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Freitag, 7. Februar 2014

Canon Pixma iP4600

Dass die Welt zu komplex ist -- geworden ist, dass ist eine gängige, wohlfeile Einlassung. Aber das mit dem wohlfeil ändert nichts daran, dass diese Feststellung stimmt. Vor allem bei Kaufentscheidungen. Ich habe hier einen Drucker, Canon Pixma iP4600, und der hat nach Jahren guten Druckens den Geist aufgegeben. Es gibt auch da natürlich die Diskussion um das Stichwort Obsoleszenz.* Aber was soll's. Es gibt Leute, die da widersprechen. Das sei ein unvermeidlicher Vorgang.

Sollte man sich nicht sicher sein, ob ein Fehler mit einem vollen Resttintentank zusammenhängt, so kann man den Stand des Resttintenzählers auch der Informationsseite entnehmen, die man im Service-Mode mit Hilfe des Service-Tools ausdrucken kann. Wie man in den Service-Mode kommt und wie man das Service-Tool bedient, ist auf der Seite "Schritt 1: Zähler zurücksetzen" näher beschrieben. // In der obersten Zeile der Informationsseiten findet man die Angabe "D=" gefolgt von einer dreistelligen Zahl mit einer Nachkommastelle. Diese Zahl gibt in Prozent an, wie voll der Resttintentank ist. Bei 100.0 ist also Schluss. (Quelle)

Nun denn, die Schwämme, die die Patronenflüssigkeit bei der Reinigung aufnehmen, die seien halt voll. Man kann das sogar reparieren, denn es gibt Anleitungen wie diese hier. Nur -- das Ganze soll 1 Stunde dauern, und die neuen Schwämme, die man sich natürlich erst mal besorgen muss, die kosten so um die 24 Euro, hab ich irgendwo gelesen. Man könne die alten auch auswaschen, aber die hielten dann nicht so lange. Die Gefahr bei mir, vielleicht auch bei ein paar anderen: dass das Unternehmen 3-5 Stunden dauert und dass der Drucker dann nicht funktioniert. 

Was also tun? Neue Drucker kosten so zwischen 80 und 150 Euro. Wichtig wäre wieder: Duplexdruck, Bedrucken von CDs / DVDs. Schön wäre: Scanner mit kleinem Einzug, so 25-30 Blatt. Aber eigentlich nicht notwendig, denn rechts steht ein Universalgerät von Brother, das scannen kann. Immer dabei, aber für mich unwichtig: WLAN, Faxmöglichkeit. (Ach ja, ich will mich seit ewigen Zeiten mal für ein Fax-durch-Mail umsehen! Vielleicht heute bei gmx einrichten. Googles Lösung ist für Extrem-wenig-Faxer wie mich nicht so gut.)

Jetzt die große Frage: Bei Canon bleiben oder den kleinen Ärger über den vollen "Resttintentank" ausleben und zu Brother wechseln? Ja, ich denke ich kaufe einen Brother ... 

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|* Die Grenzen zwischen geplanter Obsoleszens und normalem Verschleiß sind natürlich fast immer fließend. Am vorliegenden Beispiel kann man das sehr gut zeigen: Wenn diese Resttintenschwämme so verbaut wären, dass man sie mit zwei Handgriffen austauschen könnte, ohne den kompletten Drucker auseinanderzubauen und wieder zusammenzusetzen, dann würde ich noch weitere 3 Jahre mit diesem Drucker drucken. Aber so? Technisch wäre das mit dem schnellen Austauschen wahrscheinlich kein Problem. Aber klar ist auch, dass die Frage ist: Wie soll ein Druckerhersteller überleben, wenn die Drucker 7-10 Jahre halten? Es ginge schon. Nur müsste dann ein völlig anderes Wirtschaftssystem her. Ist so etwas irgendwo zu sehen?