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Freitag, 30. September 2011

Argumentation und Logik

Ich sehe einen Film über Stonehendge. Irgendwann heißt es:

"Die reichhaltige Ausstattung der Grabkammern zeigt, dass diese Menschen an ein Leben nach dem Tode glaubten."

Heißt es das? Ist die Schlussfolgerung ohne ein wahrschein- lich einfach so gültig? Warum nicht Steinzeit-Atheisten, die einfach die Körper ihrer Könige, diese 'sterblichen Reste', aufbewahren wollten? Und was heißt für diese frühen Zeiten an ein Leben nach dem Tode glauben?

gutefrage.net - Das neue Nicht-Layout

Wer hat sich dieses neue Layout für gutefrage.net ausgedacht, das, mit Google jedenfalls, ineinanderläuft nicht funktioniert? Oder ist das nur eine Fehlfunktion heute morgen?


Bild vergrößern? Wie immer: Bitte draufklicken.

Es nervt: Technik ohne Namen

Konkret:, im Moment 6 Packungen mit "Datenträgern", bei denen nicht zu erkennen ist, ob es um CDs, DVDs 4.7 oder Double Layer geht. Kann man das nicht auf die Packung drucken oder ins Plastik einprägen?!

Verallgemeinert: Die Firmen denken oft nicht einen Moment aus der Sicht ihrer Kunden. Sie gefallen sich bei Produktbezeichungen in
  • äußerlich gar nichts angeben (Gilt wohl als "stylish", wie beim BMW-7er-Fahrer, der ohne Typenschilder liefern lässt und dann "cool ganz schwarz" herumfährt! Das pure Under- statement als große Angeberei.)
  • (sehr) versteckt angeben
  • kryptisch angeben (das leicht perverse Vergnügen der Ingenieure! Brother MFC 5890 CN; nur so als Beispiel, ist ja bei den anderen nicht anders)
Muss man über die Bitten sprechen? Vielleicht zur Sicherheit:
  • Produktbezeichnung deutlich sichtbar (muss nicht auf der Front sein, wenn sich das aus optischen Gründen verbietet)
  • Produktreihen mit Kürzeln, die was aussagen (LAPR für Laserprinter beispielsweise. Und bitte welteinheitlich! Aufruf an die Firmen: Hockt euch zusammen, Mensch, und einigt euch!)
  • Produktreihen einfach hochzählen (Fast schon vorbildlich: Peugeot 107, 207, ... . Warum nicht ein- fach: Erscheinungsjahr und ggf. mit a, b, c? Brorther LAPR 1 - 2011a)

Donnerstag, 29. September 2011

Nokia? Na wer sagt's denn!

Nokia schließt das rumänische Werk, bringen die Nachrichten...

Was sagen wir denn? Und ich kann sagen, ich sei dabeigewesen! Heißt: So wie ich haben seinerzeit viele gedacht. Und keine Nokia-Handys mehr gekauft. Ja, ja, Geld ist nicht alles im Handel und beim Kaufen.

Sprache im Internet

Vor kurzem habe ich von Fast-Analphabeten im Internet gesprochen (und es dann auch wieder zurückgenommen).

Aber es stellt sich, konkret, halt doch die Frage, was wir von solchen Texten halten:

" Von J. B. - 23.08.2011 - Erfahrungsbericht bereitgestellt von notebooksbilliger.de

Handy ist bisschen langsam angekommen(4 oder 5 Tage) aber auch egal. Das Handy an sich ist der Hammer, wer mit Stock android nicht zufrieden ist, auch wenn es eigentlich relativ gut ist;) cm7 drauf machen und wer nen bisschen iphone flavor haben will, kann sich ja mal MIUI. Aber wie gesagt Stock android ist sehr sehr gut. Noch zur Hardware: die Akkulaufzeit ist nichts besonderes aber durchaus okay. Über Gewicht und Dicke kann man sich auch cniht wirklcih beschweren, wenn ganz kleine hände hat, sollte aber lieber das Samsung Ace oder ähnliches nehmen;) Frontfacing-camera und normale Kamera funktionieren sehr gut, so auch wie der flash. Also das Handy ist auf jeden falleine empfehlung wert
PS: Wer will kann ja Google Music Beta ausprobieren, der hammer service;)"

Kann man nicht wenigstens, aus reiner Höflichkeit, noch mal über das eigene Geschreibsel drüberlesen und die gröbsten Tippfehler rausnehmen? Von Kürzeln, die kaum einer versteht, mal abgesehen.

Der Euro und die griechischen Schulden

Im Radio, Deutschlandfunk, eben, so um 9 Uhr 20. Gert Wilders, Niederlande, nennt die Griechen "Zechpreller" und ist -- natürlich! -- dagegen, Geld zum Fenster hinauszuwerfen, das man mit Sicherheit nie wieder sehen werde. 

Und dann die altkluge Moderation wieder: Auch andere Politiker würden in diese Richtung populistisch herumreden, "wohl wissend", dass kein Land aus dem Euro ausgeschlossen werden könne. Dabei habe ich vor kurzem etwas gelesen, in der Süddeutschen, glaube ich, das sonst überhaupt nicht in der Argumentation auftaucht:

Im Laufe der Euro-Entwicklung sind so viele Gesetze, Ver- einbarungen und Regeln gebrochen worden, dass man doch nicht sagen könne, dass da etwas "vollkommen ausgeschlossen" sei. Es gebe, wenn man Griechenland zwingt, die gute alte schwache Drachme wieder einzuführen, halt einen weitere Aufkündigung von Vereinbarungen. Die Griechen hätten das doch im vollen Umfang vorgemacht, wie man das anstellt: Vereinbarungen nicht ein- zuhalten.

Mittwoch, 28. September 2011

Ja, die Internet-Utopisten!

Nun gut, Versionshinweise unter "Hilfe" liest man ja nur, wenn man überlegt, ob man die neueste Version auf dem Rechner hat. Man sollte es vielleicht doch öfter tun.

Das, was auf diesem Thunderbird-Fenster steht, anschließend noch mal im Klartext:


"Thunderbird wird entwickelt und gestaltet von Mozilla, einer globalen Community, die gemeinsam daran arbeitet das Internet besser zu machen. Wir glauben, dass das Internet frei und öffentlich sein sollte, zugänglich für jeden, ohne jegliche Einschränkung."

Da würde ich doch freudig zustimmen. Nun ja, wenn es keine Kinderschänder, Terroristen, Betrüger und Fanatiker jeder Art gäbe. Solange es die aber gibt, werden wir uns nach der Decke strecken müssen. 

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Gedankenexperiment: Manchmal überlege ich schon, wie die Welt aussähe, wenn man die Leute, die solche Texte schreiben, für 4 Jahre zu den Innenministern der Welt machen würde. Ob es die Welt überleben würde?

Sprachveränderung

Was war früher mal "ein Freund"?

Schwer zu sagen, aber jedenfalls jemand, den man persönlich gekannt hat. Einer, auf den man sich verlassen konnte, auch wenn man ihn mal ein Jahr nicht gesehen hat. Auch natürlich -- eine positive Sache im Sozialen. Man hat Freunde. Das sagt und zeigt man herum. 

Das Internet macht jetzt überall "Freunde" auf. Der letzte Punkt, das soziale Protzen mit Beziehungen, verselbständigt sich. Wildfremde Menschen, anonym, sollen meine Freunde sein? Nein, bitte nicht! Diese Freundschaften überlasse ich gerne den Sozialprotzern der -- für mich -- sehr unangenehmen Sorte. Gleich daneben dieses unangenehme Sich-gegenseitig-auf-die-Schultern-klopfen! Wir sind toll! Und dabei diese Dödel, die keine Freunde haben! Hähähä!

"MEIN HAUS - MEIN PFERD - MEIN MOTORBOOT. 
MEINE FREUNDE IM INTERNET! 
Ich habe 753 Internet-Freunde in verschiedenen Foren!"

Aus ungefähr den gleichen Gründen mag ich auch keine Blog-Kommentare. Nun gut -- solche mit guter Argumentation schon. Nur eben -- es treiben sich einfach zu viele anonyme Fast-Analphabeten im Internet herum, die ständig im Schutz der Anonymität an irgendwelchen Stellen verbal urinieren müssen. Offenbar einfach, weil sie sich anschließend erleichtert fühlen. 

Beispiele? Nein, lieber nicht. Oder doch -- einfach mal hier klicken.

Amazon und Ebay

Ich habe früher viel mehr bei Ebay gekauft als bei Amazon. Heute kaufe ich fast ausschließlich bei Amazon.

Grunde: 

Warum gebraucht und in den Hinterhof-Läden des Internets kaufen, bei oft windigen Anbietern, wenn es für ein wenig mehr Geld auch Neues gibt, mit immer unproblematischer Rückgabemöglichkeit?

Das verdammte Überweisen bei den Ebay-Käufen. Bloß nicht vergessen! Bank aufrufen, einloggen. Dann 6 Minuten konzentriertes Tippen. Wo ist die Scheckkarte? Einstecken. Den TAN-Generator an den Bildschirm halten. Ausloggen. Eine Überweisung -- man will's ja nicht aufschieben -- dauert 15-20 Minuten. Und PayPal? Mag ich einfach nicht. Erst irgendwas transferieren... Nein, ich  mag es einfach nicht. 

Nun aber eine Kleinigkeit, die mich bei Amazon nervt. 

Die Möglichkeit, mal nachzuschauen, was man vor 2 Jahren gekauft hat, ist wunderbar. Noch so ein Punkt, der für Amazon spricht. Beispiel: Samsung schreibt bescheuerterweise den Typ nicht verständlich auf die kleine Digitalkamera. Auch nicht ins Typenschild  Was ist das denn nun für eine?

Nun suche ich aber den Punkt, auf dem meine alten Einkäufe gelistet sind, jedesmal von Neuem. Wo versteckt sich diese Informationsmöglichkeit bloß? Ich werde mir einen Link setzen! Aber -- könnte das nicht ganz oben in Mein Amazon stehen? Überhaupt -- Von Google lernen heißt siegen lernen! Übersichtlichkeit ist nicht alles, aber sie, die Übersichtlichkeit auf dem Bildschirm, sie ist sehr, sehr viel!

Dienstag, 27. September 2011

OpenOffice: Spitzklammern und Fußnotenziffern

Vor kurzem mal die Diskussion, dass und warum Spitzklammern sich vom Satzzeichen lösen und in die nächste Zeile rutschen. Jetzt sehe ich: Das gibt es auch bei Fußnotenziffern.

Vergrößern = Draufklicken

Seltsam war und ist das immer so? Fragen über Fragen ...

Montag, 26. September 2011

telishah.de

Ich benutze -- hab ich schon ewig und drei Tage nicht mehr gemacht -- das Zufallsprogramm vom "nächsten Blog". Offiziell: Nächstes Blog» Und finde:

http://telishah.blogspot.com/2011_09_01_archive.html
Und dann:
http://www.telishah.de/
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Gefunden bei flickr.com
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Wow!  Fremde Welt. Aufregend! 
Die Jugend, ganz entspannt im Hier und Jetzt.

The report card

Das sollte man im Hinterkopf haben, wenn Zeugnisse anstehen:

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A mother passing by her daughter's bedroom was astonished to see the bed was nicely made and everything was picked up. Then she saw an envelope propped up prominently on the center of the bed. It was addressed, "Mom."

With the worst premonition, she opened the envelope and read the letter with trembling hands:

Dear Mom:

It is with great regret and sorrow that I'm writing you. I had to elope with my new boyfriend because I wanted to avoid a scene with Dad and you. I've been finding real passion with George and he is so nice-even with all his piercings, tattoos, beard, and his motorcycle clothes. But it's not only the passion Mom, I'm pregnant and George said that we will be very happy. He already owns a trailer in the woods and has a stack of firewood for the whole winter. He wants to have many more children with me and that's now one of my dreams too. George taught me that marijuana doesn't really hurt anyone and we'll be growing it for us and trading it with his friends for all the cocaine and ecstasy we want. In the meantime, we'll pray that science will find a cure for AIDS so George can get better; he sure deserves it!! Don't worry Mom, I'm 15 years old now and I know how to take care of myself. Someday I'm sure we'll be back to visit so you can get to know your grand children.

Your daughter, Judith

PS: Mom, none of the above is true. I'm over at the neighbor's house. I just wanted to remind you that there are worse things in life than my report card [Zeugnis] that's in my desk center drawer. I love you! Call when it is safe for me to come home...

Samstag, 24. September 2011

Energieverbrauch USA - Deutschland pro Kopf

...  -- ist das so?

Aus einer Wikipedia-Tabelle entnehme ich als Pro-Kopf-Energieverbrauch, Platz - Land - Wert:

5 USA 10.460
15 Deutschland 5.549

Ich frage in der Diskussion und gebe anschließend eine Meinung kund. 

"Aus einem konkreten Anlass heraus, einem Besuch in Chicago und Philadelphia, habe ich mal den Verbrauch in der Tabelle verglichen. Dabei kommt heraus, dass die US-Bürger pro Kopf 1,89 mal mehr als die Deutschen verbrauchen. Das ist viel mehr, aber weniger, als ich gedacht hätte. Stichworte sind vor allem: Klimaanlagen, Riesenkühlschränke mit Riesenmengen Eis und große Autos, immer noch. -- Ist da einfach meine "gefühlte Energieverbrauch-Schätzung" falsch oder verstehe ich die Tabelle falsch? Wenn Letzteres der Fall ist müsste man das vor der Tabelle deutlich sichtbar per Kommentar erläutern."

Schaumer mal.

Immer wieder samstags -- kommt die Recht-schreib-reform!

Schubidubi-dubdub! (Nebenbei: Ziemlich genial dort: "Immer wieder Doornkaat -- raubt die Er-inne-rung...")

Gerade schreibe ich: "Das, Rasenmähen (ein Wort!)" und denke kurz darüber nach.

Das Rechtschreibprogramm möchte, dass ich schreibe: Rasen mähen. Nur, liebes Rechtschreibprogramm, das geht nicht. Denn, mal systematisch: das Rasen mähen? Es heißt ja: der Rasen. Also bleibt nur: das Rasen-Mähen. Sieht das nicht bescheuert aus? Das Rasen Mähen? Das ergibt eine ganz neue grammatische Konstruktion, die wir bisher gar nicht kennen und wahrscheinlich doch auch nicht wollen. Rasen wäre da, nun -- was? ein Attribut?

Die Regel? Erwirb ein gewisses Sprachgefühl und schreibe, wie es, wie du dann weißt, richtig ist. Punktum. Darum schreibe ich in der Titelzeile auch samstags, nicht Samstags. Denn das erste ist was anderes als "die Stunden des Samstags. (Hoppla! Das ist sogar Duden-Offiziell! Wer hätte das gedacht...)

Wann ist "Mittagsruhe"?

Ich mähe ein letztes Mal für dieses Jahr den Rasen. (Das, Rasenmähen (ein Wort!), tue ich eher selten. Letzthin fragte mich doch Alex gleich drei Mal, wann ich denn das letzte Mal den Rasen gemäht hätte. Nun ja, habe ich gesagt, das käme bei uns nicht so drauf an. Solange man noch problemlos gehen könne...) Nun also -- wir frühstücken am Samstag recht spät. Es ist kurz vor 12, als ich anfange. Mittagsruhe? Na ja, es ist ein Elektro-Rasenmäher. Auf der anderen Seite -- hören kann man das Ding natürlich schon.

Wann ist Mittagsruhe?

"Das hat [...] der Bundesgesetzgeber erkannt und eine Rasen- mäherlärm-Verordnung (zum Nachlesen: BGBl. 1992 S. 1248) erlassen. Danach dürfen Motorrasenmäher(* an Werktagen in der Zeit von 19-7 Uhr nicht und an Sonn- und Feiertagen überhaupt nicht betrieben werde"

Das ist natürlich noch nicht alles!

"Parallel zu der bundeseinheitlichen Regelung haben einige Bundesländer und / oder Kommunen weitergehende Schutzbe- stimmungen erlassen. Diese verbieten den Betrieb von Motor- rasenmähern auch während der Mittagsruhe (von 12 bzw. 13 bis 15 Uhr und schränken den Gebrauch lärmarmer Geräte teilweise auch während der Abendruhe (also ab 20 Uhr) ein. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeindeverwaltung!"

Ende meiner Aktion war 12:45 Uhr.

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(* P. S. Ich überlege mir, ob ein Ausweg wäre: Ich mähe mit der Sense und jodle laut dabei.

Donnerstag, 22. September 2011

Stilkritik: Konstantin Neven DuMont

Der Sprachkritiker M., dessen Kritikstil ich jüngst ein wenig überhart kritisiert habe, schreibt mir in einer Mail: "Dass ich im Hinblick auf Sprache und Stil und Textsorte überempfindlich bin, ist mir selbst bewusst. Da brauche ich keine Hinweise. Ich habe genügend Selbstdistanz, um das zu wissen. Aber Sie können ja wieder einmal einen Fall prüfen:

Der Kölner Medienunternehmer Konstantin Neven DuMont teilte auf seiner Facebook-Seite mit: 'Für mich ist es unfassbar, dass Robin Meyer-Lucht so plötzlich gestorben ist. Die Gespräche mit ihm habe ich immer geschätzt.'

Was sagen Sie dazu?

Ich [M.] sage: Es galt doch mal die Regel, dass man nicht per Fax, E-Mail oder SMS kondoliert. Daran musste ich denken, als ich das gelesen habe. Meine Norm ist: Man schreibt keine Nachrufe auf Facebook! Und eigentlich auch nicht im sonstigen Internet. 

Das zum einen. Dann würde ich gerne fragen, ob man denn kein besseres Wort als unfassbar finden kann in einem solchen Fall. Was ist das, mal ehrlich, für ein Gefühl, wenn jemand 'plötzlich und unerwartet' gestorben ist? Kommt drauf an, wie gut man den Betreffenden kannte, oder? Unfassbar ist jedenfalls ein Allerweltswort, das im Grunde doch nur sagt: 'So gut kannte ich diesen Mann nun auch wieder nicht. Aber klar -- überrascht war ich schon. War ja gar nicht krank. Nicht soweit ich weiß.' 

In die gleiche Richtung dieses hölzerne mit den immer geschätzten Gesprächen. Eine Formulierung, die in der bedeutsamen Unbe- deutendheit an die Floskeln Arbeitszeugnissen erinnert: 'Die konstruktive Kritik von Herrn M. haben wir immer sehr geschätzt.' Bei den Arbeitszeugnissen heißt das dann wohl: 'Vorsicht! Der Typ ist ein Querulant und eine Nervensäge obendrein!' Bei Neven DuMont klingt es wie: 'Die sprunghafte Art von diesem Mann hat mich immer wieder mal verrückt gemacht.'"

Ja nun, was soll ich armer Tropf denn dazu sagen? Überkandidelt, diese Kritik, würde ich sagen.

Mittwoch, 21. September 2011

Willst du Ordnung machen ...

... so hierarchisiere!

  • Was ist das Wichtigste ... das Unwichtigste?
  • Wie sieht das System aus?
  • Beschrifte!

Wenn einem ein Gedanke ins Gehirn kommt...

.., beim Bettaufschütteln etwa, dann ist das Internet wieder mal Fluch und Segen zugleich! Hausstaubmilben im Bett. Ja, gut. Aber kaum mal nachgesehen erschrickt man dann doch:

"Die Hausstaubmilben (Dermatophagoides) sind eine Gattung der Milben, die zu den Spinnentieren zählen. Die häufigsten Haus- staubmilbenarten sind Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae. Weltweit gibt es etwa 150 Arten. Sie sind ca. 0,1 bis 0,5 mm groß und haben acht Beine."

Und es sind, möchte man hinzufügen, jedenfalls unter der Ästhetik des Menschen betrachtet, Hausstaubmilben gar grässliche Gesellen.


Bild: Wikipedia

Dienstag, 20. September 2011

klarmobil -- Jetzt reicht es!

Nun gut, ich bereite meinen Absprung von klarmobil vor, mit allen 5 Rufnummern. Grund: Über diesen etwas dümmlichen Werbegag mit dem schreienden Trachtenhutträger könnte ich vielleicht so grad noch hinwegsehen. Obwohl es schwerfällt, da nicht die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen. Aber dazu:

  • Irgendwie sind die Rechnungen keineswegs mehr besonders günstig.
  • Ich will die Adresse auf meiner "persönlichen Seite" ändern. Die Hausnummer lässt sich nicht einfach eingeben.
  • Wenn man eine Frage hat, kostet das 0,99 (!) Cent pro Minute. Der Chat, da soll ich 20 Minuten warten, dann wird sich jemand mit mir per Chat unterhalten. Was soll denn das? Was in 2 Minuten erledigt wäre, dauert jetzt eine halbe Stunde?


Wie gesagt, es reicht jetzt!

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Nachtrag: Die Hausnummer eintragen konnte ich dann doch noch. Ich bin schließlich darauf gekommen, dass man -- ich glaube die Shift-Taste gedrückt halten musste, um was eintragen zu können. -- Sodann: Was die Rechnungen angeht, so muss ich unsere fünf Verträge noch im Einzelnen prüfen. Abgeschlossen habe ich gestern Abend jedenfalls einen Vertrag mit O2.

Nachtrag 2: Irgendwie klappt das mit dem Rechnung-Anschauen nicht. Versuch, das Password zuschicken zu lassen. Umständlich: Kundennummer, Telefonnummer, Ziffernfolge und nach einigem Warten:


Hugh Grant und das Kind im Bad

Hugh Grant läuft zu großer Form auf, indem er, in der Diskussion um die Fehler der Journalisten von News of the World ein Bild dekonstruiert: Man solle das Kind nicht mit dem Bade ausschütten, sage man? Nun, er und alle geistig gesunden Menschen könnten sehr leicht und sehr gut ein Kind vom Badewasser unterscheiden, und bevor sie das Badewasser ausschütteten, würden sie ja doch das Kind herausnehmen. Und viele Kinder könnten vorher schon selbst heraussteigen. Man kann sich die launige Rede auf Youtoube anschauen. Sehr gut!

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Ok, das Deutsche und das Englische kennen diese Redewendung. Vielleicht hat sie das Deutsche auch vom Englischen herüber- genommen: "to throw out the baby with the bath water". Jetzt aber das: "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

Es stehen zur Auswahl: "You can't have your cake and eat it too." Und: "You can't make an omelette without breaking eggs." Der Unterschied hier: Das Deutsche klagt an, dass da einer Unverein- bares wolle. Er will das Gute für sich, die Nachteile, die mit den Vorteilen notwendig verknüpft sind, die will er nicht. Nicht so das Englische: Es hebt den Finger und sagt einfach: Das geht nicht, weil B eine notwendige Konsequenz von A ist.

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Und kaum wird man neugierig, wird man in Zeiten des Internets auch fündig:


Verblüffend!

Die Türkei, die EU und Deutschland

Als ich 1986 in der DDR war, in der Gegend von Halle und Aschersleben, da habe ich mich gefragt, warum zeigt bei uns keiner das Bild dieser von Braunkohle-Staub überpuderten, zu Ruinen heruntergegekommenen Innenstädte? Weil es nicht opportun war, politisch nicht korrekt gewesen wäre? Wahrscheinlich. Das Offensichtliche, das man leicht hat sehen können und das dann bei der Wiedervereinigung diese wahnsinnigen Kosten verursacht hat, es wurde einfach ausgeblendet. Nehmen wir einmal als Axiom für den politischen Diskurs: Ausblenden von offensichtlichen Tatsachen ist nie gut. 

Der türkische Ministerpräsident und "die Türkei" wollen eine EU-Vollmitgliedschaft. Keiner, wenn ich die Zeitungen nicht ganz und gar unvollständig lese und das Fernsehen halbwegs richtig schaue -- keiner der Wohlmeinenden und "Weltoffenen" nach der Art des Bundespräsidenten Christian Wulff sagt aber, was das für Konsequenzen hätte: Das Niederlassungsrecht innerhalb der EU würde wieviel Prozent von Zuzug aus der Türkei bedeuten? Wann beginnen die demographischen Entwicklungen dann dahin zu führen, dass die Bundesrepublik mit einer Übergangszeit von 30 Jahren kulturell und politisch zu einem Teil der Türkei wird?

Das ist rechts und reaktionär? Quatsch! Rechts und reaktionär, das sind Wortkeulen, keine Argumente. Lassen wir das einfach! Erst einmal fragen wir, ob es nicht so ist. Und selbst, wenn es nicht so ist, enthält dieses Szenario doch Befürchtungen, die ich gewiss nicht allein habe. Warum also spricht die Sache niemand schlicht und aufrichtig an? 

Und natürlich steht im Hintergrund solcher Überlegungen auch das Bewusstsein: Hätten wir die Probleme des 'großen allgemeinen Euro' -- die einige, im Gegensatz zu den Türkei-Argumenten, ja vollkommen klar formuliert seinerzeit auf den Tisch gelegt haben --, wenn wir diese Argumente ernst genommen hätten, es wäre uns dieser Schlamassel von heute erspart geblieben. Müssen wir eigentlich zukünftige Großprobleme, die die Grundlagen des europäischen Gedankens und des politischen Handeln zusprengen, durch politisch-korrekte Nicht-Wahrnehmung immer wieder herbeibeschwören?

Montag, 19. September 2011

Don't ask what your ...

Ich denke -- aus einem bestimmten Anlass heraus -- darüber nach, wie man John F. Kennedys Wort "Don't ask what your country can do for you,ask what you can do for your country." abändern muss. Schaue kurz nach und, nun ja: finde natürlich einen, der das schon umgeschrieben hat:

  • Don't ask what your family can do for you,ask what you can do for your family.
  • Don't ask what your friends can do for you,ask what you can do for your friends.
  • Don't ask what your boyfriend/girlfriend/husband/wife can do for you,ask what you can do for them.

Im Grunde ist Kennedys Satz halt doch nur eine klangvolle Umformung der Forderung: "Sei kein Egoist!" Aber was heißt da nur?! Es ist der Klang, der den Erfolg bringt, hier wie anderswo. Wobei Erfolg in der Sache das eine ist, Erfolg in der Überlieferung das andere.

Der Kabel-Wahnsinn

Ich habe ja gelesen -- und habe es hier irgendwo schon zwei Mal geschrieben --, dass die chinesische Regierung nur noch zwei USB-Stecker-Typen zulässt. Können das unsere Normungskünstler von der EU-Bürokratie nicht auch endlich hinbekommen?! Man nehme 3 Samsung-Geräte und man braucht 4 unterschiedliche Stecker, um aufzuladen oder Daten zu übertragen. Es ist zum Haare-raufen und Mäusemelken!

Ich werde sofort die Digitalkamera kaufen, die einen normalen USB-Stecker klein verwendet, zum Aufladen und zur Verbindung mit dem PC.

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Nachtrag: So, ich habe diese Frage doch mal an Samsung gerichtet und sie bei gutefrage.net auch gestellt. Mal sehen...

Bayern, Schalke, Neuer

BILD meldet: "Die Hass-Plakate und die Pfeif-Tiraden gegen Ex-Schalke-Torwart Manuel Neuer waren heftig"

Ich glaube nicht, dass diese Plaktmaler verstehen, dass Neuer gerne einmal Championsleague spielen wollte, jenseits des Geldes. Da hatte er mit Schalke halt kaum eine Chance. Und dann würde ich gerne auch das Experiment mit den Plakatmalern machen:

10.000 Euro, bar auf die Hand. Bedingung: Über eine Schalke-Fahne trampeln und laut rufen.

"SCHALKE IST EIN SCHEISS-CLUB!"

Nur denen, die die 10.000 Euro -- die vor ihnen liegen, nur darauf warten, mitgenommen zu werden -- ausschlagen, denen billige ich weiterhin das Recht zum Plakatmalen zu. (Merke: Von den anderen 'Treue' und ähnlich schöne Dinge zu verlangen, das ist leicht. Selbst erst mal vormachen!)

Rechtschreibreform, immer wieder

Fortsetzung, immer wieder: überflüssig wie ein Kropf!

Es ist zum Kringeln! Die doch eher schlichte Frage aufwendig oder aufwändig? Diese Frage zieht einen Rattenschwanz an Einlassungen in den entsprechenden Foren hinter sich her. Probe gefällig? Dann mal hier schauen! -- Auszug:

»Die frühere Form hieß "aufwendig"; nach der Rechtschreibreform ist sowohl die Form "aufwendig" (als Ableitung von "aufwenden") als auch "aufwändig" (als Ableitung von "Aufwand") richtig. Nach dem 1. August 2006 ändert sich da nichts. | Im Gegensatz dazu ist nach neuer Rechtschreibung nur "überschwänglich" (von "Überschwang") richtig, die Schreibweise "überschwenglich" hat keine Gültigkeit mehr. | Ein weiteres Wort mit alternativ ä/e ist "Schänke"/"Schenke" (früher nur: "Schenke").«

Hat das jetzt was gebracht in Sachen der rechtschreibprobleme der SchülerInnen? Oder wo auch immer. Ich meine: Kein Mensch hat jemals aufwändig gesagt. Wenn die Laut-Schrift-Entsprechung irgend etwas bedeutet, warum dann eine Änderung?

Und manche zum Grundsätzlichen vordringende Pretiosen gibt es da auch!

Sonntag, 18. September 2011

Federland

21:03 Uhr | radioFeature | Federland | Feature von Irmgard Maenner | Produktion: DKultur/BR 2011 | Wiederholung vom Samstag, 13.05 Uhr | 22:00 Uhr

„Mein Großvater war Druckereibesitzer und Verleger, er hatte sechzehn Kinder, vierzehn von der ersten Frau und zwei von der zweiten. Es ist ihm gelungen, sich aus Armut hoch zu arbeiten und zu bilden. Drei Mal in seinem Leben hat er sich eine neue Existenz geschaffen. Im Mai 1948 hat er Wahlen gewonnen: Er ist erster Bürger der Stadt. Frühaufsteher. Am Morgen des 10. Oktober 1948 steigt er die Holztreppe zum Papierkeller der Druckerei hinab und erhängt sich. Was ist passiert?“

Irmgard Maenners Recherche führt ins Innere einer patriarchalisch geführten Familie und in die Nachkriegswirren einer Grenzregion.“

Und hier erfährt man mehr über die Autorin und ihr Projekt.

NebMaatRe und die Wikipedia

Nicht wo wichtig, auf welch kurz-verschlungenen Wegen ich dahin gekommen bin, das Folgende zu finden:

DIENSTAG, 17. FEBRUAR 2009 | Die Sperre eines Nörglers | Der Dauernörgler Davud wurde infinit gesperrt. | Das allein ist zwar kein Beinbruch, schließlich ist Davud hauptsächlich durch irgendwelche Nerv- und Nörgelaktionen aufgefallen. | Was aber diese Sperre so bemerkenswert macht, ist die Art, wie es zu dem Vorfall kam. | Davud nervte mal wieder in der Wikipedia rum, wurde auf auf VM gemeldet und daraufhin vom Administrator NebMaatRe für einen Tag gesperrt. | Davud legte daraufhin eine Sockenpuppe an und stellte seine Sperre zur Überprüfung auf vor. Das allerdings fand NebMaatRe gar nicht komisch und nahm dies zum Anlass, Davud aufgrund von "Sockenpuppenmissbrauchs" unbegrenzt zu sperren. | NebMaatRe fühlt sich wohl in seiner Rolle des Richters und Henkers in einer Person sauwohl. Nicht umsonst gibt es bei Entscheidungsprüfungen in der Wikipedia eigentlich das Prinzip, dass jemand, der im Vorfeld bereits engagiert war, keine letztendliche Entscheidung treffen sollte. Dies funktioniert bei Artikellöschungen sehr gut - nur scheint dieses Prinzip bei NebMaatRe noch nicht angekommen zu sein. | Ein weiteres Beispiel dafür, dass NebMaatRe mit den Administratoren- knöpfen ziemlich überfordert ist.

Vorher hatte ich allerdings gelesen:

Tief erschüttert haben wir heute erfahren, dass NebMaatRe am 3. Juli 2011 nach schwerer Krankheit verstorben ist. NebMaatRe war von Juli 2007 bis Februar 2011 vor allem in den Bereichen Ägyptologie und Alter Orient in der Wikipedia aktiv. [...] --GDK Δ 21:31, 21. Jul. 2011

Jetzt frage ich mich, ob das Administratorsein bei der WP doch auch gefährlich sein kann.

Für einen neuen Umgang mit den Banken

Vorschlag. Und es muss heißen: mit den großen Banken.

Wir koppeln die Banken, die nicht mit Realwerten handeln, komplett vom Realmarkt ab. Sie sollen "in echt" miteinander Monopoly spielen, und weder konkrete Menschen noch Staaten sollen davon betroffen sein.

Das ist die BILD-Meldung gegenwärtig:

„Das [Milliarden an der interen Aufsicht vorbei zu verzocken] ist gar nicht so einfach, denn alle Banken haben in erheblichem Maße Instrumente eingebaut, um das zu verhindern. Es ist definitiv sicher, dass wir es hier wieder mit einem Fall von erheblicher krimineller Energie zu tun haben, sonst geht das gar nicht“, sagte der Finanzexperte der Technischen Universität Darmstadt. Dabei müsse es den Zockern gar nicht darum gehen, sich Geld in die eigene Tasche zu stecken, sagte Schiereck. Er vermutet das Motiv eher im Leistungs- und Konkurrenzdruck im Eigenhandel. Spätestens nach dem der britische Finanzjongleur Nick Leeson den Zusammenbruch der Barings-Bank auslöste, müsste das Thema eigentlich vom Tisch sein, betonte Schiereck: „Man konnte eigentlich nicht damit rechnen, dass das bei der UBS in diesem Umfang passiert.“

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P. S. "Aber mich fragt ja mal wieder keiner!"
Diese Redewendung müssen wir bei Gelegenheit mal analysieren. Für die Demokratie-Theorie ist das ja von einiger Bedeutung.

Unordnung und spätes Leid

Natürlich ist es kein Trost, dass es vielen so geht. Und es sollte auch keine Demütigung sein, dass viele das Problem überhaupt nicht verstehen können. Man sucht etwas, das man jetzt bräuchte. Genau jetzt. Läppische Dinge. Die Plastikbox mit den Steinbohrern zum Beispiel. Vier Löcher für zwei Regalbretter sind zu bohren. Nicht mehr. Ohne die Bohrer geht nichts weiter. Wo sind sie? Nach Urlaub und Reise. Lange nicht mehr in der Hand gehabt. Aufgeräumte Werkstatt. Fehlanzeige. Da ist nichts aufgeräumt. Aber normalerweise waren die Dinger immer da und gut zu sehen. Was also? So sind sie nur?

Stoßgebet: "Heiliger Antonius, hilf, dass ich sie finden muss!"

(Die magische Macht des Reims! Der Dinge über uns, von denen wir nicht wissen.)

Wo könnten sie Dinger sein? In den beiden Werkstatträumen natürlich. Aber wo da? Im Bohrerkasten sind sie ja nicht!

--

Dank dem Heiligen Antonius -- die Dinger sind da! Lagen schräg in einem Regal. Eigentlich gut sichtbar. Aber eben auch für den Moment unsichtbar.

Eine Metapher auf das Leben? 
Die Dinge liegen klar vor dir. 
Du siehst sie aber nicht. 

Trivial, gewiss. Wie jede Wahrheit.

Samstag, 17. September 2011

Theodor Mommsen: Ordentlich werden



Alles in allem lebt Mommsen 'vernünftiger' als seine Kameraden -- wie weit es die Not ist, aus der er cineTugend macht, wer wollte das entscheiden! Kurz nachdem er selbst die Schule beendet hat, schüttct sein Freund und Vereinskamerad Köhler, der jetzt in Eislebcn zur Schule geht, am 21. 5. 1838 in einem Brief, der mit der Anrede  'Vernünftiger Jens" beginnt, seine guten Vorsätze vor ihm aus:

»Ach Jens weißt Du noch wie Du einst, in der guten Absicht mich von Schroeder fern zu halten mir in der kleinen Mühlenstraßc« - das heißt in Mommsens Wohnung - »Moral vortrugst? und weißt Du wohl, daß das nichts genützt hat? Aber ich will ordentlich werden wahrlich ich will es, will mich nicht von diesen Brezeln tagtäglich zum Kneipen verlocken lassen, ich will arbeiten und Nützliches schaffen damit Du Freude an mir erlebest. Hüte Dich vor dem Anfange des Suitisierens lieber Jens! Aber was schreibe mit dir hat es keine Not, was nur Tertium in Altona jetzt kneipen mag das ist gewiß horrende!«

Ob Mommsen die erhoffte Freude an ihm erlebt hat? Er wurde Kaufmann und ging nach Brasilien. Mommsen meinte später, er habe in Altona seine ›Karriere‹ als ein .muffiger und sehr dusseliger' Primaner begonnen. Wir stimmen ihm nicht zu.

Autopsieprinzip

Über Theodor Mommsen komme ich auf das Autopsieprinzip. Schlage noch ein wenig nach in der Wikipedia.

Autopsie (griechisch αὐτοψία, von αὐτός „selbst“ und ὄψις „der Blick, das Sehen“) bezeichnet:
  • allgemein die Untersuchung eines Gegenstandes mit eigenen Augen
  • speziell vor allem die Obduktion einer Leiche
  • Autopsieprinzip, die Erfassung oder Begutachtung von Dokumenten anhand von Originalen
  • Autopsie – Mysteriöse Todesfälle, deutsche Dokuserie
Seltsam doch, was vom "Selbstsehen" alles abgeleitet werden kann!

Donnerstag, 15. September 2011

Aldi ist nicht mehr Aldi!

Ich will mir einen Surfstick für das Notebook kaufen. Nur für gelegentliche Tage in fremden Städten. Prepaid also. Ich habe da keine Berührungsängste, was Aldi angeht. Aber und -- ja da schau her!

"Walter Manz | 13. September 2011 |Im Übrigen scheint die Qualität bei Aldi nicht mehr Priorität zu sein. Jüngstes Beispiel der Halfzwareshag. Das neue Konzept bei Aldi scheint zu sein: Qualität ganz unten, Preis ganz oben! Aldi ist nicht mehr Aldi! Wenn die Raffgier einer Unternehmensleitung die Kunden- freundlichkeit in den Hintergrund stellt, hat das schon immer zum Untergang eines Unternehmens geführt. Die Zukunft wird es beweisen, Aldi ist ein Auslaufmodell."


Und dann erst hier!

Na, dann schaun wir doch mal woanders hin. Um seinen Surf-Stick zu kaufen, meine ich.

Was für ein Wesen ist "der Staat"?

Gefragt am Beispiel des Verfahrens um Itavia-Flug 870:

"Im 1999 veröffentlichten Untersuchungsbericht zog der Untersuchungsrichter Rosario Priore folgendes Fazit der Ermittlungen: „L’incidente al DC-9 è occorso a seguito di azione militare di intercettamento, il DC-9 è stato abbattuto,“ („Der Absturz der DC-9 erfolgte nach einer militärischen Abfangaktion, die DC-9 wurde abgeschossen,“) Unklar bleibt die Nationalität des Flugzeuges, welches die Rakete abgefeuert hat. In der Folge leitete Priore mehrere Prozesse gegen neun Offiziere – darunter vier Generäle – der italienischen Luftwaffe und des italienischen Geheimdienstes SIOS-Aeronautica ein, denen nachgewiesen werden konnte, dass sie wichtige Informationen zurückgehalten oder falsche Angaben gemacht hatten. Die Anklage lautete unter anderem auf Hochverrat, da Priore das Geschehen des 27. Juni 1980 als „atto di guerra“, also als Kriegsakt gegen die Republik Italien wertete."

Der Staat als eine Institution, die auch über Jahrzehnte hin, wenn es also keinesfalls um aktuelle Notlagen geht, Geheimnisse vor seinen Bürgern hat, seine bürokratischen Hervorbringungen, genannt: Akten, vor den Bürgern verbirgt, dessen Vertreter wie die Vertreter einer mittelalterlichen Kirche agieren, die sich im Besitz von Wahrheiten weiß, von Wahrheiten, die aber nicht für alle bestimmt sind. Ist das auch in Zeiten der Demokratie "der Staat"? (Und sage keiner bei uns, in Deutschland, könne es so etwas nicht geben!)

Mittwoch, 14. September 2011

Die nervigsten Werbe-Ideen im Internet 4

Ich hab das, glaube ich, schon drei mal hier gefragt, aber es ist immer wieder ein Problem: Kommt eigentlich niemand von den "Werbetreibenden" im Internet darauf, mal zu prüfen, dass zu dämliche Werbe-Ideen kontraproduktiv sind und einen gewissen Ekel gegen Produkte aufbauen? Hier das Beispiel: Man macht eine Seite auf, alles liegt im Halbdunkel, nur im Vordergrund eine Werbeeinblendung, von der man nicht sofort weiß, wie ich sie wegbekomme. Ich verlasse diese Seite fluchtartig, nicht aber, ohne einen Widerwillen gegen das Produkt, für das da geworben werden soll, aufzubauen.
--
So hier also das Beispiel. Das Beispiel zum Davonlaufen!


Also: Nie mehr auf die Seite


Dienstag, 13. September 2011

Mal wieder: Robin Lohmann und der ACI

Mal wieder eine Nachrichte von Robin Lohmann und dem ACI. (Nein, nicht ablativus com infinitivo, sondern -- na, Sie wissen schon. Sonst mal hier schauen.)

"12.09.2011 | ACI: Katz-und-Maus-Spiel des Lohmann-Clans | Sobald der ACI-Junior-Boss Robin Lohmann (36) aus Bielefeld einen Fuß auf emiratischen Boden setzt, droht ihm eine Verhaftung. Die Staatsanwaltschaft in Dubai suche den Mitinitiator von sieben geschlossenen Wolkenkratzer-Fonds der Alternative Capital Investment aus Gütersloh in NRW mit einem Haftbefehl gleich in mehreren arabischen Staaten, berichtete ein von Anlegern beauftragter Detektiv dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net. | Robin Lohmann habe von arabischen Investoren Geld entgegen- genommen, ohne die versprochenen Türme zu bauen. Robin Lohmann habe aber den arabischen Gläubigern allen Ernstes nahegelegt, sie sollten sich mit ihren Geldrückforderungen an die rund 5.000 deutschen Anleger halten. Die hätten schließlich die Grundstücke für die Fantasietürme gekauft."

Die Frage ist halt immer: Kann man diese Entwicklung der Fonds und der von der Realwirtschaft losgekoppelten Geldwirtschaft nicht zurückschneiden und, in manchen Fällen, ausreißen. So wie man Hecken zurückschneidet (nicht umsonst: Hedgefonds!) und Unkraut jätet (Immobilienfonds. Merke: Offene Immobilienfonds sind wie (und sind so überflüssig wie) ein offenes Bein!).

Wikipedia -- Relevanzkriterien ...

sind notwendig. Ja aber...

Ich finde nach drei Klicks dies:

... In der englischen Wikipedia gibt es ebenfalls erbitterte Kämpfe um die Relevanz. Zwar wird immer wieder angeführt, dass dort quasi jede Folge einer bekannten US-Serie mit einem eigenen Artikel versorgt wird. Aber das hat – hier muss ich etwas mutmaßen – vor allem zwei Gründe: Die Autorengemeinschaft der englischen Wikipedia ist über die ganze Welt verstreut. Der Autor aus Indien wird nie mit den Autoren aus Texas oder Honululu zusammen treffen. Die weltweit verbreiteten US-Serien sind da ein prima Feld um Gemeinsamkeiten auszuloten. Zudem verfügt die englische Wikipedia über ein Vielfaches an Autoren und Korrekturlesern und kann somit mehr Artikel in den eigenen Kanon integrieren. Gleichzeitig jagt in den USA ein Verleumdungsskandal den anderen, längst gehört Wikipedia zum bevorzugten Ziel von Astroturfern.

Jetzt habe ich lange begründet, warum Relevanzkriterien notwendig sind. Qualität, Genauigkeit, Privatsphäre und Relevanz sind eng miteinander verwoben. In meinen Augen kann niemand, der sich ernsthaft das System Wikipedia vor die Augen führt an der Notwendigkeit von Relevanzkriterien zweifeln – ohne sie wäre Wikipedia längst in Falschbehauptungen, Eigen-PR und Verleumdungen versunken.

[Kommentar möglicherweise]

Ich meine -- Relevanzkriterien hin oder her. Nicht zu bezweifeln sind zwei Dinge:

a) Gäbe es keine RK, so wäre die WP einfach ein Sammelsurium an Informationen, mehr als sie es heute schon ist. Die Frage nach der Relevanz ist dem Menschen eigen. Er kann -- auch im Alltag -- nicht alles in sein Hirn aufnehmen. Die Wahrnehmungspsychologen sagen uns ja: Jede Form der Wahrnehmung ist schon eine Selektion. Es würde ihn schlichtweg überfordern.

b) Nun aber das große ABER: Das mit den RK ist eine Fortschreibung der alten Sprüche über die "Ungleicheit". Wer mag, der lese Rousseau! Wenn wir uns also kurz mal auf die Personen beschränken: Hier geht es darum, dass die Großkopfeten von den normalen Menschen getrennt werden. 

Wie hieß der alte Spruch von damals, der Fernsehfrau in den Mund gelegt:

"Guten Abend! Mein Name ist Frauke Ludowig. Und ich bin im Fernsehen. Und Sie nicht!" 

Mir also ist bei der RK-Diskussion immer unwohl. Als ich noch sehr viel jünger war als heute, hatte ich eine Roman-Idee, und in diesem Roman sollte vorkommen: Eine Bibliothek mit allen Lebens- geschichten aller Menschen, die jemals in diesem Land -- es war ein utopisches Land, natürlich -- gelebt haben. Und das wären noch immer mein Wunsch und meine Vorstellung! Denn: Jeder Mensch ist ein Künstler und eines Eintrags in der WP wert!

Freitag, 9. September 2011

Google-Übersetzung

Ich weiß nicht, welcher Sprachteufel mich geritten hat, dass ich diesen französischen Satz aus dem vorausgehenden Eintrag, der ja nicht schwer zu verstehen ist, in den Google-Übersetzer eingegeben habe. Ergebnis:


Tja, lieber Herr Ochs! Am Französischen arbeiten wir dann noch ein wenig, oder?

Nachdenken: Der Planet der Menschenaffen

So als ob sie meinen gestrigen Blog-Eintrag gelesen hätte, bringen die Journalisten und freien Mitarbeiter des SZ-Magazins heute eine dickes Heft zum Thema Mode. Nicht wirklich kreativ, wenn die Titelseite von der Frage beherrscht wird: Trägt man das jetzt so? und ein Arcimboldo-Modell sich selbst und nicht das Porträt des Kaisers Rudolf II. präsentiert. Auffallend auch, das Bemühen sich abzusetzen von der nicht-modischen Masse durch Originalität a) im Allgemeinen und b) im Detail. a) "Was ist guter Geschmack?" und b) "Wie finde ich die perfekte Männerunterhose?" Ziemlich affig so was, oder? Aber was tut man nicht alles, um dem eigenen Leben und der eigenen Sterblichkeit ein Quentchen (bitte so!) Sinn einzuflößen. Als Medikament. Auf dass beide, das Leben und die Sterblichkeit, bitte in der Nacht aufhören zu husten.

Was fällt in Verbindung mit dem erwähnten Eintrag und dem SZ-Modeheft ein? Nun ja, eigentlich nur:

---
VANITAS
---

Drei Autoren seien noch genannt: Barbara Vinken (Guter Geschmack), Thomas Bärnthaler (Krawatte im Büro), Tobias Haberl (Männer-Unterhose [besser Schreibung so]).

Und auch das noch: Kreativ die Werbung auf der Heft-Rückseite. Mit grobem Filzstift auf die Stirn und den oberen Nasenbereich eines kunstvoll unfrisierten, traurig, ja leicht verhärmt blickenden Model-Mädchens geschrieben:

IL N'Y A PAS DE
MODE SI ELLE NE
DESCEND
PAS

DANS LA RUE

Donnerstag, 8. September 2011

Gilbert Bécaud: Et maintenant

Lange danach gesucht -- in meinem Kopf. Jetzt also hab ich es.




(Nun denn, der Text nicht wortgenau, und auf dem Video ist der Mittelteil nicht da.)

Freie Navi-Software: Navpedia oder Wikigator (oder so)

Wann kommt eigentlich die freie Software für Navis? Oder ist OpenStreetMap wirklich schon auf dem richtigen Weg?

Nachdenken: Der Mensch mal wieder

Der Mensch ist ein eigenartiges Wesen. In ein paar Jahren -- sagen wir: in 1 Milliarde -- wird die Erde endgültig unbewohnbar sein, die Menschen werden also aus dem Kosmos verschwinden. Denn ein Entkommen zu extrem fernen bewohnbaren Planeten, an so etwas ist nicht zu denken. Hinzu kommt: Diese Dinge sind absolut sicher. Auch wenn sie zeitlich noch entfernt sind -- die absolute Sicherheit des Eintretens macht sie zu einer gegenwärtigen Sache. Und dennoch richten die Menschen keine staatlich geförderten Meditationskurse ein, fragen nicht, wieso sie dann denn leben, sondern -- sie streiten über das Heutige. Über Eurobonds und Gen-Mais. über Afghanistan und Libyen. Was für eine seltsame Spezies! Ganz entspannt im HIERUNDJETZT. Wirklich: Der Mensch, Wesen zwischen Tier und Gott. Mit deutlicher Schlagseite hin zum Tierischen.