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Dienstag, 7. Mai 2013

Gratismentalität

Youtube, bestimmte Kanäle, kosten vielleicht bald Geld, hört man. Was dagegen zu sagen? Nein. Ich plädiere sogar dafür, dass z. B. bestimmte Fußballspiele in akzeptabler Qualität gegen Direktbezahlung gestreamt werden. Das könnten dann aber auch ARD und ZDF anbieten. Besser als Sky, wo das Nicht-Interessierende mit gekauft werden muss. Dieses SKY-Modell wird sich einfach nicht durchsetzen lassen. Von wegen auch: die Zeit, die man hat, ist begrenzt. Und -- letzthin beim Spiel Dortmund : Malaga gesehen: unglaublich viel Werbung oben drauf!

Wie auch immer, wichtig ist das Stichwort "Gratismentalität". Der Versuch, einen Kampfbegriff zu kreieren.  Was soll man dazu sagen? Nun ja, wo ein Überangebot herrscht, wird wenig, bei totalem Überangebot wird nichts bezahlt. Ich könnte heute jederzeit ohne papierene Zeitung leben. Warum tue ich es nicht? Die Macht der Gewohnheit. Morgens, das iPad neben der Kaffeetasse? Eher nicht. Aber wird das immer so sein? Who knows. Natürlich auch: das Unrechtbewusstsein ist ein anderes. Ob ich einen Film streame (ich persönlich via Lovefilm) oder ein Pfund Butter im Laden klaue -- nein, es ist nicht dasselbe! Noch nicht mal das gleiche.

Und was wird aus Zeitungen, Zeitungsverlagen, Buchverlagen?! Die Buchhandlungen wissen ohnehin, wovon die Rede ist. Die Betroffenen, aber auch die ganze Gesellschaft muss sich Gedanken machen. Wie soll es weitergehen mit dem Qualitätsjournalimus, den Lektoraten und den Verlagen? Die Fragen sind auf dem Tisch.