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Freitag, 27. März 2015

Germanwings-Unglück

Ich wollte schreiben und hatte zum Teil schon geschrieben:

"Das Folgende soll kein Experten-Urteil sein und schon gar nicht einem Experten-Urteil zuvorkommen. Es ist die schlichte laienhafte Reihe eines Zeitunglesers und Fernsehschauers. | Die folgenden Fälle sind leicht nachzulesen, ihre Vernetzung wird nur selten angesprochen. In Foren manchmal, von Experten habe ich sie noch nicht gehört, gesehen. Vielleicht wiederum, weil es mit dem Expertenstatus unvereinbar ist."

Doch dann sehe ich, dass der FOCUS diese Zusammenstellung bereits vorgenommen hat. Seine Liste, vereinfacht und manchmal ergänzt. Sieht man sich die Jahreszahlen an, dann ist die beunruhigende Feststellung, dass es möglicherweise einen Vorbild-Effekt gibt.

2015, 24. März: Germanwings Flug 4U9525
2014, 8. März: Malaysia Airlines Flug MH370 (Möglichkeit)
2013, 29. November: Mosambik Airlines Flug TM470
1999, 31. Oktober: EgyptAir Flug 990
1997, 19 Dezember: SilkAir Flug 185
1994, 21 August: Royal Air Maroc Flug 630
1982, 9. Februar: Japan Airlines Flug 350

Der SPIEGEL-Artikel zum ersten dieser Fälle ist lesenswert im Hinblick auf den jetzigen Fall.

Und diese Liste legt nahe zu sagen, dass diese Form des Flugunglücks nicht absolut selten ist. Und dass das Problem wahrscheinlich wie ein technisches Problem behandelt werden muss. Ausgangspunkt: Ganz wird man diese Form des "erweiterten Selbstmords" durch Piloten nicht ausschließen können. (Übrigens, wie einige dieser Fälle zeigen, bei denen beide Piloten am Platz waren, auch nicht durch eine "Immer-2"-Regelung.) Aber man muss versuchen, aus den vorhandenen Fällen Maßnahmen abzuleiten, die diese Form der Gefährdung minimieren.