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Samstag, 16. August 2014

Promi Big Brother - zum Davonlaufen!

Da gibt es doch gelegentlich die Idee, man könne Gebiete ausweisen, in denen bestimmte Lebensformen gefordert und andere einfach nicht zugelassen sind.[ 1 ] [ 2 ] [ 3 ] Ich würde in ein solches Gebiet umziehen, wenn dort derartige Dinge wie Promi Big Brother undenkbar sind. Dass Zeitungen wie der FOCUS darüber berichten, ist von einer grotesken Lächerlichkeit, die schwer zu überbieten ist. Ich stolpere beim Lesen von Google News darüber.

„Promi Big Brother“ mit TeppichluderJanina: „Bohlen hat immer ‚Puschi‘ zu mir gesagt“ | Samstag, 16.08.2014 | ... | Ein Schäferstündchen mit Dieter Bohlen brachte der Perserin Janina Youssefian den Titel „Teppichluder“ ein. Im „Playboy“-Interview verrät sie, wie gut Sex mit Promis wirklich ist und was sie im Sat.1-Container vorhat.

Dazu allerlei Fotos des Mädchen mit nackten Brüsten...

Donnerstag, 14. August 2014

Wer kennt dieses Poster?

Grille auf Kürbis? Vielleicht. Japanisch? Vielleicht. Das Poster möchte ich haben. Aber die Schrift ist auf einem Foto nicht mehr zu lesen. Und Google, das sonst über die Bildersuche alle ähnlichen Bilder findet, streikt vollkommen...


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Gefunden. Veränderte Auflösung, und Google findet es. Utamaro, nicht Hokusai. Hier. Das damalige Poster ist es noch nicht, aber das ist erst mal zweitrangig.


Land Snail (Katatsumuri); Giant Katydid (Kutsuwamushi), from the Picture Book of Crawling Creatures (Ehon mushi erami) | Kitagawa Utamaro | (Japanese, 1753?–1806).

Nazareth - Bethlehem

Darüber kann man ja mal nachdenken ...


Da haben Maria und Josef ja noch ein wenig Zeit. Aber -- wir denken mal voraus! Also, mit dem Auto will Google Maps die Strecke nicht berechnen können.




Und zu Fuß! Die Diretissima scheint nicht zu gehen. Mühsam, das Ganze. Äußerst mühsam.




Mittwoch, 13. August 2014

Der Kulturmarkt

Was bin ich bereit auszugeben für einen Vortragsabend? Die Obergrenze liegt bei 10 Euro. Ich sehe nun wirklich zufällig dies:

Goethe, West-Östlicher Divan - gelesen von Wolfgang Hinze - Unterhaching
27.09.2014, 20:00 Uhr

Das dann auch noch billig aufzuhängen, an einem Klamaukstück, das zieht mich auch nicht gerade in diese Veranstaltung.

Nachdem der deutsche Kinofilm "Fack ju Göhte" ein so gewaltiger Erfolg war (auch im KUBIZ), kommt jetzt einer daher und wagt es, den echten Johann Wolfgang von Goethe vor Publikum zu lesen. Und dann auch noch den "West-Östlichen Divan".

Und wagt es?!

Preis pro Ticket: 16,50 €

Ich: Ob sich dieser Preis wirklich durchsetzen lässt? Wer geht denn da hin? Ich bin fast geneigt, das Geld einzusetzen, um genau das herauszufinden. Aber eben auch nur fast...

Auf der anderen Seite?

Henning Venske & Kai Magnus Sting - Gegensätze - Unterhaching
21.09.2014, 19:00 Uhr
Preis pro Ticket: 20,90 € *

Seit 1 Monat Fußballweltmeister!

Morgen -- auch so, gestern ist jetzt schon heute? Auch recht. Fein. Ich fahre heute mit einer Deutschland-Fahne durch die Gegend: 1 Monat WM 2104! Und ich schaue mir genüsslich an, wie die Wissenschaft die Zukunft berechnet hat:

Der Innsbrucker Statistikprofessor Achim Zeileis hat [...] das gesamte Turnier simuliert - nutzte als Input dafür allerdings nicht Spiele aus der Vergangenheit, sondern allein die Quoten von Buchmachern. "Wir wollten nicht zurückblicken und daraus Prognosen ableiten", sagt Zeileis. Buchmacher könnten auch aktuelle Informationen nutzen, etwa Verletzungen und die Form von Spielern. Deshalb erlaubten Wettquoten präzisere Prognosen. | Für ihre Analyse nutzten die Innsbrucker Forscher die Quoten von 22 Online-Wettanbietern. Demnach hat Brasilien mit Abstand die größten Chancen auf den Titel. [Chancen: 7: 1?] Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt laut den Wettquoten bei 22,5 Prozent. [Ach so, doch nur ungefähr 5 : 1 für Brasilien.] Danach folgen Argentinien (15,8 Prozent), Deutschland (13,4) und Spanien (11,8). [Spanien, ja genau.] Die Studie ist bislang nicht in einem Fachblatt erschienen - aber online als sogenanntes Working Paper abrufbar.


Diese Meldung ist vom 2. Juni dieses Jahres. So kommt man in die Presse. Genial, diese Innsbrucker!

Dienstag, 12. August 2014

Dashcams in Autos

Ich stelle im Wikipedia-Café dieses zur Diskussion:

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Ich wäre an eurer Meinung interessiert und natürlich an eurer Argumentation. Meldung rauf und runter, heute. Hier nach SPIEGEL Online:

Datenschutz: Gericht befasst sich mit umstrittenen Dashcams in Autos || Das Verwaltungsgericht Ansbach befasst sich am Dienstag mit sogenannten Dashcams in Autos. Datenschützer haben die an der Windschutzscheibe montierten Kameras verboten - dagegen klagte nun ein Rechtsanwalt.

Ich denke, wir bewegen uns zwischen zwei Positionen, die ich mal in leichter Überspitzung so umschreibe:

a) Datenschutz: "Wir werden eh schon überall überwacht, jetzt auch noch, sozusagen von Bürger zu Bürger, beim Autofahren! Solche Cams gehören auf jeden Fall verboten! Wer lustige Auto-Aufnahmen sehen will, kann sich ja die Zustände und Fahrweisen auf russischen Straßen bei YouTube anschauen. Es ist doch schon bezeichnend, dass im Putin-Russland solche Kameras besonders beliebt sind."

b) Täter- und Rowdyschutz: "Na klar, die Datenschützer machen sich mal wieder zu Anwälten der Drängler, Raser und Stinkefinger-Zeiger! Jeder deutsche Freie-Fahrt-Raser soll sich austoben können, ohne dass es Beweise gibt. Das steckt doch hinter dem Verbot. Darum und nur darum sollen Dashcams verboten werden!"

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Mal schauen ...

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Nachtrag (12.09.2014): Es wurde eine lange Reihe von Meinungsäußerungen daraus. Siehe: Link ganz oben.

Sonntag, 10. August 2014

Plagiate. Mal ein guter Befund.

Wer schreibt von wem wie ab? Ein kleines Experiment.

Im SPIEGEL lese ich einen Artikel:

"15.04.2013 | PSYCHOLOGIE | Raubtiere ohne Kette | Von Thadeusz, Frank || Könnte man auch Karriere machen, statt zum Serientäter zu werden? Seelenkundler entdecken den Typus des beruflich erfolgreichen Psychopathen. Ein britischer Gelehrter glaubt sogar, dass jeder von den Gestörten lernen kann."

Darin der schöne Abschnitt: 

"Der Inder Chandra Mohan Jain, besser bekannt als Bhagwan, predigte seinen Jüngern Bescheidenheit, strebte für sich selbst jedoch den Besitz eines Rolls-Royce für jeden Tag des Jahres an. | Dass seine Anhänger diesen Widerspruch klaglos akzeptierten, kommentierte Bhagwan in der wohl einzig möglichen Weise: "Fünf Prozent der Menschen sind intelligent, die restlichen 95 Prozent sind unsere Anhänger.""

Ich suche per Google genau den Satz "Fünf Prozent ... Anhänger". Es werden genau 6 Artikel gefunden. Gibt man -spiegel dazu, bleibt 1 Artikel übrig, und bei dem sind einfach kommentarlos Zitate gesammelt. Fazit: ein hoher Grad der Ehrlichkeit, wenn auch vielleicht nicht der Kreativität.

Samstag, 9. August 2014

Liebe deutsche Verlage ...

...ihr seid immer schon Wirtschaftsunternehmen gewesen, die sich geschickt als Kulturbewahrer* geriert haben. Und ihr hattet das sättigende Gefühl der Macht: Diejenigen, die euer Lektorat akzeptiert und "herausgebracht" hat, die durften sich Schriftsteller nennen. Die anderen eben nicht. Nun ist es soweit, dieses Geldverdien- und Kulturmachtmodell trägt dank der technischen Entwicklung und dank Amazon nicht mehr.  An die Stelle der Verlage alten Schlags werden mietbare Dienstleister treten, die lektorieren und formatieren. Wenn das eine Autorin oder ein Autor nicht selbst hinbekommt. Was gelesen wird, entscheiden die Leser, die in ein Buch hineinschauen können.

"Verlage wollen Zusatzkosten nicht tragen || Bei den Verlagen sorgt der Vorstoß offenbar derzeit für erhebliche Unruhe. Sie sollen die Zusatzkosten tragen. „Amazons Plan bedeutet eine Vervielfachung der Wege und der damit verbundenen Kosten für die Verlage“, monierte Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, gegenüber „Welt“. | „Wir sind nicht bereit, die zusätzlichen Kosten zu übernehmen“, hieß es auch bei einem der größten deutschen Buchproduzenten, schrieb die Zeitung. Dies sei „die Linie, die sich generell durch die Verlage zieht.“"

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* Die Wissenschaftler mussten immer schon "Durckkostenzuschüsse" bezahlen. Im Regelfall ohne je etwas davon zurückzubekommen. Ich vermag ob der neuen Entwicklung einfach nicht zu trauern. Meine Meinung, in Kürze: Natürlich ist alles eine Frage der wirtschaftlichen Macht. Das Verlagsmodell, ein Dino-Modell seit langem schon, geht seinen natürlichen Weg.

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Ich habe das heute, 7. November 2014, mal im Wikipedia-Café zur Diskussion gestellt. Mal schauen, wie da die Meinungen so sind.

Hologramme und Fußball

Darauf habe ich lange gewartet. Jetzt kommt die Sache wohl in Gang:

"Chinesischer Hersteller präsentiert | "Takee 1": Dieses Handy kann Hologramme erzeugen || Das "Takee 1" soll das erste Handy der Welt sein, das über Hologramme gesteuert werden kann - ohne, dass der Nutzer das Gerät berührt. In einem Werbefilm zeigt der chinesische Hersteller beeindruckende Bilder der dadurch entstehenden technischen Möglichkeiten."

Bei der nächsten Fußball-WM muss wahrscheinlich dann doch ein neuer Fernseher her...

Freitag, 8. August 2014

Typographische Feinheiten: der Bindestrich, Gedankenstrich und ...

... was nicht noch alles!

Kaum schaut man genau hin, wird es kompliziert. Eine alte Weisheit. Die Wikipedia weiß gleich zu vermelden:

Bindestrich steht für:
  • Bindestrich, ein orthografisches Schriftzeichen, das durch einen kurzen Strich dargestellt wird.
  • Bindestrich, Divis, Hypen, ein typografisches Zeichen in einem Zeichensatz (‐), das die Glyphe Viertelgeviertstrich wiedergibt, die einen kurzen Strich darstellt, und von Typografen verwendet wird, um das o. g. orthografische Schriftzeichen korrekt darzustellen.
  • Bindestrich-Minus, ein typografisches Zeichen, das im Alltag orthografisch korrekt als Bindestrich verwendet wird, jedoch einen längeren Strich zeigt.
  • Geschützter Bindestrich, ein spezielles typografisches Ersatzzeichen um Zeilenumbrüche nach einem Bindestrich zu verhindern.
  • Doppelter Bindestrich, altes Trennungszeichen für Trennungen nach einem bereits vorhandenen Bindestrich.
Jesses na! 

Und dann auch noch Halbgeviertstrich(Weitergeleitet von Gedankenstrich)

1.1 Gedankenstrich
1.2 Bis-Strich
1.3 Streckenstrich
1.4 Geldbeträge

Da müssen aber Beispiele gebracht werden. ... Später mal, in diesem Theater.

Mittwoch, 6. August 2014

Google+ - die wunderbare Kontakte-Vermehrung

Ok, ich hatte schon mal mehr als 25.000 Kontakte auf dem Handy, dank der Google-Kontakte-Vermehrung. Diesmal waren es nur ca. 2.500. Immerhin gibt es die Duplikate-Finder-Funktion. Nur -- warum erst duplizieren, um dann zu löschen?


Wie immer: Zum Vergrößern draufklicken.

Man beachte die letzte Zeile! Was da FWK heißt, muss ich noch rausfinden.

CHIP, das Ende einer alten Freundschaft?

Wenn ich ein freies / kostenloses Programm downloaden wollte, habe ich mich bisher meist bemüht, dieses Programm über chip.de zu bekommen. Dabei habe ich den seit einiger Zeit obligatorischen CHIP-Downloader in Kauf genommen. Jetzt ist da allerdings eine Grenze erreicht.

Ausgangspunkt: Ich archiviere einen ganzen Karton mit alten Disketten, und da sollen u. a. viele sdw-Dateien in odt-Dateien umgewandelt werden.

Mein Problem hat auch dieser Mann:

I have a lot of old .sxw file than I want to convert to the Open Document Format (.odt). // In libre office I found the "File" -> "Wizzards" -> "Document Converter" but it's only allow conversion from Microsoft document. // I'm ok for a command line solution. // Thanks

Ich finde für den Übergang ein Programm Textmaker Viewer, das verspricht, sxw-Dateien einzeln zum Anschauen aufzumachen. Ein erster Schritt. Man kann das auch über eine 3er-USB-Stick-Version von OpenOffice erreichen. Ich hab das Programm auf dem Stick; aber das ist ziemlich umständlich. 

Zurück zur CHIP. Dass Werbung sein muss, damit sich so eine Zeitschrift finanziert -- geschenkt = akzeptiert. Es kommt aber auf den Umfang drauf an und auf die Art und Weise der "Werbemaßnahmen". 

Nachdem ich eine Warnung von Chrome bekomme, dass da im Hintergrund eine Veränderung des Browsers vorgenommen werden soll, sage ich mir: Das ist äußerst unfein! Dann geht es weiter ...

[ Zum Vergrößern wie immer auf die Bilder draufklicken. ]


Eine Seite, die so aussieht, macht einen verrückt. Wie ich da immer sage: "Von Google lernen heißt siegen lernen!" Heißt: von der Schlichtheit, Unaufdringlichkeit von Google kann man was lernen. Da werden selbst Google-Gegner, die ja doch fast immer auch Google-Nutzer sind (warum eigentlich?), zustimmen.

Dann habe ich Angst, dass das Chip-Logo sich jetzt auf meinem Desktop einbrennt. Denn das Logo steht fest in der Mitte ...


Dann will die Firma Abelsoft eine "Kostenlose Freischaltung" vornehmen. Mit anderen  Worten: Ich soll bei einer E-Mail-Sammelstelle mit meiner E-Mail-Adresse bezahlen.


Und dann schaue ich tatsächlich in die AGBs. Die natürlich in einem Rutsch nicht auf meinen Hochformat-Screen passen ... 


An dieser Stelle breche ich die Installation ab. Ob CHIP weiterhin mein Programmlieferant 1 bleibt? Ich bezweifle das.

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P. S. Sowas gibt es natürlich auch: https://cloudconvert.org/sdw-to-odt -- Aber dass ich, der ich nicht sonderlich empfindlich bin, was den Datenschutz angeht, alle meine Dateien erst mal an einer Stelle abliefere, um sie dann aus dem Netz konvertiert zurückzubekommen, das geht selbst mir zu weit.

P. P. S. Als ich doch neugierig bin und zwei unverfängliche Dateien hochlade -- funktioniert die Sache nicht. Rückmeldung: dass sxw im Moment nicht unterstützt wird. Obwohl genau das versprochen wird.

GMail-Impressionen

Ich lösche vorher gelöschte Mails in GMail endgültig. Das fürsorgliche System merkt daraufhin ganz oben an:

"(Nachrichten, die länger als 30 Tage im "Papierkorb" waren, werden automatisch gelöscht.)

Keine Konversationen im Papierkorb vorhanden. Warum sollten Sie etwas löschen, wenn Sie über so viel Speicher verfügen?"

Von meinen 100 GB in der Cloud bei Google sind 12 GB verbraucht. Ja, warum lösche ich selbst und gleich? Vielleicht so eine Art impulsiver Ordnungmach-Reflex?

Dienstag, 5. August 2014

Christoph Rilke

Vielleicht bin ich ja der erste, dem dies auffällt. Wie oft gibt es wohl den Namen "Rilke" in Deutschland? -- Da lese ich also heute:

"Raubmord in Bad Reichenhall || Fanhndung nach Christoph Rilke - Neuer Verdächtiger identifiziert || Ralph Hub, 05.08.2014 || Gut drei Wochen nach dem Raubmord an einen 72-jährigen Rentner und dem brutalen Überfall auf eine 17-Jährige in Bad Reichenhall ist die Polizei nun sicher, den wahren Täter zu kennen. Die Fahndung nach ihm läuft bereits. || Bad Reichenhall - Zwei Tatverdächtige musste die Kripo wieder laufenlassen, jetzt sind sich die fahnder sicher, dass sie an dem richtigen Mann dran sind. Die Polizei veröffentlicht ein Foto und den Namen des Verdächtigen. Es handelt sich um den 20-jährigen Soldaten Christoph Rilke." (abendzeitung-muenchen.de)

Ich muss daran denken: Rainer Maria Rilke: Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke. Wer es genauer wissen will - die Wikipedia gibt eine Inhaltsangabe.

Wenn die Welt sich auf diese Weise in die Literatur hineinbegibt, was ist dann?

Rechtschreibblüten, notwändige

Es kann natürlich sein, dass der Schreiber da ironisch sein will. Aber es muss nicht so sein. Die Gefahr der Übergeneralisierung ist bei neuen Regeln immer gegeben.

"Hallo Nightflyer, wenn du mal wieder ein Bild falsch benamst hast, gib mir ein kurzen Input auf meiner Disk, ich kann es mit einem Klick umbennen (verschieben), der Umweg über "Bad Name" ist dann nicht notwändig."

Der übliche kleine Google-Test:
  • aufwendig 6.840.000 : aufwändig 958.000
  • notwendig 16.000.000 : notwändig 2.180 (immerhin!)
  • wendig 602.000 : wändig [Ungefähr 10.800 Ergebnisse (0,29 Sekunden). Meinten Sie: wendig?]
--

Immer wieder erstaunlich, nach all dem Reformieren: "Von Duden empfohlene Schreibung: aufwendig". Aber das kennt man ja.

Montag, 4. August 2014

Alles verstehen heißt ...

Herumstöbern in den Ferien, zum Beispiel zum Thema Plagiate in der Wissenschaft -- das bringt´s! Die Meinung zum Fall Ströker - Soreth, von Ralf Peters.

"Aus meiner Sicht haben Sie für die Untermauerung Ihrer sonst ja ganz plausiblen Thesen das falsche Beispiel gewählt. Der Fall Ströker eignet sich wohl eher dazu, eine weitere These einzuführen: Jeder Fall von Abschreiben und Plagiat sollte aus seinem jeweiligen Kontext heraus betrachtet, begutachtet und beurteilt werden."

Was fällt mir dazu zuerst ein?
  • "Alles verstehen heißt alles verzeihen."
  • "Kain hat Abel erschlagen? Aber überleg mal -- das war seinerzeit so üblich!"
  • "Luther und Lueger waren Antisemiten? Ja, aber da muss man den historische Kontext berücksichtigen!"
  • "Hitler war ein bestialischer Antisemit. Klar. Aber da muss man den historischen Kontext berücksichtigen!"
  • "Hier steht einer, der will dich erschlagen? Versteh doch, Mann! Der kann einfach nicht anders."

Raser-Meldung + Umfrage

Die SPIEGEL-Meldung lautet: 

"Deutscher Raser im Aargau: Schweizer Polizei zieht Mercedes ein | Autobahnen in der Schweiz: Rasen ist hier ein teures VergnügenZur Großansicht || REUTERS || Autobahnen in der Schweiz: Rasen ist hier ein teures Vergnügen | Auto weg, Strafverfahren, vielleicht sogar Gefängnis: Ein deutscher Autofahrer ist in der Schweiz mit stark überhöhter Geschwindigkeit erwischt worden. Die Polizei behält das Auto - der Staat wird es verkaufen."

Dann darf man ganz locker abstimmen und bekommt erst anschließend gezeigt, wie die anderen abgestimmt haben. Nämlich so:

Vote-Auswertung || Auto weg? || In der Schweiz nimmt die Polizei Rasern das Auto weg - der Staat darf es dann verkaufen. Ein Modell auch für Deutschland?
  • Unbedingt! Nur so kann man Rasern das Handwerk legen. 85611 || 60,47%
  • Auf keinen Fall! Wo bleibt denn da der Rechtsstaat? 23526 || 16,62%
  • Auto wegnehmen ist sehr hart. Aber höhere Geldbußen dürften es schon sein. 29912 || 21,13%
  • Weiß nicht. 2520 || 1,78%

Gesamtbeteiligung 141569

Stand: 04.08.2014, 13:59 Uhr

Was fehlt in der Systematik der möglichen Antworten? Diese Möglichkeit:
  • Überhaupt keine Strafe! Freie Fahrt für freie Bürger! Wozu kauf ich mir denn einen solchen Mercedes, wenn ich nicht die andern durch korrektes Fast-auf-die-Stoßstange-Fahren von der linken Spur scheuchen darf?! (Und wenn man das Rasen verbietet, dann gefährdet man doch Arbeitsplätze in der Hochgeschwindigkeitsautoindustrie! Das ist doch klar.)

... in den Rasen beißen

Von festen Redewendungen, "Phraseologismen", wie die Linguisten das nennen, heißt es, eines ihrer Kennzeichen sei ihre "Festigkeit". Es heißt eben Er ist ein bunter Hund! So und nicht anders. Katze und sogar Sie ist eine bunte Hündin! geht nicht. Nun aber -- die Kreativität des sprechenden Volkes. für das bessere Verständnis ist eine kleine Einleitung und Hinführung zum Thema unerlässlich:

Warum die Oma nicht im eigenen Vorgarten verbuddeln?

Okay, etwas makaber, aber es ist auch nur ein Denkspiel...

In Deutschland haben wir den Friedhofszwang, nun gut. Wenn ich mir die Beerdigungskosten ansehe, dann stellt sich mir die Frage, ob es nicht billiger wäre, den Verblichenen (und am Besten auch Eingeäscherten, ich will mir ja keinen Bruch heben) einfach mit nach Hause zu nehmen und im Vorgarten selber zu beerdigen.

...

Oder einfach nicht arbeiten und hartzen. Dann muss man gar nichts für die Beerdigung bezahlen. -- Liliana • 19:58, 3. Aug. 2014

Das ist unter Umständen aber teurer, da dabei das eigene Vermögen draufgeht. Wenn das mehr ist als so eine Bestattung kostet, zashlt man drauf und muss lebensstandardmäßig zurückstecken und dem Amt Erwerbsunfähigkeit vorgaukeln, um keine Lestungskürzung zu bekommen. Das ist nicht nur teuer, sondenr auch anstrengend. Dann lieber eine Billigkremation in Tschechien. --Rôtkæppchen₆₈ 01:35, 4. Aug. 2014

Bieten die nicht auch im Paket mit an, dass sie vorher noch die Zähne samieren ...? GEEZER… nil nisi bene 10:28, 4. Aug. 2014

NUN ABER!

Dann hat man was, um ins Gras zu beissen --RobTorgel 11:08, 4. Aug. 2014

Da hast du im Prinzip recht. Man nennt es aber in der Situation nicht "Gras", sondern "Rasen". Hummelhum 12:31, 4. Aug. 2014 

(Aus dem Wikipedia-Café)

Da haben wir's! Der Gebildete ist kreativ! in den Rasen beißen muss es heißen. Nichts von wegen Festigkeit!

Sonntag, 3. August 2014

Tom Hayes

Weil ich schon mal dabei bin, in Sachen Libor-Skandal sprachkritisch zu sein, auch das noch:

"Hayes, der wegen seiner mangelhaften Sozialverträglichkeit auch unter dem Spitznamen «Rain Man» bekannt geworden ist, arbeitete von Mitte 2006 bis Ende 2009 für die UBS in Japan." (SRF Online)

  • Das mit der "mangelhaften Sozialverträglichkeit" hätte man ja gerne ein wenig genauer? Wie war Hayes denn so? Was berichten Vorgsetzte, Kollegen und "Mitarbeiter"?
  • Und auch: Wieso dann der Spitzname Rain Man? Hat da jemand die Romane mit dem Helden John Rain gelesen? Ja, der ist ja wirklich in extremer Weise 'sozial unverträglich'...

Wohin gehen die Strafzahlungen der Banken?

Die Welt ist allüberall komplex. Sie ist es auch, was die "Finanzindustrie" und die Aufsicht über diese Industrie angeht.

--

Eine Frage [Wikipedia, Libor-Skandal-Artikel], die ich immer wieder mal habe. Wenn es heißt:

"Drei Banken einigten sich auf Vergleiche: Die britische Barclays Bank zahlte 470 Millionen US-Dollar (360 Millionen Euro), die Royal Bank of Scotland (RBS) zahlte 612 Millionen US-Dollar (455 Millionen Euro), die Schweizer UBS 1,2 Milliarden Euro Buße."

Frage also: An wen werden diese ja nicht unerheblichen Summen gezahlt und was geschieht mit dem Geld? Geht es über die "Behörden" / Gerichte in den jeweiligen Staatshaushalt oder in einem groben Schlüssel an die vermutlich Geschädigten? (Fachleute sagen vielleicht: Letzteres sei technisch nicht möglich. Aber mir ist der Zusammenhang nicht klar, und eine entsprechende Aussagen wäre wohl nicht nur für mich gut.)

Ich weiß, dass diese Frage weit über diesen Artikel zum Libor-Skandal hinausgeht; aber irgendwo sollte sie mal erläutert und beantwortet werden. Oder steht das schon irgendwo? Wo?

Sprache / Preisfrage

Was macht den Unterschied zwischen diesen beiden Sätzen aus?
  • "Im Juni 2012 wurden jahrelange Manipulationen durch die Barclays-Bank bekannt."
  • "Im Juni 2012 wurde bekannt, dass die Barclays-Bank den Libor jahrelang manipuliert hatte."
Na, Sprachfreunde? Wer traut sich ...

Lojban


Sprache und (Nicht-) Logik || Für den Fall, dass sich mal sprachphilosophisch ausgerichtete Plansprachendidaktiker -- eine extrem seltene Spezies meiner Erfahrung nach -- hierher verirren: | "Ein spezifisches Merkmal von Lojban ist, dass die bedeutungstragenden Wörter nicht in Verben, Substantive usw. unterschieden werden. Die Grammatik ist streng nach Gesichtspunkten der Prädikatenlogik aufgebaut." | Meine These: Das Besondere der natürlichen Sprachen ist, dass sie halb-logisch = 50%-logisch aufgebaut sind. (Über die Zahl darf gestritten werden.) Das Nicht-Logische zeigt sich insbesondere in den Bereichen Metapher / Metonymie und Kollokation / Kookurrenz / Phraseologisme. Da treffen sich auch Lexik und Grammatik. Und also: Die historisch gewordenen grammatischen Kategorien wie Verben, Substantive, Adjektive haben sich aus kommunikativen Bedürfnissen heraus entwickelt und sind nicht ein Unfall des historisch gewordenen Unlogischen. Plansprachen haben deshalb in der Praxis keine Chance, weil dieses Nur-teilweise-logisch-Axiom nicht akzeptieret wird. (Dazu kommt, dass man immer erst mal ca. 20 Mio. perfekte Sprecher*innen in wichtigen weltgesellschaftlichen Positionen braucht, damit eine Sprache für Lerner*innen attraktiv wird. Die Abteilung Plansprachenmarketing müsste sich Gedanken machen, wie man denn diese "kritische Masse" erreichen kann.)

Freitag, 1. August 2014

"... wo es minus 27 Grad Celsius hat"

Was sagt denn wohl eine Deutschlehrerin zu diesem Satz aus fr-online.de?

"Enten fliegen von einem in der Kälte dampfenden warmen See in Minks in Weißrussland auf, wo es minus 27 Grad Celsius hat."

Da schillern die sprachlichen Seltsamkeiten doch wie Perlmutt, oder? Gar nicht zu sagen, was am meisten stört. Ja, gut -- "wo es minus 27 Grad Celsius hat" steht sicherlich an der Spitze.