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Donnerstag, 23. Juni 2011

DER EURO und die Menschen

Im SPIEGEL zweiteilig der Titel: Der EURO und die Menschen, die von der Krise betroffen sind.


(Heft 25/2011. Plötzlich und erwartet --
Nachruf auf eine gemeinsame Währung)


Mein Fazit nach Lektüre: Manche, die sich selbst für "tüchtig" halten, haben für die "Deregulierung der Märkte" gestritten. Das haben nicht sie, das haben wir jetzt davon! 


Was nun also?
  • Wir müssen dahin kommen, dass das hemmungslose sich Bereichern als ebenso obszön gilt wie der Geschlechtsverkehr auf offener Straße. Oder anders: Unsere Deregulierungen der Vergangenheit sind nichts als die Freigabe von Geld-Rauschgift. Wir müssen für Regelungen sorgen, dass der öffentliche Finanz-Geschlechtsverkehr verboten ist. Wir müssen den Geld-Rauschgift-Konsum aus den gleichen Gründen verbieten, wie wir wir den Crack-Konsum verbieten. (Und legen wir dann, weil die Gier nun mal zum Menschen gehört, bei Gelegenheit fest, was auf der Ebene der Geldgeschäfte das Äquivalent ist zu: 'Na ja, hin und wieder ein Joint‹ ist ok.')
  • Wir müssen verstehen lernen, dass ein hemmungsloses Sich-Bereichern -- immer! immer! -- ein sich Bereichern auf Kosten der anderen ist. (Müssen wir Menschen wie Roman Arkadjewitsch Abramowitsch eigentlich dulden? Müssen wir die Banken eigentlich so hinnehmen, wie sie sind? Nein, wir müssen nicht!)
  • Und wenn das alles nicht geht, dann müssen die jungen Leute in Athen, Lissabon, Dublin, Berlin, Paris, Rom, … lernen, wie man eine wirkliche europäische Face-Book-Revolution macht. Damit die, die so selbstverständlich glauben, sie hätten Geld und Macht, weil sie tüchtig sind, aber nicht in der Lage waren, dieses Finanz-Desaster vorauszusehen und zu verhindern – damit diese Cliquen verschwinden.
Es kommt nichts Besseres nach, sagen Sie? Kann sein. Kommt auf den Versuch an. Was wir vor allem brauchen, sind Denker, die die Tiefen der Gründe aufsuchen und neue, überzeugende Demokratie-Konzepte entwerfen.


Ach so. Das ist Links sagen Sie? Quatsch! Das ist vernünftig!