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Donnerstag, 29. Oktober 2015

BILD sperrt Adblock-Nutzer aus

Wie sollte man sich da einstellen:

Abgemahnter Youtuber fordert Bild.de heraus | (golem.de, Friedhelm Greis) || Die Chronologie: „Bild“ sperrt Adblock-Nutzer aus, Youtuber veröffentlicht Anleitung, um Adblock-Sperre zu umgehen, „Bild“ mahnt Youtuber ab. Jetzt will Tobias Richter, eben jener Youtuber, das Spiel aber nicht mitspielen und wird auf Anraten seines Anwalts keine Unterlassungserklärung abgeben und die geforderten 1800 Euro Abmahnkosten nicht zahlen. Wie es nun weitergeht, ist unklar: Auf „Golem“-Anfrage sagte der Axel-Springer-Verlag, den bisherigen Statements in den Verfahren um die Werbeblockersperre und den Prozessen gegen Adblock Plus sei nichts hinzuzufügen. (bildblog.de , 28.10.2015, 8:54)

Es erinnert mich dies -- so ganz irgendwie -- an Google News und Spanien: Da hatten die Zeitungen Geld von Google gefordert, woauf Google die spanischen GNews einfach abgeschaltet hat. Folge: 10-15% Rückgang der Seitenaufrufe. Was schwer ins Werbekontor der Zeitschriften einschlägt.

Also auch an BILD: Seit ich diese Zahlungsaufforderung lese, verlasse ich die BILD-Seite schnell und, ja: fluchtartig. Schon das Bild+ war affig. Das ist es jetzt noch mehr. Ich denke, dass es viele potentielle Leser so halten wie ich. Mal schauen, was für BILD dabei herumkommt. Denn, liebe Werbetreibende, die BILD-Seiten werden einfach nicht angeschaut, also auch nicht die Werbung dort.

Und es erinnert mich an den Mindestlohn. Da hat ein Industrieller, oder war es gleich ein ganzer Verband, schlicht und treffend gesagt: Wer den Mindestlohn nicht zahlen könne, der habe einfach ein schlechtes Geschäftsmodell. Klartext: Wer als deutscher Kapitalist auf Kosten seiner Arbeiter leben will, soll nach Russland oder China auswandern. 

Also, liebe BILD, wie wär's mit einem Auswandern nach Russland?