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Dienstag, 14. Oktober 2014

Desertec-Traum geplatzt

Ja, ich hatte da auch mal schöne Träume. Ich war in Ägypten. Diese Sonne! Wieviel Energie!

Wüstenstrom-Großprojekt | Konzerne lassen Desertec-Traum platzen | Stand: 14.10.2014 | Das Wüstenstrom-Projekt Desertec ist fünf Jahre nach seiner Gründung am Ende. Die Desertec Industrial Initiative (DII) werde sich künftig auf Dienstleistungen für ihre verbleibenden Gesellschafter konzentrieren, teilte die Gemeinschaftsfirma mit. | Die meisten der zuletzt noch 20 Gesellschafter steigen aus, lediglich die saudische Energiefirma ACWA Power, der chinesische Netzbetreiber State Grid (SGCC) und der deutsche Versorger RWE bleiben an Bord. Somit hat sich auch die Münchner Rück als treibende Kraft von der Vision verabschiedet, Nordafrika und Europa mit Solarenergie aus der Sahara zu versorgen. Auch die Schweizer ABB und die Deutsche Bank haben sich abgewandt. || Desertec sollte knapp eine halbe Billion Euro kosten || Die Desertec-Initiative war vor fünf Jahren mit dem Ziel gestartet, Sonnen- und Windenergie in den nordafrikanischen Wüsten zu erzeugen und ab dem Jahr 2050 rund 15 Prozent des europäischen Strombedarfs zu decken. Die neuen Kraftwerke und Hochspannungstrassen sollten 400 Milliarden Euro kosten. (Quelle: tagesschau.de)

Aber nun -- die technischen Probleme sind das eine. Das größere Problem aber sind die Infrastruktur der Länder und vor allem die politischen Zustände dort. Wenn die Araber als ganzes zu einem IS werden, was dann?

Die Frage ist nur: Konnte man diese Probleme nicht schon vor 5 Jahren sehen? Brauchte es dazu wirklich einen "arabischen Frühling" mit seinen eigeneartigen Konsequenzen? Und hätten hochbezahlte Manager -- nur scheinbar ein anderes Thema -- das mit den umfassenden politischen Irrationalitäten nicht schon früher mit in ihre Überlegungen einbeziehen müssen, nicht erst jetzt, da Lybien nach Ghaddafi kein Staat mehr ist und der I"S" zeigt, dass ohne eine gesamtgesellschaftliche Aufklärung mit muslimischen Ländern kein Staat zu machen ist? Jedenfalls nicht einer, in dem eine komplizierte Technik auf Dauer funktionieren kann.