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Dienstag, 5. Juli 2016

Mathematik im Leben

Was es nicht alles gibt!

"Mein Interesse galt aber immer noch hauptsächlich der Kosmologie und nicht so sehr der klassischen Astronomie. Ich hatte auch immer noch kein Teleskop (auch wenn ich jetzt doch ab und zu mal an den Himmel geschaut habe; zum Beispiel um eine Mondfinsternis zu beobachten). Heute weiß ich, dass man Mathematik oder theoretische Physik studieren muss, wenn man ernsthaft Kosmologie betreiben will. Das war mir damals aber nicht klar, und nach der Matura (Abitur) habe ich deswegen ein Astronomie-Studium begonnen. Mein Interesse für Astronomie hat übrigens nicht dazu geführt, dass meine schulischen Leistungen in Mathe/Physik besser wurden. Ich hab mich davon aber nicht abschrecken lassen und war damals der einzige aus meiner Klasse, der so mathelastiges Studium wie Astronomie anfing, obwohl ich quasi der Klassenschlechteste in Mathe war. | An der Universität habe ich dann aber Mathematik und Physik sowieso nochmal ganz von Anfang an gelernt und ich fand es wesentlich faszinierender als in der Schule! (Unser damalige Lehrer – er unterrichtete beide Fächer – war wohl einfach nicht sonderlich gut gewesen). Besonders die Mathematik hat mich beeindruckt. Das war etwas völlig anderes als das, was wir in der Schule gemacht hatten. In der Schule haben wir im wesentlichen nur gerechnet, so spannende Dinge wie ein mathematischer Beweis tauchten da nie auf. Ich bin zwar trotzdem bei meiner ersten Mathematikprüfung an der Uni durchgefallen (übrigens die einzige Prüfung während meines ganzen Studiums die ich nicht bestanden habe). Bei der Wiederholung hab ich dann aber schon eine 3 bekommen und danach lief Mathematik problemlos und ich hab alle Prüfungen mit einer 1 bestanden."

Wie ich Wissenschaftler wurde und warum ich heute keiner mehr bin. Von Florian Freistetter / 1. Februar 2012 / 72 Kommentare.

Hätte ich nicht für möglich gehalten.