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Donnerstag, 12. Juli 2018

Die Gespaltenheit im Land

Mein ZEIT-Kommentar zu 

Flüchtlinge. Seehofer nennt Suizid von abgeschobenem Afghanen zutiefst bedauerlich Nach seiner Abschiebung aus Deutschland hat sich ein Afghane das Leben genommen. Gegen Innenminister Horst Seehofer wurden Rücktrittsforderungen laut, er wies sie zurück. 11. Juli 2018. 1.054 Kommentare

Wird noch geprüft.

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Was einen bei dieser Diskussion wieder einmal ratlos machen kann: die Gespaltenheit im Land. 

Diese einseitige Sicht auf die politischen Dinge. Die Süddeutsche macht heute auf mit einem Bild von Menschen, die mit ernsten Gesichtern die Bilder der Opfer der NSU-Morde vor dem Gericht hochhalten. Und auf AfD-nahen Web-Seiten werden die Verbrechen von Migranten aufgelistet. Die Unterstützer der jeweiligen Seite kämen niemals auf die Idee, die Bilder der Gegenseite hochzuhalten. 

Ein Einzelfall auch hier, beim Selbstmord dieses Afghanen? Oder einfach eine naheliegende Klassifizierung? Unter den vielen, die nach Deutschland gekommen sind, gibt es auch eine Minderheit, die psychisch krank ist. Durch wessen Schuld auch immer. Es gibt ja auch viele suizidgefährdete Deutsche. Manche, Deutsche wie Immigranten, sind dazu kriminell. Aber auf der Seite der Eingewanderten wird alles ganz rasch symbolisch. 

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Der Ton der Auseinandersetzung auch hier:

"Hallo, liebe Menschenfeinde und asoziale Apologeten des Irrsinns, ihr habt völlig Recht. eure Intelligenz lässt mich vor Ehrfurcht erzittern und eure Gefühlskälte ist bewundernswert."

Da hab ich jetzt gestaunt. Dann habe ich mir gesagt: Die Wörter können sich ja nicht dagegen wehren, dass man sie so zusammenstellt; aber ein Diskussionsbeitrag in der Sache ist das nicht. Wenn man die "andere Seite" gleich mal als "asoziale Apologeten des Irrsinns" flachstempelt, kann man dann erwarten, dass dem selbsternannten Menschenfreund auf der Gegenseite irgend etwas Sinnvolles geantwortet wird?

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