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Sonntag, 18. September 2011

Unordnung und spätes Leid

Natürlich ist es kein Trost, dass es vielen so geht. Und es sollte auch keine Demütigung sein, dass viele das Problem überhaupt nicht verstehen können. Man sucht etwas, das man jetzt bräuchte. Genau jetzt. Läppische Dinge. Die Plastikbox mit den Steinbohrern zum Beispiel. Vier Löcher für zwei Regalbretter sind zu bohren. Nicht mehr. Ohne die Bohrer geht nichts weiter. Wo sind sie? Nach Urlaub und Reise. Lange nicht mehr in der Hand gehabt. Aufgeräumte Werkstatt. Fehlanzeige. Da ist nichts aufgeräumt. Aber normalerweise waren die Dinger immer da und gut zu sehen. Was also? So sind sie nur?

Stoßgebet: "Heiliger Antonius, hilf, dass ich sie finden muss!"

(Die magische Macht des Reims! Der Dinge über uns, von denen wir nicht wissen.)

Wo könnten sie Dinger sein? In den beiden Werkstatträumen natürlich. Aber wo da? Im Bohrerkasten sind sie ja nicht!

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Dank dem Heiligen Antonius -- die Dinger sind da! Lagen schräg in einem Regal. Eigentlich gut sichtbar. Aber eben auch für den Moment unsichtbar.

Eine Metapher auf das Leben? 
Die Dinge liegen klar vor dir. 
Du siehst sie aber nicht. 

Trivial, gewiss. Wie jede Wahrheit.