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Montag, 12. Oktober 2015

Die FSK blutet und brennt

Die Maßstäbe, wo sind sie?

"Eltern kritisieren diese Entwicklung seit Jahren. Schließlich ist der Sinn der Labels mit den Altersangaben, sie darüber zu informieren, welche Spiele "die Erziehung von Kindern und Jugendlichen bestimmter Altersgruppen zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten beeinträchtigen" können, wie es im Jugendschutzgesetz heißt. Und für FSK und USK gehören drastische Gewaltdarstellungen offiziell zu den Faktoren, die beeinträchtigend wirken können. Wie kann es dann zu solchen Entscheidungen kommen wie bei "Blood & Burning"? || Lidia Grashof, die als Vertreterin der Obersten Landesjugendbehörden der Bundesländer in der USK sitzt, verteidigt die Altersfreigabe. Einhellig hätten die Prüfer festgestellt, die Gewalt sei in dem Spiel "eher zurückhaltend und bei den Bluttexturen unrealistisch dargestellt", sagt sie. Außerdem sei "die Darstellung von Gewalthandlungen in einem Spiel nur ein Aspekt von vielen, die bei der Alterseinstufung eines Spiels ausschlaggebend sind." Und, so fährt sie fort, "Spieler der Altersgruppe ab zwölf haben aufgrund ihrer kognitiven Entwicklung und ihrer Medienerfahrung keine Schwierigkeiten, das Spiel mit aktiviertem Zusatzprogramm zu verarbeiten und können es aufgrund ihrer Schulbildung historisch einordnen." (Süddeutsche)

Kann man noch sagen, dass man in einer Welt der Normalen lebt? Wenn ein Computerspiel wirbt: "Dieses Paket fügt dem Spiel Bluteffekte, Enthauptungen, Gliedmaßenabtrennung, Ausdärmen und vieles mehr hinzu." Und dann wird das Spiel ab 12 freigegeben?