Dienstag, 9. Juli 2019

"Frau Künast besucht die Hassbürger"

Ich bin kein Fan der Grünen -- deren Verdienste ich allerdings durchaus sehe. Und ich bin kein Fan von Renate Künast. Aber diese Sache hat mir Bewunderung abgenötigt! Renate Künast besucht ihre Beleidiger. Persönlich, zu Hause.

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Gewaltfantasien im Netz. Frau Künast besucht die Hassbürger. ... Renate Künast wird im Internet massiv beschimpft. Nun besucht sie unangemeldet Menschen, die diese Hasskommentare verfasst haben. Eine Reise zum Ursprung der digitalen Wut. Von Britta Stuff 30. Oktober 2016 || "Mensch Künast, das saudumme Geblöke von Dir und deinem grünen Gesocks will doch keiner mehr hören, pack deine sieben Sachen und zisch ab." Facebook, 24. März 2016 Renate Künast hat Schnupfen. Sie sagt, eigentlich hätte sie am liebsten abgesagt, tut mir leid, ich kann nicht, es ist was dazwischengekommen, irgendwas, was dafür sorgt, nicht an diesem heißen Junitag mit verstopfter Nase und Kopfschmerzen zu diesem Mann fahren zu müssen. Sie sitzt im Auto und sagt: Eine blöde Idee. Künast will in eine Welt reisen, über die sie nicht viel weiß, außer dass sie dort nicht beliebt ist. In dieser Welt nennt man sie nicht Renate Künast, sondern "grünes Gesindel", eine "Schande für Deutschland", eine "Fotze". Ihre Bewohner mögen die gleichen Sachen wie die meisten Menschen. Sie haben Facebook-Profile, auf denen sie ihre Hunde zeigen und Strandbilder posten. Aber sie schreiben Dinge, die Künast in 60 Jahren noch niemandem direkt ins Gesicht gesagt hat. Sie wird die Menschen, die sie auf ihrer Facebook-Seite und bei Twitter beschimpfen, so besuchen, wie auch sie in ihr Leben getreten sind, uneingeladen und unangemeldet. Künast sagt, dass ihr die Stimmen aus dem Internet Angst machen. Angst, dass man in fünf Jahren sagen wird, man hätte doch sehen müssen, wo das hinführt, zu Gewalt und Verrohung. (spiegel.de Abo)

Was sind das für Menschen im Hass-Land?

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Allgemein: Berichte

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