tugenden.
Normsatz: Der Bundespräsident soll vor allem ... sein!
Interpretation: Ist Joachim Gauck ...?

Der Tag der Muttersprache ...

... ist heute. -- Sprachliche und kulturelle Vielfalt - 150 Nationen in Aschaffenburg.

Ist es provokant? Wir gehen auf bessere Zeiten zu, wenn Sprachen aussterben. Und am Ende reden wir Babylonisch, wie damals beim Turm. Sprachverwirrung ade! Wenn dieses Babylonisch dann arg nach Englisch klingt -- auch egal!

"Die Deutschen sind genau wie ihre Sprache - seriös." sagt ein Afrikaner in BR2 zu diesem Thema. Nun, es gibt doch Schlimmeres als seriös zu sein, oder?

Joachim Gauck und Norbert Geis

Wir entnehmen dem regierungsamtlichen Mitteilungsblatt BILD heute, Faschingsdienstag, also dies:

"FORDERUNG NACH HOCHZEIT | Wilde Ehe im Schloss Bellevue? Das kann sich der CSU-Familienpolitiker Norbert Geis nicht vorstellen. Er forderte Joachim Gauck auf, baldmöglichst zu heiraten. „Es dürfte wohl im Interesse des Herrn Gauck selbst sein, seine persönlichen Verhältnisse so schnell als möglich zu ordnen, damit insoweit keine Angriffsfläche geboten wird”, sagte der Bundestagsabgeordnete der „Passauer Neuen Presse”. Gauck ist seit 1991 von seiner Ehefrau getrennt, aber nicht geschieden. Seit zwölf Jahren ist er mit der Nürnberger Journalisten Daniela Schadt (52) liiert."

Was soll man da sagen? Vielleicht in Richtung des CSU-Familienpolitikers Norbert Geis dies: Lieber Herr Geis, schauen Sie sich doch bitte einmal bei der CDU / CSU um. Was es da nicht alles an familiären Verhältnissen gibt! Nicht nur bei Herrn Seehofer in Bayern. Und dann nehmen Sie sich bitte etwas zurück mit Ihren Forderungen! Ist nur so ein Vorschlag.

Lange, lange gesucht...

habe ich nach diesem Bild! Ich hatte es einmal als Postkarte. Es ist das Umschlagbild auf einem Buch: "Frauen, die lesen, sind gefährlich". Dennoch habe ich nicht herausfinden können, wer der Maler ist. Ich habe es nie gewusst. Also blieb nichts, als das Buch zu kaufen. Und jetzt weiß ich es: "Vittorio Matteo Corcos, Sogni, 1896, Galleria Nazionale d’Arte Moderna, Roma". Die Abbildungen im Internet gehen farblich weit auseinander. Aber nicht nur deshalb muss ich es demnächst im Original sehen.


Montag, 20. Februar 2012

Was ist denn das?

Eine leere Seite war das! Wie kam die denn hierher?!

Rosenmontagszug


Mehr nicht zu diesem Tag:


"Nackiger" Wulff bei Rosenmontagszug

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"Merkel im Tanga, Rösler als Pinscher"---

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[ etwas unscharf gemacht ]


Suchen: Nackte Kanzlerin (Bilder)

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Und hier noch, ohne Quelle und nicht ganz passend:

"In the U.S., when a political wife stands by her disgraced husband, she becomes an object of pity and fascination. What pain teems behind her frozen expression? Or in the case of Larry Craig's wife, very dark sunglasses? / Here, she's a modern age tragic figure. In France, however, she is apparently a heroic one. / In a CSA poll conducted for the online women's magazine Terrafemina, the French public named Anne Sinclair, the wife of former IMF chief Dominique Strauss-Kahn, France's Woman of the Year."

FACE-RAID-BOOK

Sollten wir das nicht mal im Blick behalten?

"AUS MANGEL AN BEWEISEN | Richter beschlagnahmt Facebook-Account! || Ein schwäbischer Amtsrichter könnte Justiz-Geschichte schreiben. Der Jurist hat bei Facebook den Account eines Angeklagten beschlagnahmen lassen | 20.02.2012 — 12:39 Uhr | Reutlingen – Dieser Fall könnte Justizgeschichte schreiben: Ein schwäbischer Richter hat den Facebook-Account eines 20-Jährigen beschlagnahmt! | Unklar ist allerdings, ob er an die Daten auch rankommt ... | Der Vorwurf an sich ist banal: Der junge Mann – Facebook-Name „Al Capone“ – soll einem Freund Tipps für einen Einbruch gegeben haben. Vermutlich über das soziale Netzwerk. Stellte sich die Vermutung als wahr heraus, wäre das ein Beweis, um den Angeklagten zu überführen."

Könnte Frau Leutheusser-Schnarrenberger ...

... nicht auch mal still genießen?! Die Leute würden es ja auch so verstehen, dass die FDP Joachim Gauck auf den Schild gehoben hat. Muss da gleich wieder zur parteipolitischen Posaune gegriffen werden, sodass man sich als Radiohörer geniert?

Quälend, diese Unfähigkeiten zum Erspüren von Feinheiten bei der FDP. Ach, wir können durchaus sagen: bei allen Parteien. (Ja, Frau Nahles?) Aber die FDP hat halt im Moment so um die 3 Prozent Wähler. Da kommt es auf die Feinheiten mehr an als bei den anderen.

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Nachtrag: Auch der SPIEGEL kann nicht anders:

"Angela Merkel verkauft das Tauziehen um den künftigen Bundespräsidenten als kluges Einlenken, doch in Wahrheit hat ihr die Personalie Gauck die bitterste Niederlage ihrer Amtszeit eingebracht. FDP, SPD und Grüne haben das Machtspiel gewonnen - die Kanzlerin ist massiv geschwächt."

Alles ist Sieg und Niederlage. Es gibt keinen glücklichen Moment. Keine vernünftige Einigung. Kein vernünftiges Einlenken. Überall nur dieses "Ich will an die Spitze!"-Mentalität. Was redet man da noch von Politikverdrossenheit! Wenn die Journale die Parteien-Boxkämpfe so herbeisehnen und herbeischreiben.

Typisch deutsch ...

Oder: So funktioniert assoziatives Denken.

Ich komme von Heribert Prantl, Wir sind viele, auf Stéphan Hessel, Empört euch! Ich will nachsehen, ob es da, abgesehen vom Umfang, Stil-Übereinstimmungen gibt. Ich finde: Der Hessel-Übersetzer heißt Michael Kogon. Ich denke an: Eugen Kogon. Ich erinnere mich: Dass Anno Dunnemals Eugen Kogon, beim WDR als Experte eingeladen, im Zusammehang mit meiner Zuschrift an den Rundfunk zum Thema XY meinte: Mein Argument sei typisch deutsch.

Ich konnte überhaupt nichts deutsches an meinem Argument erkennen. Und kam so nebenbei zu er Überzeugung, dass eine der wenigen wirklich typisch deutschen Eigenschaften darin besteht, die eigene Nationalität umfassend negativ zu konnotieren. (Von nationalkonservativen Burschenschaftlern und noch weiter rechts Stehenden sehen wir dabei einmal ab.) Wenn Celentano singt: 'Sono Italiano...', dann kommen zwar auch komische Italiener-Eigenschaften und merkwürdige bis bescheuerte itatlienische Verhältnisse zur Sprache (... con l'autoradio sempre nella mano destra), aber Celentano ist doch sichtlich stolz darauf, Italiener zu sein. In Deutschland steht das überexplizite 'Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein!' in der Gegend rum, und jeder vernünftige Mensch wendet sich von diesem Spruch mit Grausen ab. Wer so was in die Welt hinausposaunen muss, ist schon ein Looser.

Die Deutschen haben ihre Nation unter den Nazis verspielt. Das wird es wohl sein.

Und die Erkenntnis zum Schluss noch einmal: So funktioniert assoziatives Denken!