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Mittwoch, 19. September 2012

Wer kennt COSCO?

Gestern auf arte: Groteske Welt des Spätsozialismus, der der Zwillingsbruder des Spätkapitalismus ist. Chinesen kaufen den Containerhafen von Piräus und -- lassen keine Gewerkschaften zu! Die Begründung ist die gleiche wie in Rot-China (ich verwende dieses Wort bewusst und nostalgisch): In China weiß die Partei was gut für die Arbeiter ist. In Griechenland weiß das der Eigentümer, die chinesische Firma Cosco. In beiden Fällen also: Wozu Gewerkschaften?

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Der Bericht dazu im SPIEGEL:

"... Seither konkurriert in wenigen hundert Metern Entfernung die offenbar turbo-kapitalistisch agierende Dependance eines kommunistischen Systems mit der sozialistisch anmutenden Spielwiese einer demokratischen Marktwirtschaft um Aufträge. Das Problem ist nur: Bislang läuft es wohl für beide nicht besonders gut.

Piräus ist die Zukunft Griechenlands

Dabei hatten sich gerade die Chinesen ehrgeizige Ziele gesetzt: "Wir wollen Piräus zum Knotenpunkt des Containerverkehrs zwischen Fernost und Osteuropa sowie dem Balkan machen", sagte der Cosco-Präsident bei der Vertragsunterzeichnung im November 2008. Er versprach, die Umschlagkapazität von 1,6 auf 3,7 Millionen Container mehr als zu verdoppeln. In zwei Phasen wollte man zu diesem Zweck insgesamt 600 Millionen Euro investieren. Alles schien möglich. ..."