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Samstag, 2. Juli 2011

Nachdenken über das Internet 1

... und also auch über die Wikipedia ... (Wie sich zeigen wird.)

Gestern im Radio, im Bayerischen Rundfunk glaube ich, eine Sendung mit der Gewinnerin des Bachmann-Preises. Vor zwei Jahren? Oder gar früher. Die Zeit vergeht so schnell. Name? Nicht abgespeichert. Trat seinerzeit als Vertreterin irgendeiner Berliner Intelligenz-Agentur auf. Die Preis-Zuerkennung führte zu der kleinen Verschwörungstheorie, die Berliner Gruppe habe die Jury des Bachmann-Preises "gehackt". Dummer Ausdruck in diesem Zusammenhang. Gemeint war: die jungen Berliner hätten die Regeln analysiert, nach denen die Juroren nach interner Diskussion -- heute besser und moderner: internem Diskurs die Preise zuerkennen und quasi einen Algorithmus gefunden: "So [= Regelwerk] muss deine Geschichte aufgebaut und geschrieben sein. Dann gewinnst du diesen Preis."

Wie auch immer. Jetzt will ich den Namen der jungen Frau wissen. Denn die sprach ungemein differenziert, nachdenklich, angenehm. Zu meiner Überraschung, gebe ich zu. Ich hatte -- was erwartet? Eine andere Person halt. Wer war es also?

Suchwörter: bachmann wettbewerb agentur

Gar nicht so einfach. Denn diese Agentur hat da eifrig mitgemischt, seit Jahren.

Und dann komme ich beim kurzen Nachschauen wieder einmal auf die schöne Sendung Sozusagen:

"Worthülsen oder Sprechblasen produzieren wir alle, Tag für Tag. "Sozusagen!" macht sich darüber Gedanken, in Gesprächen und Kolumnen. Im "Zwischenspeicher" steuern die Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Kathrin Passig und der Satiriker Wiglaf Droste aktuelle Beobachtungen bei. Ein Magazin für Liebhaber und nicht für Rechthaber der deutschen Sprache."

Auch als Podcast natürlich!

Kathrin Passig? Könnte passen. Ok, und dann *such* hab ich sie definitiv. Die Frau und auch die Sendung.

"Hörspiel - Medienkunst - digitale Kultur: artmix.gespräch | ... | Freitag | 01.07.2011 | 21.03 Uhr | Kathrin Passig, Journalistin und Autorin ... Die Journalistin und Autorin Kathrin Passig im Gespräch mit Ania Mauruschat. ...  | Sie haben diese Seite am 02.07.11 besucht."*

So funktioniert also Denken und Nachdenken im Zeitalter des Internets. Form und Inhalte verschmelzen. Ja, trivial ist das. Inzwischen.

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* Nachtrag (21.01.2016): Irgend etwas ist bei der Seite da durcheinander gegangen. Es erscheint nur HTML-Wust.