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Dienstag, 15. Oktober 2013

In die Hand beißen, die einen füttert

Man geniert sich natürlich. Aber die dümmsten Sprüche haben unter der Voraussetzung der umfassenden menschlichten Blödheit ihre Berechtigung: Man soll, heißt es, nicht in die Hand beißen, die einen füttert. So oder so ähnlich.

"Seit mehrere Staaten ihre Marine-Patrouillen in der Region verstärkt haben, ist die Piraterie zurückgegangen. Viele Seeräuber haben sich mittlerweile auf die Entführung von Touristen und Mitarbeitern von Hilfsorganisationen im Norden Kenias und in Somalia verlegt."

Da taumeln immer wieder europäische und us-amerikanische Totalhilfswillige in die Krisengebiete, offenbar, weil sie zwanghaft gut sein müssen, und dann werden sie von den einheimischen Realos entführt, und die Regierungen der Good-will-Bürger sollen Lösegeld zahlen. Welches Gefühl beschleicht da zwangsläufig den Normalo in Deutschland, den USA, usw.?

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PIRATERIE
Somalischer "Pirat 001" kommt nicht ins Kino
Der somalische Piratenchef war dümmer, als die Polizei erlaubt: Er flog mit einem Komplizen nach Brüssel, um einen Filmvertrag zu unterzeichnen. Aber das war eine Falle. Jetzt sitzen die Seeräuber hinter Gittern.

Mit einem erfundenen Filmprojekt haben belgische Polizisten zwei führende somalische Piraten nach Brüssel gelockt und bei der Ankunft auf dem Flughafen verhaftet. Dies teilte Staatsanwalt Johan Delmulle vor der Presse mit. Die beiden Männer sollen die Entführung des belgischen Schiffes "Pompei" im April 2009 geleitet haben. Das Schiff war zwei Monate später gegen Zahlung eines hohen Lösegeldes wieder freigekommen.

Der Somalier Mohammed Abdi Hassan, auch als Afweyne ("Großmaul") bekannt, galt als einer der wichtigsten Piratenführer an den Küsten des Indischen Ozeans. Er trug den Spitznamen "Pirat 001", berichteten belgische Medien. Auch bei der Kaperung und Entführung des belgischen Schiffs spielte er nach Zeugenaussagen des zweiten Steuermannes eine zentrale Rolle.

Per Totalzufall dann noch der Front National, wie die Schweizer ihn sehen