Mittwoch, 5. Oktober 2016

"...um sich der Schweinezucht zu widmen"

Ach, die Meldungen, die man im Vorbeigehen findet, sind einfach herzallerliebst! Zumindest für den Leser.

Pletsch spielte zwischen 1999 und 2005 für Gladbach und absolvierte dabei 142 Liga-Spiele. 2011 beendete er seine Karriere, um sich der Schweinezucht zu widmen.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Christoph Kuch



Die österreichische Sprache

Wie der mal so ein Fund! Haben die Österreicher eine gemeinsame Sprache "österreichisches Deutsch", über den zweifellos vorhandenen Dialekten? Rudolf Muhr sagt seit langem vernehmlich: "Ja, natürlich!" So auch hier im STANDARD. Und da gibt es dann natürlich auch zuweilen gehässige Kommentare. Beispielsweise den:

Nitram Retniw | 8. November 2010 || jaja, tschüss... || tschüss heisst übrigens auf chinesisch 'geh sterben!'. seltsam, wie eifrig diese kommentare ihre sprache verleugnen wollen, und damit zeigen. frau harrer kennt, wie etwa auch barbara frischmuth, viele sprachen und regionen, wo die leute gottseidank recht anders reden. aber sind diese eher törichten kommentatoren hier representatief oder nicht, und wenn ja, wie tief? interessanterweise ist in einem solchen land wolf haas sehr populär, wie auch in anderen deutschsprachigen ländern. österreicherInnen und aussen haben halt eine besondere sprachbeziehung und erschaffen sich auch eigene sprachdenkmäler, wie jandl, dem der suhrkamp-unseld sagte, er sei ein dichter ohne eigene sprache, und jandl stimmte zu, denn deutsch gehoert allen usern, net?

Tschüs oder Tschüss aus dem Chinesischen?! Na, ein Scherzbold halt, der Retniw! (Alias Martin Winter. Das war jetzt nicht schwer, oder?) Die Wikipedia weiß es anders und besser:

Tschüs ist als Lehnwort aus dem romanischen Sprachraum übernommen worden (vgl. adieu, adiós, ade). Einen Hinweis auf die Abstammung des Wortes gibt die oben erwähnte, selten auch heute noch im Norden verwendete ältere Form atschüs (auch adjüs geschrieben, z. B. bei Fritz Reuter (19. Jh.), niederdeutsch), adjüst bei Gorch Fock (frühes 20. Jh., niederdeutsch), oder adjüüs im durch die Brüder Grimm aufgezeichneten niederdeutschen Märchen Vom Machandelbaum (1857).

Montag, 3. Oktober 2016

Gagen-Liste

Über die Ungleichheit unter den Menschen. Und den Schauspielern.


*alle Werte geschätzt, pro Folge und pro Person
  1. Til Schweiger 300.000€
  2. Maria Furtwängler 220.000€
  3. Jan Josef Liefers & Axel Prahl 120.000€
  4. Christian Ulmen & Nora Tschirner 90.00€
  5. Heike Makatsch 80.000€
  6. Axel Milberg 80.000€
  7. Wotan Wilke Möhring 70.000€
  8. Dietmar Bär & Klaus J. Behrendt 70.000€
  9. Richy Müller & Felix Klare 70.000€
  10. Ulrich Tukur 70.000€
  11. Sabine Postel & Oliver Mommsen 50.000€
  12. Eva Mattes & Sebastian Bezzel 50.000€
  13. Margarita Broich & Wolfram Koch 50.000€
  14. Miroslav Nemec & Udo Wachtveitl 50.000€
  15. Fabian Hinrichs & Dagmar Manzel 50.000€
  16. Devid Striesow & Elisabeth Brück 50.000€
  17. Ulrike Folkerts & Andreas Hoppe 50.000€
  18. Meret Becker & Mark Waschke 50.000€
  19. M. Brambach, K. Hanczewski & A. Höfels 50.000€
  20. Jörg Hartmann & Anna Schudt 50.000€
  21. Harald Krassnitzer & Adele Neuhauser 30.000€
  22. Stefan Gubser & Delia Mayer 30.000€
Und dann kommen die armen Kerle und die armen Madeln, die an städtischen Bühnen hoffen, dass ihr Engagement verlängert wird oder dass der Intendant nicht weggeht und sie damit zum Abschuss freigibt.

P. S. Ich kann und kann nicht verstehen, warum der Schweiger Til mit seiner hohen, schrabbeligen Stimme an der Spitze steht. Aber eben -- versteh einer die Deutschen!

Samstag, 1. Oktober 2016

Hasskommentare

Von Facebook war hier schon oft die Rede. Nun bin ich schon seit ein paar Wochen nicht mehr bei Facebook. Warum? Es wurde mir einfach zu viel. Diese dauernde Aufforderung dies und das zu tun, Auskunft zu geben und sie und ihn zu 'liken'. Diese soziale Aufgeregtheit und der Wettbewerb mit der Zahl der 'Follower'. Überhaupt diese abgeschliffenen englischen Begriff!

Nein, ich habe eigentlich nichts gegen Facebook. Jeder wie er mag. Dachte ich! Bis heute. Ein Artikel im SPIEGEL. Heute. Ich hoffe, ich darf ausnahmsweise mal ein paar Zeilen mehr zitieren:

Am 20. Fe­bru­ar stell­te die Ber­li­ner Schau­spie­le­rin Jen­ni­fer Ul­rich auf ih­rer Face­book-Sei­te ein Vi­deo ein, das die Vor­gän­ge im säch­si­schen Ort Claus­nitz do­ku­men­tier­te. ... | Zwei Tage nach dem Claus­nitz-Post mel­de­te sich ein Face­book-Nut­zer un­ter dem Pseud­onym Ma­rio We­ber auf der Sei­te der Schau­spie­le­rin und droh­te da­mit, ihr Le­ben zu be­en­den. „Man soll­te eine Ket­ten­sä­ge neh­men und dir dei­ne scheiß-häss­li­che Kack­fres­se ein­fach zer­häck­seln“, schrieb We­ber: „Ul­rich kre­pier un­wer­tes Le­ben ver­re­cke!!!“ Ein paar Mi­nu­ten spä­ter folg­te ein zwei­ter, nicht we­ni­ger ein­deu­ti­ger Post: „Der Tag der Ab­rech­nung wird noch kom­men, Links­dreck, und dann wer­de ich da sein um je­den ein­zel­nen von euch scheiß Dreck auf mög­lichst blu­ti­ge Wei­se hin­zu­met­zeln.“
...
Zwei Tage nach­dem Ul­rich die An­kün­di­gung, ihr Ge­sicht mit ei­ner Ket­ten­sä­ge zu zer­klei­nern, an Face­book ge­mel­det hat­te, er­hielt sie die Ant­wort, man habe den Kom­men­tar ge­prüft. Der Check habe er­ge­ben, dass der Post „nicht ge­gen un­se­re Ge­mein­schafts­stan­dards“ ver­sto­ße. | Es gab kei­ne wei­te­re Er­klä­rung. Es war auch nicht er­sicht­lich, wer die Prü­fung durch­ge­führt oder ihr nach Ab­schluss ge­ant­wor­tet hat­te. Im Ge­gen­satz zu an­de­ren Un­ter­neh­men ver­zich­tet Face­book beim Kun­den­kon­takt auf die An­ga­be von Na­men. Es gab, wie Ul­rich fest­stell­te, nicht ein­mal eine Te­le­fon­num­mer, un­ter der sie eine Nach­fra­ge hät­te hin­ter­las­sen kön­nen. | Nor­ma­ler­wei­se wür­de die Ge­schich­te hier en­den, so wie bei vie­len Nut­zern, die auf ih­ren Sei­ten Hass­kom­men­ta­re ent­de­cken. Aber weil Ul­rich ziem­lich stur sein kann, wenn sie sich är­gert, stell­te sie die Ant­wort von Face­book auf ihre Sei­te, zu­sam­men mit der Fra­ge, „was die­ser wahn­sin­nig freund­li­che, schein­bar rechts­ge­sinn­te User mir hät­te noch schrei­ben müs­sen, da­mit Face­book sei­ne Kom­men­ta­re als lö­schens­wert emp­fin­det“. | Dies­mal er­kann­te das Un­ter­neh­men ei­nen Ver­stoß ge­gen sei­ne Richt­li­ni­en. Ul­rich er­hielt von Face­book eine Mit­tei­lung, dass ihr Bei­trag ent­fernt wor­den sei, sie wur­de er­mahnt, sich mit den „Face­book-Ge­mein­schafts­stan­dards“ ver­traut zu ma­chen. Dann war ihre Sei­te ge­sperrt. „Dein Kon­to ist vor­über­ge­hend nicht ver­füg­bar“, stand auf dem Bild­schirm, als sie Freun­den eine Nach­richt schi­cken woll­te. Bei der Lö­schung habe es sich um ei­nen „Irr­tum“ ge­han­delt, er­klär­te das „Face­book-Team“ spä­ter. Ein paar Tage zu­vor hat­te sich der Schau­spie­ler­kol­le­ge Til Schwei­ger ein­ge­mischt und den Fall pu­blik ge­macht. Auch eine Ber­li­ner Bou­le­vard­zei­tung war auf­merk­sam ge­wor­den.

Ich meine: schon klar! Das reiche Facebook hat nicht genügend Leute, um den Laden zu überblicken. Aber hier hätte ein des Deutschen Kundiger schon mal einschreiten müssen.

BILD +

BILD gibt den Kampf gegen meinen Werbeblocker auf. Aber nur halb. Es werden ein paar Inhalte gezeigt, und oft folgt dann:

28.12.2014 - 23:59 Uhr | Gibt es sie wirklich, die wahre Liebe im Netz oder geht es bei Dating-Apps nur um die schnelle Nummer? BILD hat den großen Flirt- Test gemacht und einen Reporter quer durch die Republik geschickt. Sein Auftrag: jeden Tag ein Date! Lesen Sie ab heute seine unglaublichen Erlebnisse in 6 Teilen. || Weiterlesen mit Premiuminhalt-AboMonatlich kündbar | Jetzt für 0,99 €/Monat testen

Man soll jetzt also BILD + abonnieren oder so. Das ist der neue Trend bei den Zeitungen, die ganz offenbar gegen das Internet kämpfen wie der vom Schiff gefallene Ertrinkende gegen die Wellen. Auch der SPIEGEL und viele andere Zeitungen versuchen es ja mit solchen "Zusatzangeboten". Konkret gesprochen: Wenn jemand den papierene SPIEGEL und dazu die Online-Ausgabe abonniert hat und dann aber noch für den nächsten Geldbringer-Einfall der Redaktion blechen soll, dann kann der Schuss nach hinten losgehen: Einige Leser fragen sich wahrscheinlich irgendwann, ob sie den SPIEGEL überhaupt noch brauchen.

Und es gibt dann noch die Hardcore-Verzweifelten von jener taz, der es dem Vernehmen nach ja schon immer finanziell nicht gut ging. Die aber sicher ist, dass sie auf der rechten -- nun gut, auf der richtigen Seite steht und die darum gar nicht verstehen kann, dass sie so wenige zahlende Leser hat. Und sie versucht auch noch den Spagat: Die taz für alle, auch für die, die kein Geld haben! Sozialistisch-brüderlich. Das sollte gehen. Wenn viele, die Geld haben, zahlen. Eine schöne Idee eigentlich.

Natürlich kostet taz.de Geld. Dennoch soll niemand dafür bezahlen, wenn er nicht kann. Denn wir sind der Überzeugung, dass Nachrichten und Informationen frei zugänglich bleiben sollen. Das sehen Sie auch so? || Dann seien Sie dabei: Ein regelmäßiger Beitrag zu taz.zahl ich sichert unsere Unabhängigkeit und den freien Online-Zugang zu unseren Inhalten. Für alle.

Sehe ich das auch so? Nun -- vielleicht nicht so ganz! Aber was soll's? Die taz reflektiert immerhin klar die Lage, wenngleich vor allem bei den anderen, die in der gleichen Situation sind:

Epochaler Umbruch || Das Geschäftsmodell der gedruckten Zeitung funktioniert nicht mehr, der digitale Verbreitungsweg von Journalismus hat wirtschaftlich noch kein Geschäftsmodell gefunden. In der deutschen Presselandschaft lässt sich der epochale Umbruch besonders gut am Beispiel des Axel Springer Verlages deutlich machen. Der Konzern hat im Jahr 2014 für fast eine Milliarde Euro seine regionalen Tageszeitungen Berliner Morgenpost und Hamburger Abendblatt, samt Anzeigenblättern und Programm- und Frauenzeitschriften an die Funke Mediengruppe (ehemals WAZ) verkauft. | Behalten hat Springer die Bild-Zeitung, obwohl das Boulevardblatt noch mehr als die Abonnement-Zeitungen an dem veränderten Mediennutzungsverhalten leidet. Die an den Kiosken verkaufte Auflage von Bild, Deutschlands größter Tageszeitung, hat sich in den zehn Jahren vom vierten Quartal 2004 bis zum vierten Quartal 2014 um immerhin 46,8 Prozent nahezu halbiert, von 3.694.641 auf 1.964.821 Exemplare täglich. Das Bild im öffentlichen Raum, in Cafés, Bussen und Bahnen wird heute von den mobilen digitalen Geräten dominiert und nicht mehr von der Zeitung. Der Pressehandel spürt das veränderte Leseverhalten unmittelbar in seinen Kassen.

LESEN SIE AUCH --
OHNE ZUSÄTZLICH GEBÜHREN
DAS HIER ZU DIESEM THEMA!
IN DIESEM BLOG!

Aber liken Sie uns auf Facebook!
(Wenn nicht? Macht auch nichts.)

Freitag, 30. September 2016

Jaja, die kulturelle Vielfalt!

(Und ansonsten unkommentiert.)

"Eine Achtklässlerin geht einem Zeitungsbericht zufolge seit mehreren Jahren vollverschleiert zum Unterricht in eine Schule in Belm im niedersächsischen Landkreis Osnabrück. Dies berichtete die „Neue Osnabrücker Zeitung“ am Freitag unter Berufung auf das Kultusministeriums des Landes. Demnach trägt die Schülerin seit dem Schuljahr 2013/14 einen sogenannten Nikab, die Schule meldete dies im August der Landesschulbehörde. Versuche, das Mädchen und ihre ebenfalls verschleierte Mutter zum Ablegen der Verhüllung zu bewegen, seien erfolglos geblieben.Die Schule habe aber bislang auf eine Durchsetzung des Verschleierungsverbots verzichtet, um den Bildungsabschluss der Schülerin und den Schulfrieden nicht zu gefährden. „Die Landesschulbehörde ist damit beauftragt, die Schule weiter zu beraten und zu unterstützen mit dem Ziel, eine Verhaltensänderung bei der Schülerin zu bewirken“, sagte ein Sprecher von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. (afp)"

Tokio Hotel 2017

Ob das was wird mit der angekündigten Welttournee von Tokio Hotel*? Denn -- so total-androgyn wie dereinst kommt Bill Kaulitz heute mit 27 ja auch nicht mehr rüber.

--

* Beachtet auch jeder und jede und immer das deutsche i in Tokyo? I doubt it! Das ist Heimatverbundenheit!

Mr. & Mrs. Smith

Es muss jetzt einfach sein: ein kurzes Statement zu Brangelina!

SPIEGEL-Gespräch mit Jolie und Pitt | "Die Wahrheit ist doch: Wir sind alle nicht gut in Beziehungen" || Angelina Jolie und Brad Pitt trafen vor zehn Monaten SPIEGEL-Redakteur Philipp Oehmke zum Gespräch. Sie sprachen über Liebe, die Mühen der Ehe - und ihren Film, in dem die beiden ein Paar in einer existenziellen Krise spielten. (Samstag, 05.12.2015 spiegel.de)

Vor eineinhalb Jahren schon solche Einsichten! Und doch ist da auch noch etwas Anderes, etwas Besonderes: Bereits am Beginn, in ihrem ersten gemeinsamen Film, bei dem es gefunkt hat zwischen den beiden, also in "Mr. & Mrs. Smith", haben sie wunderbar ironisch das Ende beim Eheberater gespielt. Und dann natürlich auch die Schlammschlacht, ganz ohne Schlamm, aber mit viel Krachbumm.

Donnerstag, 29. September 2016

"Nur die Liebe lässt und leben ..."

By the way -- was wurde eigentlich aus Angela Magdici und Hassan Kiko?

Lange her schon wieder. Sechs Monate? Nun ja, jedenfalls lange her. In der Schweiz gibt es politische Nachbeben. Aber sonst? Bis zum Prozess: mediale Funkstille.

--

Wie komme ich jetzt auf diese Frage? Nun ja, ich habe gelesen:

... Kein Wunder, dass Erich Honecker die Ehe mit Charlotte Schanuel (starb 1948) zu DDR-Zeiten verschwieg. Dabei hatte ihm die Frau mit ihrer Nazi-Nähe sein Leben gerettet. Im März 1945 war Honecker beim Häftlingseinsatz in Berlin geflohen. Die Flucht bedeutete für ihn den sicheren Tod, denn Honecker fand kein Versteck. Er musste zurück ins Gefängnis. Seine Wärterin half bei der Rückkehr. Mit einem Staatsanwalt sorgte sie, dass die Flucht für Honecker ohne Folgen blieb. (tagesspiegel.de)

Was schließen wir? Jawohl, "Nur die Liebe lässt und leben ..." (Wer hat's gesungen? Katja Ebstein? Ach was! Mary Roos natürlich.)

Helene Fischer

Für Prominente, die ja auch von der Prominenz leben und oft gut verdiehen, gelten andere Maßstäbe als für die Normalsterblichen. Also dann! Über Prominente darf man berichten, wenn man will auch: herziehen. Sie dürfen nicht dagegen aufmucken. Das ist Gesetz. Schlimm, schlimmer. Am schlimmsten: Wenn vermeldet wird, dass die Berühmtheit von ihren 'Fans' nicht vermisst wird. Und damit, vielleicht-vielleicht!, auf dem Weg in die Nicht-mehr-Berühmtheit ist?

Helene Fischer: So wenig vermisst Deutschland die Schlager-Queen | Vermissen Sie Helene Fischer? Daüber konnten Teilnehmer einer Umfrage vom vom 9. bis 14. September abstimmen. | Das ist dürfte [na ja, es musste schnell gehen] für die Sängerin ein echter Schlag ins Gesicht sein: Die Fans von Helene Fischer scheinen ganz gut mit ihrer Auszeit klarzukommen. | In den vergangenen Jahren war Helene Fischer (32) das Aushängeschild des modernen Schlagers. Ihre Hits liefen in Dauerschleife und ein TV-Auftritt jagte den nächsten. Doch 2016 wurde es plötzlich ruhiger um die schöne Frau an Florian Silbereisens (35) Seite. | Helene postete kaum noch etwas auf ihren Social-Media-Profilen und auch ihr Management war nicht mehr zu erreichen. Ob die Schlager-Queen wohl Angst hat, ihre Fans durch mediale Dauerpräsenz abzuschrecken?

Ich will das mal geraderücken: Ein Image-Wechsel steht an. Das ist alles. HF als ernsthafte Schauspielerin. Nein, nicht als Minna von Barnhelm, sondern als Psychiaterin in einem ziemlich abgefahrenen, aber hochspannenden und darum sehr erfolgreichen Mystery-Thriller. Dunkelhaarig und ironisch-ernst. Auf ein wenig älter geschminkt. So 40 bis 45 Jahre alt und schöner als zuvor. Meine Voraussage! Man möge sich daran erinnern, wenn es soweit ist.

Mittwoch, 28. September 2016

"Was ist Casual Dating?"

Mein Gott, was würd' ich machen, wenn es das Internet nicht gäbe? Verdummen und verblöden würde ich! Aber so erfahre ich kurz und knackig, was sich hinter dem neuen CD verbirgt. Nachdem es die alten CDs ja praktisch nicht mehr gibt. Das alles und noch viel mehr bei secret.de. Wobei da wahrscheinlich nicht die Sekrete, Sie wissen schon -- Austausch von Körpersäften und so. Nein, das ist wahrscheinlich nicht gemeint.

--

Secret-Ratgeber | Was ist Casual Dating? | Dating-Trend für selbstbestimmte Frauen | Was ist Casual Dating?

Geheime erotische Phantasien haben viele Frauen und Männer, gelebt werden sie jedoch selten. Casual Dating bietet eine perfekte Möglichkeit, sich den Wunsch nach lustvollen Begegnungen und unverbindlicher Zweisamkeit zu erfüllen.

Was also ist Casual Dating? Vereinfacht geht es, wie das Wort „casual“ schon sagt, um eine Beziehung mit erotischem Hintergrund, die frei von Verpflichtungen ist. Alles kann, nichts muss. Secret-Mitglieder können auf eine prickelnde Entdeckungsreise mit Gleichgesinnten gehen und ihre Wünsche wahr werden lassen.

Beim Casual Dating trifft Unverbindlichkeit auf Intimität

Gemeinsame Phantasien und sexuelle Vorlieben sind die Basis für ein prickelndes Date, aus dem mehr werden kann. Denn beim Casual Dating gibt es keine Tabus, wenn es um das Ausleben sexueller Bedürfnisse geht. Dabei spielt es keine Rolle, ob es bei einer einmaligen Begegnung bleibt oder ob eine Fortsetzung folgt. Der Reiz liegt in der zwanglosen Intimität beim knisternden Flirt. Immer mehr Frauen entdecken ihre Sinnlichkeit unabhängig von ihrem Lebenspartner und erleben lustvolle Stunden mit diskreten Gleichgesinnten.

--

Jetzt wäre natürlich zu fragen, ob die beiden, die sich da treffen, in ihrem nicht-casualen Leben (i) ungebunden, also ohne Partner sind, (ii) mit dem Einverständnis des Partners daten (der das ev. auch so macht) oder (iii) das hinter dem Rücken ihres Lebenspartners machen.

Aber wie auch immer, manchmal geht mir diese angesagte Leichtigkeit des Seins ganz schön auf den Keks.

"... ihr Vater war gebildet."

Ich habe dann mal doch nachgesehen, was über Zana Ramadani so berichtet wird. Ein sprachlich ziemlich schiefer Wikipedia-Artikel. Kritik, hierher kopiert:

--

"Als Siebenjährige zog Ramadani mit ihrer Familie nach Deutschland, wo sie im Siegerland aufwuchs. In ihrer – nach eigenen Aussagen liberal-muslimischen – Familie erlebte sie Gewalt und Unterdrückung, wobei diese aber nur von ihrer konservativen Mutter ausgingen; ihr Vater war gebildet. Mit 18 Jahren floh sie in ein Frauenhaus."

Könnte sich vielleicht jemand, der sich da auskennt, des ganzen Artikels stilistisch-inhaltlich annehmen? 'liberal-muslimisch' und dann eine konservativ-gewalttätige Mutter? Was bedeutet da denn liberal-muslimisch? Und 'gebildet' so als Gegensatz zu Gewalt? Nebenbei: Warum hat der gebildete Vater nichts gegen die gewalttägige Mutter unternommen? Irgendwie schief das Ganze.

Ach und: "Im Januar 2015 verließ sie Femen aufgrund eines Fotos eines Ex-Mitgliedes." Ein Ex-Mitglied (!) von Femen? Funny. Was heißt das wohl? Und was war auf dem Foto zu sehen, dass es ein Grund für einen 'Austritt' sein könnte? (Ist Femen eigentlich ein Verein, aus dem man formell 'austritt'? Könnte man da nicht einfach Ross und Reiter nennen, um es mal so auszudrücken.)"

Zana Ramadani

Wer gerne, so wie ich, hin und wieder gerne Klatsch und Tratsch liest, der sollte mal hierher schauen!

"... Die Frauen-Unions-Vorsitzende revanchiert sich nun mit einem Gegenangriff. Jenna B. sei nicht nur auf jedem Schoß gesessen, sie habe ihr selbst offenbart, ein Verhältnis mit CDU-Generalsekretär Peter Tauber zu haben – und will dies notfalls sogar an Eides statt versichern. Der Peter hingegen ist pflichtbewusst betroffen angesichts von Sexismus in seiner Partei und dementiert ritterlich jede Unanständigkeit. Das vorläufige Finale Grande in dieser Berliner Love-Story liefert dann aber noch ungefragt Zana Ramadani – auf dem Papier „Feministin“ in der CDU, die im Echtleben im Heimatverband irgendwo im Siegerland nichts geworden ist."

Einem 'Essay' ist das übrigens entnommen! Na dann ...

To put Erkrath | mass brawl on the map

Erkrath | Massenschlägerei zwischen Rockern libanesischem Familienclan | Mittwoch, 28.09.2016 | Bei einer Massenschlägerei zwischen Rockern und Mitgliedern eines libanesischen Familienclans sind mehrere Menschen leicht verletzt worden. Zwischenzeitlich beteiligten sich an der stundenlangen Auseinandersetzung in Erkrath (Kreis Mettmann) rund 150 Libanesen, wie die Polizei in der Nacht zu Mittwoch mitteilte. | Sie standen rund zwei Dutzend Männern aus dem Rockermilieu gegenüber. Einige Beteiligte hätten Baseballschläger dabeigehabt, sagte ein Sprecher. | Am Dienstagabend hatten sich zunächst 30 bis 40 Libanesen vor einer Gaststätte aus noch unklaren Gründen mit den Rockern eine Schlägerei geliefert. Im Laufe der Nacht kamen immer mehr Libanesen auch aus der weiteren Umgebung dazu. (focus.de)

Was hatten die wohl gegeneinander? Das wüsste man doch gerne etwas genauer. Nicht dass das die Scharmützel vor dem Petryschen Bürgerkrieg sind!

--

Im Übrigen, in Sachen Stimmungsbarometer "Flüchtlinge und Migration": Ich dachte immer, die Huffington Post sei so eine Art 'Peter Mosleitners interssantes Magazin' für das Nicht-Wissenschaftliche. Aber dann solche Buchauszüge? "Torsten Heinrich: Den Flüchtlingen wird in Deutschland gezeigt, dass sich Gesetzesbruch lohnt" mit einer Reihe von Beispielen. Bei denen sich natürlich auch die Frage stellt, ob der Autor richtig liegt. Aber ganz unabhängig davon ist er natürlich ein Teil des Stimmungsbarometers.

Dienstag, 27. September 2016

Rechtschreibung: die 70-er / 70er Jahre ?

Ich hätte schwören können, dass die nicht mehr so neue Rechtschreibung da einen unsinnigen Bindestrich vorgegeben hat: die 70-er Jahre. Aber sieh da: Ich suche, um sicherzugehen (sic) und finde im DUDEN doch nur diese alte Form: die 70er Jahre. Na dann.

Apropos! Je weiter das 21. Jahrhundert vorankommt, desto mehr wird man 'die 1970er Jahre' schreiben müssen. Es könnten sonst ja auch die 1870er gemeint sein.

Montag, 26. September 2016

Ribérys "fehlgeschlagene Integration"

 (Ein Lustspiel)

So liest sich das:

Bundesliga-Rückschau: Das Schlimmste sind fußballspielende Franzosen 4/39 ZEIT ONLINE ZEIT ONLINE Christian Spiller ... Bayern Münchens ... Bayern Münchens Franck Riobéry (na!) jongliert sich am Abend des 21. September 2016 im Spielertunnel der Allianz Arena für den Gast aus Berlin warm, für Hertha BSC. Franck Ribéry hat es schon wieder getan. Oder ist alles nur ein großes, kulturelles Missverständnis?

Also, ich hab das Kneifen im Fernsehen gesehen. So nach Tätlichkeit sah das auch auch "in Deutschland", also für mich, nicht aus.

Es folgt, im Artikel, eine tiefschürfende [nein, bitte nicht: 'tief schürfende'!] Analyse:

Über Franck Ribéry, Zuwanderung und Körpersprache. Letztere ist ja wie jede Form der Kommunikation ein Teil der kulturellen Prägung. Ein mit Daumen und Zeigefinger gebildeter Kreis wird in Deutschland gerne benutzt, um dem Wirt darzulegen, dass die Bratkartoffeln wirklich vorzüglich waren. Anderswo bekommt man eine übergebraten, weil dieser Fingerzeig eine menschliche Körperöffnung symbolisiert und dort als mindestens obszön gilt. Nur durch diese interkulturellen Differenzen können wir uns erklären, warum Franck Ribéry so herzlich in die Wange von Nicolai Müller kniff. In Frankreich muss das nett gemeint sein. Man kennt das auch von deutschen Großmüttern. "Du kleiner Racker, hast du fein gemacht!" Es würde nicht wundern, wenn Ribéry im nächsten Spiel ein mehrmals benutztes Stofftaschentuch aus der Hosentasche zieht, es kurz mit Speichel befeuchtet, um dann dem Gegenspieler einen Krümel aus dem Mundwinkel zu wischen. Auch Ribérys frühere Gesprächsangebote an Gegenspieler, also die vielen Finger in den Augenhöhlen und Ellenbogen an den Schläfen seiner Gegenspieler, gelten in seiner Heimat sicherlich nur als Zeichen von Zuneigung. Und die Schiedsrichter, die seine Taten regelmäßig sehen, bewerten sie im kulturellen Kontext völlig richtig und zeigen kein Rot. Wir hoffen es sehr. Sonst müsste man sich Sorgen machen um den Wiederholungstäter Ribéry und seine fehlgeschlagene Integration. Sonst wäre es ja so ähnlich, wie ein anderer seltsamer Bayer kürzlich formulierte: Das Schlimmste ist ein fußballspielender, kneifender Franzose. Der ist neun Jahre hier – als Wirtschaftsflüchtling – den kriegen wir nie wieder los.

"Ribéry und seine fehlgeschlagene Integration". Huch wie lustig! Jetzt fehlt nur noch ein Wort zum Mohammedaner Ribéry.

Freitag, 23. September 2016

IS, NSU, RAF usw. -- Fragen an die Experten

Welche Antworten geben eigentlich jene Wissenschaften, die sich ganz allgemein und dann meinetwegen spezialisiert mit dem "Abdriften in gewalttätige Kreise" beschäftigen, auf die Frage: Was geht im Kopf von Menschen so vor sich, die sich radikalisieren? Welche Voraussetzungen sind da gegeben? Welche Selbstauskünfte geben diese Menschen, wenn sie ihr Engagement denn überleben?

"Joachim Gerhards Maklerbüro ist in einem flachen Backsteingebäude untergebracht – in einem Hof hinter einem alten Mehrfamilienhaus in einem Multi-Kulti-Viertel nicht weit von der Uni. Vor dem ebenerdigen Büro-Eingang Gartentisch und Stühle. Hinterhofgemütlichkeit. Bevor seine beiden Söhne nach einigen Jahren Schauspielstudium und Lehre in Berlin in den Dschihad ziehen, arbeiten sie noch einige Monate im Maklerbüro ihres Vaters. Die Eltern der beiden jungen Männer sind seit langem getrennt. Die Rückkehrer aus der Hauptstadt leben in Kassel in der Wohnung des Vaters. Bald fühlen sich Gerhards Söhne und einige ihrer Freunde immer stärker von der Kasseler Salafistenszene angezogen: || "Und selbst die Abschiedsbriefe, da steht ja nichts Radikales drin. Nur alles mit Liebe und dankbar, dass sie sich bedanken wollen und alles. Und es tut ihnen leid, aber für ihren Weg, sie müssen da jetzt hingehen. Und sie wollen dort nach dem Glauben leben und das tut halt richtig weh. Und dann fragt man sich immer, was ist da in Wirklichkeit passiert? Wo sind diese Leute, die so was verursachen?" || Diese Fragen lassen Joachim Gerhard seit zwei Jahren nicht ruhen. Immer wieder fährt er an die türkisch-syrische Grenze, um nach seinen beiden Söhnen zu suchen. Anfangs hat er noch Telefonkontakt, versucht sie zu treffen. Vergeblich. Als er dann dabei hilft, einen anderen Jugendlichen, der zurückkehren will, aus dem IS-Gebiet herauszuschmuggeln – hat das Folgen. Der Kontakt zu seinen Söhnen bricht ab." (deutschlandradiokultur.de)

'Die Natur' ...

... ist, zusammen mit den von ihr in Szene gesetzten Gesetzen, einfach ein anderer Name für 'Gott'.

Am Morgen einen Podcast gehört, der den Begriff 'Genschere' erklärt. (Als ich eben noch einmal nachgesehen habe, wollte mir Google da unbedingt den Ex-Außenminister Genscher andrehen. Auch lustig.) Also es geht um den, wie es hieß: "sperrigen Namen" Crispr-Cas 9. Dazu:

Eigentlich ist Crispr-Cas 9 ein molekulares Verteidigungssystem, mit dem sich Bakterien gegen Feinde schützen. 2012 konnte eine Forschergruppe aus Berkeley um die Biologinnen Jennifer Doudna und Emmanuelle Charpentier die daran beteiligten Biomoleküle erstmals für gentechnische Zwecke nutzen. Im März 2013 reichten die beiden eine Patentanmeldung ein. Bis dahin hatten jedoch auch andere Gruppen angefangen, das Verfahren zu nutzen, und zeigten, dass man damit auch das Erbgut von menschlichen Zellen verändern kann. Damit schien das Tor zu einer neuen Gentherapie geöffnet, und im Oktober 2013 reichte der Biologe Feng Zhang vom Broad-Institut ein Patent für diese Anwendung ein. (sueddeutsche.de)

Und ich werde im Zuhören fast wieder zum Gottesbeweiser. Genauer: zu einem, der sagt, dass es irrwitzig ist anzunehmen, "die Natur",diese Verwalterin der Materie, habe sich solcherlei einfallen lassen. Natürlich ist die Natur, Gott, das Meta-Physische etwas, das uns nicht nur zum Staunen bringen muss. Wir müssen erkennen, dass wir Würmer sind, die ein wenig Erkenntnis aufbauen.

Und dann auch noch: Patenstreitigkeiten. Auch in den Wissenschaften lebt Enrico Dandolo.

Seit Monaten streiten sich Anwälte zweier amerikanischer Elite-Universitäten darum, wem das Patent für ein neues Werkzeug der Gentechnik zusteht. ... Marktbeobachter schätzen den Wert dieser Entdeckung auf mehrere Milliarden Euro.

Erdogan, Gülen, Dandolo

Eigentlich lag das doch die ganze Zeit über in der Luft, oder? Nicht eben neu, diese Erkenntnis. Natürlich. Es heißt in dem Artikel ja auch: "Diese Anschuldigungen kamen schon direkt nach dem Putschversuch in der Türkei auf".

Fethullah Gülen wirft Erdogan vor, den Putschversuch selbst inszeniert zu haben. | Diese Anschuldigungen kamen schon direkt nach dem Putschversuch in der Türkei auf – doch nun formuliert sie Fethullah Gülen das erste Mal selber: Recep Tayyip Erdogan habe den Aufruhr selbst inszeniert, weil er wusste, dass er davon profitieren würde. | Der türkische Geistliche und seine regierungskritische Hizmet-Bewegung werden von Erdogan für den Putschversuch verantwortlich gemacht. Einst waren beide politisch Gleichgesinnte, nun sind sie die ärgsten Feinde. | Nun meint Gülen ausreichend Belege gefunden zu haben, um Erdogan selbst den Putschversuch vom 15. Juli zu unterstellen, der zu dem Ausnahmezustand und Festnahmen geführt hat. | „In den vergangenen Tagen kamen so viele Beweise ans Licht, dass dies zur Gewissheit wird“, sagte Gülen in einem gemeinsamen Interview der Deutschen Presse-Agentur, der Wochenzeitung „Die Zeit“ und der spanischen Tageszeitung „El País“ in seinem Exil in den USA. | Laut Gülen habe Erdogan diesen Coup jahrelang vorbereitet. „Er hat nur auf die richtige Gelegenheit gewartet“, sagte Gülen, der seit 1999 im US-Bundesstaat Pennsylvania lebt. Die türkische Regierung fordert die Auslieferung des 78-Jährigen.

Und was liegt da noch in der Luft? Ja, natürlich: Enrico Dandolo, "Der blinde Löwe von San Marco". Alt, blind und gebrechlich sein. Aber -- erobern wollen, erobern müssen. Mit dem Rücken zum Abgrund es eigenen Lebens. Den Absturz, der gewiss und in nächster Zeit bevorsteht, nicht sehen wollen. Um die Macht kämpfen bis zu letzten Atemzug. Das sind sie, die echten Politiker. Von einem anderen als ihrem Standpunkt aus gesehen, lassen sie sich so charakterisieren: verblödet und diesseitsverhaftet*. Aber natürlich: der Anbetung eines Teils der Massen sicher. Jenes Teils, der aus genau solchen diesseitsverhafteten Menschen besteht. Aber hier natürlich zwei Musterexemplare des blinden Löwen. Zwei, die sich an die Gurgel gehen, obwohl es ihnen gut anstünde, so allmählich ihre Restlebenszeit im Gespräch mit Allah zu verbringen.

--

* Nein, dieses Wort soll nicht an das christliche oder irgend ein anderes 'Jenseits' gemahnen. Es soll einfach nur eine Trivialität zeigen: Der Mensch ist sterblich, und es steht ihm gut zu Gesicht, wenn er sich, zumindest wenn er 60 Jahre oder älter ist, allmählich besinnlich zeigt, zur Besinnung kommt, sich so peu à peu vom Tagesgeschäft zurückzieht. Was aber tut der blinde Löwe statt dessen? Nun -- siehe oben.

Calisthenics

"Es ist bewiesen: So werden Sie bis zu sechs Jahre älter" habe ich zuerst gelesen. Und erst einmal nicht verstanden. Ich möchte doch lieber 10, oder besser, wenn schon, denn schon: 20 Jahre jünger aussehen! Dann aber fällt der Groschen. Um Lebensverlängerung geht es!

"Dänische Studie: Es ist bewiesen: So werden Sie bis zu sechs Jahre älter | Ein paar Pfunde verlieren tunt vielen gut und ist ein alljährlicher Vorsatz - egal ob zum Jahreswechsel oder zum Sommerbeginn! Allerdings ist die Diätenflut riesig und täglich werden es mehr: Fatburner-, Ayurveda-, Trennkost- oder Formula-Diät. Doch wie nimmt man eigentlich wirklich gesund und dauerhaft ab? | Abnehmen - was wirklich hilft || Joggen hält fit! Joggen tut gut – zumindest fühlt es sich meist gut an, wenn die Anstrengung bewältigt ist. Doch nun ergab eine dänische Langzeitstudie, dass das langsame Laufen nicht nur fit macht, sondern sogar das Leben verlängern kann – und zwar um bis zu sechs Jahre."

Ich möchte das ganze allerdings ohne Joggen schaffen. Erstens finde ich Joggen langweiliger als sonstwas, und zweitens will ich die Muskeln anders verteilen. Durch Gymnastik. Oder wie immer diese körperliche Belastung durch das Gewicht des eigenen Körpers genannt wird.

Calisthenics. Natürlich gibt dafür schon ein richtiges Wort und ein Buch dazu! (Wenn der Mann auf dem Titelbild nicht schon wieder so extrem vorab-trainiert aussähe! Deprimierend!)

Mittwoch, 21. September 2016

"Ist makelloses Deutsch ...

... die Eintrittsbedingung für Klagenfurt?"

Jesus, Maria und Josef! Was ist schon makelloses Deutsch? Diese Passagen sind mir eben noch einmal über den Weg gelaufen:

"Dass Sargnagel einen brachialen Solipsismus vorspielt, tatsächlich aber eine durchaus melancholische und empathische Gegenwartsentzauberung liefert, fiel umso mehr auf im Vergleich zu jenen Texten, in denen eifrig Bedeutung und Tiefsinnigkeit aufgefahren wurde, an denen sie letztlich selbst zu ersticken drohten. Sascha Machts dystopischer Beitrag wäre ein Beispiel hierfür, Jan Snelas pseudobarocke, hochgerüstete Fantasie über eine Zerrieselung des Abendlandes, dessen Fantastik der Jury wenig einleuchten wollte. Von Bastian Schneiders Kurzprosastücken, denen Sandra Kegel eine allenfalls bordsteinhohe Fallhöhe attestierte, gar nicht erst zu sprechen. | Ist makelloses Deutsch die Eintrittsbedingung für Klagenfurt? | Bedeutung unterlaufen wurde hingegen auf verschmitzte, an Robert Walser erinnernde Weise von dem 1957 geborenen Dieter Zwicky. Ein sprachlicher Taschenspielerzauberer, der dafür zu recht mit dem Kelag-Preis geehrt wurde. Und der israelische Autor Tomer Gardi schleuderte die Jury kurz aus der Kurve. Ist die Eintrittsbedingung zum Bachmann-Preis die makellose Beherrschung der deutschen Sprache? Die Frage von Jurorin Meike Feßmann wurde zwar von den Kollegen zurückgewiesen. Ganz sicher aber wäre es scheinheilig zu behaupten, dass es vollkommene Normalität wäre, dass ein Text ins Rennen geschickt wird, der nicht etwa in einer an Feridun Zaimoglus Kanaksprak angelehnten artifiziellen Variation des Deutschen verfasst ist, sondern ganz offensichtlich ebenso souverän wie charmant die sprachlichen Unzulänglichkeiten des Nicht-Muttersprachlers in Kauf nimmt." (zeit.de)

Und wieder Schriftsteller- und Kritikernamen! Und -innen natürlich. Is ja klar. Immer mehr Namen! 'Wer kennt die Kritiker, nennt die Namen ...' Sempé ist wieder im Bewusstsein.

--

Und dann das mit dem Namen -- diesem Namen im Besonderen! Was für ein Name! Da ist ja Burkhard Spinnen, der schon mal nach Lesungen gefragt wird, ob er denn unter seinem Namen -- nun ja: ein wenig leide, ein Waisenknabe dagegen! "Noch vor zwei Jahren war Stefanie Sargnagel eine Wiener Callcenter-Mitarbeiterin, die sich von Dosenbier und Zigaretten ernährte, in grindigen Kneipen unterwegs war und ihre Gedanken auf Facebook festhielt. Jetzt hat sie die Bachmann-Tage in Klagenfurt eröffnet. Darüber, ob das nun Glück oder Pech für sie war, wird viel orakelt werden in den nächsten Tagen. Vielleicht ist es weder noch, sondern einfach nur wurscht, weil sie sich ja immer noch von Dosenbier und Zigaretten ernährt und weil sie diese Lesung wahrscheinlich auch nicht als Glück oder Pech, sondern nur als bizarren Ausflug in die Welt der Hochkultur verbucht." (sueddeutsche.de) -- Na gut, sie hat sich, wie ich erst jetzt sehe, den Namen ein wenig zurechtgebogen und auf aufsehenerregend frisiert: "eigentlich Stefanie Sprengnagel".

Neue Sprachkleider

Wie ist es nun? Sind Geisteswissenschaftler generell -- und manchmal sogar MINT-Wissenschaftler -- aufgeblasene Sprachbastler?

"Sie [die Wissenschaftssprache] verpackt ganze Gedankengebäude in einem Wort, schützt vor Vereinfachung, führt uns zu Erkenntnissen – warum Wissenschaftssprache unverzichtbar ist. | Die Sprache der Wissenschaft ist oft hässlich, umständlich oder aufgeblasen; darin kann man Yascha Mounk nur zustimmen. Für den Studenten eines Faches besteht häufig die ärgerlichste (manchmal aber auch einzige) Hürde darin, die Ausdrucksweise dieses Faches zu erlernen; in der Abschlussarbeit wird dann geprüft, ob er Dinge, die er zuvor einfacher hätte sagen können, auch genauso abstrakt und verblasen formulieren kann, wie es Standard seines Faches ist. Wer das Glück oder das Pech hat, dass sich im Laufe seines Studiums die Theoriemode ändert (auch Wissenschaften unterliegen der Mode), kann sogar erleben, wie mühsam erarbeitete Begrifflichkeiten über Nacht entwertet und durch neue Sprachkleider ersetzt werden, die nunmehr den alten Erkenntnissen übergezogen werden müssen." (zeit.de)

Montag, 19. September 2016

Marion

Ich suche nach dem einen, dem idealen, dem typischen Bild von Marion Cotillard. Und -- ich finde es einfach nicht. Sie sieht auf diesem idealen Bild aus wie eine Siebenjährige, die demnächst 41 wird. Imagine! Oder umgekehrt. Die Zähne müssen zu sehen sein, dann dieses schüchtern-schelmische Lächeln ...

Nun denn, näherungsweise. Aber wirklich nur näherungweise!




Ich suche weiter.

---

Das kommt dem, wonach ich suche, schon näher:


Aber perfekt ist es auch noch nicht.

---

Und dann auch noch das! "Brad and Marion are reportedly getting very close on the set of their upcoming WWII drama 'Allied' and the 'Maleficent' actress is in fear of losing her husband."

---

Nachtrag: Nun also ist es raus!

"Brad Pitt turtelt mit Marion Cotillard im neuen Trailer zu 'Allied - Vertraute Fremde' | Marek Bang
21.09.2016 | Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Nach gut zwölf Jahren hat Angelina Jolie die Beziehung zu Brad Pitt beendet und die Scheidung eingereicht. Offiziell ist von den obligatorischen unüberbrückbaren Differenzen die Rede, dennoch gibt es auch Gerüchte, die den Grund für die Trennung ganz woanders sehen. Natürlich ist nichts bestätigt, aber angeblich soll der Schauspieler bei den Dreharbeiten zu „Allied – Vertraute Fremde“ mehr als nur ein Auge auf seine Kollegin Marion Cotillard geworfen haben. Wir lassen diese Spekulationen mal im Raum stehen und präsentieren euch den neusten Trailer zum Weltkriegs-Drama, in dem Brad Pitt und Marion Cotillard ausgerechnet heiraten."
(kino.de)

Freitag, 16. September 2016

Lars Leuschner

Liegt man ganz falsch, wenn man vermutet, dass der Professor Leuschner von der Jahrtausend-Ivy-League-University Osnabrück einfach ein lustiger Bursche ist, dem es nach einer langen Arbeitswoche am Freitag Nachmittag in den Sinn kam, dass sein Name auch mal in allen deutschen Zeitungen stehen sollte? 'Warum denn immer nur die anderen?', wird er sich gedacht haben.

Amtsgericht: FC Bayern e.V. wird nicht gelöscht | Der FC Bayern München e.V. bleibt bestehen. Das Registergericht am Amtsgericht München hat die Einleitung eines Amtslöschungsverfahrens abgelehnt, wie es am Freitag mitteilte. Lars Leuschner, ein Professor der Universität Osnabrück, hatte Anfang August die Löschung des eingetragenen Vereins aus dem Vereinsregister wegen Rechtsformverfehlung angeregt. Gegen die Entscheidung des Amtsgerichts gibt es kein Rechtsmittel.

Wahrscheinlich sind dem Herrn Professor qua bürgerlichem Beruf wenig Kosten entstanden. Und in den Zeitungen hat er nu ja gestanden. Also -- prima gelaufen für ihn. Auch wenn seine Klage abgewiesen wurde.

Aber vielleicht -- vielleicht wollte er auch nur unbedingt in meinen Blog?! (Ok, kleiner Scherz.)

David wird gehasst?

Und das an seinem 60. Geburtstag?

Jaja, das moderne Gegenwartsleben und die Sprache! Es muss kesseln, wie Werner einstens sagte. Auch sprachlich natürlich.

"Er wurde als David Kotkin in Metuchen (New Jersey) als Sohn russischer Einwanderer am 16. September 1956 geboren. David Copperfield nannte er sich nach dem berühmten Roman von Charles Dickens – wofür ihn Dickens-Liebhaber hassen." (msn.com)

Es hätte natürlich auch gereicht, wenn es bei msn unterhaltung hieße: ... was Dickens-Liebhabern nicht sonderlich gefällt oder ... immer mal wieder sauer aufstößt. Es gibt da viele Möglichkeiten. Aber nein, sie müssen Copperfield gleich hassen, die Dickens-Liebhaber! Was bleibt den Dickens-Fans eigentlich noch als Steigerung, wenn sie David Copperfield mit ihrer Frau im Bett ... Aber nein, lassen wir das!

UMAs?

Ich muss bei der Morgenlektüre ein wenig suchen. Was sind UMAs?

Antwort dann auf dieser Seite:

"Gestern Abend ist die Situation in Bautzen eskaliert. Liest man die Polizeiberichte, ist eindeutig: Die Gewalt ging von etwa 15 bis 20 UMAs („Unbegleitete minderjährige Asylbewerber“) aus. Sie attackierten Einheimische und Hotelgäste, die in der Innenstadt flanieren wollten." (juergenelsaesser.wordpress.com -- Über diese Seite mal nichts hier. Sie hat mir einfach das UMA aufgelöst.)

Und ich bemerke so ganz nebenbei: In Bautzen flaniert man noch! Ja, dann ...

Donnerstag, 15. September 2016

"Laberwissenschaft"

Ich suche für eine lexikologische Untersuchung in Wörterbüchern, ob der Begriff "Laberwissenschaft" schon aufgenommen ist. Bisher werde ich nicht fündig. Was nicht heißt, dass dieser Begriff nicht existiert. Schön ist's beim Duden, der mir zurückgibt:

Leider haben wir zu Ihrer Suche nach 'Laberwissenschaft' keine Treffer gefunden. || Oder meinten Sie: Naturwissenschaft?

Auf der anderen Seite:

Hadmut Danisch 18.7.2010 15:25 | Es geht an sich schon aus den Antworten des Ombudsmanns und der Kommission hervor: | Sie sind der Meinung, daß man die fachliche Richtigkeit einer Dissertation nachträglich überhaupt nicht prüft. | Solche rein fachlich-technischen Anträge habe ich in anderen Fällen schon gestellt, da passiert einfach gar nichts. Das Grundproblem daran ist, daß die Geistes- und Laberwissenschaften alle so weich sind, daß sie „falsch” und „richtig” gar nicht kennen, sondern nur so eine Meinung und eine andere Meinung. Der Nachweis eines Fehlers kommt in deren Erlebnis- und Wissenschaftswelt überhaupt nicht vor, das ist nur das Äußern einer anderen Meinung. Und da ich nicht vom Fach bin und nicht in deren Wissenschaftshierarchie oben stehe werde ich gar nicht erst als jemand wahrgenommen der eine beachtenswerte Meinung haben könnte. Die sehen Mathematik nicht als was festes, überprüfbares an, sondern bei denen ist 2+2=7 eben eine von vielen Meinungen und von der Wissenschaftsfreiheit geschützt. | Freilich würden einen die Statistikfehler in die Nase beißen, wenn man mal eine Einführungsvorlesung gehört hat. Aber Juristen, Zoologen, Ägyptologen, Historiker tun das alle nicht. Wie sollen die verstehen können, wo das Problem liegt? Diese Kommission ist doch schon von ihrer Zusammenstellung eine Farce. | Vielleicht hätte ich irgendwas mit Ziegen und Pyramiden vortragen müssen …

Ja, der Danisch-Hadmut! Erinnert mich immer an jene Kunstfälscher, die erbost sind, dass sie, die sie malen können wie Raffael und Dürer zusammen, vom Kunstbetrieb, dieser Steuer-Verschwendungsmafia, nicht anerkannt werden. (Meine Lieblinge: Han van Meegeren und Lothar Malskat.) Stattdessen Schmierfinken resp. Feministinnen, die das Geld bekommen! Einfach eine zum Himmel schreinde Ungerechtigkeit.

Ach, und streng Google-statistisch, soeben für Laberwissenschaften: Ungefähr 2.160 Ergebnisse

--

Und auf wikimannia.org, der Anti-Genderstudies-Seite der echten Kerle, gibt es natürlich auch ein Zitat von Danisch. Und noch viel mehr:
  • "In meinem Freundeskreis studieren immer mehr Laberwissenschaften, weil sie merken, dass man da im Gegensatz zu MINT nichts leisten, sondern nur regelmäßig möglichst bedeutungs­schwangeren Nonsens in die Tastatur hacken muss. Und die Politik ist vollkommen auf Glauben, Gefühl und Irrationalität eingeschossen, ob nun christlich wie die CDU oder esoterisch wie bei den Grünen."
  • ...
  • "Der Staat schafft für Absolventen der Geschwätz­wissen­schaften bereits jetzt mit Milliarden­summen potemkinsche Arbeitsplätze in irgendwelchen überflüssigen Instituten und Vereinen, aber das reicht natürlich bei weitem nicht aus, um alle, die wertloses Zeug studiert haben, aufzufangen." - Akif Pirinçci

Merkels Kinderlosigkeit

Früher, na gut: vorgestern noch hätte man gesagt: So was tut man einfach nicht! Was? Mit der Kinderlosigkeit anderer herumargumentieren. Aber die Zeiten ändern sich.

Mittwoch, 14. September 2016 | "Über den Horizont hinaus sehen" | Petry beklagt Merkels Kinderlosigkeit | Frauke Petry ist geschieden, mit ihrem Ex-Mann hat sie vier Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren. Die AfD-Chefin sieht darin offenbar einen Vorteil für ihr politisches Engagement. Sie nimmt es auch zum Anlass, um Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Politik zu kritisieren. "Ich habe vier Kinder, Angela Merkel hat keine. Kinder veranlassen einen, über den Lebenshorizont hinaus zu sehen. Und das tut Merkel eben nicht", sagte Petry dem "Stern". (n-tv.de)

Jetzt ist die Frage, wie unsinnig diese These von Petry ist. Lassen einen die eigenen Kinder und Enkel mehr über den zeitlichen Tellerrand hinwegsehen und langfristiger planen?

Türkei: "Verzerrt", "voreingenommen" und ...

Ja nun, es gibt eben ein ganz unterschiedliches Urteil über das, was die Presse darf und was der Presse durch die garantierte Pressefreiheit zusteht.

"Verzerrt", "voreingenommen" und "hochgradig provokativ" – die Wortwahl im türkischen Außenministerium belegt eine neue Erregungsstufe. Deren Auslöser ist ein Sonderheft des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" mit dem Titel "Brennpunkt Türkei" und dem Untertitel "Ein Land verliert die Freiheit". | Vor allem die Titelseite kommt in Ankara nicht gut an. Es zeigt das Konterfei des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Darunter ist eine Moschee abgebildet, zwei der Minarette verwandeln sich in Raketen. | Das Sonderheft sei "ein klares Beispiel für eine anti-türkische Herangehensweise", beschwert sich das Außenministerium in Ankara, das zugleich Versuche verurteilte, Erdogan zu "beschmutzen". Die "bösartigen" Versuche, das Image der Türkei zu beschädigen, müssten aufhören. Zudem hinterlasse das Cover nicht nur ein negatives Bild der Türkei, sondern des gesamten Islam. (dw.com)

Passend dazu habe ich heute morgen ein ZeitZeichen / WDR von Claudia Belemann gehört. Über Oriana Fallaci. Und dann die Amazon-Kritiken zu deren Buch Die Wut und der Stolz gelesen. Auszüge:

Fünf *
"Warum sollen wir tolerant gegenüber jemandem sein, der uns gegenüber keine Toleranz an den Tag legt?" | Von Dr. R. Manthey |...| am 24. Juni 2016 | Warum sollte man ein solches in Wut geschriebenes Buch nach 15 Jahren noch einmal lesen? Ganz einfach: Weil es zeigt, dass kluge und welterfahrene Menschen schon vor recht langer Zeit zu auf der Hand liegenden Erkenntnissen kamen, die heute immer noch von den selbsternannten Eliten aus welchen Gründen auch immer einfach geleugnet und mit einem Bannstrahl bedacht werden. Man kann es aber auch unter einem anderen Aspekt sehen: Dieses Buch wurde in einer Millionenauflage verkauft. Hat es irgendetwas geändert? Fallaci schreibt am Ende ihres Textes von 2001, dass es egal ist, ob Italien mit Kanonen oder Schlauchbooten erobert wird. Man kann über diese Weitsicht nur staunen

Ein *
Xenophobe Polemik | Von Philter am 24. Juni 2010 | Fallaci, deren Biographie eher eine weltoffene Sicht erwarten lässt, legte hier ein verbittertes Alterswerk vor. Der große Titel, der an Formate wie 'Überwachen und Strafen' oder 'Zorn und Zeit' erinnert, kann jedoch weder auf analytischer, noch auf argumentativer Ebene mithalten. Der Islam wird sachkenntnisfrei verurteilt, auf einem Niveau, das sich inhaltlich nicht von Stammtischen abhebt. Mit pauschalen Aussagen oder Theorien wie etwa der, daß es eine Art Masterplan zur Übernahme der Westlichen Welt durch Migration gäbe, grenzt Fallacis Argumentation an psychiatrisch relevante Ideen. | Wer gerne fremdenfeindliche Pamphlete liest, ist hier richtig beraten. Wer auf eine differenzierte Debatte aus ist, sollte die Finger von diesem Buch lassen.

Kommentare zu Letzerem:
  • hjm Vor 27 Tagen | wer ist Philter ? was wollen Philter? links-rot-grün-verchipt ! Armer Mensch!!
  • Liz Vor 5 Monaten | wie sehen Sie das heute?
Ja, die Meinungen gehen auseinander. Hier und dort.

"Simone Ballack datet jetzt einen 25-Jährigen"

Auf meiner Microsoft-Eingangsseite heute mal wieder lauter Zeugnisse für eine erstaunliche neue deutsche Sprache. Nicht was die Grammatik angeht, sondern in der Art, wie die Meldungen unterdrückt-marktschreierisch präsentiert werden. Aufgefallen sind mir zwei Meldungen:

"Neue Liebe: Simone Ballack datet jetzt einen 25-Jährigen" jdn daten! Was heißt das? Das, was früher mal trifft sich mit hieß?

"Wie aus Superstars Pleite-Promis wurden" Die Wortschöpfung, um eine Sache irgendwie knapp zu erfassen! Pleite-Promis, das ist doch auch was für die Soziologen, oder?

Und überhaupt -- was heißt eigentlich Informationsüberflutung? Hier kann man es sehen. Ein einziger Morgen voller Meldungen! Wobei -- die Werbung mal nach Kräften rausgenommen.

-------

Artyom Besrodny, hier im Trikot Spartak Moskaus, ist im Alter von 37 Jahren gestorben.
Ex-Bundesligaprofi (37) fällt beim Joggen tot um
Hamburger Morgenpost Hamburger Morgenpost
Sport

Inka Bause trauert um ihren Ex-Mann
BUNTE.de BUNTE.de
Unterhaltung

SV Darmstadt 98
D98

Mario Götze, links, bejubelt mit seinem Kollegen Christian Pulisic am 14. September 2016 in Warschau seinen Führungstreffer für Borussia Dortmund im Auftaktspiel der Champions League.
Götze köpft seine Kritiker mundtot
sport1.de sport1.de
Sport

Simone Ballack
Neue Liebe: Simone Ballack datet jetzt einen 25-Jährigen
Promiflash Promiflash
Unterhaltung

Wenn es häufig kracht, lohnt es sich nicht, mit großer Erwartungshaltung an die Beziehung zu gehen.
Das ist der Beziehungskiller Nummer Eins
Wer eine Beziehung eingeht, möchte für immer mit seinem Partner zusammenbleiben. Doch damit eine Beziehung ewig hält, muss natürlich auch viel in diese investiert werden. Wir verraten Ihnen, woran es meistens liegt, wenn Partnerschaften in die Brüche gehen.
BUNTE.de BUNTE.de
Lifestyle


Renault zeigt den Rallye-Truck MKR, ...
Die große Messe-Vorschau: IAA Nutzfahrzeuge 2016
Vernetzung, Digitalisierung, Automatisierung, alternative Antriebe und urbane Logistik sind die zentralen Themen der Nutzfahrzeug-IAA 2017. Und dazu gibt es natürlich jede Menge neue Trucks. Wir haben die Highlights.
auto motor und sport auto motor und sport
Auto

Wer bekommt den Volvo-Chefsessel?
Wirtschaftswoche Wirtschaftswoche
Finanzen

Randale zwischen 80 Rechten und 20 Flüchtlingen
In der sächsischen Stadt Bautzen ist es am Mittwochabend zu Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen gekommen. Als Beamte schlichten wollten, wurden sie mit Flaschen und Holzlatten attackiert. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, standen sich am…
RP ONLINE RP ONLINE
Panorama

Deutschlands Diskuswurf-Legende Robert Harting nach seinem Wurf beim ISTAF im heimischen Berlin am 3. September 2016.
Russische Hacker veröffentlichen auch seine Doping-Daten
SID SID
Sport

Wie aus Superstars Pleite-Promis wurden
20 Minuten 20 Minuten
Unterhaltung

Nirgendwo ist die Chance größer, Mercedes zu packen
Motorsport-Total.com Motorsport-Total.com
Sport

Die New York Fashion Week neigt sich dem Ende zu. Die Modeschöpfer setzen auf folgende Trends für die kommende Saison:
spot-on-news.de spot-on-news.de
Lifestyle

Will den US-Kunden die Modelle geben, die sie wollen: Der neue VW-Nordamerika-Chef Hinrich Woebcken.
VW-Zukunft in den USA: Massenhaft SUVs, Elektro und keine Diesel
Jahrzehntelang versuchte VW, die US-Amerikaner von den Qualitäten von Golf und Co. zu überzeugen. Das hat auch funktioniert – nur Geld für deutsche Qualität ausgeben, das machen Amerikaner zumindest bei VW seltener als es den Konzernbossen lieb ist – und das schon vor dem Abgasskandal.
auto motor und sport auto motor und sport
Auto

Die schönsten Geschichten schreibt das Leben. Nun kommt die Liebesgeschichte von Michelle und Barack Obama (gespielt von Tika Sumpter und Parker Sawyers) ins Kino. "My First Lady" erzählt vom ersten Date, zu dem der zukünftigte US-Präsident seine Vorgesetzte in der Anwaltskanzlei, in der er gerade ein Praktikum macht, hartnäckig überreden musste. Tika Sumpter spielt Michelle Robinson, wie die heutige First Lady mit Mädchennamen hieß. Was sie an der Story am meisten überraschte? "Dass sie Barack anfangs überhaupt nicht daten wollte!" Oh-so-famous.de zeigt Ihnen, welche Präsidenten-Gattinnen bereits für die Kinoleinwand in Szene gesetzt wurden ...
First Ladies: Präsidentengattinnen im Film

Können Sie die Namen aller 44 US-Präsidenten auswendig runterrattern? Falls nein - macht nichts. Wozu gibt es Wikipedia? Falls doch - Respekt! Aber haben Sie auch die dazugehörigen First Ladies drauf? Oh-so-famous.de zeigt Ihnen, welche Präsidentengattinnen bereits im Film zu sehen waren ...
Oh So Famous Oh So Famous
Unterhaltung

Axt-Attacke in Zug bei Würzburg: Ein Täter hatte Reisende mit einer Axt angegriffen und mehrere Menschen lebensgefährlich verletzt.
Wie der IS Attentäter in Deutschland lenkte
SZ.de SZ.de
Politik

Der DFB glaubt dem Kaiser kein Wort
Hamburger Morgenpost Hamburger Morgenpost
Sport


"Auf Augenhöhe": Exklusives Video zum Familienfilm
Mit „Auf Augenhöhe“ startet heute die Geschichte eines zehn Jahre alten Jungen, der größer ist als sein Vater, in den deutschen Kinos. In einem exklusiven Video gewähren wir euch einen kleinen Einblick „Hinter die Kulissen“
Filmstarts Filmstarts
Unterhaltung

Rosberg strotzt vor Selbstvertrauen: "Größer denn je"
Sport

Ken Block bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Auch in Gymkhana 9 wird heftig gedriftet
Gymkhana 9: Ken Block lässt es krachen
AutoNEWS AutoNEWS
Auto

Die vier größten Frühstücks-Irrtümer
Wirtschaftswoche Wirtschaftswoche
Gesundheit

Der "Spiegel" bringt Ankara auf die Palme
dw.com dw.com
Politik

Geblieben, um gedemütigt zu werden
SZ.de SZ.de
Sport

Einst gehörten sie zu den ganz Großen Hollywoods, jetzt kämpfen sie mit Falten und einem bröckelnden B-Movie-Image. Einige Vertreter der Altherrenriege Hollywoods haben es nicht einfach. Spätestens ab 60 muss ein neues Image her, um nicht auf dem Abstellgleis zu landen. Tommy Lee Jones (Mitte), der am 15. September seinen 70. Geburtstag feiert, ist es gelungen, auch in nicht mehr ganz so jungen Jahren zu den Topstars von Hollywood zu gehören. Wir verraten, was Robert De Niro (l.), Sylvester Stallone und andere Schauspielgrößen von gestern heute so treiben ...
Von wegen altes Eisen: Hollywoods Altherrenriege
Auch Schauspieler haben mit Altersdiskriminierung zu kämpfen. Einige kommen damit ganz gut zurecht – wie Tommy Lee Jones, der feiert am 15. September seinen 70. Geburtstag und ist noch immer gut im Geschäft. Andere verkriechen sich lieber. Oh-so-famous.de verrät, was die Stars von…
Oh So Famous Oh So Famous
Unterhaltung

Bei BMW endete im August 2016 die Produktion des Z4. Der Nachfolger kommt erst 2018.
Diese Autos haben uns verlassen: Auslaufmodelle
Schwache Nachfrage, Strategiewechsel, neues Konzept – es gibt verschiedene Gründe warum Automodelle eingestellt werden. Wir haben die Auslaufmodelle ohne Nachfolger aus der jüngeren Vergangenheit und der nahen Zukunft zusammengetragen.
auto motor und sport auto motor und sport
Auto

Das Besondere: Der Schatten als Arbeitsmaterial ist selbst für den Künstler nicht greifbar. Das heißt, während Cornelis Schaffensprozess kann er nicht erkennen, wie das Endergebnis letzendlich aussieht. Und genau das stellt für den Künstler die große Herausforderung und den Reiz an der Sache dar.
Unglaublich, woraus dieser Künstler seine Skulpturen macht
Licht ist ja bekanntlich die Quelle des Lebens: Der Italiener Fabrizio Corneli, geboren in Florenz, spielt mit Schattenbildern – besser gesagt: Er entwirft Schattenskulpturen in Galerien oder an Fassaden großer Gebäude und erhellt damit die Gemüter vieler Betrachter. Die schönsten seiner…
News-Insider.de News-Insider.de
Nachrichten

"Eight Days a Week": Als die Beatles die Welt eroberten
Unterhaltung

Wie man unterbewertete Aktien findet
Solide Unternehmen zu bequem niedrigen Bewertungen zu kaufen kann eine sehr gute Strategie sein, um seine Investmentrenditen langfristig zu maximieren. Daher wollen wir diese Mal einen Blick auf eine einfache Methode werfen, wie man unterbewertete Aktien findet und warum Namen wie Apple, IBM und Foot Locker so interessante…
The Motley Fool The Motley Fool
Finanzen

Lauda erzählt, wie er Hitzkopf Senna abkühlte
Typen wie Max Verstappen gab es in der Formel 1 schon immer: hochtalentiert, deshalb von sich überzeugt, aber eigentlich noch zu jung, um auf der Strecke den Max zu machen. Dann sind die Alten gefordert. Lauda erzählt, wie das mit Senna lief.
Motorsport-Total.com Motorsport-Total.com
Sport

"Gladbach geht im Trockenen unter"
RP ONLINE RP ONLINE
Sport

Der gefürchtetste Regisseur Hollywoods wird 70
Oliver Stone beschäftigt sich in seinen Filmen vorwiegend mit politischen und gesellschaftskritischen Themen. Er scheut keine Kontroversen. Ein gefürchteter Regisseur, an dessen Set man nicht unvorbereitet erscheinen sollte.
spot-on-news.de spot-on-news.de
Unterhaltung

Amazon will uns ab Herbst im Alltag unterstützen
RP ONLINE RP ONLINE
Digital

Vettel heizt Hockenheim ein
Motorsport-Total.com Motorsport-Total.com
Sport

Sie versuchen die Zerschlagung Tengelmanns zu…
Berliner Zeitung Berliner Zeitung
Finanzen


Man kennt sie aus Sport, TV und Boulevard, aktuell tummeln sich Mario Basler, Joachim Witt & Co. gesammelt im "Promi Big Brother"-Haus - oder in der Kanalisation darunter. Aber wie sahen die Container-Bewohner eigentlich zu ihren wahren VIP-Zeiten aus?
Fotos
"Promi Big Brother": So sahen die Bewohner früher aus
Das Finale von "Promi Big Brother 2016" steht kurz bevor, am 16. September entscheidet sich, wer Jenny Elvers, Aaron Troschke und David Odonkor als Gewinner beerben wird. Preisverdächtig ist allerdings auch, wie sich so mancher PBB-VIP in den letzten Jahren verändert hat! Oh-so-famous.de zeigt Ihnen die…
Oh So Famous Oh So Famous
Unterhaltung

Ausgerechnet jetzt ist Kathy nicht daheim
BUNTE.de BUNTE.de
Sport

Eine umstrittene Tatortbegehung könnte Auslöser für den Rücktritt gewesen sein
Mexiko: Chefermittler im Fall der verschwundenen Studenten tritt zurück
dw.com dw.com
Panorama

Ein Dirndl muss gut passen, der Rest ist Geschmackssache: Manchen Frauen stehen auffälligere Modelle wie zum Beispiel von Designerin Lola Paltinger sehr gut, erklärt Wandinger
Warum bei Dirndln fast alles erlaubt ist
Wer etwas wagt, gewinnt in den Augen anderer nicht zwangsläufig etwas. Zu oft heißt es, Dirndllänge und -form seien unpassend. Warum diese Haltung wenig Sinn macht, erklärt der Leiter des Trachteninformationszentrums aus Oberbayern im Interview.
spot-on-news.de spot-on-news.de
Lifestyle

Lorenzo Baldassarri knackt Rins in der vorletzten Runde und siegt in Misano
Moto2 Misano 2016: Rossi-Zögling Baldassarri holt ersten Sieg
Motorsport-Total.com Motorsport-Total.com
Sport

Feurige Paprika und ein strampelnder Basler
teleschau teleschau
Unterhaltung

Divergent Microfactories wird in Los Angeles einen Sportwagen vorstellen.
Sportler aus dem 3D-Drucker: Divergent Microfactories Blade
auto motor und sport auto motor und sport
Auto

MSN | © 2016 Microsoft |Datenschutz und Cookies |Nutzungsbedingungen |Impressum