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Dienstag, 19. Juli 2016

Das "Netzwerk der Teufel"

Für das Notizbuch:

Es fing alles so unschuldig an. Da war dieser nerdige Student, der sich in das Uni-Netzwerk von Harvard hackte, die dort gespeicherten und nicht öffentlichen Bilder seiner Kommilitonen absaugte, sie auf einer Internetseite montierte und zur Bewertung freigab: Wer ist die Schönste auf dem ganzen Campus? Wer der Attraktivste? Mehr als ein Dutzend Jahre später ist aus dem Harvard-Schelm Mark Zuckerberg einer der reichsten Männer der Welt geworden und aus seinem Facebook, dem Buch der Gesichter, die machtvollste Medienplattform, die der Menschheit je zur Verfügung stand. | Die Unschuld ist dahin. Noch immer ist Facebook ein machtvolles Kommunikationsnetz, das mittlerweile 1,7 Milliarden Menschen verbindet. Doch so, wie es Millionen lachende Gesichter vereint, ist es auch zu einem Netzwerk der Teufel geworden. Eine Schleuder für Lügen und Hass, ein Werkzeug für Mörder, Terroristen und die Verrückten dieser Welt, die, statt das Leben zu lieben, einem Todeskult huldigen. | Kaum ein Amokläufer, der sich nicht darauf verewigt hat, kaum eine größere Terrororganisation, die nicht ihren Märtyrern dort und in anderen sozialen Netzwerken gehuldigt hat. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir Killern oder Terrorgangs live über die Schulter sehen können. (faz.net)