Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Freitag, 26. Februar 2016

Wenn jemand seinen Pass verliert

Der Normalfall: Wenn jemand, der eine Reise machen möchte, seinen Pass verliert, ist das das Ende der Reise. Der Pass war doch das Heiligtum der Reisenden, auf das man, noch vor dem Ticket und dem Geld in der Tasche, aufpassen musste.

77 Prozent der Flüchtinge kamen im Januar ohne Ausweispapiere nach Deutschland || Die Mehrzahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, hat bei der Einreise keine gültigen Ausweispapiere. „Ein gewisser Anteil der Migranten verfügt nicht über erforderliche Personaldokumente“, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums der "Berliner Morgenpost". | „Im Januar 2016 betraf dies etwa 77 Prozent aller durch die Bundespolizei im Grenzraum festgestellten Migranten.“ | Laut der Menschenrechtsorganisation Pro Asyl können Oppositionelle in vielen Staaten keine Papiere beantragen, weil sie sonst erst recht politisch verfolgt würden. „Flüchtlinge können sich nur in den seltensten Fällen Originalpapiere beschaffen“, sagte der stellvertretende Geschäftsführer von Pro Asyl, Bernd Mesovic der "Morgenpost". | Weitere Flüchtlinge würden ihre Pässe vor der Einreise nach Deutschland womöglich vernichten, weil das Dokument Aufschluss über die Reiseroute innerhalb Europas gibt. Bei Anwendung des – aktuell faktisch ausgesetzten – Dublin-Verfahrens könnte Deutschland sie in das Erstaufnahmeland in der EU zurückschicken. (welt.de)

--

Es ist ja nicht die Rede davon, dass jemand in Syrien zum Amt geht, und seinen Pass verlängern lässt, um dann auszureisen. Aber es wird in jedem Land Schriftstücke geben, aus denen hervorgeht, wer man ist. Oder doch nicht?

--

Knapp jeder achte registrierte Flüchtling verschwunden || Knapp jeder achte registrierte Flüchtling verschwindet nach seiner behördlichen Erfassung. Das Bundesinnenministerium berichtet davon, dass im vergangenen Jahr rund 13 Prozent der als Asylbewerber registrierten Menschen nicht bei der zuständigen Aufnahmeeinrichtung ankamen, wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtet. Insgesamt waren 2015 etwa 1,1 Millionen Flüchtlinge erstmals im sogenannten Easy-System erfasst worden, somit geht es also um mehr als 130 000 Menschen. Mögliche Gründe sind laut Ministerium das Weiterreisen in andere Länder und der Gang in die Illegalität. (welt.de)

Ist es wirklich zu einfach gedacht, wenn man vorschlägt, dass es eine gewisse Belohnung für die Flüchtlinge geben müsste, ... ?
  • die sich ausweisen können
  • was ihre Herkunftsländer und ihre Namen angeht, nicht lügen
  • die nicht einfach "verschwinden"