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Donnerstag, 30. Mai 2013

Liebe Datenschützer!

Was laufen eigentlich für Leute auf unseren Straßen herum? Ist das nicht doch ein unangenehmes Gefühl? Und ist es da erlaubt -- eventuell --, eine Videokamera zu installieren?

"Das Hessische Landeskriminalamt (LKA) und die Bundespolizei haben vor manipulierten Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn gewarnt, weil diese explodieren könnten. Unbekannte Täter hätten in den vergangenen Monaten mehrfach alle Spalten, Schlitze und Öffnungen der Automaten mit Klebestreifen abgedichtet, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Dann seien die Automaten mit Gas gefüllt und gesprengt worden. Dies habe aber offenbar nicht immer funktioniert. Wegen des explosiven Gasgemisches in diesen Geräten könne es jederzeit unbeabsichtigt zur Zündung kommen, warnten Bundespolizei und LKA. Sie rieten, einen solchen Automaten mit Klebestreifen weiträumig zu meiden und die Polizei zu informieren."

Dienstag, 28. Mai 2013

Höflichkeit: Das Schwingtüren-Experiment

Der Höflichkeitsstandard heute, bei Schwingtüren: Man geht durch und lässt die Tür zufallen. Wenn es sein muss, dann 50 cm vor der Nase des Nachfolgenden. Der existiert nämlich gar nicht, der andere, der Nachfolgende.

Ein kleines Experiment: Ich gehe raus, bin durch die Tür gegangen und halte vier jungen Damen, die hineinwollen, diese Schwingtür auf. Die erste, etwas weiter vorweg, redet halb umgewandt munter weiter auf die anderen ein, natürlich ohne ein Danke oder einen freundlichen Blick in meine Richtung. Ich will es jetzt wissen und halte die Tür weiter auf. Auch die anderen drei: munteres Sich-Unterhalten, kein Ausstrecken der Hand. Die Tür steht ja offen. Kein Dank oder Blick auch jetzt. Ich bin so eine Art Sache, ein Türstopper. Als ich dann, auch hier: um es zu wissen bzw. auszuprobieren, bei der letzten Frau die Tür aus der Hand lasse -- die Tür bewegt sich, wie sich Schwingtüren halt bewegen, nicht allzu schnell --, da kommt diese Frau nicht etwa auf die Idee, die Hand auszustrecken. Sie wird, kleiner Aufschrei, überrascht, als ihr die Tür an die Schulter stößt. Sie ist ungehalten! Der Büttel da hat doch tatsächlich die Tür nicht aufgehalten! Also sowas!

To free or not to free? IObit

Geschäftsstrategien in den Zeiten des Internet-Überangebots. Ein gutes Programm, in großen Teilen Freeware. 

In großen Teilen? Der Mensch und die Company muss ja von was leben! Aber wo die Grenze ziehen, um weder abzuschrecken noch den Verkauf zu verhindern. 

Ein Beispiel:


IObit, Malware Fighter. Ein Programm, das einem hilft und ans Herz bzw. an den PC wächst. Und dann die Aufforderung doch die Vollversion zu kaufen.
Legitim?
Natürlich!
Kaufe ich?
Mal schauen. Wenn es auf einfachem Weg geht, ohne Paypal und so ...

Suhrkamp und der Uli

Skurriles und Aufwühlendes aus der Kulturwelt: Suhrkamp mit der geplanten Insolvenz als Befreiungsschlag. "Herr Zett und der Pilznarr ..." (SZ heute, S. 11. Und Online.)

Eine Idee, ein Vorschlag: Uli Hoeneß wird zur Strafe für -- na, Sie wissen schon... --, jawohl: Chef von Suhrkamp! Dann geht es aufwärts mit dem Verlag. Garantiert! Die dann unvermeidliche Reihe "Fußball als Gegenkultur" verkraftet der Verlag dann leicht.

Freitag, 24. Mai 2013

Der SPIEGEL und -- na ja ...

(Da stand ein unbedacht hingeschriebenes Wort in der Überschrift. Das habe ich rausgenommen. Aber die Kritik bleibt bestehen. 27.05.2013 - 17:43)

Warum macht der SPIEGEL so etwas mit? Er übernimmt BILD-Wortspiele!  Ohne Distanzierung -- Drosselkom, so nennen das inzwischen manche -- diesen Ausdruck. Es ist nicht zu fassen! Dabei -- was ist gegen diese Überlegung denn zu sagen: Die Bandbreite im Internet ist begrenzt. Manche "Poweruser", die ja doch vor allem Power im Video-Glotzen entwickeln, nehmen den vorhandenen Leitungen die Kapazität. Der Rest der Gemeinde glotzt mit seinen E-Mails den Power-Videoglotzern hinterher. 

Die Leute, die da das in jeder Hinsicht bescheuerte Wort "Drosselkom" (oder "...com") erfunden haben, sie erinnern an die, die möchten, dass die anderen für sie und den ihnen einfach und offenbar von Natur aus zustehenden Luxus bezahlen. Warum nicht auch mal das Wortspiel von den Internetbonds? Wenn Sie verstehen, was ich meine...

Drosselkom-Streit: Mehr als 50.000 Unterstützer für Netz-Petition | Von Ole Reißmann || Eine Online-Petition gegen die Drosselpläne der Telekom ist erfolgreich. Nach nur vier Tagen sind schon mehr als 50.000 Unterstützer zusammengekommen, nun muss die Politik das Anliegen beraten. Der zuständige Ausschuss des Bundestags könnte sich schon Anfang Juni damit befassen.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Pierciengs. Oder: Bürgerliches Kande-laber


Der Beitrag von Astrid von Friesen "50 Prozent aller 18- bis 24-Jährigen sind tätowiert | Gepierct, tätowiert, operiert | Warum Menschen an ihrem eigenen Körper arbeiten" (Deutschlandradio Kultur, Ortszeit, 16.05.2013 07:20) ist, nu ja -- der ist ... Drucksen wir ruhig etwas herum und sagen wir dann endlich, verlegen: "Ja, das ist -- anregend! Jawohl, anregend ist der Beitrag."

Warum nicht mehr? Weil stellenweise feuilletonistisch in der negativsten Bedeutung dieses Wortes.

Begründungsbedürftig? Nun denn, Zitat:

"Es [die Tätowierungen usw.] sind sowohl öffentliche wie private Mitteilung: Liebesbeziehungen, Schwüre, Dank nach schweren Krankheiten - wie bislang auf Votivtafeln - werden symbolisiert, man signalisiert Insider oder Outsider zu sein. Das ICH betont seine Individualität durch diese Körperbilder, durch den Mut zur Selbstverletzung beim Piercing oder den vergrößerten Busen - gegen die als immer unerträglicher empfundene Fremdbestimmung. || Heute geht es um individuellen Protest gegen das Schönheitsideal der Natürlichkeit. Als wild und ungezähmt möchte man sich von der Elterngeneration abgrenzen und merkt nicht - wie alle Pubertierenden zu allen Zeiten, dass man sich nun einem anderen Gruppenzwang unterwirft. || All dies sind Kompensationen des Narzissmus. Sie verweisen auf ein niedriges Selbstwertgefühl und innere Leere. Gesucht werden Reize und Risiko. Dies entsteht, wenn das Kind nicht wirklich als einmalig durch die Eltern wahrgenommen wird; die verschlüsselten Hilfeschreie nehmen zu.«


Da sagt doch jeder schnell denkende Mensch: "Wow! Gut formuliert! Ja, da ist was dran!"

Jaja, aber nur -- was?! Was ist dran? Viel? Ich nehme nur zwei Sätze einzigen Satz heraus.

Gesucht werden Reize und Risiko. Dies entsteht, wenn das Kind nicht wirklich als einmalig durch die Eltern wahrgenommen wird; die verschlüsselten Hilfeschreie nehmen zu.

These ist also: Die Jugendlichen tätowieren sich, die von ihren Eltern nicht ›als einmalig wahrgenommen‹ worden sind.

Das ist, fordert man auch nur halbwegs vernünftige Thesen, ein einziger großer Quatsch. Warum? Weil diese These, vornehm gesagt, mit Blick auf einen möglichen Nachweis oder Widerspruch, zirkulär ist. Sie haben Kinder, die nicht tätowiert usw. sind? Dann haben sie sie ›als einmalig wahrgenommen‹! Ihre Kinder sind tätowiert? Ja, verdammt, dann haben Sie Ihre Kinder eben nicht ›als einmalig wahrgenommen‹. Punktum.  Das Phänomen beweist zwangsläufig seine Ursache. Nur – was heißt das überhaupt, dass man ein Kind als einmalig wahrnimmt, jenseits solcher dusseligen Zirkel? Wie macht man das? »Hey, Hasi! Du bist toll!« Dreimal am Tag. So?

Ach Gott, werden wir doch ehrlich. Solche Sätze wie der mit den verschlüsselten Hilfeschreien sind einfach für den bürgerlichen Kandelaber*. Schön scheinend und vollkommen inhaltsleer.

--

| * Es fällt mir zum ersten mal in meinem Leben auf: Kande-laber. Was für ein passendes Wort!

Mittwoch, 22. Mai 2013

Die iranische Innepolitik und die Kirchengeschichte

Was kann man hinsichtlich der politischen Lagen im Iran aus der Geschichte der katholischen Kirche lernen?

Erst mal die Meldung, aus der WELT:

Das iranische Regime will geordnete Verhältnisse. Es will Ruhe. Keine Machtkämpfe, keinen ideologischen Schlagabtausch, keine Pluralität. Und so säuberte der nicht gewählte und direkt vom geistlichen Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei gesteuerte Wächterrat das heterogene Feld der Bewerber um das Amt des Präsidenten.

Die Entscheidung des Rates, von knapp 700 Bewerbern nur noch acht (überwiegend Regime treue) zuzulassen, ist willkürlich, undemokratisch, autokratisch – und gilt im Iran eigentlich als unanfechtbar.

Der einzige Kandidat, der dem Regime "gefährlich" hätte werden können, ist aus dem Rennen genommen: Der reformorientierte Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani. Während der 78-Jährige "sich nicht aufdrängen" will, geht Esfandiar Rahm Maschaie, Wunschkandidat des scheidenden Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, auf Konfrontation und will gegen seine Disqualifizierung vorgehen.

Nun ja, wenn die katholische Kirche noch krawallig und wahrhaft machtverbunden drauf wäre -- und, conditio, 1 Million militante Anhäger in Deutschland hätte --, dann würden die möglichen Kanzlerkandidaten  (natürlich nur Männer!) von einem obersten Kardinalskollegium vorab ausgewählt. Die Liberalen, die "Weltlichen" würden sich wegducken und abends ihre Partys in Privathäusern feiern. Merke: Nur die Gewaltbereiten setzen sich durch. 

Durchatmen und dann murmeln: "Gut, dass wir hier eine halbwegs liberale Gesellschaft haben!"

Samstag, 18. Mai 2013

ABC -- Amadinedschad, Bednarz und Chamenei

Im Pfingst-SPIEGEL, der schon heute erschienen ist, steht ein Kommentar von Dieter Bednarz, auf der Seite 79: "Kröte zur Wahl". Mitteilungen zum inneriranischen Konflikt zwischen Amadinedschad und Ajatollah Ali Chamenei. Am Schluss dann, sehr überraschend, ein Satz, der irgendwie nicht zum sachlichen Kommentar-Stil passt und den man einfach nicht einordnen kann:

"Die Gegener des Mullah-Regimes sollten dem notorischen Holocaust-Leugner und fanatischen Verfechter des Nuklearprogramms für seine Verdienste um die Demontage des Revolutionsführers dankbar sein."

Scylla* und Charybdis -- wenn die eine die andere bekämpft und am Ende stärker wird und allein die Macht über die Meerenge hat, ist das am Ende und für die Bedrohten dann ein Gleichgewicht des Schreckens?

--

|* Womit wir dann auch schon wieder bei Peter Schneider wären, der mir nach der gestrigen Blauen Couch noch im Kopf herumgesprungen ist: Ist Schneider ein Muster für die Alt-68er? Getriebene, die immer, entsprechend der Martenstein-Macht-Doktrin, irgendwie vorneweg und berühmt sein wollen? Wenn es mit der Revolution nicht klappt, dann eben mit der Nachdenklichkeitsschriftstellerei. Ist das nun eine besondere Spielart des lifelong-opportunism oder nicht? Die Männer, die jetzt altherrenhaft nachdenklich dahererzählen, während sie vor Jahren links-besserwisserisch daherkrakelt haben, als ob es kein Morgen gäbe?

Freitag, 17. Mai 2013

Der Surfer in der Lübecker Bucht 3

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Ok, dafür fange ich neu an. Hier steht der offizielle Untersuchungsbericht, den muss ich erst mal lesen.

Sehr technisch. Die Zulassungstelle und die Werft sind zunächst mal in Schwierigkeiten, denn die Sicht war offenbar durch die Bauart des Bootes stark eingeschränkt:



Nachtrag: Auf den Prozess wird offenbar noch gewartet. Das geht jedenfalls aus diesem Surfer-Forum hervor.

Der Surfer in der Lübecker Bucht 2

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Die Sache lässt mir so schnell keine Ruhe! Ein Unfall wie der des Surfers in der Lübecker Bucht, der muss doch vor Gericht auftauchen. Und Prozesse sind öffentlich. Auf ewig können sich die Menschen mit den extrem hohen Stundenlöhnen in einer Demokratie hoffentlich nicht hinter ihren Rechtsanwälten verstecken.

Fangen wir mal mit dieser Meldung an, die wohl diesen Unfall betrifft, von dem die ZEIT da berichtet.

Seeunfall: Surfer schwer verletzt | Kategorie: Polizeimeldungen | Erstellt am Montag, 08. August 2011 17:00 | (ots/wsp-sh) Am Sonntag, den 7.8.2011, gegen 16:00 Uhr, kam es in der Lübecker Bucht zu einem schweren Seeunfall. Ein 61-jähriger Surfer stieß vor Pelzerhaken mit einer großen Lübecker Motoryacht zusammen. | Der Surfer wurde schwer verletzt aus dem Wasser geborgen und zunächst in den Hafen Neustadt verbracht. Dort geschah eine erste ärztliche Versorgung seiner zahlreichen Frakturen und weiteren, schweren Verletzungen. Im Anschluss erfolgte der Transport mit dem Rettungshubschrauber in das Lübecker Universitätsklinikum. Das Wasserschutzpolizeirevier Lübeck-Travemünde hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen und die Staatsanwaltschaft Lübeck über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt.

Und weiter jetzt? Etwa gleichlautend hier... Hier dann die Surfer... Darunter diese Mitteilung:

An Alle Surfer: || Ich bin die Tochter des Surfers, der am Sonntag diesen unendlich schweren Unfall in Pelzerhaken hatte.  | Bevor hier wild herum geredet wird, möchte ich Euch einmalig folgende Informationen geben, die bitte in diesem Surferforum bleiben: || Mein Vater (61 Jahre) ist ein sehr erfahrener Surfer und Wassersportler, denn er surft seit den 70 er Jahren. Außerdem segelt er seit über 15 Jahren sehr aktiv Katamaran, jahrelanges Regattasegeln inklusive -- er kennt die Lübecker Bucht und natürlich auch Pelzerhaken somit wie seine eigene Westentasche. Mein Bruder, 35 Jahre und ich, 30 Jahre alt, surfen seit dem wir klein sind. || Was am Sonntag passiert ist, wissen wir nach wie vor nicht. Nur eins: || Mein Vater kennt ALLE Vorfahrtsregeln auf dem Wasser. Er ist ein sehr sicherheitsorientierter Mensch, der NIEMALS ein Risiko eingehen würde. Er kann Entfernungen zu anderen Surfern, Kitern, Segelbooten und Yachten sehr gut einschätzen und würde IMMER Abstand halten. || Zu seinem Zustand: | Es ist das schlimmste was unsere kleine Familie je durchmachen musste und auch je durchmachen wird. Ein unendlich schweres Schicksal. | Er kämpft bis heute um sein Leben. Wir beten zu Gott, dass er all das Überleben wird. Seine Beine sind schwer verletzt, ein Bein hat er bereits verloren, um das andere wird gekämpft. || Bitte wartet die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ab bevor ihr über Menschen urteilt, die ihr nicht kennt. || In Liebe an meinen Vater. Halte durch Papi.

Die Frage is: Hat da noch kein Prozess stattgefunden? Oder haben es die sehr guten, sehr teuren Anwälte des Unternehmers und der Werft tatsächlich geschafft, dass es erst gar nicht zu einem Prozess kommt?

Liebe TAZ!

Ich habe eben -- was eher selten vorkommt, weil ihr in Google News eher selten vorkommt -- einen Artikel von euch gelesen. Zwei Mal wurde ich mit der Frage konfrontiert, ob ich denn bereit wäre, für diesen Artikel zu bezahlen. Euer Vorschlag: 50 Cent.

DIESER ARTIKEL ... | ist mir was wert! | [ ? ] | Unser Artikel hat Ihnen gefallen? | Sie können dafür bezahlen! Mehr Info | oder € | [ per Handy ] [ PayPal ] [ Lastschrift ] [ Kreditkarte ][ Überweisung ]

Nun ja, was soll ich sagen: Das ist vollkommen unrealistisch! Wenn ich für jeden Artikel, den ich online lese, soviel zahlen würde, dann käme ich auf geschätzte 100 Euro im Monat. Untergrenze!

Was dann?

Ich möchte auch nicht, dass der Journalismus in der herkömmlichen Form ausstirbt. Aber das Internet heißt  als Geschäftsmodell ja Werbung + Überangebot. Da ist nur drin, dass es eine Flatrate gibt, für die ich, wenn gerecht und durchschaubar verteilt würde, 10 Euro im Monat zahlen würde. Wie das organsiert werden könnte, weiß ich nicht. Aber dass da nicht 50 Cent für einen einzigen Artikel rauskämen, das weiß ich. Jedenfalls ist es, denke ich, höchst naiv, an das Gute im TAZ-Anhänger in der Weise zu appellieren, wie ihr das tut.

Open Office vs. Libre Office

Hier hat sich jemand die Mühe gemacht, die Zusammenhänge knapp und klar darzustellen:

2010 übernahm die Oracle Corporation die Firma Sun und vertrieb im Anschluss StarOffice als kommerzielles Produkt unter dem Namen Oracle Open Office. In Folge dieser Übernahme kam es zu einem Konflikt zwischen Oracle und einem Teil der OpenOffice.org-Entwickler, die sich komplett von Oracle lösten und The Document Foundation gründeten.

Die Frage wird ja sein: Wer ist erfolgreicher?

 Meine Vermutung war, dass am Ende Libre Office bleiben wird und OO verschwindet, weil ein Unternehmen kein Interesse an "kostenlos" haben kann. Aber da bleibt zu berücksichtigen:

Im Jahr 2011 übergab Oracle die Rechte an die Apache Software Foundation, die das Projekt unter dem Namen Apache OpenOffice nun weiter entwickelt.

--

Nachtrag: Hier hat sich Tcat Houser editor-in-chief of TRCBNews.com mal -- fast philosophisch -- Gedanken gemacht. Das Ergebnis: "If you are forced to deal with other people that use Microsoft Office out of laziness or necessity, the reality is OpenOffice is your better choice. The more you are producing your output for faxing, camera ready output or other finished product the more freedom you have. In that case you will probably be happier with LibreOffice."

"Wir können auch anders!"

Und auch das noch, im Wonnemonat Mai!

Seit in München der NSU-Prozess läuft, haben mutmaßlich Rechte verschiedene Einrichtungen in der Stadt attackiert. Das Gebäude einer Rechtsanwaltskanzlei, die vor Gericht die Angehörige eines Mordopfers vertritt, wurde mit Kot beschmiert. Mit ihren Aktionen wollen Rechtsextreme offenbar gezielt Nazi-Gegner einschüchtern. (FOCUS Online)

Wann sagt dieser Staat eigentlich mal: "Wir können auch anders!" ? Die Rechten in Deutschland legen "nach dem Gesetz" und die damit verbundenen Grenzen offenbar wie in den alten Zeiten als Schwäche der Demokratie aus. 

In brauner ... ist doch jede Menge an DNA! Das müsste doch für das Aufspüren der Kot-ierer reichen!

Die Ursprache, mal wieder ...

Ja, die Wissenschaftler, wenn sie anfangen, mit Hilfe ihrer Computer zu spekulieren! Bei Gelegenheit mal mehr dazu, von meiner Seite.

Scientists discover oldest words in the English language and predict which ones are likely to disappear in the future | Release Date : 26 February 2009 || Scientists at the University of Reading have discovered that 'I', 'we', 'who' and the numbers '1', '2' and '3' are amongst the oldest words, not only in English, but across all Indo-European languages. What's more, words like 'squeeze', 'guts', 'stick', 'throw' and 'dirty' look like they are heading for history's dustbin – along with a host of others. || Evolutionary language scientists from the University of Reading, one of the world's leading centres in this field of research, have been investigating how languages evolve, and whether that evolution followed any rules. Until recently they believed they would not be able to track words back in time for more than 5,000 years, however their new IBM (NYSE: IBM) supercomputerhas enabled them to go back almost 30,000 years, and finally provide the answers.

Auf die Sache aufmerksam geworden bin ich durch den unglaublich informativen Podcast des Schweizer Rundfunks.

Wurzeln in der Eiszeit || Die folgenden Wörter haben laut den Forschern ihre Wurzel in der letzten Eiszeit: du / ich / nicht / das / wir/ geben / wer / dies / was / Mann, männlich / ihr / alt / Mutter / hören / Hand / Feuer / ziehen / schwarz / fliessen / Barke / Asche / spucken / Wurm (Quelle: Mark Pagel et al.)

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Die sogenannten Laien haben freilich heute keinen Respekt mehr von den Wissenschaftlern. Gut so!

Tom Rosen, Erlenbach Montag, 13.05.2013, 10:59 Das kommt heraus, wenn der Bäcker mit dem Maurer übers Fischen redet... Es geht darum, dass die Grundworte nicht von kulturell/zivilisatorischen Entwicklungen verändert wurden. Der Begriff "Haus" (gleich, in welcher Sprache) entwickelte sich aus "Höhle", "Hütte", "Behausung" usw. synchron mit der Entwicklung desselben. Das gilt auch für soziale Entwicklungen und deren Begriffe. Es geht nicht darum, aus welchen Lauten sich der Begriff definiert oder ob dies in heutige Sprachverwandtschaft mündet.

andreas fzrrer, prilly Sonntag, 12.05.2013, 15:44 "suingn" (man könnte auch sagen "swing") ist das wort für hand in any (einem westafrikanischen idiom) - (quelle: meine frau). offenbar wurden den ursprachlern die flügel gestutzt.

Werner Maag, Regensdorf Sonntag, 12.05.2013, 00:36 Obige Liste aus 23 Wörtern überzeugt mich gar nicht!! Man erkennt meist die Verwandtschaft bei den Sprachen mit germanischem Ursprung, die aber meist keine Aehnlichkeit mit den lateinischstämmigen Wörtern erkennen lassen (wir, we - nous noi, schwarz (black?) - noir nero, alt old - vieux, viejo, Hand, hand - main, mano .....)

Verena Aebli, 3400 Burgdor fSamstag, 11.05.2013, 13:45 Ich fände es interessant, die genannten Ur-Wörter in den verschiedenen heutigen Sprachen lesen zu können. Ist ihre Verwandtschaft leicht zu erkennen? Mit bestem Dank und freundlichen Grüssen: Verena Aebli

Peter Escher, Zermatt Freitag, 10.05.2013, 22:25 Linguisten - VERMUTEN ....., eine 15000 Jahre alte euro -asiatische Ursprache; - welcher 15000 Jahre alter Bewohner bestätigt dies? - oder gibt es Tondokumente...

Das dritte Auge

Die Frau, Alya León, die da auftritt, hat die Kommentarfunktion des Youtube-Videos blockiert. Warum wohl? Ach, manchmal kann das sehr sinnvoll sein.

Der Beginn ihres Vortrags "Ihr Lieben" erinnert sofort an die Anfänge "Liebe Liebende!", damals bei -- na, wie war das doch gleich? Na gut, da unten dann, da kann man es ansehen...



Ansonsten -- wem das dritte Auge die Sehkraft verstärkt, der soll ruhig versuchen, es aufzumachen. Aber wie war das nochmal mit den Chakren, die gereinigt werden sollten, dem Vegetarischen und Veganen und der Erhöhung der Schwingungen, mit den Lichtkanälen, die viel freier waren, als man zum Veganer wurde? Nun, da muss man schon für geschaffen sein, für all das. Vorsichtig gesagt.

Oder wie der jener österreichische Poet einst sagte -- hier in freier Nachdichtung: "Esoteriker kunnst net werdn / Esoteriker muassme sei!"

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-- Nun also, liebe Liebende ...! --

Donnerstag, 16. Mai 2013

Der Surfer in der Lübecker Bucht 1


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Oder: Unsere Reichen: Ein Fallbeispiel

Die Diskussion über Reiche und nicht ganz so Reiche und Arme in Deutschland wogt ja schon eine Weile hin und her. In der ZEIT von heute, unter DOSSIER (S. 15ff), ein Bericht von Henning Sussebach, der dieser Diskussion eine Facette hinzufügt: Vor zwei Jahren. Ein heute 63jähriger Mann surft in der Lübecker Bucht. Ein sehr erfahrener Surfer. Erfolgreich im Leben, recht wohlhabend. Es kommt ein reicher Mann, Unternehmer, der seinen Namen nicht in der Zeitung mit diesem Unglück verknüpft sehen will, mit einer großen, schnellen Motorjacht dahergebraust und fährt den Surfer zum Krüppel. Unzählige Operationen, der Mann hat ein Bein verloren und war insgesamt schwerst verletzt. Viele Dinge werden in dem Dossier angeführt, auch zur seltsamen Rechtslage mit "Wer muss wann und wo wem ausweichen?". Vor allem aber, dass der Unternehmer sich nie bei dem Opfer mit nur einem Wort gemeldet hat. Die rechtlichen Dinge regeln Anwälte. Und die Werft, die diese Reichen-Boote baut, droht, die Ermittler wegen Geschäftsschädigung zu verklagen. Das ist die Welt der Reichen, heute.

Dann dies:

"Karl Dröhmer [der Unternehmer, ein Tarnname wg. des deutschen Medienrechts] ist für die ZEIT nur ein einziges Mal zu erreichen, auf seinem Handy. Die Bitte, seine Sicht der Dinge dazulegen, schlägt er mit den Worten ab: ´Sie kennen meinen Stundenlohn nicht.`"

Mir ist die Luft weggeblieben, als ich das gelesen habe. Allein wegen dieses Satzes in diesem Zusammenhang sollte der wahre Name und der Mensch dahinter öffentlich werden. Und dann sollte dieser Mann, während der ganzen Zeit beobachtet von der TV-Sendung Deutschland heute, eine Jedermann-Aufführung in Salzburg anschauen müssen. Ich würde da, als Zuschauer, wieder einen kleinen Mosaikstein haben, auf dem Weg zur Beantwortung der Frage: "In was für einer Welt lebe ich eigentlich?"

Die stolzen Krieger in Afghanistan

Die Meldung heute, so nebenbei:

Selbstmordattentat auf Isaf-Konvoi in Afghanistan | Sechs Menschen sterben bei Selbstmordattentat in Kabul | AFP Ein Selbstmordattentäter hat in der afghanischen Hauptstadt Kabul bei einem Anschlag mindestens sechs Zivilisten mit in den Tod gerissen.

Könnten wir den stolzen Kriegern in Afghanistan und anderswo nicht irgendwie durch 1 Milliarde Flugblätter und 10.000 Drohnen-Lautsprecherdurchsagen mitteilen, dass solche Dinge in Europa und in den USA und im Grunde überall auf der Welt kaum noch wahrgenommen werden? Dass sie sich mit ihrem großen Stolz nur zu den Langweilern des Bombenbastelns entwickeln? Dass sie sich besser darauf einlassen sollten, statt ihres althergebrachten "Handwerk des Tötens" so was wie das Autobauen zu erlernen und dann eine Kiste vergleichbar dem Toyota Pickup, mit dem sie da herumkurven, wenn sie nicht zu Fuß gehen, mal selbst zu entwickeln und zu bauen?

--

Fügen wir noch hinzu:

16.05.13, 22:41 | 01:07 Min. / Reuters | 14 Tote bei Bombenanschlägen in Bagdad | Gewalt im Irak eskaliert | Bei mehreren Anschlägen im Irak sind am Donnerstag zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Drei Autobomben explodierten auf Märkten in schiitischen Stadtbezirken von Bagdad und rissen nach Polizeiangaben mindestens 14 Menschen in den Tod ... mehr Informationen anzeigen

Der Umgang mit solchen Meldungen -- irgendwie obszön. Oben die Toten, drunter:

Star-News 16.05.2013 | Christina Aguilera zeigt ihre sexy Kurven | Pop-Sängerin Christina Aguilera zeigt sich sexy wie nie am Rande eines Video-Drehs zu ihrer neuen Single „Hoy Tengo Ganas De Ti“. Die 32-Jährige hat ordentlich abgespeckt und präsentiert das sexy Ergebnis stolz auf Twitter.

So beim FOCUS, der da vielleicht noch ein wenig schmerzloser ist als BILD.




Dienstag, 14. Mai 2013

Dan Brown und die Bestseller

Da gibt es gleich wieder Einwände. Gegen die These, dass Dan B. den meistverkaufen Roman geschrieben hat.

Um jeden Rekord zu brechen, müsste sich aber auch Dan Brown ordentlich anstrengen. Als meistverkaufte Romane weltweit gelten gemeinhin „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry sowie „Die Geschichte von zwei Städten“ von Charles Dickens mit geschätzt je 200 Millionen verkauften Exemplaren.  (Handelsblatt Online)

Zwei Fragen: a) Ist der 'Kleine Prinz' ein Roman? Und dann vielleicht auch die Bibel? Alles Definitionssache. -- b) Ist das mit den 'Zwei Städten' fair bzw. sinnvoll als Vergleich? In der Wikipedia -- daher stammt wahrscheinlich auch die Handelsblatt-Erkenntnis:

" ... mit über 200 Millionen verkauften Ausgaben das meistgedruckte original englischsprachige Buch aller Zeiten und gehört zu den berühmtesten Werken der Weltliteratur". (Wikipedia)

Das ist inzwischen natürlich copyright-frei und kann günstig oder gratis angeboten werden. Amazon-Kindle "verkauft" ja auch Bücher für 0 Euro. Ist das wirklich ein Verkauf? 

Sonntag, 12. Mai 2013

Freie Fahrt für freie Waffen!

Wer die USA in Sachen Waffen verstehen will, der muss einmal tief durchatmen, eine Stimmung der Nachdenklichkeit in sich erzeugen und dann Deutschland und seinen Hang zur "Freien Fahrt für freie Bürger!" neben die USA stellen. ADAC gegen NRA sozusagen. Sigmar Gabriel jedenfalls musste vor der Anzahl der deutschen Auto-Waffen-Liebhaber schnell zurückrudern. Schnell rücken -- die Argumente stellen sich passend zu den eigenen Vorurteilen ein -- die Unfallzahlen auf Autobahnen in den Mittelpunkt: Autobahnen sind doch, gemessen an den gefahrenen Kilometern, sicher! 

Jetzt mal, damit kein Missverständnis entsteht: Ich fahre häufiger mal 200 km/h und habe auch -- wenn auch sehr seltene -- eigene Erfahrungen mit Tempo 250. (Porsche, Leihwagen) Das hält mich aber nicht davon ab, meinen eigenen Lüsten zu misstrauen. 

Nun denn. Die Argumentationslinien sind schnell gefunden:
  • Unfallzahlen (s. oben)
  • Kraftstoffverbrauch (Wird sehr oft ausgeblendet.)
  • Sitten und Gebräuche (Schnell fahren ist eine basale Form des 'Rechts des Stärkeren'. Wird total ausgeblendet. Auch vor dem Auffahren und der Nötigung ist Schnellfahren eine dämliche Form der Unhöflichkeit. Wer erinnert sich schon an Fälle wie den des Turbo-Rolf*?)
Was aber wirklich keiner der Gegner des Gabriel-Vorschlags jemals wirklich ins Gehirn lässt, ist dies:
  • Wie kommt es, dass Deutschland -- neben ein paar unbedeutenden Ländchen, bei denen sich die Geschwindigkeit meist durch die Qualität der Straßen von selbst nach unten regelt -- das einzige Land ist, das auf den Autobahnen keine Geschwindigkeitsbegrenzung kennt?
Sind die anderen Staaten von blöden Leuten besiedelt, die an die geistige Größe deutschen Volkes nicht heranreichen?

--

|* "Wer, wie die Mutter, auf der linken Spur immerhin an die 150 Stundenkilometer fährt, muss jederzeit mit der hoch motorisierten 200-Plus-Fraktion rechnen." -- Und natürlich auch das: "Und wegen sowas wird dann jemand verurteilt, der zufällig auch etwa zu dieser Zeit diese Strecke mit einem potenten Auto befahren hat ... Tolles Rechtssystem! Der arme Mann!"

Mit einem 'potenten Auto'! Hallo! MachoMacho kunst net werdn, MachoMacho muessme sei! Mit der Aufklärung der Zusammenhänge: Er woar zwao in der Schul a Depperl, der Sepperl ... Aobe heit faohrt  er ein sehr potentes Auto, der Maiemie!

Samstag, 11. Mai 2013

Brust- und Raketen-Rätsel


Was es doch für Probleme auf der Welt gibt!


Professor fordert | "Sobald Sie zu Hause sind: Weg mit dem BH!" | Schädigt der Büstenhalter die weibliche Brust mehr, als er ihr nutzt? Ja, sagt der Sportmediziner Jean-Denis Rouillon. Ein Gespräch darüber, was den Busen wirklich schön macht. Von Céline Lauer || Ist der BH vielleicht gar nicht so gut für den weiblichen Körper? Das behauptet zumindest ein französischer Professor Jean-Denis Rouillon [...] Reizwäsche ist französisches Kulturgut – nicht umsonst heißt es ja auch Dessous. Und jetzt das: Ausgerechnet ein Franzose will herausgefunden haben, dass Büstenhalter unnötig sind. Professor Jean-Denis Rouillon lehrt und forscht am Universitätsklinikum im französischen Besançon, bislang zu eher trockenen Themen wie etwa Redoxreaktionen. Seine jüngste Langzeitstudie aber hat den Sportmediziner schlagartig bekannt gemacht. "Faktoren der morphologischen Entwicklung des Busens nach Aussetzen des Büstenhalter-Tragens", so lautet der Forschungstitel. Aber dahinter, sagt der 62-Jährige, verberge sich eigentlich "eine echte Frage" – BH oder nicht? (WELT Online)

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Möglicher Waffendeal mit Syrien: Das russische Raketen-Rätsel || Von Benjamin Bidder, Moskau || S-300-Raketen: Assad könnte mit dem Luftabwehrsystem eine Flugverbotszone verhindern | Hat Russland Diktator Assad mit S-300-Raketen beliefert? Moskau weicht einer klaren Antwort aus - eine beunruhigende Reaktion. Denn das Luftabwehrsystem könnte eine westliche Flugverbotszone über Syrien verhindern. || Russlands Außenminister Sergej Wiktorowitsch Lawrow ist ein Meister der geschliffenen Sprache und - gestählt durch vier Jahrzehnte in Moskaus diplomatischem Dienst - ein Mann, der seine Worte wohl zu wählen weiß. || Am Freitag lieferte Lawrow eine Kostprobe dieser hohen Kunst. Moskaus Top-Diplomat musste Stellung nehmen zu Gerüchten, Russland erwäge die Lieferung von schweren S-300-Luftabwehrraketen an Syrien, mit denen sich Diktator Baschar Assad womöglich gegen westliche Luftschläge schützen könnte. Journalisten hatten Lawrow nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Deutschland und Polen darauf angesprochen. | Die Interpretationen von Lawrows Antwort lagen dann freilich weit auseinander. Die Nachrichtenagentur Reuters verschickte ein Eilmeldung: "Russland sagt Nein zum Verkauf". Bei den Kollegen von Agence France-Presse ("Russland liefert wie geplant Flugabwehrtechnik nach Syrien") und der Deutschen Presse-Agentur ("Lawrow verteidigt Raketenlieferung") dagegen klang das so, als habe Lawrow den Verkauf bestätigt. (SPIEGEL Online)

Natürlich gibt es Trost in diesem Durcheinander der Meldungen und Auffassungen; aber diese Tröstungen sind, zeitlich und inhaltlich, weit weg von der Gegenwart. Gedichte lesen, das hilft. Vielleicht ...

...
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Spieler hat uns in der Hand?
O süßes Lied.

Freitag, 10. Mai 2013

An die Allwissenden!

"Nur die, die eines schlichten Geistes sind, glauben, dass sie wissen, was wichtig ist und was nicht." (F. N.)

Das Flaschenpfand und das Fluchen

Ich stecke Flaschen in einen dieser Rücknahme-Dinger bei Tengelmann. Eine Anzahl von Flaschen will der Automat aber nicht. Das alte Fluchen beginnt. Wann kommt endlich ein Aufdruck, halbwegs groß, einheitlich. Es wäre doch so einfach! Ein Quadrat, und darin eine Zahl. 

0 = kein Pfand, ..., 0,25 = 25 Cent Pfand.

Alles einheitlich. Jeder Automat nimmt alles zurück, auch die 0-Cent-Flaschen. Wenigstens das! Ja, das wär's. Statt dessen? Verschwurbelte Symbole, andere Symbole, irgendwo versteckt. 



Dann auch das noch! Wie hat Lidl es denn geschafft, doch eine Eigenmarke durchzusetzen? Das möchte man doch gerne wissen. Ich dachte, das sei durch Gesetz nicht mehr möglich? Flaschen, die man zum Ursprung zurücktragen muss, mit eigener Buchführung sozusagen. Eine Ahnung, wer diese Flaschen gekauft hat. Niemand aus der Familie war bei Lidl...





Rechtschreibung: aufwendig


"Darüber hängt eine aufwendige Beleuchtungskonstruktion, die aufwendigste bisher, sagt der Konstrukteur." (STERN Online)

Endlich ist -- auch beim DUDEN -- dieses sehr unangenehme "aufwändig" vom Tisch! Man spreche das Wort nur mal aus. Zum Grausen! Allein durch diese Regelung haben sich die "Experten" damals, 1996, völlig ins Abseits gestellt. Sprach-Automechaniker aus den Dörfern wollten Sprach-Formel-1 fahren!

Donnerstag, 9. Mai 2013

Zahl der Opfer: 914

Ja, Bangladesch ist weit. Aber dass über Ursachen und Folgen dieses Unglücks in Deutschland so wenig diskutiert wird, das ist Borniertheit. Damit unsere T-Shirts für 4,99 Euro verkauft werden, werden irgendwo auf der Welt Menschen -- altes Wort: ausgebeutet. Und in jeder Hinsicht unterdrückt. Und irgendwelche örtlichen Reichen jagen die Armen in einsturzgefährdete Häuser, um einen Profit zu machen, bei dem einen speiübel werden muss.

Politik || Nachrichten und Kommentare zur Politik in Deutschland und der Welt || FRANKFURTER RUNDSCHAU » POLITIK | 09. MAI 2013 | Über 900 Tote nach Fabrikeinsturz in Bangladesch | Die Opfer des Fabrikeinsturzes werden in Massengräbern bestattet. Foto: Abir Abdullah || Gut zwei Wochen nach dem Fabrikeinsturz in Bangladesch ist die Zahl der Toten auf mehr als 900 gestiegen. || Gut zwei Wochen nach dem Fabrikeinsturz in Bangladesch ist die Zahl der Toten auf mehr als 900 gestiegen. Die Einsatzkräfte fanden in der Nacht zu Donnerstag unter den Trümmern noch einmal mehr als 100 Leichen. Damit liege die Zahl der Opfer bei 914, sagte ein Sprecher des Zentrums für Katastrophenmanagement. (FR Online)

Mittwoch, 8. Mai 2013

Fachdidaktik Geschichte: Fortschritte?

Google Chrome ploppt auf und bietet an, eine Fachdidaktik-Seite ins Deutsche zu übersetzen. Ist das denn schon Fachchinesisch, das der Übersetzung bedarf, oder noch nicht?

Als weitere spezifisch geschichtsdidaktische Unterrichtsprinzipien werden in der einschlägigen Grundlagenliteratur Begriffe wie forschend-entdeckendes Lernen, Handlungsorientierung, Alters- und Schulstufendifferenzierung genannt (vgl. die einschlägigen Beiträge in Mayer et al. 2007). Auch Alteritätserfahrung, Fremdverstehen, interkulturelles Lernen, Personalisierung und Personifizierung werden als Unterrichtsprinzip aufgeführt (vgl. Sauer 2006). Die ältere geschichtsdidaktische Literatur beschäftigt sich lediglich mit „[u]nterrichtsmethodische[n] Maximen“ (Huhn 1994), „Grundsätze[n] methodischen Handelns“ (Pandel 1997, 388) oder „Selektionsinstrumente[n]“ (Gies 1981, 63) zur Inhaltsauswahl. Es wird somit deutlich, dass es (immer noch) keine trennscharfe Abgrenzung zwischen Unterrichtsmethoden und Unterrichtsprinzipien gibt.




Die Frage ist: Lernen die SchülerInnen heutzutage, nach Jahren geschichtsdidaktischen Forschens, mehr im Fach Geschichte als früher? These aus der Erfahrung: Nein. Frage: Warum nicht?

SPD: 120 auf Autobahnen

Die SPD will Tempo 120 auf Autobahnen. Ist das -- wahltaktisch gesehen -- eine vernünftige Forderung?  Oder bedeutet das -- mit einer solchen Absichtserklärung in den Wahlkampf zu ziehen --, zusammen mit Jürgen Trittins Steuer-Ideen, endgültig der Sieg für Angela Merkel?* Den Deutschen das Auto-Tempo wegnehmen, das ist doch, als ob man den US-Bürgern ihre Knarren wegnehmen wollte. Und natürlich: Was machen wir dann mit dem Bugatti Veyron?! "Man wird sehen, dass wir richtig viel Spaß haben", sagt der Tester. Und dass das Auto 2 Millionen Euro kostet, das sagt er auch.

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| * Kleiner Hinweis in dieser Sache: Der SPIEGEL vom Montag, Titelgeschichte, vermeldet, dass es die Annahme gibt, der Alt-Linke und große Stratege Trittin wolle durch die Steuer-Pläne Schwarz-Grün verhindern.

Wikipedia: Hans Globke

Dann doch noch schnell nach "Hans Globke" gesucht. Frage: Was waren das denn für Diskussionen in der Wikipedia?

Auffällig: Während sonst immer der Eintrag in der deutschen Wikipedia an der Spitze der Liste stehe, hier weit und breit nichts. Was sagt uns das?


Die Wikipedia und die Kaninchenzüchter

Eigentlich bin ich nur auf der Suche nach Hinweisen, welche User bei der Wikipedia die meisten Schnell-Löschungen vornehmen. Dabei stoße ich aber auf das:

"Strunzdumme Naziunterstützer sperren den verdienstvollen Benutzer Liberaler Humanist May 30th, 2012 @ 07:40 pm › thomas7 || Die für ihre Dummheit bekannten Administratoren tsor, -jkb- sowie PDD (der jüngst mittels Wahlfälschung von Oversighter gemacht wurde, wir berichteten) sperren den Benutzer Liberaler Humanist bzw. verlängern die Sperrzeit, bzw. verhindern eine Sperrprüfung. Liberaler Humanist setzt sich fundiert mit der Naziunterwanderung in der deutschsprachigen Wikipedia auseinander, besonders bei den Artikeln rund um die Burschenschafter/Studentenverbindungen. Den genannten Dummköpfen ist das seit Jahren ein Dorn im Auge."

Mein Gott, da fällt so vieles auf! Was da an den Vorwürfen dran ist, bleibt zu prüfen. Bedeutungsvoll klingt das allemal. Immer der Frage entlang: Wie entsteht -- in der und durch die Auseinandersetzung -- Wissen in der Wikipedia? Mir fällt freilich am meisten die Wendung vom "verdienstvollen Benutzer" auf. Weil das so sehr nach dem Stil der DDR, "Held der Arbeit" usw., klingt. Wobei ich nicht verkenne, dass das ein stilistischer Reflex ist, der an der Sache vorbeigeht.

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Auf der Suche nach der Vervollständigung des Textfragments, oben auf dieser Seite...

Gefunden, und alles in Großbuchstaben!

WIKIPEDIA: DAS WISSEN DER WELT IN DEN HÄNDEN VON
BURSCHENSCHAFTERN UND KANINCHENZÜCHTERN UND
SEEWOLFS EINFÄLTIGEN WORTFILTERN.

WAS DU NICHT WILLST, WAS MAN DIR TUT, DAS FÜG AUCH KEINEM ANDEREN ZU.

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Nun gut -- "was man dir tu" heißt es normalerweise, nicht "tut". Und aus Rhythmusgründen: "keinem andern", nicht "keinem anderen". Die "Burschenschafter" verweisen auf Österreich, wo die eigenartige Analogie aus der Wortbildungslehre hochgehalten wird: "Botschafter", nicht "Botschaftler". Also auch "Wissenschafter", nicht "Wissenschaftler", usw. Wie auch immer -- über Thomas7 und seine arg aufgeregten Reden sollte ich mir bei Gelegenheit eine Meinung bilden. Im Moment hab ich nicht die Zeit dazu. Rein empirisch bleibt aber schon mal die Frage zu klären: Wie viele Kaninchenzüchter machen bei der Wikipedia mit? Und wenn das metaphorisch gemeint sein sollte: Wofür stehen die Kaninchenzüchter?

Bekenntnis: Ich für meinen Teil hab mein Leben lang gerne Stallhasenbraten in heller Soße gegessen. Und um diese Stallhasen essen zu können, braucht es eben die entsprechenden Züchter. So what! Ob diese Züchter in relevanter Zahl bei der Wikipedia mitmachen, wage ich zu bezweifeln.

Dienstag, 7. Mai 2013

Gratismentalität

Youtube, bestimmte Kanäle, kosten vielleicht bald Geld, hört man. Was dagegen zu sagen? Nein. Ich plädiere sogar dafür, dass z. B. bestimmte Fußballspiele in akzeptabler Qualität gegen Direktbezahlung gestreamt werden. Das könnten dann aber auch ARD und ZDF anbieten. Besser als Sky, wo das Nicht-Interessierende mit gekauft werden muss. Dieses SKY-Modell wird sich einfach nicht durchsetzen lassen. Von wegen auch: die Zeit, die man hat, ist begrenzt. Und -- letzthin beim Spiel Dortmund : Malaga gesehen: unglaublich viel Werbung oben drauf!

Wie auch immer, wichtig ist das Stichwort "Gratismentalität". Der Versuch, einen Kampfbegriff zu kreieren.  Was soll man dazu sagen? Nun ja, wo ein Überangebot herrscht, wird wenig, bei totalem Überangebot wird nichts bezahlt. Ich könnte heute jederzeit ohne papierene Zeitung leben. Warum tue ich es nicht? Die Macht der Gewohnheit. Morgens, das iPad neben der Kaffeetasse? Eher nicht. Aber wird das immer so sein? Who knows. Natürlich auch: das Unrechtbewusstsein ist ein anderes. Ob ich einen Film streame (ich persönlich via Lovefilm) oder ein Pfund Butter im Laden klaue -- nein, es ist nicht dasselbe! Noch nicht mal das gleiche.

Und was wird aus Zeitungen, Zeitungsverlagen, Buchverlagen?! Die Buchhandlungen wissen ohnehin, wovon die Rede ist. Die Betroffenen, aber auch die ganze Gesellschaft muss sich Gedanken machen. Wie soll es weitergehen mit dem Qualitätsjournalimus, den Lektoraten und den Verlagen? Die Fragen sind auf dem Tisch.

Montag, 6. Mai 2013

Der Ausdruck 'Stakeholder'

Nie lernt man aus. Nie!

Belastbare Beziehungen zu Anspruchsgruppen sind ein wesentlicher Faktor für den Unternehmens­erfolg. Doch in den Unternehmen herrscht fast 30 Jahre nach der öffentlichen Bekanntmachung des Stakeholder Begriffs durch R. Edward Freeman auch weiterhin der Fokus auf die Kapitalgeber und die finanziell relevanten Zielgruppen. Diese Ausrichtung wird künftig nicht mehr reichen, um dem rasanten Wandel des unternehmerischen Umfelds zu begegnen. Stakeholder sind konstitutiv für den Erfolg der Organisation. Sie einzubinden und mit ihnen zu kooperieren ist der entscheidende Faktor für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. -- Vorwort eines Pioniers: R. Edward Freeman.

Ich, der ich Begriffe im Fluge aufschnappe, ich konnte mit stakeholder nichts anfangen. Shareholder, ok. Aber stakeholder? Mal wieder muss die Wikipedia herhalten:

Der Ausdruck Stakeholder stammt aus dem Englischen. „Stake“ kann mit Einsatz, Anteil oder Anspruch übersetzt werden, „holder“ mit Eigentümer oder Besitzer. Der Stakeholder ist daher jemand, dessen Einsatz auf dem Spiel steht und der daher ein Interesse an Wohl und Wehe dieses Einsatzes hat. Im übertragenen Sinne wird „Stakeholder“ heutzutage aber nicht nur für Personen verwendet, die tatsächlich einen Einsatz geleistet haben, sondern für jeden, der ein Interesse am Verlauf oder Ergebnis eines Prozesses oder Projektes hat; auch zunächst scheinbar Unbeteiligte wie Kunden oder Mitarbeiter.

So ganz überzeugt mich das ganze noch nicht. Warum? Weil der Begriff des Interesses immer problematisch ist. Motorradfahrer sind auch nur Menschen und haben ein Interesse zu leben. Was sagen sie mit ihrem Interesse zum Risiko? "Ich will Spaß / Ich geb Gas!" Und Uli Hoeneß, der hatte ein lebhaftes Interesse an seiner bürgerlichen Reputation. Und die Raucher, Trinker ...?

Nein, das ist nicht etwas ganz anderes als die Sache mit den Unternehmen!

Freitag, 3. Mai 2013

"Nicht mit uns, Uli!"

Mal schauen, was aus dem Folgenden in der Wikipedia-Diskussion so wird. Voraussage aus der Erfahrung heraus: Das bleibt nur ca. eineinhalb Stunden da stehen. Vielleicht wird es auch schneller gelöscht.

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Vorweg: Ich fände es toll, wenn das Folgende 3 Tage da stehen könnte, bevor es jemand vom Wikipedia-Ordnungsamt abräumt. Das ist eine Frage aus einem der gängigen Allgemein-Fragedienste:

"... Meine Erinnerung -- war es vor 10 Jahren? -- geht so: Harald Schmidt, Lästermaul, sagt, dass Uli Hoeneß zu seiner neuen Freundin bewusst zwischen zwei Großereignisse X und Y gezogen sei, um die Medien von der Sache mit der Freundin abzulenken. Dann Schmidt immer wieder mal, als running gag der Sendung: "Nicht mit uns, Uli!" Die Wikipedia, die ja über Privates immer einen weiten Bogen macht, weil sie Angst hat, mit der BILD-Zeitung verwechselt zu werden, vermeldet nur: "Uli Hoeneß lebt mit seiner Ehefrau Susanne seit 2006 in einem Bauernhaus in Bad Wiessee am Tegernsee, zuvor wohnte er über dreißig Jahre in einer Doppelhaushälfte in Ottobrunn. Hoeneß hat zwei volljährige Kinder sowie zwei Enkelkinder." // Jetzt die Frage: War da mal was, oder hab ich das geträumt? Wer erinnert sich noch?"

Ich meine -- das gehört wahrscheinlich tatsächlich nicht in den Artikel, weil die WP ja nur dokumentarisch gesicherte Ehe-Verbindungen aufnimmt. Aber neugierig sein tat i scho.

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Nachtrag: Für den Fall, dass ich doch mal einen Essay über die Wikipedia schreibe, halte ich das fest: Der Kleine Stampfi (schöner nickname übrigens!) hat tatsächlich bereits nach 20 Minuten gelöscht! --> Versionsgeschichte.

09:25, 3. Mai 2013‎ Delabarquera ... (Neuer Abschnitt →‎"Nicht mit uns, Uli!")

09:51, 3. Mai 2013‎ Kleiner Stampfi ... →‎"Nicht mit uns, Uli!": ---> Hat in der Tat nichts mit dem Artikel zu tun (wie Du selbst erkanntest*) und braucht deshalb auch hier nicht diskutiert werden. Wikipedia ist kein Klatsch-Diskussionsforum.

Für den Essay: Es ist keineswegs so einfach klar, was "mit einem Artikel zu tun" hat. Hinter solchen Löschfällen steht also ungefähr diese Norm: Es gilt als relevant, was der angenommene "durchschnittliche deutsche Bildungsbürger"** für relevant hält. Im vorliegenden Fall also: Was dieser Bildungsbürger, der immer eine sehr große Angst vor "Klatsch" hat, für ernsthaft erachtet.***

Und eine nette kurze Benachrichtigung:

Ich war so frei, den von Dir angelegten Abschnitt zu entfernen. Als langjähriger (seit 2006!) Wikipedianer solltest Du eigentlich wissen, dass Wikipedia kein Forum für Klatschdiskussionen und Brigitte- und Gala-Gerüchte ist. -- Viele Grüße -- Kleiner Stampfi 11:55, 3. Mai 2013

Ich sage, um höflich zu sein, noch ein paar Worte dazu.

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|* Formales, sprachliches Kennzeichen des Bildungsbürgers dieses Kalibers: der extensive Gebrauch des Imperfekts. Auch das selbstherrliche, generalisierende Wikipedia-Verlaufspassiv: "Wie bereits im Änderungskommentar dargelegt ist keine enzyklopädische Relevanz erkennbar." (Aus dieser Diskussion) -- Ach, und auch wenn es einfach ein Verschreiber ist, so ist diese Einlassung doch einfach zu schön! "Hoeneß hat in seiner Karriere sicher einige größere Interviews gegeben, die vielfach rezitiert wurden". (Ebd.)

|** Wohlgemerkt: der deutsche Bildungsbürger, nicht der deutsche Durchschnittswissenschaftler. Der erste ist zwar auch ein Konstrukt, aber ein handhabbares; der zweite ist selbst als virtuell-statistische Größe nicht in den Griff zu bekommen. Er ist 'nicht begrifflich fassbar': Welche Disziplin? Welche Spezialinteressen? Wissenschaftler, Abt. Publizistik, könnten sehr wohl ein großes Interesse daran haben zu erfahren, wie Uli Hoeneß in den Medien dargestellt worden ist, und da wären Sendungen wie die von Harald Schmidt natürlich wichtiger -- weil absonderlicher und schwerer aufzufinden -- als die  Berichte in der Süddeutschen.

|*** Ich finde also nur das bei angelfire.com: "Er war einfach komisch, und zwar komisch mit dem Material, das die Welt jede Tag anlieferte: Samenraub, Busenwitwe, Warmduscher, „Mit uns nicht, Uli“, die gnädig vergessene „Susän Stänkie“ und dergleichen Müll brüllte doch danach, möglichst aufwändig runtergebracht zu werden. Er tat es."

Donnerstag, 2. Mai 2013

FC Barcelona : FC Bayern -- 0 : 3


*STAUN*

E-Mails abschaffen!

Neulich in der U-Bahn. Ich sitzen neben einem jungen Mann, der das Notebook auf den Knien hat und mit einem schnellen Drei-Finger-System die ersten Frühmorgen-Mails in die Tastatur hämmert. In-Ear-Dinger in den Ohren, Musik drauf. Die zeitgemäße Form der normalen Bewusstlosigkeit.

Ist das ein Leben? From the cradle to the grave, mal eben noch ein paar E-Mails schreiben.

"KOMMUNIKATION | IT-Unternehmen aus Herne will firmeninterne E-Mails abschaffen | 16.04.2013 | Der IT-Dienstleister Atos hat ein ehrgeiziges Ziel. Er will die firmeninternen E-Mails abschaffen. Auch in der Herner Niederlassung läuft das Projekt. Atos entwickelt eine Alternative zum Zeitfresser E-Mail. Stattdessen soll es eine Art Facebook für Firmen geben, in dem Wissen gebündelt wird." (WAZ Online)

Wenn ich bedenke, dass keiner mehr zum Telefon greift, wo vieles in einem Rutsch getan wäre! Statt dessen die ständigen Vorwürfe: "Sie haben auf meine Mail nicht geantwortet!" Eine Stunde Minimum, jeden Tag! Soll man so sein Leben zubringen? Es muss sich was ändern!