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Mittwoch, 26. Mai 2010

Die Vertreter der Halbseidenen

Ein Fund aus der Kategorie Wär ich so schnell nicht draufgekommen!

Die Überwachenden werden allerdings sagen: Ich hatte ja einen begründeten Anfangsverdacht, und die Polizei ist nicht dafür zuständig. Und so wie die Polizei ermittelt, wenn sie einen begründeten Anfangsverdacht hat, so auch ich. Wenn Herr X keinen Schmu getrieben hätte -- jetzt weiß ich: er hat! --, dann wäre doch alles gut gewesen, und er hätte nichts zu befürchten gehabt. Sind die Datenschützer immer nur die Vertreter der Halbseidenen, auf der Skala

einfach danebenbenehmen ... hoch kriminell agieren.

Also auf der Seite derer, die sich mehr oder weniger heftig versündigen und das, was sie getan haben, hinter dem schönen Wort Datenschutz verstecken möchten?


Den Katzenlogger kann man albern finden, doch wenn jemand auf die Idee kommt, auch seine Mitmenschen per GPS zu überwachen, hört der Spaß auf. Haben die Fritzen aus der Autowerkstatt wirklich eine Probefahrt gemacht? War der Nachwuchs in der Schule oder hat er sich im Kaufhaus in der Computerspieleabteilung herumgetrieben? Wo fährt der Gatte hin, wenn er Überstunden macht? So brennend sich mancher dafür auch interessieren mag, wer jemandem einen GPS-Logger in die Tasche schmuggelt, verletzt dessen Privatsphäre und bricht sein Vertrauen. Eindeutig widerrechtlich wird die Überwachung per untergeschobenem GPS-Gerät, wenn beispielsweise ein Arbeitgeber damit heimlich die Leistung seiner Mitarbeiter im Außendienst kontrolliert.

Donnerstag, 20. Mai 2010

Anspruchsdenken und Software

Aus einem Amazon-Kommentar, den zu schreiben ich mir vor ein paar Minuten dann doch nicht verkneifen konnte:

Zweierlei: Man sollte immer nur das gegenwärtig Mögliche mit dem anderen gegenwärtig Möglichen vergleichen. Heißt: Wer den Anspruch hat, dass eine Software gefälligst wie von Zauberhand eine komplexe Zeitungsseite exakt umwandelt, der erwartet gegenwärtig zu viel. (Ich will ja nicht zu kulturkritisch werden, aber ich habe doch den Eindruck, dass im Moment das Anspruchsdenken einfach wild wuchert: Jetzt hab ich 100 Euro für eine Software bezahlt; jetzt soll sie doch auch bitte Wasser in Wein verwandeln! Kann sie nicht? Ich bin schwer enttäuscht!) Abbyy ist, finde ich, erstaunlich gut. Wer eine bessere OCR-Software kennt, sollte die mal angeben und ein paar Vergleiche analysieren. Ich kenne Omnipage und Abbyy und würde letzterem immer mit Abstand den Vorzug geben. Übrigens: Es gibt ja die Möglichkeit, Umgewandeltes als pdf abzuspeichern. Dann entspricht die Oberfläche exakt dem Original; allerdings sind die Erkennungsfehler dahinter versteckt. Wer damit leben kann, sollte das halt machen. Vielleicht ist der kritische Nutzer bis zu dieser Stufe und Möglichkeit aber schon nicht mehr vorgedrungen.
Zum zweiten: Ich habe den Vollacrobat schon seit 5 Jahren nicht mehr. Kann der tatsächlich inzwischen Texterkennung?! Wie gesagt: Abbyy speichert Dateien, wenn man mag, auch als pdf. Aber vom Acrobat kenne ich das nicht. Aber wie gesagt: Ich bin da nicht auf dem Laufenden.

Montag, 17. Mai 2010

Milli goes to language game

Manchmal ist die Versuchung zu Sprachspielereien einfach übermächtig. Dann soll man auch nicht dagegen ankämpfen, finde ich.

Milli-Meter-Papier (NMR - Neue Mannheimer Rechtschreibung)

Thema "Mülltrennung" (Anfrage zu Beginn)

Die locker formulierte Ausgangsfrage vom Sonntag, 21. März 2010:

Das Thema "Mülltrennung" beschäftigt mich schon lange. Vor allem, weil man an diesem Thema erkennen kann, wie vorhandene Strukturen und Institutionen -- im vorliegenden Fall der "Grüne Punkt" und ähnliche Einrichtungen -- ihre Existenz und Existenzberechtigung verteidigen, auch wenn die technische Entwicklung sie überholt hat. Ungefähr alle 2 Jahre versuche ich, Fortschritte zu finden. Jetzt ist es wieder soweit.

Hier also die schlichte Frage: Wie steht es in Sachen (Nicht-)Mülltrennung heute? Gibt es Initiativen, die Gesetzeslage auf Landesebene, ggf. per Initiative im Bund, zu ändern?

Als Dokument zum Stand der Dinge hänge ich das Protokoll einer WDR-Sendung aus dem vergangenen Jahr an. Ein weiterer Link unten. Mit einer Antwort auf meine Frage hat es
-- ausnahmsweise ;-) -- überhaupt keine Eile.

Mülltrennung, Land

Heute folgt auch die Antwort des Landes Bayern (Referat für Bürgeranliegen beim Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit) auf meine Anfrage in Sachen Mülltrennung. Zunächst und auf den ersten Blick fällt auf, dass Bürokratie-Sprache ein hervorragendes Instrument ist, um Menschen schwindelig zu reden. Ich werde später einmal versuchen, die "Sachverhaltsdarstellung" und die Argumentation so auseinanderzunehmen und umzuformulieren, dass verständlich wird, was gemeint ist. (Nicht unterstellt werden soll, dass hier irgendeine böse Absicht der Ministerialbeamten vorliegt. Es gilt natürlich: So reden sie eben, die Menschen aus der Verwaltung. Sie haben es nicht anders gelernt.)

(Der Hintergrund der Frage hier. Der Text meiner Mail, auf den sich die Antwort bezieht, findet sich hier. )

Unser zuständiges Fachreferat teilt Ihnen hierzu Folgendes mit:

Nach der GVM-Studie (Gesellschaft für Verpackungsmarkt) "Aufkommen und Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland" im Jahr 2006, die im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt wurde, sind im Jahr 2006 ca. 2,9 Mio. Mg Kunststoffe als Verpackungsabfall angefallen. Hiervon wurden ca. 80% stofflich und energetisch verwertet (incl. Abfallverbrennungsanlagen mit Energierückgewinnung).

Auch die Fraktionen Glas (2,9 Mio. Mg) und Papier, Pappe (7,1 Mio. Mg) weisen Verwertungsquoten von über 80% auf; Metalle (0,9 Mio. Mg) sogar über 90%. Uns liegen keine Hinweise vor, dass diese Quoten nicht mehr erreicht würden.

Die von Ihnen gestellte Frage, ob im Hinblick auf die verbesserten Sortiertechniken sowie die teilweise hohen Fehlwurfquoten sowohl im Restmüll als auch im Gelben Sack / in der Gelben Tonne die getrennte Erfassung noch notwendig ist, sollte in einem Modellversuch in der hessischen Landeshauptstadt untersucht werden. Es sollten Erkenntnisse gewonnen werden, ob Verpackungsabfälle und sonstige Wertstoffe aus gemeinsam erfasstem Restmüll und Leichtverpackungen in hinreichender Qualität aussortiert werden können.
Erste Ergebnisse haben gezeigt, dass die Durchführung des Versuchs mehr als 2 Millionen Euro kosten würde. Der Hauptgrund liege in den hohen Sortierkosten, da nicht nur die Verpackungsabfälle aus der Gelben Tonne, sondern der gesamte Müll und damit die zehnfache Menge sortiert werden müsse. Die Kosteneinsparung bei der Einsammlung und Abfuhr könne diese Mehrkosten nicht ausgleichen.

Die am Beispiel einzelner Stadtteile Wiesbadens durchgeführte Studie habe erkennen lassen, dass den Mehrkosten keine finanziellen Vorteile gegenüberstünden.
In diesem Zusammenhang ist auch von Bedeutung, dass die Getrenntsammlung von Abfallwertstoffen nach dem aktuellen Arbeitsentwurf für eine Novelle des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes künftig verstärkt werden soll. Dies betrifft Regelungen zur grundsätzlichen Getrennthaltungspflicht von Bioabfällen, Papier, Metall, Kunststoff und Glas sowie die Verankerung einer Wertstofftonne im Gesetz.

Wir hoffen, dass wir Ihnen weiterhelfen konnten.

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Alles schöne, seltsame Marktwirtschaft. Bei Ebay teuerer als bei Amazon, gebraucht teurer als neu.

Sonntag, 16. Mai 2010

Sahra Wagenknecht und die Wikipedia, beispielsweise

Aus der Diskussion:


Ich hatte den umfangreichen Artikel unter Literatur gesetzt. Jetzt hat jemand, egal wer, das bei der Namensfrage eingearbeitet und zur Fußnote gemacht. Wenn ich mich mal kurz bei den Feinheiten aufhalten darf: Der SZ-Artikel ist ziemlich grundlegend informativ, und er beinhaltet natürlich viel mehr als nur Bemerkungen um Sarah vs. Sahra. Dieser umfangreiche Artikel geht jetzt unter. Wobei: (Wissenschaftliche) Literatur ist das nicht, zugegeben; aber dann fehlt halt eine Rubrik mit grundlegend wichtigen Zeitungsartikeln u. ä. (Gilt natürlich in Analogie auch für andere WP-Artikeln zu Personen.) --Delabarquera 00:00, 15. Mai 2010 (CEST)

Nach einigen Hin-Und-Her-Bemerkungen dann der Abschluss so:

Is-scho recht. Soll jemand anders machen. Es ist halt so, dass jemand, der z. B. eine politologische Arbeit über S. W. schreibt, solche Zeitungsartikel braucht, und die SZ stellt, im Gegensatz zur ZEIT, wenig auf Dauer online. Mir scheint da ein Problem zu liegen. Eins, über das mal nachgedacht werden sollte. Bibliographien bestehen in den Sozialwissenschaften nicht nur aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Da müsste sich die WP vielleicht mal Gedanken machen und realistisch sein, statt in beginnendem Altersstarrsinn auf Prinzipien zu verweisen. -- Und BTW: Warum schreibst du so kenntnisreich unter IP, 85.180.230.20? Vergessen anzumelden? --Delabarquera 13:14, 15. Mai 2010 (CEST)
...
@ Delabarquera: bleib mal bitte bisschen ruhiger, das ist jetzt keine schrecklich provokante these die man auf keinen fall als account veröffentlichen kann, ich bin verdammt froh, dass es auch einige IPs gibt die hier produktiv mitarbeiten und sich gut auskennen ... -- Cartinal 23:08, 15. Mai 2010 (CEST)

@Cartinal Also ich bin gaaanz ruhig und überhaupt und immer ein unglaublich freundlicher Mensch. (Und jetzt erst recht, weil die Bayern 4:0 gewonnen haben.) War ja auch nur eine (im Übrigen: nett gemeinte) Frage. Ist doch schön, wenn man weiß, wer was sagt. --Delabarquera 23:33, 15. Mai 2010 (CEST)

--

Beim Herumlesen finde ich das:

"Ist Wikipedia langfristig lebensfähig?"

Posted on : 12/05/2007 | In : Web 2.0 , Wikipedia Über einen Blog Beitrag von Klaus Schallhorn bin ich auf die These des "Ehernen Gesetzes der Oligarchie" gestoßen. // Der deutsch-italienische Soziologe Robert Michels vertritt darin die These, dass jede Organisation, gleich wie demokratisch oder autokratisch sie zu Beginn gewesen sein mag, schließlich und unweigerlich zur Oligarchie führt. // Besonders in großen Gruppen und komplexen Organisationen, sei eine wahre Demokratie (direkte Selbstregierung) unmöglich.

Blogger und die Kirche

Ich höre Radio. Und sehe wieder, dass das Internet die Macht umkrempelt. Die Amtskirchen, die noch in den 1960er Jahren vom Dorfpfarrer bis hin zum Kardinal ihre Allmächtigkeiten ausleben konnte, steht mit dem Rücken zur Wand. Niggemeyer und ...

„Grundsätzlich ist aber festzustellen, dass bei massiven ehrabschneidenden und rufschädigenden Falschbehauptungen immer in angemessener Weise reagiert werden muss.”
Jakob Schötz, stellvertretender Pressesprecher Bistum Regensburg
Dies ist eine Geschichte über das Schweigen. Über das Schweigen der minderjährigen Opfer eines katholischen Pfarrers, das die Kirche mit Geld erkauft haben soll (was sie bestreitet). Über das Schweigen ihrer Kritiker, das die Kirche gerichtlich erzwingen will. Und, am Ende, über das Schweigen der Kirche, wenn man sie um eine Erklärung ihres Vorgehens bittet.
Es geht um einen pädophilen Pfarrer, der sich 1999 in der niederbayerischen Stadt Viechtach während des Osterfestes an zwei Kindern vergriffen hat. Der Mann wurde später angezeigt und zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Obwohl zu den Auflagen gehörte, sich von Jugendarbeit fernzuhalten, arbeitete er schon schon nach kurzer Zeit wieder mit Ministranten. 2004 wurde er in Riekenhofen zum Gemeindepfarrer ernannt — ohne dass das Bistum Regensburg den Verantwortlichen vor Ort von seiner Vorgeschichte erzählt hätte. Der Pfarrer verging sich erneut an Kindern. Vor zwei Jahren wurde er vom Landgericht Regensburg wegen sexuellen Missbrauchs eines minderjährigen Ministranten in 22 Fällen zu drei Jahren Haft und Unterbringung in einer Psychiatrie verurteilt. Dem Bistum warf der Richter vor, den Täter „in eine Versuchungssituation” geführt zu haben.

... und Stefan Aigner als Beispiel:

Bundeskanzlerin. Merkel über Mindestlohn

Ein Mindestlohn würde die Tarifautonomie schwächen, sagt laut Berichten Angela Merkel. Das ist so, als würde man die Einführung der Menschenrecht ablehnen, weil auf diese Weise die Freiheit der politischen Betätigung beschnitten würde.

Picasso-Zitat

Ach, und dieses Picasso-Zitat (ob korrekt oder schöne Erfindung) will ich heute morgen auch in meine Zitatensammlung aufnehmen:

Zwangsstörungen

Heute morgen zitieren wir mal ohne Scheu und Vorurteil aus der BILD am SONNTAG:

ZWANGSSTÖRUNGEN
Wenn Marotten zur Krankheit werden
[...]
Viele von uns haben ja eine Macke, eine kleine zumindest. Der eine will ausschließlich in der linken Ecke des Restaurants sitzen. Der andere steht immer mit dem rechten Fuß zuerst auf. Und der dritte, der muss mit dem Lappen ständig über die Tischplatte wischen. Liebgewonnene Angewohnheiten gehören zum Leben dazu. Anders ist es, wenn die alltägliche Marotte das Leben bestimmt und die Betroffenen unter Druck setzt. Bei rund 1,6 Millionen Menschen in Deutschland ist das so: Sie leiden unter einer psychischen Störung, einem Zwang. Aber ab wann ist eine Marotte krankhaft? Experten erklären in BILD am SONNTAG, wann aus einer Angewohnheit eine Zwangsstörung wird, wie man sie erkennt und am besten behandelt.
Wo ist die Grenze zwischen Marotte und ernsthafter Erkrankung?

Ja, wo verlaufen sie denn, die Grenzen? Da muss man mal ein wenig nachdenken. Und sage keiner, dass BILD, wenigstens am Sonntag, nicht eine gewisse psycho-existentielle Tiefe erreichen kann!

Ich beginne mal: Dass Angela Merkel ständig bei irgendwelchen von ihr als wichtig empfundenen Ereignissen und Zusammenkünften reden muss, das ist eindeutig eine Marotte und noch keine psychische Krankheit.

Samstag, 15. Mai 2010

Lebensformen

Ein Leben, bestehen aus dem Phantasierten: Das könnte ich, müsste ich formulieren.

Ewigkeit und Nanosekunde

Wenn es jemandem gelingt, die extremen Formen der Gefühle und die Gipfel der Isoliertheiten zu begreifen, die hinter den großen Medienereignissen liegen -- und dass es große Medienereignisse sind, lässt direkt darauf schließen, dass diese Gebiete direkt mit unseren kollektiven Relevanzinstinkten verbunden sind --, dann vermag er ein Gefühl der großen Geheimnisse der Existenz an sich in sich aufzubauen. Große Medienereignisse: Fußball-Pokalendspiele, Formel-1-Rennen, hohe Politik, Krieg der Kriegsherrn und der 'Soldaten vor Ort'. Und natürlich: Kirchentage in den Zeiten des erinnerten Kindsmissbrauchs.

Willkommen bei den Gier-Dödeln, Wintotal!

Bisher habe ich die Seite Wintotal immer für informativ gehalten. Doch heute nehme ich Abschied. Ich habe nichts gegen Online-Werbung. Von irgendwas müssen die Leute, die kostenlose Inhalte anbieten, schließlich leben. Aber es muss doch eine Grenze der Aufdringlichkeit geben! Und Wintoal hat diese Grenze eindeutig überschritten. Mitten im Lesebereich noch eine fette Werbung. Und drüber und drunter und rechts und links. Dabei ist die Sache so einfach, wieder mal: Von Google lernen heißt siegen lernen! So schön getrennt zwischen Information und Werbung wie bei Google -- warum erkennt keiner das als Geheimnis des kommerziellen Erfolgs?* Weil allüberall ästhetik-indisponierte Gier-Dödel am Werk sind?

______

* Und es wäre doch rechts so schön Platz, um die Werbung in einen geschlossen-eigenen Bereich zu stellen! Siehe Screenshot.

Der eigene Jet 2

Warum denn verschweigen...?!



"Nur weil ich diesen Körper habe /hehe/, heißt das ja nicht, dass ich ein schlechter Mensch bin. Im Gegenteil."

Noam Chomsky and the bikini atoll doll


Or: How the girlish sight beats intellectualism. (But not Barack!)

Just found on YouTube. (And NeXT ...)


Freitag, 14. Mai 2010

Datenschutz - Rechtsprechung - spickmich.de

Das Folgende, aus der Wikipedia konkretisiert, konnte man ja auch in den Zeitungen lesen:

"Am 27. Juni 2007 gab es eine erste Verhandlung vor der 28. Zivilkammer des Kölner Landgerichtes. Eine Lehrerin vom Niederrhein hatte gegen spickmich.de geklagt, da sie Verletzungen ihres Persönlichkeitsrechts und im Datenschutz sah. Das Kölner Landgericht wies die Klage ab und entschied am 11. Juli 2007 (Aktenzeichen: 28 O 263/07) zu Gunsten von spickmich.de, da „die Benotung von Lehrern vom Grundrecht auf Meinungsäußerung gedeckt“ sei. In der weiteren Begründung des Landgerichtes heißt es, es handele sich bei den Benotungen „nicht um Tatsachen- behauptungen, sondern um Werturteile“.

Ich bin davon nicht betroffen. Aber jetzt würde mich doch interessieren, wie das mit der analogen Gleichbehandlung und der Meinungsfreiheit so steht. Also, dürfen ihre Meinung im Internet verbreiten ...:
  • LehrerInnen über einzelne SchülerInnen
  • LehrerInnen über ihre|n DirektorIn
  • Schulangehörige über Ministerialbeamte und ihre Erlasse
  • Beklagte / Angeklagte, Rechtsanwälte, Staatsanwälte, Richter jeweils gegenseitig
  • Nachbarn über Nachbarn
  • Arbeitnehmer / Untergebene über ihre Chefs / Vorgesetzten und umgekehrt
  • Steuerpflichtige ihre Sachbearbeiter
  • PatientInnen über ÄrztInnen und umgekehrt
  • ...
Wenn es da also Gruppen gibt, die nicht die anderen Gruppen im Zuge der Aufrechterhaltung der Meinungsfreiheit beurteilen dürfen, mit welcher -- hoffentlich nicht zu spitzfindigen -- Begründung dürfen sie es nicht? Und wenn es da im Namen der Meinungsfreiheit keine Grenzen gibt, dann, ihr Geschäftsgründer: sucht euch ein paar Programmierer und Website-Gestalter! Da bleibt viel zu gründen und zu tun!

Gran Premio di Monaco

Da Wikipedia, l'enciclopedia libera.

Il Gran Premio di Monaco di Formula 1 si corre sul circuito cittadino di Montecarlo nel Principato di Monaco. La prima edizione si disputò il 14 aprile 1929 sotto l'impulso di Antony Noghes fondatore dello Automobile Club de Monaco (ACM), mentre la prima edizione valida per il Campionato Mondiale è datata 21 maggio del 1950.

Abitualmente la gara si svolge sotto gli occhi attenti degli esponenti di casa Grimaldi. La lunghez- za del tracciato è di 3,34 km e i piloti la devono percorrere per 78 volte (per un totale di 260,52 km). Si tratta del tracciato più breve del mondiale, ma quello per il quale si hanno tempi di percorrenza più lunghi[non chiaro] a causa della tortuosità del tracciato.

Si tratta del più discusso circuito cittadino - forse l'unico rimasto nel senso stretto del termine - della Formula 1. Dall'originario tracciato degli anni cinquanta, lungo 3,18 km, si è passati con il tempo agli attuali 3,34 km. Punti di particolare interesse sotto l'aspetto della spettacolarità sono l'impegnativa ma agile chicane detta delle piscine (che viene approcciata dai piloti ad una velocità di circa 90 km/h.) e l'ampio curvone veloce che precede l'ingresso al tunnel. Il Gran Premio di Monaco annovera anche la curva più lenta del mondiale di Formula 1: quella della vecchia stazione, da far scorrere ad una velocità di 45 km/h circa.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Remembering You

Was kostet das bei Euch eigentlich?

Liebe Freunde von der Firma bildermax.de!

Das mal vorweg: Ihr seid natürlich keine Ausnahme und schon gar nicht die Einzigen, bei denen es so geht. Man sucht ein Angebot, findet wunderbare Beschreibungen. Auch Sätze wie "Unser Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar..." oder "alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlich gültigen Mehrwertsteuer zzgl. Versand ". Nur was man nicht findet, das sind: tatsächliche Preise. Da soll man erst mal in den Bestellvorgang eintreten. Am besten schon mal seine Daten angeben. Es ist so offenkundig, wie die Endpreise versteckt werden!

Ich jedenfalls verlasse jetzt bildermax-Seite und sehe mich woanders um.

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OK. Ich hätte jetzt einfach löschen können. Wäre aber unfair. Man muss auch mal die Schuld auf sich nehmen können. Als Gegenleistung ein wenig Werbung. Also, die Preise, nach denen ich gesucht habe, die stehen -- doch relativ leicht zu finden -- hier.

Und weil ich Mühe hatte, das Passende zu finden, noch zwei Stichworte für die Suchmaschinen: Lumasec und Diasec. Und: Fotos / Photos hinter Acrylglas.

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Acryl-Glas Glas? Klar!
Setzen Sie mit Ihren Bildern extravagante Glanzpunkte und lassen Sie sie hinter Acryl-Glas drucken! Mit einem Druck hinter Acryl-Glas können Sie Ihre Fotografien ganz besonders stilvoll und kontrastreich präsentieren. Der absolut edle und räumlich anmutende Glas-Look macht es zu einem echten Trendprodukt, von dem immer mehr professionelle Fotografen begeistert sind.
Neben der Präsentation von Fotografien eignet sich Acryl-Glas auch hervorragend als repräsentativer Werbe- oder Informationsträger sowohl im Innen- als auch im Außenbereich.

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SOVIEL WETTBEWERB MUSS SEIN

So was gibt es natürlich auch woanders. Zum Beispiel bei

Mittwoch, 12. Mai 2010

Amoklauf in China

Eine Meldung aus China, die erstaunt. Der Fortschritt eines Landes hat seinen Preis, in psychischen Gegenden der Einzelmenschen, an die man nicht denkt. Auch in Sachen Amoklauf einen westlichen Standard erreichen?

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... Der 48 Jahre alte Täter sei ein Nachbar des Kindergartens nahe der Stadt Hanzhong gewesen. "Er hatte psychische Probleme", sagte die Sprecherin. Die getöteten Kinder seien zwischen vier und sechs Jahre alt gewesen. Die Tat ereignete sich um 8 Uhr früh Ortszeit, als die Kinder gerade in den Kindergarten gekommen waren.
Nach einer Serie von Angriffen auf Kinder sind Chinas Behörden in Alarmbereitschaft. Am 30. April stürmte ein mit einem Hammer bewaffneter Bauer eine Grundschule in der ostchinesischen Provinz Shandong und verletzte fünf Kinder und einen Lehrer. Einen Tag zuvor stürmte ein Amokläufer einen Kindergarten in der östlichen Provinz Jiangsu und stach 29 Kinder, zwei Betreuer und einen Wachmann nieder. Wiederum einen Tag vorher wurden bei einer Messerattacke in einer Grundschule in der südchinesischen Provinz Guangdong 15 Kinder und ein Lehrer verletzt. Am selben Tag wurde ein Mann in der Provinz Fujian hingerichtet, der bei einer ähnlichen Attacke im vergangenen Monat acht Schulkinder getötet hatte.

Experten zufolge stieg in China in den vergangenen Jahren die Zahl gewalttätiger Ausbrüche drastisch an. Viele sehen einen Zusammenhang mit dem rasanten Aufstieg Chinas von einem planwirtschaftlich organisierten Land zu einer wirtschaftlichen Weltmacht und dem damit verbundenen Stress für die Menschen. Einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Studie zufolge leiden zudem rund 173 Millionen Chinesen an psychischen Störungen, mehr als 90 Prozent von ihnen lassen sich aber nicht behandeln.

Montag, 10. Mai 2010

Wirtschaft - Ohne Kommentar

Schattenbanken

Oder: Der Staat, die Wirtschaft und die Verantwortung

Aus meinen Wikipedia-Versuchen:


Ich bin kein Finanzfachmann, aber ich habe heute in der Süddeutschen Zeitung eine Rezension zu Müllers (mit einem etwas marktschreierischen Titel versehenen) Buch gelesen. (Hans-Joachim Dübel: Tango mit den Lehmann Brothers. SZ 10.052010, S. 16) Darin viele erwähnenswerte Einlassungen. Ich zitiere nur zwei: ...

Freitag, 7. Mai 2010

Der Wikipedia-Spam-Filter

Das ist, wie ich finde, einer meiner interessantesten Netz-Funde der letzten Wochen! Ich versuche, aus diesem Artikel auf meiner WP-Nutzer-Seite zu zitieren und -- werde von einem WP-internen SPAM-Filter ausgesperrt. Zum allerersten Mal. Wirklich erstaunlich. Genaueres hier.

Nachtrag: Es gibt sogar schon einen Watchblog zu kreuz.net, der sich kreuts.net nennt. Nicht so ganz wirklich witzig, finde ich, solche URL-Wortspiele. Aber -- wer's mag, dem seien sie gegönnt.

--

Dienstag, 22. August 2006 11:12
Die deutsche Wikipedia sinkt immer tiefer
Die angeblich freie Online-Enzyklopädie ‘Wikipedia’ hat ihre ideologische Abneigung gegen ‘kreuz.net’ bestätigt. Administratoren, die manipulieren und zensieren, werden ausgezeichnet.

Wiki-Admin ‘FritzG’ wünscht sich, eines Tages auf der Insel zu sein. Die Benützer der Wikipedia wünschen mit ihm.
(kreuz.net) Am 12. Juli 2006 berichtete der katholische Nachrichtendienst ‘kreuz.net’ über kirchenfeindliche Tendenzen bei ‘Wikipedia’.

Am Tag darauf wurde dem Wikipedia-Zensor und Manipulator ‘FritzG’ der Titel „Held der Wikipedia für sein enormes Engagement als sachlich(st)er Admin“ in Gold verliehen.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Holzbau

Das interessiert mich im Moment sehr.
Holzbausysteme für Decke, Dach und Wand
Und auch hier bei Bau.Net kann man mal schauen.

A New Poem: Painted. (Oil on sea)

BP continued to pursue other ways
to bring the well under control soon.
One idea being worked on by engineers,
Mr. Fryar said, is called a top kill,
and involves pumping a heavy liquid
into the well to counter the pressure
of the oil coming from below.
That could stop the flow of oil.

The GSC*

* Giant Steel Container

BP’s Chief Sees Progress in Containing Oil Spill
By CLIFFORD KRAUSS, SAM DOLNICK and HENRY FOUNTAIN

OVER THE GULF OF MEXICO — On a helicopter ride Thursday morning to survey the response effort to a ruptured oil well, the chief execu- tive of BP said he was skeptical about a plan to use a giant steel container to trap the leaking oil, although the amount of oil that appeared to be in the water made him hopeful that other tactics were working.

--

Ich staune immer mal wieder: In einer Viertelsekunde bin ich auf der Seite der NY Times und lese mich durch die neueren Nachrichten.

Blog-Looser!

Ich finde per Zufall -- na ja, nicht ganz per Zufall --, dass es Wikio gibt und dass da meine Einträge nach Themenbereichen aufgeschlüsselt werden. Erstaunlich! Ich Übrigen bin ich ein echter Blog-Looser! Macht aber nichts.

Conrad vs. Amazon

Es ist schon hart für die Händler, heutzutage. Das Internet hat die Preise durchsichtig gemacht. Wenn die Produkte nicht durch wechselnde Zusatzpakete künstlich verunklart werden können, ist der direkte Vergleich möglich.

Zur Sache: Conrad, der viel zu viele Mails vom Stapel lässt und damit potentielle Kunden wegen Dauernervens verkrault, wirbt -- und ich schaue ausnahmsweise mal wieder hin in eine der vielen Mails und lösche nicht gleich:

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Und dann schaue ich bei Amazon:

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Na ja, und der Vorteil ist halt: von Amazon abgewickelt und kontrolliert. Rückgabe ohne Probleme. Für 1 Cent billiger würde ich da nicht zu Conrad gehen.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Nicht-selbsternannte Propheten

Ein selbsternannter Prophet gilt wenig. Aber einer, der von Gott, der Vorsehung oder der Ewigkeit geschickt worden ist, der ist ja nicht selbsternannt. Und sein Gott, seine Vorsehung usw. kommt dem Propheten selten wirklich in die Quere. Er hört auf sie, aber er kann sie, wenn notwendig, auch mal überhören.

Gisberts

Wen man doch alles nicht kennt, obwohl man ihn -- oder sie -- kennen sollte. Gishert Haefs habe ich einmal kurz kennengelernt. Gisbert Hausner kenne ich ganz gut. Aber Gisbert zu Knyphausen zum Beispiel, den ich gerade in Bayern 2 höre, den kannte ich nicht.

Dienstag, 4. Mai 2010

0,- Euro

Wie entstehen seltsame Sprachallergien, z. B. gegen die Zeichenfolge "0,- Euro"?

Nun ja, es kommt oft vor und ist offensichtlich eine Zeichenfolge auf dem Weg Nepp.

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„Wer hat den stärkeren Gott?" (SPIEGEL-Titel)

Das Spiegel-Cover titelt: „Wer hat den stärkeren Gott? Islam und Christentum: der ewige Zwist“


Das aktuelle Spiegel-Cover titelt: „Wer hat den stärkeren Gott? Islam und Christentum: der ewige Zwist“. Klammern wir die Einsicht, dass der ‚Spiegel‘ sich auch für kein Blech mehr zu schade ist, methodisch aus, so liegt die Antwort auf eine solche Frage in dieser selbst und lautet: „Keiner.“

Wow! Was für eine zeitgemäße, klare, progressive, laizistische Einsicht!

"Selbstzufriedenes Kratzen im Genitalbereich"

Von wem könnte diese Überschrift stammen, und worum könnte es da gehen?

Nun ja, vielleicht ein Satzfragment aus "Rom, Blicke" von Rolf Dieter Brinkmann. Obwohl -- Brinkmann hätte das direkt ausgedrückt. Ersparen wir uns den Versuch, ein Stilplagiat / Brinkmann zu wagen.

Nun gut, es ist was zum Staunen. Denn dass das aus der heutigen SZ -- eine Überschrift im Feuilleton -- stammt hätte ich nicht so leicht gedacht. Und dass es um eine CD-Besprechung geht, erst recht nicht.

T-Bone Burnett, der populäre Produzent des Altherrenkults in Country, Folk und Blues, enttäuscht mit zwei neuen Alben - John Hiatt und Delbert McClinton zeigen dagegen Grandezza // Spielt man eine Countryplatte rückwärts ab, so ein alter Musiker-Witz, dann kriegt man seine Frau zurück, seinen Hund zurück, sein Haus zurück.

Und die Erklärung des -- heute ja nicht provokanten, sondern nur seltsamen Überschrift:

Beide CDs zeigen exemplarisch, was am Americana- respektive ("echten") Country-Genre schief zu laufen droht: selbstzufriedenes Kratzen im Genitalbereich wird für Authentizität gehalten.

Ist es vielleicht bei dieser Besprechung so, wie es bei der Kritik der feinsinnigen Datenschutz-Sensiblen aus Deutschland bei der Einreise in die USA ist: Sie regen sich auf, dass sie Bild und Fingerabdrücke gleich am Flughafen abgeben müssen. Nur -- in die USA hinein wollen sie dann doch. Sie könnten ja zuhause bleiben. In ihrer Straße, in der sie, zusammen mit gleichgesinnten ein Haus erworben haben und in denen die Datenschutz-Bürgerwehr patrouilliert und kontrolliert, ob auch alles im Vorgarten richtig datengeschützt ist. Und da könnten sie dann das deutsche Liedgut rezensieren, dass ihren hohen Geschmackserwartungen entspricht.

"Meinungen zu PureSync (ehemals FireSync)"

Ja, ist das nun ein wohltuend kritischer User oder ein nervtötender Kritikaster? Und was hat die Redaktion da wohl "bearbeitet"? Ich schätze jedenfalls das Programm PureSync sehr und auf meinem auch nicht ganz neuen Vista-Rechner läuft es problemlos im Hintergrund.


... Fazit: auch in der aktuellsten Version (Stand 2.1.2) nicht zu gebrauchen. Funktioniert immerhin vermutlich auf der privaten Entwicklungs-Umgebung des Entwicklers. Möglicher Ausweg: Java-basiertes "JFileSync" (OpenSource, auch im c't Downloadbereich), da sich Suns Java gut auch mit unterschiedlichen Windows-Versionen und Konfigurationen integriert. Insbes. sind Java/OpenSource-Anwendungen eher frei von nervtötenden u/o Performance-fressenden UI-Schrulligkeiten oder Bugs. (bearbeitet durch die Redaktion)

Montag, 3. Mai 2010

PlusPedia


Die PlusPedia ist eine Enzyklopädie ohne Relevanzkriterien. Sie wurde als Antwort auf ermüdende Löschdiskussionen und auf die vielen "irrelevanten" Artikel [in der Wikipedia / Deutsch] gegründet.

Datenschutz, Urheberrecht. Und so weiter.

Zwei kleine Begebenheiten.

Nummer eins: Als jemand, der fremde Texte achtet, frage ich bei einer Zeitung an, ob ich einen Kommentar im Volltext in meinen Blog einkopieren darf. Ich bekomme die kurze und sehr sachlich-kühle Mitteilung: Nein.

Der Kommentar stand hier. Jetzt steht er nicht mehr da. Ich habe ihn innerhalb der nächsten zwei Minuten gelöscht.

Was fällt uns dazu ein? Nun ja, der Satz: Was nicht bleibt, stiften die Journalisten.

Nummer zwei: Jemand, dem ich gesagt habe, dass ich meine Mails von meinem Intranet-E-Mail-Konto auf mein Google-Konto weiterleite: Nein, dass möchte er nicht! Dass seine Mails auf einem Google-Konto stehen.

Das wirft die interessante Frage auf, ob jemand, der mir Briefe schreibt, mir vorschreiben kann, welche Farbe mein Postkasten hat. Na ja, ok -- der Vergleich stimmt nicht ganz. Sagen wir: ... wie gut und teuer das Schloss zu meinem Briefkasten ist. Oder so ähnlich. Eine jedenfalls hochinteressante Frage für das juristische BGB-Datenschutz-Proseminar.

Dabei -- wie es der Zufall so will: In COMPUTERBILD habe ich heute nachmittag gelesen, dass Googlemail in Sachen Datenschutz unter den getesteten Freemailern der sicherste war.

Ich glaube, die Deutschen -- ach was, nicht die Deutschen. Die Deutschen sind die Deutschen. Aber gefühlt 2 x 40 Prozent sind ein eigenartiges Völkchen. Bestehend aus den konträren Gruppen a und b. (a) tun alles, damit sie berühmt werden oder halbwegs im Gespräch bleiben. Die tanzen dann, wenn ihre Prominenz schwindet, aus lauter Verzweiflung irgendwo im Fernsehen. Und (b) tun alles, damit sie im Krähwinkel für sich selbst sind und nicht versehentlich mit Dieter Bohlen oder Helene Hegemann verwechselt werden.

Datenschutz, Urheberrecht. Und so weiter.

George Psalmanazar

Das Kalenderblatt von Bayern 2 überliefert diesen Namen. Den ich, als Hochstapler-Verehrer, der ich nun einmal bin, natürlich kennen sollte, aber bis heute nicht gehört hatte. So sei ihm hier eine Notiz gewidmet. Zur späteren Aufbereitung.

Das Wikipedia-Hochstapler-Verzeichnis enthält G. P. natürlich.

Zur Geschichte des Neuhebräischen

Jeder Linguist sollte sich mit den Versuchen beschäftigen, neue Sprachen zu konstruieren. Eine Querverbindung: die Sprach- rekonstruktion. Die Wikipedia verzeichnet zum Neu-Hebräischen:

Ende des 19. Jahrhunderts begannen Versuche, das fast nur noch in der Liturgie verwendete Hebräische als Alltagsidiom wiederzubeleben und den Wortschatz zu erweitern, um so eine Sprache für den noch zu gründenden jüdischen Staat zu schaffen. Sowohl Wortschatz als auch Grammatik wurden des öfteren an die Muster europäischer Sprachen angeglichen. Trotz allem sind die Unterschiede zwischen Althebräisch und Modernem Hebräisch viel weniger bedeutend als zum Beispiel zwischen Altgriechisch und Neugriechisch (siehe griechische Sprache). Als Gegenbewegung zur Assimilation der osteuropäischen Juden, in deren Zuge viele Juden Russisch, Polnisch oder Deutsch zur Umgangssprache machten, bemühten sich viele Juden um eine Aufwertung und Literarisierung des Jiddischen; andere schrieben weltliche Texte auf Hebräisch und sprachen mit ihren Kindern von Anfang an Hebräisch, wie es etwa Elieser Ben-Jehuda vorlebte. Er wanderte nach Jerusalem aus und schlug Wörter für Dinge vor, die es noch nicht gab, als der Talmud abgefasst wurde; so wurde er zum „Vater des Hebräischen“ in Israel.
Mit der Einwanderung der arabisch sprechenden orientalischen Juden ab 1948, dem Jahr der Staatsgründung, gewann das Moderne Hebräisch zusätzlich etwas von seinem ursprünglichen semitischen Charakter zurück.
1921 wurde Hebräisch im britischen Mandatsgebiet Palästina eine der drei Landessprachen. Seit der Gründung des Staates Israel 1948 ist es dort zusammen mit Arabisch Amtssprache und hat sich als moderne, funktionsfähige Standardsprache bewährt.
Wichtig bei der Umformung der früheren Sakralsprache zu einer Amtssprache war vor allem die Schaffung von umgangssprachlichen Ausdrücken. Viele solcher Ausdrücke wurden zunächst vor allem aus dem Russischen und dem Arabischen übernommen. Auch aus anderen Sprachen, wie zum Beispiel Englisch, Deutsch, Jiddisch und Französisch, wurden Wörter entlehnt.
Eine weitere wichtige Rolle bei der Erweiterung des Vokabulars des modernen Hebräisch spielten Übersetzungen aus der Weltliteratur, die vor allem von Saul Tschernichowski und Zeev Jabotinsky verfasst wurden.
Andere jüdisch geprägte Sprachen und Dialekte drohen mangels Muttersprachlern auszusterben. Dies gilt weniger für das dem Deutschen verwandte Jiddisch, das unter orthodoxen jüdischen Gruppen – besonders solchen, die den säkularen Zionismus ablehnen – noch recht gebräuchlich ist, sondern eher für andere Sprachen wie die sephardische Sprache (auch Judäo-Spanisch oder Ladino), Jüdisch-Persisch beziehungsweise Dschidi, Jüdisch-Berberisch, Jüdisch-Tatisch, Jüdisch-Georgisch, Jüdisch-Aramäische Dialekte, Jevanisch beziehungsweise Jüdisch-Griechisch, Karaimisch und weitere. Nachdem Theodor Herzl von der Vorstellung ausgegangen war, die Einwohner eines künftigen jüdischen Staates würden Deutsch sprechen, gab es in den 1930er-Jahren im britischen Mandatsgebiet Palästina auch Überlegungen, Jiddisch zur Staatssprache zu machen. Schließlich entschied man sich aber – nicht zuletzt aus historischen Überlegungen – für das Hebräische, was sich vor allem auch für die orientalischen Juden als hilfreich herausstellte.

Samstag, 1. Mai 2010

"US-Staaten rüsten sich gegen den schwarzen Tod" (SPIEGEL)

Jetzt hat der Schwarze Tod also vom SPIEGEL eine neue Konnotation verpasst bekommen!

Man muss es sich genau und in mehreren Bildern im Kopf vorstellen: Der Mensch, dieses winzige Tierchen, ist auf einmal in der Lage, die Erdkruste anzubohren. Natürlich im Weltmaßstab eine winzige Sache. Aber wie, wenn man einer Wespe beibringt, in einen Luftballon zu stechen?

Jetzt würde ich BP einfach vorschlagen, mal den Yellowstone-Vulkan anzubohren. Da lässt sich viel Energie rausholen! Gigantische Profite winken!

Und die US-Regierung und die deutsche Bundesregierung beauftragen Roland Emmerich mit der Produktion von

2012, Teil II

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Planet oder Polsprung. Schuld an all dem sind die Maya und ihr Kalender. Der soll nämlich, so die kursierende Botschaft, mit der Wintersonnenwende am 21. Dezember 2012 enden – und die Welt mit ihm. Was uns genau bevorsteht, darüber wird jetzt gerätselt. Einige sehen einen bisher unbekannten Planeten, „Nibiru“ oder „Planet X“, heranrasen und auf die Erde prallen. Andere befürchten einen gigantischen Vulkanausbruch im Yellowstone Nationalpark, wie ihn Emmerich in seinem Blockbuster vorführt, Riesen-Tsunami inklusive. Auch von einem plötzlichen Polsprung ist die Rede, von der Umkehrung der Erdrotation, von gefährlichen Sonnenstürmen und – auch – von Außerirdischen. Und es werden nicht nur die Maya als Quelle angeführt. Auch Nostradamus, das chinesische Orakel I Ging und selbst die Bibel sollen Hinweise liefern.

Unsere Freunde, die Banken!

Die ideale Informationswelt! Ich höre im Deutschlandfunk die Presseschau. Wenig später finde ich im Internet den Text, den ich gerade gehört habe. An der Quelle, [...]. (Was es nicht alles gibt! Alltägliches Leben in [...]! Haben die eigentlich keinen Feiertag? Die Süddeutsche gab es heute jedenfalls nicht.)

[...] [Hier stand der Kommentar im Volltext.]

Gut gebrüllt! Jetzt ist nur die Frage, wie man das mit dem Zwang und den klaren gesetzlichen Regelungen anpackt und durchsetzt. Wieder mein alter Gedanke, dass man den politischen Kommentatoren der Medien mal für eine Legislaturperiode die Macht überlassen sollte. "[...] [Kommentator] for Super-Minister!"

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* Eine Anmerkung zu den Streichungen hier.