Sonntag, 14. Juli 2019

Tollense BEARBEITEN!

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Homo brutalis und das Märchenreich der ersten Deutschen | SPIEGEL Plus

Die Menschen waren grausam, von Anbeginn an. Sie haben sich mit Faustkeilen erschlagen und mit Knüppeln traktiert, einander gequält, geschlachtet und den Göttern geopfert. Seit Jahrtausenden schon war der Boden mit ihrem Blut getränkt, doch das Gemetzel, das sich etwa 1300 Jahre vor Christus in einem Tal im heutigen Mecklenburg-Vorpommern ereignete, war anders, war neu, womöglich eine Premiere in Mitteleuropa. Diejenigen, die daran beteiligt waren, kannten vielleicht noch nicht einmal ein Wort dafür.

Wir nennen es Krieg.

Mehr als 2000 junge Männer standen sich an der Tollense gegenüber, einem Flüsschen, das noch immer im gleichen Bett durch saftig grünes Land mäandert wie vor 3300 Jahren. Manche Krieger schossen mit Pfeil und Bogen aus dem Hinterhalt, andere stürzten sich mit Dolchen und Keulen in den Nahkampf, erstachen einander am moorigen Ufer, zertrümmerten sich die Schädel, ertranken, blutend, im flachen Wasser. Die archäologischen Untersuchungen deuten auf mindestens 400 Opfer hin, wahrscheinlich waren es viele mehr.

Was mag der Grund gewesen sein für das Töten ...?

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