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Donnerstag, 11. April 2013

Gefoltert, geköpft, verbrannt


10. April 2013 20:12 | Hexenjagd in Papua-Neuguinea | Gefoltert, geköpft, verbrannt | Der Fall ging um die Welt: Im Februar wird eine junge Mutter auf einem Scheiterhaufen in der Stadt Mount Hagen in der papua-neuguineischen Provinz Western Highlands verbrannt. || Erneut sind in Papua-Neuguinea zwei Frauen tagelang gefoltert und dann hingerichtet worden, weil sie jemanden verhext haben sollen. Menschenrechtler kritisieren, der Vorwurf Hexerei werde oft nur als Vorwand genutzt - um Gewalt gegen Frauen zu rechtfertigen. || Von Felicitas Kock || Zwei Frauen werden verschleppt, weil sie durch Hexerei einen Lehrer getötet haben sollen. Sie werden von einem wütenden Mob auf den Dorfplatz gezerrt, dort festgehalten und tagelang gefoltert. Ihr Martyrium endet mit dem Tod, den Frauen wird der Kopf abgeschlagen. Die Sicherheitskräfte des Dorfes in Papua-Neuguinea, heißt es, hätten der Enthauptung zugesehen, unfähig, etwas gegen die tobende Menschenmasse zu unternehmen. "Wir waren hilflos", sagen die Polizisten später lokalen Medien - wieder einmal.

Was sagt da unser westliches Denken? Und die Kulturrelativisten, sagen die, dass man da eigentlich nicht eingreifen könne, weil das halt die lokalen Sitten seien? Und wenn sie das nicht sagen, wo ziehen sie dann die Grenzen in anderen Fällen?