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Montag, 16. Juli 2018

"Afrikas ärmste Regionen"

Noch ein ZEIT-Kommentar zu einem ZEIT-Kommentar (ZEIT-Artikel). Vielleicht wird er ja freigeschaltet. > Freigeschaltet.

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Oben schreibt jemand (#97):

"Eine koordinierte Europahilfe vor Ort und ausreichenden Fachpersonal sind Stabilität und Flucht nach Europa langsam und kontinuierlich zu stoppen. Afrikas ärmste Regionen sind zuerst dran. Leuchtturm Projekte reichen da nicht aus."

Vor mehr als 20 Jahren -- ich erinnere mich so gut, weil ich das einen aberwitzigen Einfall fand --, hat der SPIEGEL mal berichtet, dass ein Afrikaner in einer konkreten Elendssituation gefordert hat, die ehemaligen Kolonialmächte sollten zurückkommen und Ordnung schaffen. Wie gesagt, ich fand die Idee aberwitzig.

Heute: Nein, die Ex-Kolonialmächte können es nicht sein. Aber es muss einfach UNO-Mandate geben, die bei Bürgerkrieg und auch bei überbordender Korruption greifen. Und zwar: konsequent greifen. Mit einer Entmachtung der örtlichen Eliten.

Vor kurzem hat jemand, ein Afrika-Fachmann aus Belgien, mir erzählt: Die belgische Regierung habe vor zwei Jahren in einem afrikanischen Land eine Schule finanziert und das Geld, wie das üblich ist, an die örtliche Regierung überwiesen. Auf dass diese es einer bestimmten NGO gebe, die das Projekt realisiert. Nach einem Jahr war die Schule nicht einmal ansatzweise fertig. Erboste Rückfrage der belgischen Regierung bei der NGO, warum das nicht geklappt habe mit der Schule. Antwort der NGO: Von dem überwiesenen Geld seien gerade mal 5% bei ihr angekommen. Das andere war auf dem Weg von oben nach unten "versickert".

Ist das verallgemeinerbar?

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