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Freitag, 25. Oktober 2013

Amazon-Alternative?

Ich gebe bei Google ein: "gibt es alternativen zu amazon?" Und ich bekomme viele Site-Angebote, wie immer. Unter anderem auch einen Link auf eine WDR-Sendung zu dieser Frage. (Autor: Timo Cornelius Metzger. Stand: 25.02.2013) Die Sendung beginnt allerdings mit dem ganz und gar falschen Aufhänger. Es wird gezeigt: Bücher kann man auch sonst, sogar bei Buchhandlungen, sehr bequem bestellen. Schon klar, aber das hat mit dem Amazon-Konzept -- und seinem Erfolg! -- so gut wie gar nichts zu tun.

Ich liste mal, aus Käufersicht, auf, was Amazon groß macht. Es sind wirklich nur wenige Punkte. Sieben, um genau zu sein.

  1. Umfassendes Angebot, eben nicht nur Bücher, sondern praktisch "alles", zur Not auch Rasierapparate, Bogen und Pfeile und Strümpfe
  2. Aus 1 Hand, nicht aus vielen Händen 
  3. Bei Fremdanbietern wird die Bestellung unter Amazon-Voraussetzungen und Bedingungen abgewickelt und nicht unter je unterschiedlichen AGBs (So sieht es in der Praxis jedenfalls aus.)
  4. Rückgabe praktisch ohne Begründung und mit ziemlich geringem Aufwand
  5. Abbuchung und Geldverwaltung von ziemlich zuverlässig bis nahezu perfekt (Die E-Bay-Frage: "Hab ich das eigentlich schon überwiesen?" + Zeitaufwand für Überweisungen entfällt. Wichtig!)
  6. Oft sehr schnelle Lieferung
  7. Fast immer "der günstigste Preis" oder nur geringfügig über dem besten Angebot, das im Netz zu finden ist.

Ich habe vor ein paar Wochen mal an die Rest-QUELLE -- die es ja tatsächlich noch gibt, in 96224 Burgkunstadt -- die Frage gerichtet: Warum hat sich das einstmal so große Versandhaus Quelle seinerzeit nicht das Amazon-Geschäft einfallen lassen? So kompliziert ist die Sache ja nicht. Natürlich: keine Antwort. Die Frage bleibt aber. Ja, sie bleibt!

Also, warum tun sich nicht ein paar findige deutsche Manager zusammen und gründen den Deutschland-Versand, alternativ: German-Trader. Mit diesen sieben Punkten als Vorgabe. Wenn dann noch die Steuern in Deutschland bezahlt und die Arbeiter fair behandelt werden, würde ich wechseln und mal auch ein wenig mehr bezahlen. Wenn das Mehr auch bei den Arbeitern und nicht nur bei den Aktionären ankommt, wohlgemerkt.

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P. S. Utopisch und faire-trade-angehaucht darf das Ganze eher nicht sein, glaube ich.