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Montag, 23. September 2013

Marcel Reich-Ranicki (1920 - 2013)

Von Marcel Reich-Ranicki war in diesem Blog schon einige Male die Rede. Nun ist er ja vor Tagen gestorben, noch vor der Bundestagswahl. Und der SPIEGEL, ironisch, weist darauf hin, dass RR in einem Interview vor Jahren bekannt gegeben hat, das er, RR, nicht im mindesten an ein Leben nach dem Tod glaube. Vor dem Tod habe er auch keine Angst. Nur -- traurig sei er schon. Angesichts der Tatsache, dass er dann auf einmal nicht mehr wisse, was im nächsten SPIEGEL steht. Nun denn, RIP, RR!

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Ich habe intern daran erinnert, dass RR einmal an der Universität Münster einen Vortrag gehalten hat. Die einzige Gelegenheit, bei der ich ihn persönlich gesehen habe. Kaum ein Vertreter der Germanisten da, wenn ich mich recht erinnere. Und RR sagte, dass Christoph Friedrich Nicolai -- über den ging der Vortrag -- der bedeutendste Literaturkritiker des 18. und 19. Jahrhunderts gewesen sei. "Ich betone -- des 18. und 19. Jahrhunderts!" Kurzes Nachdenken des Publikums ... Gelächter!

| * Hat RR den Vortrag später veröffentlicht? Das hier (S. 15) lässt das vermuten: "Reich-Ranicki: Friedrich Nicolai. Der Gründer unseres literarischen Lebens." Hier wahrscheinlich nachzulesen: Marcel Reich-Ranicki: Die Anwälte der Literatur. Kritiken von Reich-Ranicki.

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Ja, und sowas ähnliches hatten wir hier schon mal. Aber ich finde es nicht. Wo habe ich nur festgestellt, dass Robert Gernhardt jetzt nichts mehr von der Fußballweltmeisterschaft 2006 mitbekommt? -- Gesucht ... | Gefunden! Es war in einem andaeren Leben bzw. einem anderen Blog. Im Löwenzahn-Blog, ja. Das kopiere ich doch jetzt gleich mal rüber!

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