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Donnerstag, 11. Dezember 2014

Die Wikipedia mal wieder 1

Das Folgende stammt aus einer Wikipedia-Diskussion zu Verschwörungstheorie. Ich fand -- und finde -- es nicht so sehr wichtig, aber es vervollständigt ein Bild. Als ich heute hingesehen habe: Nichts mehr da. Nachgesehen in der Versionsgeschichte: Der WP-User Logograph meinte anmerken zu müssen:

[Hier vorläufig unformatiert = aus der WP-Versionsgeschichte herauskopiert.]

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VT: Juden als Organisatoren des Holocaust

Es gibt die Geschichte von jenem Juden, der Nazi-Anhänger im Vollsinn war und der sich, weil Jude, umgebracht hat. Hitler soll gesagt haben: Das sei doch mal ein anständiger Jude gewesen. (War es wirklich Otto Weininger? Ich dachte, es hätte da noch jemanden gegeben?) -- Auf der Suche nach dem Namen dieses Mann bin ich auf eine krude Verschwörungstheorie gestoßen, die ich so noch nie gehört hatte:

"Die Führer der zionistischen Bewegung erkannten, dass sie die Juden in England, Deutschland und den Vereinigten Staaten nie so unter Druck setzen konnten, dass sie nach Israel ziehen würden. ... Nun kommt der böse Plan der Zionisten ins Spiel, eine funktionierende Beziehung mit Adolf Hitler und seinem Nazi- Regime zu schaffen. Die Nazis wollten in Deutschland die Herrschaft ergreifen, doch um dabei erfolgreich zu sein mussten sie den jüdischen Einfluss im Land vernichten. Trotz der Tatsache, dass viele Nazi-Führer selbst jüdischer Herkunft waren, zeigten sie keine Gnade gegenüber den Juden, die nicht Teil der zionistischen Bewegung waren. Immerhin hatte Theodor Herzl selbst in seinem Buch “Der Judenstaat” geschrieben, auch wenn ganze Zweige von Juden vernichtet werden müssten, so würde dies keine Rolle spielen, solange nur der zionistische Traum erfüllt und ein jüdischer Staat in Palästina errichtet würde. Adolf Eichmann, ein deutscher Jude und verantwortlich für die Auslöschung von Juden, reiste Anfang der 1930er Jahre nach Palästina und besuchte auch einen Zionistischen Weltkongress in der Schweiz."

Ich gehe einmal davon aus, dass das nicht hierher = in den Artikel gehört. Aber das sollen die entscheiden, die sich mit VT besser auskennen als ich. 17:08, 9. Dez. 2014 (CET)

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Das ist nichts als rechtsradikaler Dreck, der von niemandem rezipiert wird und den wir deshalb hier daher auch nicht verlinken müssen.

Es gibt auch die Verschwörungstheorie, dass Michael Jackson in Wahrheit ein Außerirdischer war, und seine sog. Gesichtsoperatoren waren nur eine schrittweise Anpassung an sein ursprüngliches Äußeres, um der Menschheit den Schock zu ersparen. Das ist genauso irre wie das Garn von der jüdischen Schuld am Holocaust, aber wenigstens nicht menschenverachtend. In den Artikel gehört es trotzdem nicht rein. Gruß, --Benutzer:Phi|Φ (Benutzer Diskussion:Phi|Diskussion) 17:56, 9. Dez. 2014

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,Na ja, Goldstaub sind die anderen VT natürlich auch nicht. ;-) Dass ich das überhaupt hierher gesetzt habe, kommt aus meinem tiefen Innern als Inklusionist, der immer eine gute Feingliederung haben möchte. Aber diesen Teil meines Temperaments kann ich durchaus zügeln. --Benutzer:Delabarquera|Delabarquera (Benutzer Diskussion:Delabarquera|Diskussion) 18:06, 9. Dez. 2014

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"Rechtsradikaler Dreck" ist zunächst einmal wenig wissenschaftlich. In ultra-orthodoxen jüdischen Kreisen ist diese Theorie offenbar durchaus ein Thema. Im Juni 2012 wurden die Außenmauern der weltgrößten Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem von ultra-orthodoxen Juden mit etwa zehn großformatigen Graffiti in hebräischer Sprache besprüht. Beispiele: ''"Die Zionisten wollten den Holocaust", "Hitler, Danke für den Holocaust", "Wenn Hitler nicht existiert hätte, hätten die Zionisten ihn erfunden"''. Ein Graffitto beriet die polnische Regierung ''"den Zionisten nicht mehr zu ermöglichen, manipulative Gedenkzeremonien in Auschwitz abzuhalten"'' [1][2][3] Kurze Hintergrundinformationen zur Entstehung dieser VT: Die große Mehrheit der Ultra-orthodoxen ist ''„a- zionistisch“'', wie es der Judaistikexperte Eik Dödtmann von der Universität Potsdam formuliert. Sie nehmen Geld, sprich Sozialhilfe, vom Staat, aber im alltäglichen Leben ist für diesen Staat kein Platz. Ein recht kleiner Teil, laut Dödtmann etwa 5%, lebt gänzlich antizionistisch und lehnt einen Staat Israel und die damit verbundenen stattlichen Organe strikt ab.[4] Hintergrund dieser Einstellung ist, dass die Tora einen durch Menschenhand errichteten weltlichen Staat Israel ausschließt, und der zu erwartende Messias wird nicht kommen, wenn es bereits diesen weltlichen Staat Israel gibt. Für fundamentale Gruppen der ultraorthodoxen Juden, wie der Neturei Karta, ist klar, dass Zionisten den Holocaust wollten, um eine maximale Legitimation für eine Gründung des Nationalstaats Israel zu schaffen. In publizierten Wahlprogrammen zur letzten Parlamentswahl wurde diese Ansicht in eindeutigen Zeichnungen und Kommentaren manifestiert und untermauert. Rabbis der Neturei Karta werfen den aus ihrer Sicht ungläubigen Zionisten eine Instrumentalisierung der jüdischen Religion vor, um einen Staat Israel zu schaffen, den der jüdische Glauben an sich verbietet. Die Rabbis beklagen, ''“dass das Judentum eine seit tausenden Jahren existierende, Gott dienende, spirituelle, sprich geistige Religion ist und die Zionisten innerhalb der nur letzten 100 Jahre die jüdische Religion zu Nationalismus und Materialismus transformiert haben. Und dieses von nicht nur nicht-religiösen, sondern vielmehr religionshassenden Zionisten.”'' Sie werfen den Zionisten vor, ''”nicht nur ihre Religion, sondern mit der Übernahme des Davidsterns in die Nationalflagge Israels auch die Identität der gottesgläubigen Juden gekidnappt zu haben. Die Übernahme des heiligen Davidstern in die Nationalflagge legitimiert die Zionisten dazu, jeden des Antisemitismus zu diskreditieren, der den Zionismus kritisiere. Man kann aber nicht weiter von der Wahrheit enfernt sein, wenn man den Zionisten glaube.”'' Ein Interview mit einem Rabbi der Neturei Karta:[5] Im Dezember 2006 nahmen Moishe Friedman sowie weitere führende Mitglieder der Neturei Karta an einer von der iranischen Regierung organisierten, weltweit umstrittenen Holocaust-Konferenz im Iran 2006 teil. (Benutzer Diskussion:89.0.244.146|Diskussion) 00:36, 11. Dez. 2014)

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Eine sehr seltsame Einlassung ist das, diese Anmerkung mit Gefasel, da oben. Wäre es nicht vernünftig, wenn man in Diskussionen, gleich welcher Art und wie empört man sich vielleicht auch gerade fühlt, Wörter wie Gefasel einfach nicht verwendet? Ich meine, solche Wörter schlagen doch in jedem Fall auf den Verfasser selbst mit Wucht zurück. Es gibt halt nicht nur das Unterschichten-Fernsehen ..." Im Übrigen, dass Otto Weiniger Nazi-Anhänger war, hat da nie gestanden. Wie könnte das auch, bei seinen Lebensdaten, sein? Es gibt offenbar Menschen, deren Temperament bei bestimmten Stichwörtern reflexhaft das genaue Lesen und Verstehenversuchen zuverlässig verhindert.