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Mittwoch, 28. September 2011

Sprachveränderung

Was war früher mal "ein Freund"?

Schwer zu sagen, aber jedenfalls jemand, den man persönlich gekannt hat. Einer, auf den man sich verlassen konnte, auch wenn man ihn mal ein Jahr nicht gesehen hat. Auch natürlich -- eine positive Sache im Sozialen. Man hat Freunde. Das sagt und zeigt man herum. 

Das Internet macht jetzt überall "Freunde" auf. Der letzte Punkt, das soziale Protzen mit Beziehungen, verselbständigt sich. Wildfremde Menschen, anonym, sollen meine Freunde sein? Nein, bitte nicht! Diese Freundschaften überlasse ich gerne den Sozialprotzern der -- für mich -- sehr unangenehmen Sorte. Gleich daneben dieses unangenehme Sich-gegenseitig-auf-die-Schultern-klopfen! Wir sind toll! Und dabei diese Dödel, die keine Freunde haben! Hähähä!

"MEIN HAUS - MEIN PFERD - MEIN MOTORBOOT. 
MEINE FREUNDE IM INTERNET! 
Ich habe 753 Internet-Freunde in verschiedenen Foren!"

Aus ungefähr den gleichen Gründen mag ich auch keine Blog-Kommentare. Nun gut -- solche mit guter Argumentation schon. Nur eben -- es treiben sich einfach zu viele anonyme Fast-Analphabeten im Internet herum, die ständig im Schutz der Anonymität an irgendwelchen Stellen verbal urinieren müssen. Offenbar einfach, weil sie sich anschließend erleichtert fühlen. 

Beispiele? Nein, lieber nicht. Oder doch -- einfach mal hier klicken.