Mittwoch, 4. März 2020

Angststörung mit Panikattacken - Depressionen

Andreas schreibt mich an. Weil ich vor Jahren hier etwas zu psychischen Störungen geschrieben hatte. Das war seinerzeit, 2016, nicht etwas Persönliches, sondern eine lange Liste von Begriffen aus der Psychotherapie / Psychiatrie. Thomas Fischer, der polemisierende Großrichter, hatte mich darauf gebracht. Ich kopiere noch einmal hierher:

"Frage eins: Kennen Sie, verehrte Leser(innen), den Unterschied zwischen bipolarer und Borderlinestörung? Ja? Alle Achtung! Damit liegen Sie schon einmal über dem Durchschnitt der in Deutschland bei Gericht tätigen forensisch-psychiatrischen Sachverständigen. | Von den Richtern, die mit diesen Begriffen um sich werfen, dass es nur so spritzt, ganz zu schweigen. Ich rege einen Test an (als amtlich anerkannter Nestchenbeschmutzer – Obacht FAZ! – darf ich das): Aufforderung an 800 Strafrichter, 100 Staatsanwälte und 100 Strafverteidiger, binnen 60 Minuten ohne Hilfsmittel die wesentlichen Unterschiede zwischen dissozialer, gemischter, narzisstischer [sic], borderlinerischer und bipolarer Persönlichkeitsstörung im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Straftaten nach den Paragrafen 249 ff. [Raub, Schwerer Raub, Raub mit Todesfolge] und 174 ff. [Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen] StGB zu skizzieren."*

Aber ich will gerne auf die Seite von Andreas verlinken, weil diese Seite denen, die in irgendeiner Weise betroffen sind -- es kann ja auch um Freunde und Angehörige gehen -- vielleicht eine Hilfe bietet. Hier also:




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* Das ist im Übrigen etwas, das ich vor gar nicht so langer Zeit irgendwo gelesen habe: Jemand hat über den Bildungsbegriff geschrieben und Fragen gestellt, die ein umfassend gebildeter Mensch doch aus dem Stand beantworten können sollte. Natürlich hat man, außerhalb seines eigenen Fachgebiets, eine Ahnung. Offenbar hat da Bildung tatsächlich nur etwas zu tun mit: Ich kann nachlesen und einigermaßen [!] verstehen.

** Die Seite produziert auf meinem Bildschirm (Windows 10, Google Chrome) einige unschöne "Verwischungen" in der Mittelspalte. Möglicherweise ist das Absicht in Sachen Thema; ich glaube aber -- eher nicht. Außerdem werden Links mit einem bei mir leicht angstbesetzten Hinweis versehen. (Wie immer: Vergrößern = Draufklicken.)


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Samstag, 29. Februar 2020

Jan Fleischhauer


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Doch Bok selbst ordnet Fakten seiner Meinung unter. Das beginnt schon mit falschen Zitaten. So schreibt er über den langjährigen „Spiegel“-Redakteur Jan Fleischhauer, der gerade zum „Focus“ wechselt:

Viel gelesen und beachtet, aber eben nur konservativer Solitär in einer Redaktion, die seiner Beobachtung nach „Grün-Rot eine stabile Mehrheit [sichert]“.

Kein Wunder, dass Bok das Wort „sichert“ in eckige Klammern setzen muss, denn Fleischhauer schreibt das gar nicht – nicht mal indirekt. Sondern stattdessen:

Es gibt keine Umfrage, die das belegt, aber ich bin sicher, wenn die Redaktion die Sitzverteilung im Bundestag bestimmen dürfte, gäbe es eine stabile Mehrheit für Grün-Rot.

Fleischhauer meint also: „Spiegel“-Journalisten würden Grün-Rot wählen. Bok macht daraus: „Spiegel“-Journalisten schreiben so, dass die Wähler Grün-Rot wählen.

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Ich frage mich: Ist da wirklich ein so großer Unterschied?

Dienstag, 25. Februar 2020

Unangenehme Websites: drivefacts.com

Ich sammle einfach weiter. Seiten mit dem Geschäftsmodell: In seriösen Zeitungen Anzeigen schalten. Diese Anzeigen werden -- Geld stinkt nicht -- auch gebracht. Und dann immer das Gleiche, das Stichwort Clickbaiting.



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Kellnerin hinterlässt Mann eine Notiz - Als seine Frau diese liest, kommen ihr die Tränen!

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Und dann wird ausgewalzt, auf dass die Cents in der Summe klingeln. 

Die Lösung kann für die Zukunft nur sein, dass man im Browser schneller, als das bisher möglich ist, gewisse Seiten komplett sperrt, auch die Links, die auf diese Seiten verweisen. Es wird diese Möglichkeit bald geben, ich bin sicher. Denn so kann es nicht weitergehen!

Samstag, 22. Februar 2020

UNNÜTZES WISSEN, GEOGRAFIE BEARBEITEN

https://app.handelsblatt.com/das-technologie-update/geografie-welches-land-hat-die-meisten-direkten-nachbarn/9207460.html

Geografie: Welches Land hat die meisten direkten Nachbarn?

GEOGRAFIE

Welches Land hat die meisten direkten Nachbarn?

In Europa ist die Sache klar: Auf dem alten Kontinent hat Deutschland die meisten Nachbarn. Doch auf welchen Platz kommt die Bundesrepublik im internationalen Ranking – und wer schafft es auf Platz eins?

Sonntag, 16. Februar 2020

Jens Spahn

Rüberkopiert aus der ZEIT-Kommentarseite:

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BDLB #104 || Geht es eigentlich nur mir so? Ich erkenne mich, was Jens Spahn angeht, selbst als extrem vorurteilsgesteuert. Und der Gipfel: Es sind nicht die Inhalte, die JS vorträgt, die mich gegen ihn einnehmen, es ist - sein Aussehen.* Nein, das Aussehen nicht als gut oder schlecht beurteilt, sondern - ich kann es im Moment nicht besser sagen: als zirkulär-vorurteilsbegründend.** Selbstverständlich ist mir jederzeit bewusst, dass diese Vorurteilsstruktur in höchstem Maße irrational und damit unsinnig ist. Ich kann halt nur nicht aus meiner Haut, wie man so sagt.

Also Spahn kommt mir - Versuch, den eigenen Vorurteilen auf die Spur zu kommen - so sehr verlegen-zurückgenommen vor. Er erinnert mich an unseren Bio-Lehrer A. im Gymnasium, der immer schülerfreundlich-locker rüberkommen wollte und dem die Schüler das nicht abgenommen und nie gedankt haben. Heute finde ich das blöd, also - dass wir ihm das nicht gedankt haben.

Also - Salto mortale zurück in die Rationalität: Vielleicht wird Jens Span ja ein toller Bundeskanzler! Weil kaum jemand meine Vorurteile teilt. Und ich sage und bekenne dann in durchaus volkstümlichem Ton: "Das hätte ich ihm nie zugetraut, dem Jens! So wie damals der Angela schon nicht!"

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* Wer außer Robert Habeck und Annalena Baerbock sieht schon im landläufigen Sinn (! bitte nicht überlesen !) gut aus? Na ja, Julia Klöckner natürlich.)

** Dieses Schicksal teilt Spahn bei mir übrigens mit Dr. med. Eckart von Hirschhausen. Bei dem ich mir jedesmal sage: "Ein beliebter Mann! Und dazu witzig im Urteil vieler! Ganz offenbar. Nur ich - ich kann den Mann, wenn ich ihn im Fernsehen sehe, einfach nicht ab!"

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Jetzt bin ich mal gespannt, ob da jemand was dazu sagt!

Freitag, 14. Februar 2020

Diskussion in Foren

Eben ein ZEIT-Kommentar von mir, ungefähr da, der erst mal freigeschaltet werden muss:

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Das Merkwürdige an heutigen Diskussion in Foren und Kommentarbereichen ist, dass Überlegungen, die man anstellt, von den Teilnehmern immer gleichgesetzt werden mit "persönlichem Eintreten für ...". Das ist eine vollkommen inakzeptable Annahme, jedenfalls hier und bei mir generell. Es ist im Übrigen auch ein Hinweis auf eine schlechte argumentative Ausbildung in den Schulen.

Also - ich habe das, was ich geschrieben habe, geschlussfolgert aus dem Thema dieses Zeitungsartikels: Die Union hat einen rechten und die AfD einen "linken" - ha! - "Flügel". Na gut, sagen wir: Randbereich. Das ergibt mein Modell mit Blick auf die gegenwärtigen Thüringer und mögliche zukünftige andere Problemfeld der Koalitionsbildung.

Das heißt doch nicht, dass ich diese Partei wählen würde! Ich wähle SPD. Aus Traditionsbewusstsein sein und - aus Mitleid.

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Dienstag, 11. Februar 2020

Vipflash: Unangenehme Website BEARBEITEN

https://vipflash.de/contents/14053-angela-merkel-ehekrise-bei-der-kanzlerin-sie-gehen-getrennte-wege?locale=en&p=1

Vipflash: Unangenehme Website

Angela Merkel: Ehekrise bei der Kanzlerin? Sie gehen getrennte Wege!

Shen Yun goes to ... BEARBEITEN

https://www.theguardian.com/news/2017/dec/12/shen-yun-falun-gong-traditional-chinese-dance-troupe-china-doesnt-want-you-to-see


Wherever Shen Yun goes, the Chinese government follows. In Ecuador and Ireland, Berlin and Stockholm, t 06heatres and local governments have reported receiving letters or visits from Chinese embassies attempting to shut down the dance show. In February 2014, Jörg Seefeld, the event manager of the Stage Theatre on Potsdamer Platz in Berlin, where a Shen Yun performance was scheduled, received a visit from the Chinese embassy’s cultural attache, who “tried to influence things”. Seefeld refused, and the show continued. “I am from East Germany,” he told the Berliner Zeitung. “With the Chinese it is like it used to be with our rulers. They are simply scared.”

Montag, 10. Februar 2020

Hans-Ulrich Jörges und Weimar und Höcke

Lieber Herr Jörges,

Sie haben den großen und auch wieder nicht mehr so großen Stern im Rücken und ich meinen winzigen Blog* hier. Die Machtverteilung ist klar und mir bekannt. Unter diesen Voraussetzungen ...

Sie schreiben:

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Christian Lindner hat die AfD in Thüringen freigesetzt – diesen Fluch wird er nicht wieder los Die Wahl Kemmerichs war kein Unfall sondern ein Bubenstück. Annegret Kramp-Karrenbauer konnte sie nicht verhindern, das kostet sie den Vorsitz der CDU. Ein anderer wollte es nicht: FDP-Chef Christian Lindner. ... 10. Februar 2020 || Weimar liegt in Thüringen. Weimar beginnt in Thüringen. Weimar zum Zweiten. Die Analogie ist zwingend, sie schlägt alle Beschwichtigungen. Ende Januar 1930 werden die Nationalsozialisten in Thüringen zum ersten Mal von Bürgerlichen an einer Landesregierung beteiligt, mit zwei Leuten. Der Nazi Wilhelm Frick verfasst einen Erlass gegen die „Verseuchung durch fremdrassige Unkultur“. Adolf Hitler behagt das Experiment auf dem Weg zur Macht.

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Und dann kommt auch bald das:

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"Anfang Februar 2020 macht in Thüringen erstmals die AfD einen Bürgerlichen zum Ministerpräsidenten – unter Führung von Björn Höcke, den man einen Faschisten nennen darf."

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Also ich, ich nehme Herrn Höcke nicht so wichtig. Wir haben -- nein, eben keine Weimarer Republik! Und also: Nein, diese Analogie ist nicht zwingend. Sie ist vielmehr an den Haaren herbeigezogen, weil es sich quasi historisch irgendwie reimt und weil eine ständige Aufgeregtheit Journalisten gut tut. Und bei Ihnen, Herr Jörges, wie bei anderen Zeitungsleuten beobachte ich die Lust am Suhlen. Sich hineinschmeißen in die warme Aufregungsjauche. Selbige ergibt sich nämlich nicht durch ein  Ausscheiden und dann Anrühren von links oder von rechts; nein, sie entsteht als Produkt des Zusammenrührens der wohlfeilen Aufgeregtheiten von allen Seiten.

Also, wir wissen es ja! Sie und ich und wer immer mag, darf Björn Höcke mit gerichtlicher Erlaubnis** einen Faschisten nennen. Ja, klar. Aber -- muss man es dann auch ständig? Ist Ihnen und den anderen nicht bewusst, dass dieses Rühren in den Faschismusassoziationen gleichzeitig die gegenwärtige Aufregungsjauche immer auch ein wenig größer macht? Übrigens auch: Herrn Höcke immer größer macht! Das ist wie in der Werbung: Die Aufmerksamkeit -- die Sie kreieren, ob Sie wollen oder nicht -- ist alles, und dann kommt erst mal lange nichts. Und dann kommt erst Gut und Schlecht.

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* Ja, "der Blog", nicht das Blog! Erläuterungen hier.

** Wobei man das gegenwärtige Sprachgefühl deutscher Richter ja auch von der anderen Seit eher anzweifeln darf:

Laut einem Beschluss des Landgerichts Berlin stellen entsprechende Kommentare "keine Diffamierung der Person der Antragstellerin und damit keine Beleidigungen" dar. Unbekannte hatten Künast unter anderem als "Stück Scheiße" und "Geisteskranke" bezeichnet und noch drastischere und auch sexistische Posts geschrieben. Die Bezeichnung "Drecksfotze" bewege sich haarscharf an der Grenze des noch hinnehmbaren [ = Hinnehmbaren, liebe Tagesschau]. Eine Beleidigung liege aber nicht vor, so das Gericht in seinem Urteil. (tagesschau.de)

Ralf Stegener und die Herzen

Was habe ich da denn gelesen!? Meine Augen und dann der Kopf dazu wähnten sich im Traume!

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9. Februar 2020 SPD-Politiker Ralf Stegner. Nie zuvor hat Stegner derart im Applaus baden dürfen wie bei den Regionalkonferenzen zur Wahl des SPD-Vorsitzes. Hier im September in Ettlingen, Baden-Württemberg. ... Ralf Stegner musste zuletzt einige Niederlagen einstecken, etwa beim Kampf um den SPD-Vorsitz. Zwar flogen dem Linken die Herzen zu, gewählt aber wurden andere. Über einen, der weitermacht. Von Ralf Wiegand, Kiel (sueddeutsche.de)

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Ralf Stegner fliegen - was?! Herzen zu? Mir fällt, obwohl ich sonst wirklich nicht schlecht bin, kein Vergleich ein. Ich muss da noch lange nachdenken ...



Sonntag, 9. Februar 2020

"Frau Strickland"

Das Gehässige ist eine Kategorie, die sprachwissenschaftlich näher untersucht werden sollte. Hier ein prima Beispiel, aus dem deutschen Zentralorgan für Gehässigkeiten, Wikipedia > Diskussion:

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Ich halte es für durchaus möglich, dass Frau Strickland, bei allen würdingungswürdigen akademischen Leistungen, die sie sicherlich erbracht hat, im Bezug auf den Nobelpreis schlicht das Glück hatte, im Besitz eines heutzutage karrieretechnisch sehr hilfreichen Items zu sein: einer Vagina. Es ist nicht auszuschließen, dass das Nobelkommitee, vermutlich aus zeitgeisttechnischen Gründen, ein schlechtes Gewissen hatte, weil so lange Zeit keine Frau mehr Preisträgerin war. Ich gönne ihr den Preis, aber diese Beweggründe würden erklären, warum Frau Strickland u.a. in der de.WP bis dahin niemand auf dem Radar hatte. Dies scheint mir wesentlich wahrscheinlicher als Inkompetenz, Ignoranz oder gar Misogynie unter Autoren und Admins... (Wikipedia)

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Dass sich der Autor den Kalauer, Frauen müssten wegen Stricken doch nicht eigens erwähnt werden, hat entgehen lassen. Oder sich gar selbst im letzten Augenblick ... - Eher unwahrscheinlich, das Letztgenannte. 

Donnerstag, 6. Februar 2020

Das politische Wahnsinnskino

Ein Kommentar von mir bei ZEIT Online, der unkommentiert so stehenbleibt. Ich hatte auf Widerspruch gehofft. Oder auf einen Versuch, diese These geradezubiegen.

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Das politische Wahnsinnskino beginnt damit, dass es eine Partei geben kann, die nicht koalitionsfähig ist. Also entweder die AfD steht nicht auf dem Boden des GG, dann soll sie verboten werden. Oder sie steht da, dann kann sie in eine Koalition eintreten. Dieses verdammte Herumgeeiere ist einfach nur noch nervtötend. Auch für die, die, warum auch immer, die AfD gewählt haben. (zeit.de)

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Mittwoch, 5. Februar 2020

Liebe Sparkasse!

Da gibt es also etwas Neues, genannt Push-TAN. Und ich soll umstellen. Das versuche ich jetzt seit einer knappen Stunde. Im Moment bin ich wieder in der Warteschleife und werde da mit schönen Werbeansagen und einer wirklich sehr, sehr klapprigen Musik. (Es ist mir gar nicht klar, was man anstellen muss, um eine solche Musik zu generieren)

...

Inzwischen der dritte Anruf. Das Verfahren funktioniert einfach nicht. Der junge Mann, der geduldig ist -- offenbar bin ich da nicht der erste Anrufer --, will mich zurückrufen oder zurückrufen lassen. Ich warte jetzt seit 2 Minuten ...

Liebe Sparkasse, die Abteilung für kundeneinbeziehende Neuerungen, ob sicherheitsrelevant oder nicht, sollte bitte immer überlegen, dass die Kunden auch noch etwas anderes zu tun haben, als komplizierte Installationsverfahren durchzuführen. Bitte setzen Sie doch, bevor Sie eine Sache auf den Weg bringen, mal 20 Leute an die Aufgabe und schauen Sie, wie lange diese Menschen jeweils brauchen. Länger als eine 1/4 Stunde sollte das Ganze nicht dauern. Ich bin jetzt mit zwei Sparkassen-Konten geschlagene 2 Stunden am Werkeln ...

Jetzt warte ich seit 5 Minuten ...

Wenn mich etwas in den Wahnsinn treiben kann ...

... dann sind es Videos, die ungefragt loslegen, wenn man eine Seite aufruft. Gerne auch mit Werbung oder einem Thema, das nicht zum aufgerufenen Artikel gehört. Wie eben auf einer Seite der WELT geschehen.

Leute, lasst es, bitte! Bitte!

Dienstag, 4. Februar 2020

Abelards Kastration

Vor ein paar Tagen einen Podcast, ZeitZeichen*, gehört, über Abelard und Heloise. Heute auf einmal die Frage, wie man das mit der Kastration sich vorzustellen hat. Auch hier wird man in den Weiten des Internets schnell fündig.

Warum ist Abelard da nicht verblutet? Antwort: Es gab da Technik und Erfahrungen. Man musste vorher, was man tun würde.

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Das im wahrsten Sinne des Wortes einschneidendste Ereignis** im Leben des Philosophen war seine gewaltsame Kastration durch Mitglieder der Familie Fulberts. Die Schnittverletzung, die zum Verlust der Testikeln und der Zeugungsfähigkeit führte, hinterließ zwar bei Abaelard ein erhebliches psychisches Trauma, welches erst nach Jahren qualvoller Selbstvorwürfe einigermaßen sublimiert und aufgelöst wurde, stellte per se jedoch nur eine relativ geringfügige Verletzung dar. Den Vorgang der Kastration, die in der bäuerlich geprägten Gesellschaft des Frühmittelalters an Haus- und Nutztieren häufig praktiziert wurde, hat man sich folgendermaßen vorzustellen: Während mindestens zwei Helfer den Körper des sich wehrenden Opfers niederdrückten und festhielten, umschnürte ein weiterer mit einer dünnen und scharf schneidenden Darmsaite oder einem dünnen, reißfesten Zwirn den Hodensack des Betroffenen unter kompletter Drosselung der Blutversorgung ab und durchtrennte anschließend das Organ distal der Ligatur mit einem schnellen Messerschlag. Dabei wurden die Samenleiter - ductus deferentes - und die zu- und abführenden Blutgefässe und Nerven durchtrennt. Wegen der Ringligatur war die offene Wundfläche nur relativ gering. Der Vorgang dauerte nur einige Sekunden und dürfte wegen der durch das Abschnüren eingetretenen Anästhesie nur wenig schmerzhaft gewesen sein. Wegen der Ligatur kam es auch zu keinem nennenswerten Blutverlust. Falls die Wunde per primam intentionem, d.h. steril und ohne Wundinfektion, abheilte, fiel nach einigen Tagen die Ligatur von selbst ab, und es entstand eine trichterförmige, insgesamt nur wenig entstellende Narbe. Der Penis einschließlich der darin liegenden Harnröhre wurde bei dem Eingriff weitgehend verschont, so dass auch künftig die Harnkontinenz und eine ungestörte Miktion gewährleistet waren. Die notwendige Mindestzahl von drei Helfern - zwei haltende und ein schneidender - wird übrigens in einem anonymen Gedicht aus dem Kloster Fleury an der Loire, welches von einem Zeitgenossen Abaelards stammt und sich mit dem Schicksal des Philosophen beschäftigte, ausdrücklich bestätigt: "Drei Schurken haben sich verabredet: Stürzen wir auf den einen, packen wir ihn und schnüren wir ihn mit dem dreifach gekordelten Strick..." Abaelard selbst hat bestätigt, dass ihm nach dem Attentat weniger das Ausmaß der körperlichen Verwundung als die Scham darüber schwer zu schaffen gemacht habe: "Ich litt mehr am Mitleid als an der Wunde, fühlte mehr die Scham als meine Versehrtheit, war mehr bedrückt von der Schande als vom Schmerz..." Selbst die Kastration von Menschen war zur damaligen Zeit durchaus nichts Ungewöhnliches. Offensichtlich kam es mitunter nach dem Vorbild von frommen Männern wie Origenes zur Selbstkastration von religiösen Fanatikern. Das kanonische Recht enthielt genaue Regeln, wie mit solchen Personen zu verfahren sei. Die Kastration war auch fester Bestandteil der Sippenrache: Wenn ein Mädchen unehrenhaft entjungfert oder geschwängert worden war, drohte dem Delinquenten seitens der Familie des Mädchens eine entsprechende Strafe nach dem Talionsrecht. Eine derartige Selbstjustiz war in der Krondomäne allerdings weder durch das kanonische, noch durch das weltliche Recht abgedeckt. Deshalb drohte den Tätern in einem solchen Fall eine nicht minder schwere Strafe. Im oben genannten Gedicht aus dem Kloster Fleury ist - als einziger Quelle - auch die Rede davon, dass in Abaelards Heimat Graf Matthias von Nantes, der Sohn Hoëls, des Herzogs der Bretagne, und der jüngere Bruder des Nachfolgers Alain Fergent, vor seinem gewaltsamen Tode um 1103/1104 kastriert worden war.  Im Falle Abaelards wurden zwei der gefassten Täter - einer davon sein verräterischer Diener - geblendet und ebenfalls kastriert. Der dritte konnte entwischen. (abaelard.de)

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Die Stelle ist mit reichlich Fußnoten versehen (die ich hier weggenommen habe). Auch an Bildern fehlt es nicht.

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* Héloïse, Äbtissin (Todesjahr 1164). WDR ZeitZeichen, 26.12.2019 14:53 Min. (Online)

** Und wenn noch eine kleine Stilkritik erlaubt ist: "Das im wahrsten Sinne des Wortes einschneidendste Ereignis im Leben des Philosophen" -- diese Formulierung ist wirklich nicht gut. Weil ? Nun ja, überexplizit aus Freude an der Darstellung des Selbstverständlichen. Irgend so etwas.

Sonntag, 2. Februar 2020

Nervige Internet-Anzeigen: immoscout24.de

Vorab mal die Frage: 'Woher wissen die von Immoscout, dass ich da was an der Hand habe, Haus oder Wohnung? Vielleicht ist das aber auch einfach ein Schrotschuss auf Verdacht.

Wie auch immer -- ich möchte einfach nicht ständig lesen müssen: 

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"Bayern: Wieviel ist Ihre Immobilie heute wert? Der Online-Rechner!"

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Wie viel "meine Immobilie" im Moment wert ist, interessiert mich nicht die Bohne! Und andere sollte es schon gar nicht interessieren! Also lasst mich bitte in Frieden, Freunde von immoscout24.de!

Freitag, 31. Januar 2020

Leon Black


31. Januar 2020 Kunst. Ciao, meine Teuerste. Vor gut drei Jahren ging man in Deutschland noch davon aus, dass das Bild "nach Andrea Mantegna" gezeichnet ist - und nicht "von Andrea Mantegna". Vor ein paar Jahren kaufte ein Mann für wenige Hundert Euro eine Renaissance-Zeichnung. Nun ist das Bild als Werk des bedeutenden Künstlers Andrea Mantegna in New York versteigert worden - für zehn Millionen Dollar.

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Ein überaus lesenswerter Bericht, den ich mir, Abonnent, rauskopiert und neu habe. In diesem Bericht werde ich auf Leon B. aufmerksam gemacht, den ich bislang nicht kannte:

Leon Black – Wikipedia [von 88.70.27.17 (46 %), Kusskusskuss (41 %), Tnnnbm (5 %), M-B (3 %), ... , 16 weiteren Autoren (4 %)] ... Leon Black (* 1951) ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Kunstsammler. Er ist auf Leveraged Buyouts und Private Equity spezialisiert. 1990 gründete er die Private Equity Firma Apollo Global Management. Black entstammt einer jüdischen Familie. Sein Vater war der US-amerikanische Investmenthändler Elihu Menashe Black (1921–1975) und seine Mutter war die Künstlerin Shirley Lubell. Black ist mit Debra Ressler verheiratet und hat vier Kinder. Debra ist eine Melanom-Überlebende. 2007 spendete das Paar 25 Millionen US-Dollar für die Gründung der neuen Melanoma Research Alliance.

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Kunst, Geld und Macht, die drei bilden eine Einheit. Die Basis des Dreiecks: Kunst und Geld.

Mittwoch, 29. Januar 2020

Israelische Siedler

Wie kommt es, dass ich den israelischen Siedlern nicht böse bin?

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Was sagt das internationale Recht zu den Siedlungen, und wie steht die Staatengemeinschaft dazu?

International werden die Gebiete als besetzt angesehen. Nach Maßgabe der Vierten Genfer Konvention zum Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten von 1949 ist es unter anderem verboten, dass Staaten die eigene Zivilbevölkerung in besetztes Gebiet umsiedeln (Artikel 49, Absatz 6). Die israelischen Siedlungen sind demnach illegal. Der Internationale Gerichtshof hat 2003 in seinem Gutachten "Legal Consequences of the Construction of a Wall in the Occupied Palestinian Territory" ebenfalls festgestellt, dass die langjährige israelische Siedlungspolitik gegen internationales Recht verstößt. Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags haben 2017 eine ausführliche völkerrechtliche Einschätzung zum israelischen Siedlungsbau veröffentlicht.

Neben dem Status der geteilten Stadt Jerusalem und dem Schicksal palästinensischer Flüchtlinge werden die Siedlungen als Hindernis für eine Zweistaatenlösung gesehen, bei der neben Israel ein unabhängiger Staat Palästina entstehen soll. Die Vereinten Nationen forderten zuletzt im Dezember 2016 mit einer Resolution den sofortigen Stopp des Siedlungsausbaus. Eigentlich sollte die Frage der Siedlungen nach Maßgabe des Osloer Friedensprozesses der Neunzigerjahre in bilateralen Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern geklärt werden. Die aktiven Friedensverhandlungen sind aber schon seit Jahren eingeschlafen. Die Palästinenser befürchten, dass Israel mit seiner Siedlungspolitik vorab Fakten schafft und palästinensisches Territorium weiter zersplittert. Die Bildung eines zusammenhängenden palästinensischen Staats werde so unmöglich gemacht. (spiegel.de)

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Ich nehme an, weil ich den Palästinenser einfach nicht zutraue, dass sie das Land vernünftig bewirtschaften können. Alles Vorurteile, ich weiß! Aber ist denn wirklich gar nichts dran, an diesen Vorurteilen? Sagen nicht sogar die extrem pro-palästinensischen Israel-Besucher, dass die normalen Palästinenser einfach nur ihrer Arbeit nachgehen wollen. In Israel. Unbehelligt von ihren laut tönenden Anführern.

Ich muss einmal herumfragen. Unter den verschiedenen Parteiungen.

Schach: Fischers "Königseröffnung"

Was hab ich lange nach dieser Partie gesucht. Dabei - gar nicht so schwer zu finden!

Bobby Fischer Makes 4 Consecutive Crazy Opening King Moves Against Short Game 2/8



Das ist einfach zu schön!

Dienstag, 28. Januar 2020

Das Internet und die Analphabeten

Mich macht das langsam rammdösig!

Wer hat eigentlich erfunden, dass beim Aufruf einer Website gleich ein Video losplärrt, das das, was vor einem steht, auch noch vorliest? Kann man nicht ein Zeichen für "Analphabet" einführen, auf das jemand drückt, der nicht lesen kann?

Montag, 27. Januar 2020

Rosa im Management

Och wie süß!

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Jetzt fehlt natürlich die Männermode!

Herbert Feuerstein

Ich will Herbert Feuerstein doch gesondert würdigen! Der Wikipedia entlang. 

Zuerst habe ich nach dem echten Namen gesucht, davon ausgehend, dass Feuerstein ein Pseudonym ist. Aber nein, der Mann heißt wirklich so!


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* 15. Juni 1937 in Zell am See, Österreich. Feuerstein ist ein deutscher Journalist, Kabarettist und Entertainer österreichischer Herkunft. Als Chefredakteur prägte er maßgeblich den Stil des deutschen MAD-Magazins. Einem breiten Publikum bekannt wurde Feuerstein im deutschsprachigen Raum vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Harald Schmidt in den Fernsehsendungen Pssst … und Schmidteinander.

[...]

Feuerstein studierte von 1956 bis 1958 am Salzburger Mozarteum Musik in den Fächern Klavier, Cembalo und Komposition. Nachdem er als Kritiker eine Komposition Bernhard Paumgartners, des Präsidenten der Salzburger Festspiele, verrissen und einige Kommilitonen provoziert hatte, wurde ihm nahegelegt, die Hochschule zu verlassen. 1960 folgte er seiner ersten Frau, der hawaiischen Gaststudentin Pearl Higa, nach New York, wo sie am 20. November 1960 heirateten. Dort arbeitete er als Redakteur und ab 1968 als Chefredakteur der deutschsprachigen New Yorker Staats-Zeitung. Er war auch für den Hörfunk tätig sowie als USA-Korrespondent der deutschen Satirezeitschrift Pardon. Nach dem Scheitern seiner ersten Ehe kehrte Feuerstein 1969 nach Europa zurück. Er wurde Verlagsleiter beim Verlag Bärmeier & Nikel, der unter anderem die Satirezeitschrift Pardon herausgab. Anschließend war er bis 1991 Chefredakteur des deutschen MAD Magazins, dessen Stil er maßgeblich prägte.

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Klavier, Cembalo und Komposition? Ja da schaust her!

Habe ich denn Feuerstein und Harald Schmidt jemals zusammen am Klavier oder am Cembalo gesehen? Nein. Das müsste nachgeholt werden!

Wenn das alles nichts ist oder wird? Dann gratulieren wir Feuerstein also am 15. Juni zum 83. Geburtstag! Und zwar -- wir alle!

Sonntag, 26. Januar 2020

Nachdenken über Harald Schmidt

Ich bin SPIEGEL-Abonnent, und also schaue ich mir recht oft die Video-Kolumne von HS an. Diesmal, Freitag, gestern -- Über Sigmar Gabriel

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"Banken manipulieren, zahlen unanständige Gehälter und erpressen die Staaten - angesichts solcher Aussagen ist es gelinde gesagt überraschend, dass SPD-Politiker Sigmar Gabriel nun Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank werden will. Vor wenigen Jahren zog der SPD-ler in der Öffentlichkeit unverblümt und gnadenlos über Finanzinstitute her. Doch seine früheren Aussagen halten den 60-Jährigen offenbar nicht davon ab, sich für einen der höchsten Posten bei der Deutschen Bank zur Wahl zu stellen." (merkur.de)

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Schmidt, wie gewohnt: Lobt süffisant. (Um nicht zu sagen: hinterfotzig. HS würde dieses Wort richtig verstehen und, auf ihn angewandt, sogar positiv finden. Wetten?)

Und also - eigentlich geht es mir hier nicht um SG, sondern um HS! Dass ein Organist aus Nürtingen ein solches Lästermaul werden würde - ja, es muss ihm an der Wiege gesungen oder georgelt worden sein! 

Frappant eins um andere Mal: Diese unübertroffene Selbstsicherheit! Heute wieder: Direkt in die Kamera sprechen, ohne große Vorbereitung. Wo immer er ist. Diesmal, man glaubt es nicht: Im ICE zwischen Hamburg und Stuttgart. Inklusive lärmender Bahn-Lautsprecheransagen im Hintergrund. (Natürliche nur für SPIEGEL [Pause] -Plus-Kunden!)




Von der Gedanken Blässe angekränkelt ist der Mann HS sehr wohl, aber -- wie er das verbirgt! Einfach großartig! Dabei -- er wird erkennbar auch älter. Vor allem -- sein Haarwuchs bzw. Nicht-Mehr-Haarwuchs. Anderen Männern würde das nicht mehr so wie früher vorhandene Haupthaar vielleicht Schwierigkeiten machen. Aber doch nicht HS!

Eines meiner HS-Lieblingsvideos: 3:52 "Harald Schmidt besucht seine Eltern (1991)".



Schauen Sie sich mal da die Haare an! 1991, da war HS also -- Moment... 34 Jahre alt. Heute demnach -- 63. (Schade, 36 / 63 wäre als Zahlendreher schöner gewesen.* Aber egal!)

Ich sollte HS vielleicht meine Abhandlung über den Sinn des Lebens schicken. Einer wie er, der dieses Thema einfach hinwegalbert, der fehlt doch noch in meiner Sammlung.

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* Das hätte sich natürlich einrichten lassen! Es gibt ja kein Jahr, aus dem es kein Foto von HS gibt.





Auch hier -- dieses Haar im Wind! Bei 4:40 im Video wird das mit den 36 Jahren übrigens sogar explizit angesprochen! Von Renate S., die hinzufügt, dass das Leben mit 50 -- ihr Alter -- halt doch was anderes sei. (Und an dieser Stelle schiebt Friedrich Nowottny, da immerhin schon WDR-Intendant, Schmidt dicke Geldbündel und dann auch noch Geldsäcke über den Tresen. Während Herbert Feuerstein* anschließend nur ein paar kleine Münzen bekommt. Ginge heute, in der Tom-Buhrow-Zeit, auch nicht mehr, nehme ich an. Von wegen Intendanten-Gehalt und so.)

Aber der Besuch bei den Eltern ist einfach besser als das Gespräch mit Renate Schmidt. (Im Tonfall von HS zu sprechen: "Muss man einfach so sagen. Ja.")

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* Kurze Überlegung, ob ich da was über Feuerstein einschiebe. Aber schnell beschlossen, ihn doch gesondert zu würdigen. Anschließend. Direkt.

Samstag, 25. Januar 2020

AfDAC

Es gibt sie eben, die genialisch verdrehten Lustig-Gehirne! Beim Postillon zum Beispiel.

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Freitag, 24. Januar 2020

Weil ADAC nicht mehr strikt gegen Tempolimit ist: Raser gründen Alternative für Deutschen Automobil-Club (AfDAC)

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Mittwoch, 22. Januar 2020

Brad Pitt und Anthony Hopkins

Und wenn ich schon mal dabei bin, Zeitungen zu loben, dann überliefere ich das auch noch. Der STERN hat es gebracht:

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OSCAR-NOMINIERUNG Auferstanden: Darum ist Brad Pitt so gut wie nie zuvor || Lange hatte er sich und sein Publikum belogen. Erst als seine Ehe und sein Leben ­zusammenbrachen, fand Brad Pitt zu sich selbst. Nun ist er so gut wie nie zuvor: als Mann und als Schauspieler. Von Jochen Siemens || 20. Januar 2020 || Auferstanden - darum ist Brad Pitt so gut wie nie zuvor | Neulich hat Brad Pitt ein Wort erfunden. Er saß mit dem Schauspieler Anthony Hopkins zusammen, sie sprachen über den Sinn und die Werte des Lebens, und Pitt sagte: „Ich bin eigentlich ein Nicht-Weiner. Gibt es das Wort?“ Auf Englisch klingt es fast noch schöner: ein „not-crier“. Pitt weiter: „Ich habe seit 20 Jahren nicht geweint. Aber jetzt bin ich auf dieser Stufe angekommen, auf der mich alles berührt. Meine Kinder, meine Freunde, die Nachrichten – sie berühren mich.“ Hopkins antwortete: „Das entdeckt man, wenn man älter wird. Du willst einfach mal losheulen.“ Pitt, auch schon 56 Jahre, überlegte. „Ist das so?“– Hopkins, 82, nickte: „Nicht nur, weil du traurig bist. Sondern auch über das Glück des Lebens.“

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Shitstorm

Heute im SZ-Streiflicht etwas, das überliefert zu werden verdient.

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... Das Netz aber tobt. „Das Netz“ sagen die digitalen Hausmeister und Feldwebel immer dann, wenn es genug ihresgleichen gibt, die bereit sind, sich jederzeit ganz furchtbar aufzuregen und Andersdenkenden aus jedem beliebigen Anlass einen Strick zu drehen. Kurz, Ministerin Klöckner wurde zum Ziel eines Shitstorms. Die Leute schreiben: Ob sie nicht wisse, dass auf dem Land lauter Nazis wohnten, dass die Dorffeuerwehr aus betrunkenen Rassisten bestehe, dass die beiden Kinder nicht divers seien. Welchen Dreh die Verfasser der Sache auch geben: Ein Shitstorm tritt immer dann ein, wenn Leute, welche die Welt nur noch über ihren Bildschirm wahrnehmen, den Shit posten, der so in ihrem Kopf entstanden ist.

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Ja, gut formuliert, oder? Das kann nicht jeder!

DIE ZEIT und der Nicht-Humor

In der ZEIT ein Artikel über Sekten und Rechtsradikale. 

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Rechte Esoterik. Meditieren, heilen, Juden hassen. Mit Lebensweisheiten und Mantren bedienen Esoteriker auf YouTube ein Riesenpublikum. Doch viele predigen auch rechte Verschwörungstheorien. Unbeobachtet von den Behörden. Von Mio Liebentritt || 20. Januar 2020 | 514 Kommentare (zeit.de)

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Wie üblich viele Kommentare.

Und ich? Ich kommentiere einen Kommentar.

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Oben, #1.11:

"Der Artikel erwähnt zwei äußerst typische Kennzeichen von Sekten. Die Gewissheit, über eine Erkenntnis zu verfügen, die nicht allen zuteil wird oder die nicht alle für wahr halten können/wollen."

Wenn das zutrifft, dann sind ja 97% aller Kommentatoren hier Sektenmitglieder!

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*Vor AUFSCHREI bitte nachdenken und noch einmal lesen!*

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Vorab-Prüfung ist angesagt, wie so oft bei der ZEIT. Und dieser Kommentar wird stillschweigend nicht gebracht.

Ich mache gestern, 21.02.2020 doch nochmal einen Versuch. Um 16:01 Uhr. Den letzten Satz, den zwischen den Sternchen, habe ich weggelassen.

Vorab schreibe ich:

[Normalerweise spüre ich ja nicht hinter meinen Kommentaren her, die hier einfach durch das Sieb der Kontrolle fallen. Im vorliegenden Fall würde es mich aber schon interessieren, was an dieser Bemerkung so schlimm war, dass sie nicht hier gezeigt werden durfte. Ist denn die Humorlosigkeit bei der ZEIT wirklich so weit fortgeschritten?!]

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Und was konstatiere ich: Ja, die ZEIT in Gestalt ihrer Kommentarkontrolleure hat wirklich keinen Humor. Was nicht immer, aber doch oft gleichbedeutend ist: keinen rechten Durchblick.

Unangenehme Webseiten: easyvoyage.de

Eine neue Masche macht sich im Internet breit. Es gab hier auf dieser Seite schon einige Beispiele. Auch easyvoyge.de war schon dabei. Heute wieder, beim STERN und Pamela Andersons fünfter Hochzeit, darüber gestolpert: Eine neue menschliche Barbie ... 

Die normalen Zeitungen wie eben beispielswiese der STERN und die Schmuddel-Extrem-Werbeseiten. "Geld stinkt nicht!" -- Vorher bringt der STERN erst selbst noch mal Video-Werbung: "... Von Zahnärzten empfohlen."

Kaum auf die menschliche Barbie geklickt, bricht die Werbung auf easyvoage.de wie eine abrutschende Geröllhalde über einen herein.

Ich denke, es braucht eine Sperre für diese Seiten! Ich werde mal versuchen herauszufinden, wie man das anstellt.

Dienstag, 21. Januar 2020

Verblassende Zeitungen

Jeder, der durch das Internet streift, kennt sie: die verblassenden Zeitungsseiten. 

Dass hier, wie im nachfolgenden Posting der STERN steht, ist Zufall. Bei den anderen Zeitungen ist es nicht anders.



Wollen Sie mehr wissen über Miriam Meckel und Anne Will? Ja dann, schauen Sie in eine Zeitung, die sie abonniert haben, oder in eine, die da nicht ausgraut. In den SPIEGEL zum Beispiel.

Ach ja, sieht Miriam Meckel da der Jodie Foster nicht wirklich sehr ähnlich? 

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Summenfrage: Kann es sein, dass die Zeitungen nicht nur symbolisch verblassen? Wegen des Internets...

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... Beide Frauen sprachen ungern über ihre Beziehung und hatten mit Klischees über lesbische Paare wenig am Hut. Auf die Frage, wie lange sie ein Paar seien, antwortete Meckel schon 2010 ausweichend: "Viel länger, als das in den Medien ein Thema ist." 2016 hieß es: "Ja, wir haben geheiratet." Noch vor der Ehe für alle, die in Deutschland erst seit zwei Jahren möglich ist, gaben sich Will und Meckel das Jawort für eine eingetragene Lebenspartnerschaft.

Also -- kann passieren. Auch in lesbischen Beziehungen.

Montag, 20. Januar 2020

"Okullar yakında açılıyor!"


Türkische Schulen: Okullar yakında açılıyor! -- In Deutschland sollen drei türkische Schulen entstehen. Die Aufregung ist groß. Werden sie zum Einfallstor von Präsident Erdoğans Ideologie? Von Arnfrid Schenk

Mal wieder Zeit auf meine früheren geheimdienstgestützten Erkenntnisse zu verweisen. ...

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Diese Schulen wären "Gift für die Integration und die Demokratie", wetterte Sevim Dağdelen, Abgeordnete der Fraktion Die Linke und Vorsitzende der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe. Der Grünen-Politiker Cem Özdemir sagte: "Wir brauchen keine Propaganda-Schulen im Auftrag Erdoğans." Seine "neo-osmanische Ideologie und reaktionäre Interpretation des Islams" hätten nichts im Lehrplan verloren. Susanne Eisenmann, Baden-Württembergs Kultusministerin (CDU), sagt: "Wir müssen sehr genau hinschauen, dass das Vorhaben von der Türkei nicht dazu genutzt wird, ideologischen Einfluss auf Schüler mit türkischen Wurzeln zu nehmen."

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Fritz J. Raddatz, Tagebücher

Übernahme aus meiner Amazon-Anmerkung.

(Raddatz, Fritz J.: Tagebücher 1982 - 2001. Rowohlt )

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»Raddatz entlarvt sich mit dem Buch immerhin selbst. Er ist unglaublich eitel und von seiner Wichtigkeit überzeugt.«

Ich lese gerade dieses Buch. Spät. Aber was soll's. Mein Urteil: Ich bin hin- und hergerissen. Auch im Qualitätsurteil.

Was man allerdings sagen muss: Das sind Tagebücher, keine komponierten Essays. In Tagebüchern stehen nun mal Alltäglichkeiten drin. Wenn man an denen nicht interessiert ist, muss man Tagebücher ja nicht lesen. (Ich persönliche lese Essensschilderungen, Krankheitanekdoten usw. ganz gerne und habe mich auch durch die Thomas-Mann-Tagebücher durchgelesen. Informationen über eine Zeit aus einer bestimmten Sicht. Warum nicht?)

Dann: Dass R. sich auch selbst für eitel hält, hat er immer wieder mal selbst gesagt. Er ist allerdings auch davon ausgegangen, dass alle in seinem Umkreis ebenso eitel sind wie er und diese Eitelkeit nur zu verbergen suchen. Ich würde ihm da recht geben. Und sich wichtig nehmen? Ja mei, so sind wir halt, wir Menschen! Der, der sich nicht wenigstens selbst für wichtig nimmt - wozu ist der denn auf der Welt?

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Auf der anderen Seite -- dieses Um-sich-selbst-Kreisen ist tatsächlich auf die Dauer nur schwer zu ertragen. Vor allem, wenn die Satelliten immer von höchster Qualität sein müssen, selbst dort, wo sie in Grund und Boden Gestampft werden.

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Aus diesen Tagbüchern:

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An der Sitzung nur interessant, wie mehr und mehr alle Literaten übereinander herfallen, es gibt KEINERLEI Freundschaft oder auch nur Solidarität  – Jaeggi über Habermas (und vice versa, «Jaeggis Geschleime»), alle über Wapnewski, selbst ein Niemand wie Wiegenstein erlaubt sich das bereits, Grass zeigte sich mit einem Pasquill von Janssen, das offenbar gegen Wunderlich gerichtet war (er «warnt» Grass davor, sich «sponsern» zu lassen; der reinste Quatsch – wohl weil Grass bei Wunderlichs Lithoanstalt in Zürich arbeitet). Und so: Es geht ihnen entweder zu gut oder zu schlecht, Kaiser ruft mich an und macht sich über Mayers Buch lustig, aber der sitzt nächsten Tag bei mir und erzählt, Kaiser habe ihn voller Begeisterung angerufen. Da bietet sich nicht nur die Frage an: Wie werden sie alle über mich reden, sondern: Was tun wir alle miteinander uns an? Wir wissen es alles besser als die Politiker – aber ich für meinen Teil möchte von keinem von denen regiert werden! Ihre Narzißhaftigkeit und Eitelkeit ist zu schlimm.

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Ist das nicht doch ziemlich weise-kritisch gedacht und geschrieben?

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Donnerstag abend, bevor ich nach Berlin flog, war ich dort wieder, traf den, sprach mit ihm – ein CDU-Parolen plappernder Dummkopf, der mir gleich sagte, er sei aber kein Gesprächspartner für mich. Erstens sei ich doch nun wohl alt genug geworden, um zu wissen, daß man sich hier nicht unterhalten wolle, und zweitens sei ich ihm zu «hoch» – er wisse genau, wer ich sei. Sprach’s und ging vor meinen Augen in den Dunkelraum.*

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Da bin ich dann doch zusammengezuckt. Geht es hier tatsächlich um einen darkroom*?

* Darkrooms können in Schwulenbars, Diskotheken, Saunen, Clubs und heterosexuellen Swingerclubs vorhanden sein, gehäuft sind sie in Lokalen der schwulen Lederszene oder der Szene nahestehenden Lokalen zu finden. Sie sind sehr spärlich bis gar nicht beleuchtet und dienen den Gästen zu sexuellen Handlungen vom Küssen bis zum Geschlechtsverkehr. (Wikipedia)

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Geld verdienen?

Ich lese das: 

Tragödie bei „Höhle der Löwen“. Sendung darf nicht ausgestrahlt werden, Pietro Lombardi ist stinksauer. BILD untersucht die Wahrheit über das geheime System zum Geld verdienen.

Schaut man genau hin, ist da zwar das BILD-Logo zu sehen, aber nicht bild.de. Lässt die Zeitung ein Spiel mit ihrem Namen zu?!

Nun ja, sonst schaut sie schon auf solchen Betrug. Aber man kann wahrscheinlich einfach nicht überall sein. 

Also - eine einfache Weisheit

BITTE MERKEN!

Wenn Geldverdienen 
so leicht wäre, 
dann hätten das längst 
alle gemacht! 


Samstag, 18. Januar 2020

Es steht in den Sternchen.

Soeben erreicht mich die Mitteilung eines aufmerksamen Lesers Schweizer Zeitungen, der schon mal kommentiert: "Wie verwirrt das Affengeschlecht auf diesem Planeten ist, zeigt folgender Artikel ..."

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"Reden, wie man will? Nicht an der Universität Wien. Sie fordert Pausen beim Sprechen. Damit man den Genderstern heraushört || An der Donau kommuniziert man künftig mit Gendersternchen. Ausgerechnet eine Gruppe Geisteswissenschafter setzt sich dagegen zur Wehr. | Birgit Schmid | 14.01.2020 || An der Wiener Universität wird man in Zukunft nicht mehr von «Studentinnen und Studenten» reden. Die binäre Bezeichnung werde der Realität der geschlechtlichen Vielfalt nicht gerecht, sie sei diskriminierend und sollte daher in der internen Kommunikation unterlassen werden. Diese neue Leitlinie gab das Rektorat kurz vor Weihnachten bekannt. Überall glitzerten die Sterne, und vielleicht ist da ein Funken übergesprungen: Die Hochschule will dem Genderstern in ihrer Administration fortan den Vorzug geben. | Der Asterisk bringt sprachlich zum Ausdruck, dass man sich weder als Frau noch als Mann fühlen muss, um mitgemeint zu sein. Alle Student*innen sind miteingeschlossen, jede*r Professor*in, wenn nun die Sprache auf Websites und Dokumenten «sukzessive angepasst» wird, wie es heisst. Tatsächlich begründet die Uni Wien ihre Sprachreform mit einem rechtlichen Entscheid: Im Juni 2018 legte der Verfassungsgerichtshof fest, dass es neben «weiblich» und «männlich» in offiziellen Dokumenten eine Option für ein drittes Geschlecht, zum Beispiel «divers», geben müsse."

Und launig fügt die Autorin Birgit Schmid hinzu:

"Wie viele Menschen an der Universität Wien die dritte Geschlechtsoption im Ausweis wählen, steht in den Sternchen."

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Ich, der coole wissenschaftliche Außenstehende -- nein, über den Wassern Schwebende, sage da vorläufig nur: Die ideologischen Gräben, die sich durch unsere Gesellschaft ziehen, werden an einigen Stellen immer tiefer und an anderen immer seltsamer. Das ist eine von den großen SELTSAM-Gräben.

"Was ist daran komisch?" BEARBEITEN

Sagte mal Volker Pispers.

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https://www.spiegel.de/panorama/usa-tauber-mann-verklagt-pornhub-redtube-und-youporn-wegen-fehlender-untertitel-a-a2468379-4d0e-45f5-9005-355520e64eec

USA

Tauber Mann verklagt Pornoseiten wegen fehlender Untertitel

Er könne den Videos nicht so folgen wie andere Nutzer: Ein gehörloser US-Amerikaner klagt gegen mehrere Sexfilmanbieter - und fordert unter anderem Schadensersatz.

18.01.2020

Freitag, 17. Januar 2020

Wovon lebt "der Wendler" eigentlich?

... Die Plattenverkäufe / Downloads können es doch wohl nicht sein.

3 Millionen Euro Vermögen wird vermeldet!

Ja woher denn?!

Mittwoch, 15. Januar 2020

Hass - Online 2

Wie stehe ich zur Forderung nach Nicht-Anonymität im Internet?

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Begibt man sich auf die Suche nach den Gründen für den steigenden Zorn der Wutbürger, die völlige Enthemmung, das Bedürfnis, Menschen zu strafen oder gar zu töten, stößt man auf das immer gleiche Erklärungsmodell: Als Übel wurde das Internet ausgemacht, im dem die sozialen Netzwerke im gesellschaftlichen Konflikt wie ein Brandbeschleuniger wirken. Am Wochenende geißelte auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble in einem Interview mit der Bild am Sonntag die Auswüchse im Netz und dessen Anonymität. Wer sich im Internet bewege, müsse das mit seinem Klarnamen tun, fordert der CDU-Politiker, der seit eines Angriffs im Rollstuhl sitzt und nach eigener Aussage seit 30 Jahren unter Polizeischutz steht. (zeit.de)

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Auch wenn auch ich hier anonym unterwegs bin -- ich finde: Es führt kein Weg daran vorbei, die Anonymisierung aufzuheben. Wir leben nicht in einem Unterdrückungsstaat, in dem es die Anonymisierung als Schutz vor dem Staat braucht. Die Impressum-Pflicht ist auch da. Warum sollen Herr Hinz- und Kunz-Wutbürger sich verstecken können?

Dienstag, 14. Januar 2020

Annalena Baerbocks Lachen

Die GRÜNEN geben die Kurzbio so:

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Annalena Baerbock ist seit 2018 Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. In Niedersachsen aufgewachsen, studierte sie Politikwissenschaft und Recht in Hamburg und London, ehe es die leidenschaftliche Europäerin über Stationen in Straßburg und Brüssel nach Brandenburg zog. Von 2009 bis 2013 war sie Landesvorsitzende der Brandenburger GRÜNEN und ist seit 2013 Bundestagsabgeordnete. Dort setzt sie sich vor allem für konsequenten Klimaschutz ein. (gruene.de)

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Und A. B. wird gelegentlich -- wieso hab ich das hier letzthin, als ich es gelesen habe, nicht notiert?! -- auch als gutaussehend gewürdigt. Ein kleines Plus sei das. Vielleicht auch ein größeres.

Jetzt aber: A. B. als Frau, die jederzeit unter Beobachtung steht, muss das laute, herzliche Lachen, das ihr ja jederzeit zusteht, noch einmal üben. So wie hier unten ist das Lachen -- sagen wir: suboptimal.

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Wir hätten da, durchaus vergleichbar, ein Vorbild anzubieten:






Montag, 13. Januar 2020

Erbschaftssteuer > Leistung - was ist das?

Die Schlaumeier, die mit der Leistung daherkommen! 

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 will den Nachlass neu besteuern: Umso höher, je älter das Vermögen ist. Ein Gespräch über Familie, Glück und die Fairness des Marktes.  Interview: Lars Weisbrod

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Erben sei also keine Leistung? Nur, ich würde behaupten: Von der Natur, den Eltern und dem Zufall ein Bill-Gates-Hirn & entsprechende zufällige Umstände mitbekommen zu haben, ist auch keine Leistung. Was zum Teufel ist im Leben schon Leistung! GLÜCK haben, darum geht es. Das Leben ist eine Lotterie!

Und außerdem, Achtung! Es gibt menschliche Instinkte! Das beginnt ja mit dem "Eigentum". Wohin haben die Eigentum-ist-Diebstahl-Versuche geführt? Ja, genau. Ins reine Elend haben sie geführt. Überall. Und zu den Instinkten gehört auch, Eigentum an Nachfahren oder an Menschen, die man selbst bestimmt hat, weitergeben zu dürfen.

Und wenn ich "Fairness des Marktes" lese, dann muss ich einfach spontan lachen. "Glück gehört dazu, das Getränk seiner Träu-me zu fin-den!" Getränk? Jawohl!

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Ok, das kommt natürlich auch.

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ZEIT: Die Wirtschaftswissenschaftler Milton und Rose Friedman haben ein anderes Argument gegen die Erbschaftsteuer ins Feld geführt: Warum macht es überhaupt einen Unterschied, ob ich ein Vermögen erbe oder ein Talent? Beides ist Glückssache. Wir würden nie auf die Idee kommen, die Talente von Musikern, Sportlern, Künstlern umzuverteilen. Warum also Vermögen?

Halliday: Die Friedmans tun so, als sei Talent etwas, das man einfach hat oder nicht. Aber das stimmt nicht: Jeder Sportler oder Künstler muss Arbeit aufbringen, um sein Talent auszubilden. Man muss Opfer bringen. Außerdem geben talentierte Menschen der Gesellschaft gewöhnlich etwas zurück, sie haben einen Output, der für uns in irgendeiner Form wertvoll ist. Menschen zahlen Geld, um einen talentierten Fußballer oder Pianisten spielen zu sehen. Für Erben gilt das nicht. Wer erbt, muss weder Arbeit in etwas hineinstecken noch erzeugt er einen Wert für die Gesellschaft. Erben ist keine Leistung. Erbschaften sind deswegen auch nicht Teil der Marktwirtschaft.

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Ich bleibe dabei: Auch die menschliche Fähigkeit, "Arbeit aufbringen" -- seltsame Übersetzung übrigens -- zu können, ist, neben vielem anderen, eine Sache des Glück-habens. Und wer sagt es denn: Macht Geld glücklich? Nein, sagt Arndt. Und der muss es schließlich wissen!

Ich sage: Lasst den Reichen ihr Geld! Sie haben ja nichts anderes!

Sonntag, 12. Januar 2020

Sammelstelle

Nachtrag, von M.

"Der Habeck hat schon ganz rote Hände vom ständigen Reiben."

Ganz ernsthaft: Manchmal lese ich Kommentaren hinterher und finde sie einfach nur gut. Oft auch nur - klar, was heißt da NUR? - gut formuliert. Hier mal wieder.

Und dann kommt in mir unweigerlich die Frage hoch, ob es da im Hintergrund eine Sammelstelle gibt, die diese Kommentare erhält. (Ich lese gerade Kehlmanns 'Antwort an die Äbtissin' noch einmal. Kehlmann färbt immer umweigerlich auf die Formulierungen und die Gedanken ab.)

Samstag, 11. Januar 2020

"Bloß nicht zur Polizei!"

M. überlässt es mir wieder, sie zu bringen und eventuell zu kommentieren.

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Kiyaks Deutschstunde / Saskia Esken. Die Polizei hat kein Recht darauf, angebetet zu werden. Eine Kolumne von Mely Kiyak | Nach der Silvesternacht in Leipzig hat die SPD-Vorsitzende Saskia Esken die Einsatztaktik der Polizei hinterfragt. Riesenempörung! Dabei hat sie völlig recht. 8. Januar 2020 || Tschuldigung, dass hier noch einmal zurückgespult wird, leider, aber es muss sein! Die SPD-Chefin und Bundestagsabgeordnete Saskia Esken hatte nämlich angesichts eines offenkundig völlig aus dem Ruder gelaufenen Polizeieinsatzes in der Leipziger Silvesternacht in einem Interview eine Frage gestellt. Nämlich, ob "die Einsatztaktik angemessen war". Die Frage ist sehr neutral und sehr präzise. (zeit.de)

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Jetzt M. dazu:

#275 | Hallo, junge Leute! Was wollt ihr beruflich machen? || Egal. Bloß nicht zur Polizei! Wie's auch kommt, ihr seid da immer die Deppen. Lasst die Politiker und die Polizeiführung und - nicht vergessen! - die Journalisten in lauen Silvesternächten mal die Birne hinhalten. Ihr seid da, als Fliesenleger oder linke Studenten, bei euren Lieben und schaut der neuen Polizei beim Silvester-Einsatz zu. (Kommentar)

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Ich kann da Freundin M. ausnahmsweise mal vorbehaltlos unterstützen: Die Drecksarbeit machen immer die anderen. Und die Journalisten und SPD-Vorsitzenden, die wissen alles am Ende immer besser. Ohne sich irgendwie vor Ort zu begeben und mal einen Helm aufzusetzen. Prima Arbeitsteilung, oder? 

Freitag, 10. Januar 2020

Machtpolitik BEARBEITEN

Von M. kopiert.

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https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-01/iran-usa-vergeltung-rache-raketenangriffe-konflikt


Iran: Das Regime kämpft ums Überleben | ZEIT ONLINE
"Was ich vermisse ist [ein Hinweis darauf], dass die USA die Region seit jeher massiv destabilisieren.*

Wären die USA da nicht, wären andere da, um Chaos zu bringen. Und selbst ohne jede Einmischung fremder Mächte würde das Potential (sic) vor Ort ausreichen für jede Art von Chaos.

Merke: Machtpolitik braucht keine Sündenbock-Verschwörungstheorien, um zu funktionieren.

Donnerstag, 9. Januar 2020

Sinn des Lebens - Picasso BEARBEITEN



https://www.sinndeslebens24.de/zitate-sinnerfuelltes-leben

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Der Sinn des Lebens besteht darin, deine Gabe zu finden. Der Zweck des Lebens ist, sie zu verschenken.

Pablo Picasso

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Nun, verschenkt hat unser Pablo seine Gaben ja nicht gerade!



Dienstag, 7. Januar 2020

Galaxie BEARBEITEN


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Und dann weiter. - Monster: Schwarzes Loch mit einer Masse von 40 000 000 000 Sonnen

"Er sagte zu BILD ..."

Von M. mir überliefert:

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Mal gesondert zu dem, was ich oben gelesen habe:

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Cyber200 #5 | Alles staatlich verordnete Trauerfeiern. Wer nicht trauert macht sich verdächtig! | Für Nahost-Experte Davis Lewin ist das eine ausgemachte Sache. Er sagte zu BILD: „Die Bevölkerung steht unter Zwang. Das Regime erwartet, dass man sich bei den Kundgebungen zeigt und es ist gefährlich, sich dagegen zu wehren.“

Sveti Yeti #5.1 | Den Einschätzungen des BILD-Experten würde ich auch stets vertrauen. | Antwort auf #5 von Cyber200 

Münsterlandborusse #5.2 | Aha, heißt also, dass 79 Millionen Iraner jetzt ins Gefängnis kommen? So ein Schwachsinnn. typisch Bild. | Antwort auf #5 von Cyber200

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A) Für manche Menschen ist "Niemals die BILD anschauen!" per se ein Ausweis ihrer hohen Intellektualität. Es gilt aber: BILD hat große Mittel und gute Verbindungen. Manchmal ist die BILD-Zeitung schneller und besser informiert als andere Zeitungen.

B) Ich bin, zugegeben, in der Sache Partei: Ich komme aus einer sozialen Schicht, in der BILD gelesen wird. "Meine Leute", die einfachen Leute, wissen dabei natürlich genau, dass nicht alles in BILD der Goldwaage standhält; aber sie mögen die manchmal witzigen, manchmal handfesten Formulierungen von BILD. Ich versuche mich da zu solidarisieren.

C) Viele Bürger, die die ZEIT lesen, sind meines Erachtens, ausweislich von Formulierungsfähigkeit, Rechtschreibung und Zeichensetzung, nicht gerade weit über dem BILD-Niveau. Um es mal versöhnlich auszudrücken. Oder um ins Studium zurückzuschauen: Da waren Kommilitonen, die weder ein größeres Wissen, noch Phantasie noch die Fähigkeit, etwas in geraden Sätzen auszudrücken, besessen haben, sich in einem ganz sicher: dass sie allein dadurch zur intellektuellen Oberschicht der Studierenden gehören, weil sie niemals die BILD-Zeitung lesen und auf diese schimpfen konnten.

Kriminalität: "Sie kamen aus Italien"

Fragestellung: Wie hat sich das Gewaltverhalten in Deutschland seit 1990 geändert? Ausgewiesen durch Berichte in deutschen Boulevardzeitungen.

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Sie kamen aus Italien. Am Münchner Hauptbahnhof: Männer greifen Bundespolizisten an - dann fliegen Fäuste Aktualisiert: 07.01.20 12:41 ... In München kam es am Montagabend (6.Januar) zu einem Angriff auf Bundespolizisten. Zwei Männer verhielten sich sehr aggressiv - beide sind international Polizei-bekannt. In München kam es am Hauptbahnhof zu einem Angriff auf Bundespolizisten Zwei Fahrgäste ohne Fahrschein griffen die Beamten am Bahnhof tätlich an Die Identitätsfeststellung ergab, dass nach einem der beiden Männer international gefahndet wurde München - Zu einem Angriff auf Bundespolizisten kam es am Montagabend (6. Januar) am Münchner Hauptbahnhof. Zwei Fahrgäste, die mit einem Zug aus Verona in München angekommen waren, schlugen mit Fäusten auf die Beamten, die am Hauptbahnhof bereits auf sie warteten. München: Fahrgäste schlagen am Hauptbahnhof mit Fäusten auf Bundespolizisten ein Ein Zugbegleiter des EC86 (Verona-München) informierte zunächst die Bundespolizei über zwei schlafende Fahrgäste. Beide hatten keinen Fahrschein vorweisen können. Am Hauptbahnhof in München empfingen die Beamten gegen 20:30 Uhr die zwei Personen. Wie die Bundespolizeiinspektion München berichtet, waren die beiden Männer, ein 29-jähriger Nigerianer und ein 20-jähriger Iraker, nur schwer aufzuwecken und anschließend äußerst aggressiv gegenüber den Bundespolizisten. München: Tätlicher Angriff am Hauptbahnhof auf Polizisten Demnach griff der 29-Jährige beim Verlassen des Wagen 258 die Beamten an und schlug am Bahnsteig mit Fäusten nach ihnen. Dabei traf er einen 20-jährigen Beamten im Gesicht; dieser erlitt jedoch keine sichtbaren Verletzungen. Erst hinzukommenden Einsatzkräften gelang es die Situation unter Kontrolle zu bringen und beide Angreifer zur Dienststelle zu transportieren. Auch in den Gewahrsamsräumen waren beide nicht zu beruhigen. Bei weiteren Angriffen der zwei Männer zerriss das Hemd eines Beamten. Video: Alkoholverbot am Münchner Hauptbahnhof ganztägig in Kraft Angriff am Hauptbahnhof: Männer wird unerlaubter Aufenthalt nachgewiesen Die Identitätsfeststellung der Männer ergab, dass französische Behörden wegen unerlaubtem Aufenthalt im Schengengebiet nach dem Nigerianers fahnden. Bei dem Irakers konnte eine Ausschreibung zur Festnahme wegen Abschiebung sowie wegen Diebstahls festgestellt werden. Beide verweigerten einen freiwilligen Atemalkoholtest. Nachdem keiner der beiden über keinen festen Wohnsitz im Bundesgebiet verfügt, ordnete die Staatsanwaltschaft für den heutigen Tag die Vorführung beim Haftrichter an. Gegen die beiden wird nun von der Bundespolizei wegen Tätlichen Angriffs sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Erschleichen von Leistungen und Sachbeschädigung ermittelt. (tz.de/muenchen)

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"Gegen die beiden wird nun von der Bundespolizei wegen Tätlichen Angriffs sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Erschleichen von Leistungen und Sachbeschädigung ermittelt."

Was wird dabei wohl herauskommen? Wird darüber dann noch berichtet?

Samstag, 4. Januar 2020

Weik / Friedrich: Der größte Crash aller Zeiten

Was erwarten Sie, wenn Sie ein Buch sehen, das so angekündigt wird:

Der größte Crash aller Zeiten: Wirtschaft, Politik, Gesellschaft. Wie Sie jetzt noch Ihr Geld schützen können. Kindle Ausgabe. Von Matthias Weik (Autor), Marc Friedrich (Autor) -- Amazon.

Nach dem Haupttitel: Ein Buch über den "größten Finanzcrash" in der Vergangenheit. Der Untertitel macht dann aber klar, dass der zukünftige Crash gemeint ist. Der dann der größte aller Zeiten sein wird.

Sinnvoll, dieses Buch? Na ja, vielleicht.

Befremdlich: Dass offenbar die beiden Autoren sich groß auf das Cover setzen lassen. Ich dachte schon, das seien die beiden, die den größten Crash der Vergangenheit verursacht haben. Aber -- self-fulfilling prophecy -- vielleicht ist das dann ja auch so. In gewisser Weise. Wenn genügend Leute an die beiden Untergangspropheten glauben und zur Bank rennen.

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Die kritischste Rezension bei Amazon, von elgato51

1,0 von 5 Sternen Eines der schlechtesten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. 4. Dezember 2019.

Zunächst einmal kommt dieses Buch völlig unstrukturiert daher. Es scheint, als hätte man den Text der youtube-Videos von Herrn Friedrich zu Papier gebracht und in loser Folge angeordnet. Dazwischen, völlig unmotiviert, Beiträge anderer Autoren, u.a. von dem Spirituosenverkäufer Horst Lüning, der den Leser über Whiskysorten und deren Herstellung aufklärt.

Inhaltlich das Übliche zum Thema Verschuldung und Null- bzw. Negativzins auf seichtem Niveau. Der Leser erfährt hier nichts wirklich Neues. Die Anlagetipps sind mehr als zweifelhaft. Die Autoren heben auf Sachwerte ab, was man sicherlich so vertreten kann. Allerdings werden hier pauschal Prozentzahlen genannt, eine nähere Begründung hierfür erfährt man nicht. Eine Differenzierung bezüglich Lebensalter oder Höhe des Vermögens vermisst man. Die genannten Zahlen wirken teilweise lebensfremd, wenn z.B. empfohlen wird, nicht mehr als 30% in Immobilien zu investieren zur Vermeidung eines Klumpenrisikos. Wenn ich mehrfacher Millionär bin, mag dies sinnvoll sein, die meisten Leser dieses Buches dürften jedoch froh sein, in ihrem Leben überhaupt eine Immobilie abbezahlen zu können. Ob die sich dann noch, wie empfohlen, leisten können, 30% in Edelmetalle und 10% in Diamanten(!) zu investieren, ist doch eher fraglich.

...

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Es sei nicht verschwiegen, dass es auch und deutlich mehr 5-Sterne-Bewertungen gibt. - Hier das genaue Ergebnis:

5 Sterne 68%
4 Sterne 9%
3 Sterne 4%
2 Sterne 6%
1 Stern 12%

Thomas Mann: E-Book. Gesamtausgabe

Nein, ich bin kein TM-Verehrer! Allerdings ein TM-Leser. Der die Marotten und Seltsamkeiten des Meisters kennt.

Gerade fällt mir auf: 

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Der Zauberberg. Roman (Thomas Mann, Große kommentierte Frankfurter Ausgabe. Werke, Briefe, Tagebücher) von Thomas Mann und Michael Neumann | Verkauft von: Amazon Media. Kindle Ausgabe 14,99 €

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15 Euro also, nur für den Zauberberg

Denken wir mal nach ... 

Thomas Mann. Geboren am 6. Juni 1875 in Lübeck. Gestorben am 12. August 1955 in Zürich. 

5 Jahre müssen wir also den TM-Erben noch Honorare zahlen. Wie wird das mit der Honorarverteilung im Moment wohl intern, unter den Kindeskindern, geregelt? Würde einen doch interessieren.

Und vor allem: Wir sollten schon mit dem Scannen und Korrekturlesen beginnen, damit pünktlich zum 13. August 2025 eine TM-E-Book-Gesamtausgabe (!) für 3,99 Euro angeboten werden kann!

Freitag, 3. Januar 2020

Hallo, liebe Ärzte!

Ich, der ich nicht viel Erfahrung mit Ärzten habe, habe kürzlich erlebt, dass stumm gewerkelt wurde. Anschließend knappste Hinweise, in fröhlichem Ton.

"'Sprechende Medizin'. Hört zu! Die "sprechende Medizin" liegt im Trend: Ärzte sollen möglichst viel mit ihren Patienten reden. Bitte nicht, liebe Kollegen. Seid lieber mal still. || Ein Gastbeitrag von Gian Domenico Borasio 2. Januar 2020 / 3. Januar 2020 (zeit.de)

Ich möchte, dass A) gesagt wird, was gerade gemacht wird, und B) Ziel und Befund dazu erklärt werden. Kurz, sachlich. Nicht stumm.