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Freitag, 22. Juli 2016

Spekulation: München

Das Folgende habe ich gestern gegen 23:30 notiert und isoliert hier eingestellt.

Einzeltäter, der Mann auf dem Dach. Geht herum und schießt wahllos auf Menschen. Geistig verwirrt. Legt die Waffen irgendwo hin und wird zum Passanten.

Im großen und ganzen lag ich richtig. Nur das mit dem Zum-Passanten-werden hat nicht gestimmt. 

Der Rest?  Ich hatte erwartet, dass der Täter ein Deutscher ohne jeden Migrationshintergrund ist. Ein Deutscher nach dem Muster Winnenden. Da habe ich mich ebenfalls geirrt.

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Nicht nur, weil das gestern im Fernsehen rauf und runter diskutiert wurde: Es muss eine linguistische Analyse des Wortfelds Terrorismus - Amoklauf her.

Gleich eine Notiz als Übernahme dazu:

"Vater des Amokschützen von Winnenden | Prozess gegen Klinikum beginnt im März || Der Vater wirft den Ärzten Fehler bei der Behandlung seines Sohnes im Vorfeld der Tat vor. Das Landgericht Heilbronn wird im März über die Klage gegen das Klinikum am Weissenhof in Weinsberg verhandeln. | Der Vater von Tim K. verklagt Ärzte und Therapeuten des Klinikums am Weissenhof, einer Facheinrichtung für psychisch Kranke in Weinsberg (Kreis Heilbronn). Er wirft ihnen vor, dass sie ihn und seine Frau nicht vor der Gefährlichkeit des Sohnes gewarnt hätten."

Auch hier: Als ob 'Ärzte als Fachleute' alles objektiv und für die Zukunft wissen könnten und wissen müssten. Irgendwo muss wohl, aus Sicht eines vorher angesehenen Bürgers, der zum Vater eines Mörders wird, ein Schuldiger her, der nicht er selbst ist. Das aber dann auch noch vor Gericht auszufechten, das zeigt schon ein bemerkenswertes Maß an bürgerlicher Chuzpe.