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Samstag, 3. Oktober 2015

RIW

Es ist wohlfeil, in Sachen Flüchtlinge in Richtung "der Politik" zu sagen: Die werden sich noch wundern! Nachdem es schon bisher mit der nach Plausibilität gebildeten Maßnahmen bisher nicht weit her war.

"Flüchtlinge und Religion | Das Kreuz wird zum Angriffsziel | 29.09.2015 09:19 Uhr | Von Claudia Keller und Frank Bachner | In manchen Flüchtlingsheimen werden Christen von streng gläubigen Muslimen gemobbt. Auch in Berlin. Soll man sie getrennt voneinander unterbringen? ... | Viele Christen fliehen nach Deutschland, weil sie in ihren Heimatländern wegen ihrer Religionszugehörigkeit verfolgt werden. Doch in manchen Asylunterkünften werden sie erneut gemobbt und bedroht – von strenggläubigen muslimischen Flüchtlingen. Berliner Pfarrer sprechen von mindestens einem Dutzend Fällen. Etliche orthodoxe Christen fühlten sich deshalb von Deutschland im Stich gelassen, sagt Andreas Goetze, der in der evangelischen Landeskirche für den interreligiösen Dialog zuständig ist. Er wünscht sich „mehr Sensibilität für religiöse Fragen“ bei den Mitarbeitern der Erstaufnahmestellen und spricht sich dafür aus, Christen und Muslime, wenn nötig, getrennt unterzubringen. Das müsse man aber von Fall zu Fall entscheiden, sagt Goetze. Von einer generellen Trennung nach Religionszugehörigkeit rät er ab. || Die Religionszugehörigkeit darf bei der Aufnahme nicht erfragt werden || Doch so eine Trennung ist nicht möglich – schlicht weil die entsprechenden Informationen fehlen. „Beim Asylantrag wird nicht nach der Religionszugehörigkeit gefragt“, sagt Regina Kneiding, die Sprecherin der Gesundheitsverwaltung. Grund ist das deutsche Staats-Kirchen-Recht, das eine Trennung von Staat und Kirche vorschreibt. Kneiding ist auch keine größere Zahl von religiös bedingten Konflikten bekannt. „Man muss gar nicht direkt nach der Religion fragen“, sagt Pfarrer Goetze dazu. Viele orthodoxe Christen trügen ein Kreuz um den Hals. Oft sei die Verfolgung aufgrund der Religionszugehörigkeit ja auch der Asylgrund und die Schutzsuchenden würden das Thema von sich aus ansprechen. | Auch zwischen Sunniten und Schiiten kommt es in Flüchtlingsheimen immer wieder zu Spannungen. Hintergrund sind die Kämpfe zwischen den beiden muslimischen Konfessionen im Irak und in Syrien." (tagesspiegel.de)

Dass Menschen ihren Kulturkreis und ihre Vorannahmen mitbringen, geschenkt. Wo sollen sie sie auch lassen. Dass aber alles nach deutschen Standards entschieden wird, wenn doch klar ist, dass diese Standards in Sachen Religion einfach nicht greifen, das ist, mit Verlaub: schlicht dümmlich. Während hierzulande einfach zum Großteil Menschen leben, die nach dem Motto RIW (Religion ist wurscht) leben, kommen kampfesmutige Muslime, denen Religion ein immerwährender Grund für Kampf und Gewalt ist. Auch wenn sie vor dieser Gewalt geflohen sind.