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Donnerstag, 30. April 2015

Django Asyl: Sprachspiele

Das noch in den Notizblock, und dann ist Schluss für heut. Django Asyl hat kritisch sprachgespielt:

"Dieter Reiter (SPD) || Als die Konzertsaaldebatte losging, hat der TSV 1860 gleich den Trainer rausgeschmissen. Was das mit dem Konzertsaal zu tun hat? Wenn alle Stricke reißen, will man das Grünwalder Stadion zum Konzertsaal umbauen. Das hätte deutlich mehr Kapazität als der Gasteig. Und das Stadion ist nicht überdacht. Und da sagt der OB Reiter: Das passt wunderbar, weil das Konzertsaal-Konzept wurde auch nie überdacht." (Münchener Abendzeitung Online)

Isses nicht schön?! Ja, es ist schön.

Demokratie-Theorien 1

Es gibt ja von -- na ja, von wem schon? Von progressiv-alternativen US-Amerikanern die Idee, dass divergierende Mehrheitsdemokratien einfach zu schwerfällig sind, um die Gesellschaft und die Technik voranzubringen. These: Es wäre gut, wenn es künstliche Inseln gäbe, auf denen sich Gleichgesinnte zusammentun, um soziale und technische Entwicklungen ohne die Last des Dauergequassels, der üblichen Alle-müssen-mitreden-dürfen-Demokratien zu realisieren.* (Und ich meine, vor Jahr und Tag sogar mal einen Science-Fiction-Roman mit dieser Idee gelesen zu haben. Aber -- nicht so wichtig.)

Und heute bin ich mal wieder soweit, dass ich denke: Eigentlich würdest du auch auswandern, dahin, wo die Leute ungefähr so ticken wie du selbst. -- Der Anlass: Vor Jahren gab es einen Artikel in der ZEIT, den ich, seit ich ihn gelesen habe, als ein Stück wirklicher Aufklärung in Sachen Globaliserung & Wirtschaft überall, wo es auch nur halbwegs passt, nenne. Der Autor ist einem 5-Euro-Baumwoll-T-Shirt von H&M hinterhergereist und hat minutiös nachgezeichnet, wer was womit verdient. Fazit: Der größte Kostenanteil entsteht zwischen Hamburg-Hafen und der Ladentheke in den H&M-Geschäften. Alle anderen in der Herstellungskette werden mit Cent-Beträgen entlohnt. Soviel zum Thema: Gerechtigkeit in der globalen Welt.

GLOBALISIERUNG | Das Welthemd || Der Modekonzern H&M tritt gegen Ausbeutung ein. Und doch verkauft er Kleidung für ein paar Euro. Wie kann das sein? Eine Suche nach dem Geheimnis des billigen T-Shirts. VON WOLFGANG UCHATIUS

Nun denn und wie gesagt: Ich habe unter Freunden immer dafür plädiert, dass solche Artikel in den Schulbüchern stehen sollten und in der Schule durchgesprochen werden müssten. Jetzt habe ich den Artikel mit einer einzigen Suchanfrage gefunden und mir wieder angesehen. Und was lese ich als erste Leser- bzw. genauer: Nicht-Leser-Zuschrift? Das!

"Goldennboy | 18. Dezember 2010 16:43 Uhr | 1. Tut mir leid. || 6 Seiten Roman zu lesen nur um herauszufinden warum die T-shirts so billig sind? Nein, danke. Wenn es sich jemand zugemutet hat, kann er mir gerne die Antwort hier posten. | Danke im Vorraus."

Da also war er wieder, der Gedanke: Musst du eigentlich mit diesen Goldenboys in einem Land, vielleicht gar in derselben Stadt leben? Wer sollte da besser auswandern, du oder der Goldenboy und seine Freunde? (Gleich danach und assoziativ etwas verwischt der Gedanke: Manchmal sind Nicknames doch aufschlussreich! Wer nennt sich wohl selbst und warum: Goldennboy? Ob das n zuviel eine Bedeutung hat? Nun gut, das Internet gibt am Ende vieles preis. Und man lernt ja nie aus! Natürlich weiß ich weniger als meine Tochter von Mangas. Na ja und na gut: Wenn er es ist, dann hab ich wieder ein gewisses Verständnis. Jugend, Nix-verstehen und große Klappe haben schon immer zusammengehört.)

--

* Vertreter dieser Idee: Randolph Hencken, Patri Friedman, Seasteads

Mittwoch, 29. April 2015

Originelle Kritik subkultureller Kreise

And the Oscar goes to -- die WELT? I wo, an Jost Müller-Neuhof vom TAGESSPIEGEL!

Für sehr gute Formulierungen auf einem juristisch-stilistisch verminten Gelände. (So to say.)

"Es gibt sie als T-Shirt, Anstecker oder Beutel. Die plakative Aufschrift „FCK CPS“ soll bei gedanklichem Einsetzen zweier Vokale Polizisten („Cops“) schmähen und gilt in subkulturellen Kreisen als originelle Kritik an der Staatsgewalt. Jetzt hat das Bundesverfassungsgericht den stolzen Trägern eine Bresche geschlagen: Wer mit der Aufschrift öffentlich herumläuft, macht sich noch nicht gleich wegen Beleidigung strafbar."

Da staunt der juristische Laie aber! Womit sich unser Bundesverfassungsgericht (!) so alles herumschlagen soll und, ja, indeed, offenbar auch herumschlägt! Der Laie also fragt: "Kann man das mit dem Kürzel und seinem Beleidigungspotential nicht auf der Amtsgerichtsebene lassen?!" "Nein", antwortet da schräg von oben herab der Verfassungsrichter. "So etwas bedarf der Klärung auf höchster Ebene!"

Nun denn -- da bleiben Laienfragen! Auf Englisch, noch dazu Kürzel! Sind unsere Polizisten eigentlich Cops? Und muss man die Vokale einsetzen? Wie viele Prozent der Deutschen sind a) dazu in der Lage, die Vokale richtig einzusetzen, und b) aus dem so entstandenen englischen -- sagen wir: Gebilde, dann eine Beleidigung abzuleiten? Und kann man davon ausgehen, dass eine Frau, um die ging es im konkreten Fall, einen durchtrainierten Polizisten, auch eine durchtrainierte Polizistin, wirklich, na, nu -- "to fuck" kann? Und wenn das also mal so gesehen wird und nicht auf der symbolischen Ebene verbleibt: Was wäre daran beleidigend? Es steht da ja nicht, dass man Polizist oder Polizistin vergewaltigen soll!

Mein Gott, was Bundesverfassungsrichter*innen so alles bedenken müssen! Sie gelten nicht umsonst als die besten Juristen der Republik. Denn -- Meinungsfreiheit! Auf dieses Wort wäre der juristische Laie in diesem Fall einfach nicht gekommen! Dazu bedarf es durchtrainierter -- pardon! geschulter Juristen vom Bundesverfassungsgericht!

Odd Nerdrum

"Kitch painter. The Norwegian painter, Odd Nerdrum (born 1944), has a unique position in contemporary art. His challenging pathos and unashamedly unfashionable qualities have provoked some people, and won admiration from others. His considerable depth and unwavering consistency have made him one of the great storytellers of our age, with paintings, which are always related to his life. He has created his own landscape."


Dienstag, 28. April 2015

Power & Destiny



10 942 49 8 22


Gerhard Moldenhauer, Demmin

Ein Aspekt der Martenstein-These:

"Moldenhauer ist kein Nazi, als Hindenburg 1933 Hitler zum Reichskanzler macht. Er mag diese Typen von der NSDAP nicht, er wählt sie nicht, er verachtet sie. Aber er ist jung, gerade 34 Jahre alt, die Kinder so klein, und er entscheidet sich für die NSDAP, weil er Lehrer bleiben will und das Gehalt seine Familie ernährt. Ein Kollege sagt über Moldenhauer: „Er war zu intelligent, um auf den Schwindel des ‚Dritten Reichs‘ hereinzufallen, andererseits war er zu ehrgeizig und zu jung, um beiseite stehen zu können oder zu wollen.“" (SPIEGEL 18 / 2015, S. 56)

Moldenhauer hat seine Familie, seine Frau und seine Kinder umgebracht: 

"Es ist seine Frau, deren Vornamen heute niemand mehr kennt, es sind die Kinder Gerberga, die 17 wurde, Bertha, die 16 wurde, und Konrad, der 13 wurde. Alle vier hat er erschossen. Wären es keine Kriegszeiten, würde man sagen, einer wie Gerhard Moldenhauer war kein Mitläufer, sondern ein Amokläufer."

Das unterscheidet ihn von den einfachen Karrieristen, die nach dem Krieg weitergemacht haben.

Montag, 27. April 2015

Überschwe/änglich ?

Ich stolpere, mal wieder, bei der ZEIT-Lektüre über das Wort überschwänglich. Es ist dies Wort, egal wie geschrieben, nicht gerade das schönste Wort der deutschen Sprache, aber mit einem Ä geschrieben wird es potthässlich. Nun denn ...

DIE ZEIT 1.120 x überschwänglich, und 396 überschwenglich. Letzteres immer älteren Datums. Da hat sich der Herr Dieter E. Zimmer aber mal wieder durchgesetzt! Wie Heidegger eben!

SPIEGEL, jetzt mal: 1 Jahr zurück. 10 x überschwenglich. Und überschwänglich -- Zahl wird gar nicht erst angezeigt? Kann das denn sein?!

Die FAZ -- nur drei, in Zahl: 3 Treffer. Nun, mit diesem Zustand und dem dafür stehenden Wort hat man es bei der FAZ wahrscheinlich nicht so. Da will ich doch mal dieses Zitat herausstellen!

"An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen, sagt Jesus in Matthäus 7,16. Auf der Welt, die wir heute teilen, sind die Früchte vollkommen geschmacklos. Ich habe Teenager, gestern noch überschwenglich, eloquent, interaktiv und vor Persönlichkeit strotzend, nach drei Monaten Smartphone- oder iPad-Besitz zu aphasischen Zombies werden sehen. Der junge Wein stirbt noch an der Rebe, und Dionysos, der tellurische Gott der Ekstase, ist nirgends in Sicht. Es ist unwahrscheinlich, dass die nächste große digitale Innovation ihn zu uns zurücklocken wird."

80 Orgasmen

Eine Frau mit dem Naturell eines Mauerblümchens fragt sich eines Tages, wie sie es anstellen muss, um c-prominent zu werden. Sie kommt auf die naheliegendste Sache der Welt: "Sex sells and makes famous!"

"'Ich sage den Männern, was ich brauche'.
In 80 Orgasmen um die Welt"

Das ist doch mal ein Titel! Nun denn, Glückwunsch, Frau Hell! Sie sind also (an-) gekommen. Aber natürlich -- schwer sich dort zu halten, in der Welt des vergänglichen Ruhms. 

Nein, mal kein Links heute! 

Sonntag, 26. April 2015

Amazon, vorausschauend?

Man liest immer mal wieder, Amazon würde an einem Algorithmus arbeiten, der es möglich macht, das, was der Kunde bestellt, vorauszusehen und es also quasi 1/2 Stunde nach Bestellung schon an die Haustür zu bringen. Ob das wirklich möglich ist? Ich zweifle daran. Dass ich mich für bestimmte Dinge interessiere -- ok, das zu sehen ist nicht weiter schwer. Aber dass ich tatsächlich und zwar jetzt: bestelle und was ich schließlich bestelle, das zu wissen halte ich für nicht möglich. Und ich glaube nicht, dass ich einen besonders eigenartige Geschmack habe oder schwer zu durchschauen bin. ...

Wie auch immer. Wenn das, was da als Empfehlung heute so aufgetaucht ist, aus den Vorarbeiten zu jener zukünftigen Vorausschau meiner Bestellungen herkommt, dann lautet meine dringende Empfehlung an Amazon: Vergesst es! Investiert Kraft und Geld woanders. Ich würde mir vielleicht demnächst mal Männerunterhosen kaufen. Es muss aber auch nicht sein. Was aber sicher ist: Diese Modelle, die angeblich aus meinem "Browserverlauf"* heraus ausgewählt wurden, die würde ich auf gar keinen Fall kaufen! Die halte ich nämlich durchgehend und ohne Ausnahme für abgeschmackt hässlich! Nun ja -- weil lächerlich. Und auch der Sportschuh -- könnt ihr, was mich angeht, vergessen.


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* Schön zu wissen im Übrigen, dass mein ganzer Browserverlauf von Amazon mitprotokolliert wird. Oder ist vielleicht doch gemeint: Der, wenn ich mich auf der Amazon-Seite herumtreibe? Nicht dass ich was dagegen hätte! Aber wenn das Ergebnis so niederschmetternd schlecht ist, dann gibt mir das schon zu denken.

Richard Proenneke

Ich werde die Lebensgeschichte und die Lebensweise von Richard Proenneke irgendwann brauchen können, das ist klar.

Bayern München

Ein Unentschieden der Bayern heute, gegen Hertha BSC Berlin, wäre eine Überraschung gewesen. Eine Niederlage das, was man so eine "kleine Sensation" nennt. Nichts da, nach dem Porto-Triumph ein knapper, normaler Heimsieg, auf dem Weg gegen Dortmund. Zuhause! Mehr ist wohl nicht zu sagen.

Samstag, 25. April 2015

Albert Kesselring (25. April, Italien)

Am 25. April ist -- nahezu unbemerkt in Deutschland -- in Italien ein Feiertag. Man erinnert sich an die Befreiung vom Faschismus. Bei der Gelegeheit fällt, fas wie nebenbei, der Name von Albert Kesselring, der, hier ausgesprochen, eher wie Kesseling klingt. Die Wikipedia überliefert unter anderem:

"Von 1952 bis 1960 war Kesselring dann Bundesführer des Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, eine Neugründung des Stahlhelm der Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs. 1953 und 1955 veröffentlichte Kesselring seine Memoiren „Soldat bis zum letzten Tag“ und „Gedanken zum Zweiten Weltkrieg“. Eine Distanzierung von seinen Taten oder seiner bedingungslosen Loyalität zu Adolf Hitler erfolgte nicht. Am 16. Juli 1960 starb er in einem Sanatorium in Bad Nauheim an einem Herzinfarkt und wurde auf dem Bergfriedhof in Bad Wiessee beigesetzt. Die Grabrede hielt der damalige Inspekteur der Luftwaffe und frühere Wehrmachtgeneral Josef Kammhuber.


Rezeption

In der 2004 erschienenen knapp 400-seitigen Monographie Kesselrings letzte Schlacht. Kriegsverbrecherprozesse, Vergangenheitspolitik und Wiederbewaffnung wird dargestellt, dass die Nachkriegsöffentlichkeit in Deutschland die moralische Bewertung Kesselrings weitgehend einseitig zu seinen Gunsten vorgenommen hat.
Sie beschreibt im Detail, wie eine regelrechte Pressekampagne „Freiheit für Kesselring!“ für seine Begnadigung stattfand. Die FAZ etwa titelte: „Unschuldige kann man nicht amnestieren.“ Höhepunkt war eine Serie der Illustrierten Stern, die 1951 mit dem Titel aufmachte „Nicht Gnade, sondern Recht“. Zugutegehalten wurden ihm vor allem die Sicherung von Kunstschätzen und die Deklaration Roms zur „Offenen Stadt“.
Verdrängt bzw. ignoriert wurde die Auslöschung ganzer italienischer Dörfer einschließlich Frauen, Kindern und Greisen, die auf den „Bandenbefehl“ vom 17. Juni 1944 hin begangen wurden. Im Deutschland Adenauers war das „Kraftfeld von Antikommunismus und Kaltem Krieg“ ihrer Ansicht nach wirksam zur Umdeutung „des Kriegsverbrechers zum Ehrenmann, der im Kerker schmachtete“.
Das begnadigende Entgegenkommen der alliierten Justiz, so ihr Befund, erzeugte den falschen Eindruck, eine „Siegerjustiz“ werde nun korrigiert. Der Rezensent der Frankfurter Rundschau urteilte, von Lingens Buch sei eine detailreiche, „hochdifferenzierte Studie, die dem Generalfeldmarschall historische Gerechtigkeit widerfahren lässt, ohne dem Kriegsverbrecher Kesselring das Geringste zu schenken“.
Kesselring lächelte aufgrund eines Nervenleidens nahezu ununterbrochen. Bei englischsprachigen Soldaten hatte er den Spitznamen „Smiling Albert“ und lange Zeit einen erstaunlich positiven Ruf."

Vielleicht ist das das Bild des Menschlichen schlechthin? Aufgrund eines Nervenleidens lächeln die Menschen nahezu ununterbrochen und haben einen erstaunlich positiven Ruf.

Diane Soto. Ich bin die einzige Tochter ...

Nachtrag (23.07.2015): Diese Seite wird auf einmal überraschend oft aufgerufen. Wahrscheinlich ist Diana Soto wieder unterwegs. Aus diesem Anlass ein offenes Wort auf Frau Soto, auf Deutsch:

--

Liebe Frau Soto! Sie müssen einen besseren Übersetzer anstellen, wenn Sie mit dieser Betrugsmasche Erfolg haben wollen! "Ich bin die einzige Tochter des verstorbenen Herrn und Frau Fredrick Soto." Das sagt auf Deutsch kein Mensch! Bei Familienangehörigen lässt man im Deutschen die Bezeichnung Herr / Frau weg. Und Ihre Mutter ist im Deutschen auch nicht Frau Frederick Soto, sondern einfach Frau Soto. Usw. Solche Fehler ziehen sich, von schlichten Grammatikfehlern abgesehen, durch Ihren Text hindurch.

Ja, so kompliziert sind die Sprachen, und wenn deren Regeln nicht befolgt werden, hat man kaum eine Chance, ernst genommen zu werden.

--

Eben wieder so eine gewinnversprechende Mail. Ohne Kommentar!

Hallo!

Mein Name ist Diane Soto. Ich bin die einzige Tochter des verstorbenen Herrn und Frau Fredrick Soto. Mein Vater war ein herausragender Öl- und Gasunternehmer, bevor er starb. Er hatte auch umfangreiche Investitionen in Immobilien, der Landwirtschaft und im Bankensektor. Meine Mutter zusammen mit meinen Geschwistern in einem schrecklichen Autounfall zusammen Yamoussoukro ausdrückliche Weise starb, als ich ein kleines Kind war.

Ich betete, bevor Sie sich an Sie und ich glaubte, dass Sie der rechtmäßige Person, um mich aus meiner schrecklichen Situation zu helfen. Bitte Ich brauche deine Hilfe, meine geerbt Geld in Höhe von 7,5 Millionen US-Dollar, um Ihr Land für Investitionsvorhaben unter die Pflege und Richtlinie zu übertragen, während ich mein Studium in Ihrem Land nach der Übertragung fortzusetzen.

Es ist mein Wunsch, zu kommen, um Ihr Land weiter zu meiner Ausbildung, während Sie investieren und meiner ererbten Geld zu verwalten. Bitte Ich bin ein Waisenkind und ich brauche Ihre Hilfe, um mein Geld geerbt, um Ihr Land zu übertragen. Ich werde auch brauchen Ihre Hilfe, um einen schönen Schule in Ihrem Land, wo ich mein Studium fortsetzen zu sichern.

Ich bin bereit, Ihnen erhebliche Menge als Entschädigung für Ihre Mühe / Eingang nach der erfolgreichen Übertragung meiner ererbten Geld auf Ihr angegebenes Konto zu bieten. Sobald ich Ihre Antwort erhalten geben Sie Ihr Interesse, mich zu unterstützen, um das Geld, um Ihr Land zu übertragen, werde ich alle notwendigen Informationen, die Sie benötigen, um in Richtung der Überweisung auf Ihr Konto gehen Sie wie ich glaube, dass diese Transaktion hätte geschlossen werden Ihnen innerhalb von wenigen Tagen werden Sie Ihr Interesse, mir zu helfen zu bedeuten.

In Erwartung von Ihnen zu hören dringend.

Freundliche Grüße,
Diane Soto.

---

Vgl. immerhin hier:

Greenwich Oil Change & Lubrication - Auto Oil & Quick Lube
Local Businesses: 1
Green Rhino Lube
57 Old Post Road No 2
Greenwich, CT 06830-6786
(203) 422-6100

Diane Soto (Manager)

Categories: Oil Change & Lubrication
- See more at: ct.allpages.com

Was sagt diese Frau Soto wohl zu dieser Mail?

Sind Enttäuschungen herb?

Warum erlebt man im Deutschen eine herbe Enttäuschung? Warum sind die Enttäuschungen nicht salzig? Während sie bitter durchaus sein können. Und warum ist oder wird man gelb vor Neid, während der Neid selbst nicht gelb ist? Und Rache ist zwar angeblich manchmal süß, aber man sagt nicht, dass ihn seine süße Rache endlich ruhiger gemacht macht. Oder vielleicht doch? Man hat eine Heidenangst, aber auch einen Heidenspaß! Doch keine Heidenfreude. Wie geht das denn alles zusammen?

Freitag, 24. April 2015

Olaf Schenkel, AfD

Ich lese:

"ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND | Henkel tritt aus AfD-Bundesvorstand aus || Neuer Höhepunkt im AfD-Machtkampf: Mit seinem Rückzug protestiert Henkel gegen "Rechtsideologen" in der Partei. Auch Parteichef Lucke mobilisiert gegen einen Rechtsruck." (ZEIT Online)

Und ich lese tatsächlich, dass Olaf Schubert sich aus der AfD zurückzieht! So kann´s einem gehen! Das melden dann morgen, vielleicht auch erst übermorgen die Zeitungen:

Olaf Schenkel hat sich 
auf dem Afd-Bundesvorstand
zurückgezogen.

Donnerstag, 23. April 2015

Dionysios Cumberbatch

So stellt mir Google mit Bild den griechischen Grammatiker Dionysios Thrax vor.


Aleister Crowley erfindet den NWS

NWS? New Wikipedia Style.

Ich stolpere über den Namen Aleister Crowley und muss mich konzentrieren, um mich wenig später zu erinnern, worüber ich da gestolpert bin: Der Militärhistoriker, den Alexander Kluge interviewte,  -- wie hieß er denn noch gleich? -- hat so ganz nebenbei gesagt, dieser Erfinder der Panzerarmee sei ein untypischer englischer Militär gewesen, der sehr kreativ gewesen sei und unter anderen XYZ gekannte habe. Und da nannte er dann auch diesen Namen Aleister Crowley, den ich als Esoteriker kannte. Kann das denn sein? Ich schlage nach. Ein SPIEGEL-Artikel und dann die Wikipedia. Und siehe da, der Artikel scheint in erheblichen Teilen von Crowley-Faszinierten mit unterwegs abhanden gekommenem Sprachgefühl geschrieben worden zu sein. Man kann, wenn man will, eine Stilblütensammlung der feinsten Sorte zusammenstellen.

"Anfang April 1904 übersetzte Crowley die Inschrift der Stele des Anchefenchons." 

Da fragt der kritische Leser: Soll dieser abgebrochene Student Crowley hinter die Geheimnisse der Hieroglypen-Schrift gestiegen sein? Wer soll das glauben?

"Seine Frau, die ihm als Medium diente, soll ihm währenddessen mitgeteilt haben, dass sie nicht Horus oder Ra-Hoor-Khuit channele, sondern von deren Botschafter Aiwass informiert werde."

Währendessen? Während er übersetzt hat? Wunderbar, die Form "channele"! Da hat jemand das heutige Reden mit dem Damals auf Innigste verbunden. Und ein "Botschafter" der lang zurückliegenden Ägypter "informiert". Zum Niederknien!

Vorher schon:

"Am 8. Februar 1904 zeigten sich während gemeinsam praktizierter Geisterbeschwörungen in Kairo bei Rose mediale, hellseherische Fähigkeiten."

Da wird nicht gesagt, dass das jemand behauptet oder überliefert hat; das wird als Faktum hingestellt, in der sonst so faktengläubigen, kritische Wikipedia!

"Das ‚Buch des Gesetzes‘ stand in Crowleys Lehren später zentral und verkündete die Ankunft eines neuen Äons, dessen treibende Kraft Helena Blavatsky war, die gewissermaßen die Stammmutter des neuen Äons ist."

Hier spricht ein Anhänger dieser esoterischen Richtung ungefiltert und selbst. Überzeugt, dass es um Fakten geht.

"... dass unbenommen von dem behaupteten medialen Empfang ..."

So schön und grammatisch-schräg eingebettet hab ich das seltene und schwer altertümelnde unbenommen (der Tatsache, dass) schon lange nicht mehr gelesen.

"Mit dem Aufblühen des Tourismus reiste Crowley in jungen Jahren mit seinen Eltern nach Frankreich und in die Schweiz."

Ja, wo andere mit dem Zug oder der Postkutsche reisen, da reist Crowley mit dem Aufblühen (!) des Tourismus. Und mit seinen Eltern?! Die ihn doch quasi verstoßen hatten? Wo kommen die denn auf einmal her?

So jetzt reichts! Jetzt mach ich einfach einmal Schluss ...

Na gut, das noch:

"1911 reisen die beiden ein zweites Mal in die Sahara."

In meinem Überschwang hatte ich schon gelesen: "... in die Sahara ein". Aber nein, das steht da nicht. Aber in die Sahara reisen ist auch sehr schön.

"Im Juli wurde er angeklagt, Briefe gestohlen und gehehlt zu haben, um sie im Prozess gegen Nina Hamnett verwenden zu können."

Hehlen als Verb? Auch schon lange nicht mehr so gelesen? Überhaupt schon mal?

Vergewaltigte Mädchen in Indien

Eine Sendung über vergewaltigte Mädchen in Indien -- 9 Jahre alt. Wird morgen jemand darüber sprechen? Nein.

N24 00:05 - 01:00 (noch 32:12 Minuten) Extreme World Indien Dokumentation & Report Indien.

Unterbrochen wird die Sendung eben von Werbung: eine ausschäumende Chamapgnerflasche und ein Hinweis auf eine später Sendung. Über den weiblichen Orgasmus. Man glaubt es einfach nicht.

Alexander Kluge

Es muss mal raus: Als Jurist, Theoretiker und Kaufmann mag Alexander Kluge sehr, sehr gut sein; als einer, der mit anderen spricht, andere interviewt, ist er für mich eine Katastrophe. Ich sehe eben sein Interview mit einem (exzellent deutsch sprechenden) englischen Militärhistoriker, und ich halte wieder nicht durch. Die hektisch-übernervöse Sprechweise Kluges, dieses erst mal einen langen Kurzvortrag halten, in den der Interviewte oft nur reingrätschen kann, indem er des Interviewer sich hinziehenden Redefluss unterbricht, um überhaupt zu Wort zu kommen -- die erneute Unterbrechung durch Kluge dann, wenn der Interviewte eineinhalb Sätze gesagt hat, nach einem, nach zwei Sätzen des Interviewten das erneute verbale Hineingrätschen Kluges, mit diesem nachgeklappten, ganz kurz gesprochenen "..., (ja), ..." -- ich halte das einfach nicht aus. Es scheint dem Alexander Kluge nie jemand gesagt zu haben, welch eigenartigen Rede- und Interviewstil er hat. Oder hat es jemand da und ein anderer dort gesagt und dem Kluge ist das einfach wurscht? 

Wie gesagt: Wahrscheinlich ein brillianter Kopf. Aber ein sagenhaft schlechter Gesprächs- und Interviewpartner.

Mittwoch, 22. April 2015

Consecutio temporum

Die Feinheiten der consecution temporum. Das geht wohl nicht:

"... Google kündigt an, dafür eine neue Technologie entwickelt zu haben, mit der die Mobilgeräte automatisch das schnellstmögliche Netz-Signal suchen ..." (welt.de)

ankündigen verweist in die Zukunft; entwickelt zu haben, geht da nicht. Was aber geht, ist beispielsweise: 

"... Google kündigt an, bald eine neue Technologie vorzustellen, die in den letzten drei Jahren entwickelt worden sei ..."

Dienstag, 21. April 2015

Schöne Männer

Wenn man das Leben einmal, vorübergehend, von der Politik trennen will, dann sollte man eine Frage wie diese stellen: Kann man man männliche Schönheit quantifizieren? Reihen erst mal? Was eine der schlichten Formen der Quantifizierung ist. 'Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Schönste im ganzen Land?' Oder auf der Welt. Wenn schon, denn schon!

Versuchen wir´s doch mal!


Wenn Sie die Herren größer sehen möchten, dann auf das Bild klicken! Und dann bei Lui abstimmen.

--

Nachtrag: Wer sagt´s denn!

"REGIONALES ATTRAKTIVITÄTS-STUDIE | Die Vermessung der perfekten weiblichen Brust | Von Inge Hufschlag || Attraktivität ist messbar – und das nicht nur im Gesicht. Auch für das Ideal der weiblichen Brust gibt es eine Formel. Was eine schöne Brust ausmacht, ist deshalb nun nicht mehr nur Ansichtssache." (WELT 22.04.2015, 28. Im Moment noch hier.)

Da finde ich die Sache mit meinen Männergesichtern aber interessanter!

Prolog vom gerechtfertigten Auto-Anzünden

Was ist wohl ein "Prolog"? Nun, die klassisch Gebildeten denken gleich an den "Prolog im Himmel". Aber sonst? Hier habe ich einen anderen Prolog gefunden:

"PROLOG || Besonders seit dem Abfackeln von Luxuxkarossen in den Berliner Bezirken Kreuzberg-Friedrichshain, Neukölln, Pankow und anderswo ist wieder ein verstärktes mediales Kesseltreiben der Herrschaftsjournaillen und der etablierten Politkaste vordergründig gegen sogenannte gewaltbereite Linksextremisten - gemeint sind aber alle Linken und Unterprivilegierten* - im Gange. Vor dem Abfackeln wurden bei spritfressenden Luxux-Geländewagen der Westberliner Schickeria rund um den Grunewald die Luft aus den Reifen gelassen, was nicht nur die Springerjournaille zum Aufjaulen über schlimme Pariser Vorstadt-Zustände brachte. Dazu kamen Entglasungen, Fassaden-Farbverschönerungen und andere neckischen Streiche an sogenannten Car-Lofts in Kreuzberg, also an superteure Eigentums-Appartements mit Auto-Lifts bis vor's Schlafzimmerfenster mitten in Kiezen, wo überwiegend Hartz4-Empfänger noch relativ preiswert wohnen konnten. Diese Car-Lofts weckten Begehrlichkeiten bei anderen Vermietern, die nun auch teure Mieten kassieren wollten. Die Mieten in den Kiezen vor allem in Kreuzberg und Neukölln drohen zu kippen und für die seit Jahrzehnten dort lebende Bevölkerung unbezahlbar zu werden." (Quelle)

Und über all dem schwebt ein gewisser Bernd Kudanek und schaut ernst und gelassen zugleich, ungefähr wie ein Domprobst aus Speyer.

Das, diesen gravitätischen "Prolog", nehme ich als Beispiel dafür, dass nichts zu schräg ist, als dass nicht jemand mit dem entsprechenden Weltbild im Hintergrund eine Rechtfertigung dafür stricken könnte.

Das gilt natürlich auch für die extreme politische Rechte. Wenn erst mal sicher ist, dass Linke, andere Rassen oder Asylanten von vorne herein böse sind, dann findet sich ein Argument für Gewalttaten und Mord ganz leicht.

Wir betrachten die der Metapedia. Nein, zu Mord und Gewalt wird hier nicht aufgerufen. Aber, Selbstauskunft: "Anders als die Wikipedia greift Metapedia nicht unkritisch auf linksextreme Quellen zurück."

Vielleicht sollten wir mal die Herren Bernd Kudanek und Horst Mahler miteinander bekannt machen, damit die beiden ihre Meinungen austauschen können? Auf Sätze wie diesen könnten sich die beiden wahrscheinlich schnell einigen:

"Jede Geschichtsschreibung erfolgt aus einer Weltanschauung heraus, selbst dann, wenn sich der eine oder andere Geschichtsschreiber einbildet, weltanschaulich vorurteilslos zu arbeiten." (Metapedia, s. oben)

Sowas hat man in den Alt-68-Zeiten, glaub ich, für ganz toll kritisch gehalten. Da war auf der sicheren, der progressiven Seite. Vor allem studierende Ärztesöhne mit Zweiraumwohnung und Käfer-Cabrio waren da sehr fortgeschritten im kritischen linken Denken. Später sind sie dann aber doch lieber das geworden, was ihre Väter schon waren. Und gar nicht mehr links.

Rein formaljuristisch gefragt: Ist der Herr Kudanek da eigentlich noch auf der sicheren Seite, wenn ihn einer anzeigt? Von wegen Aufruf zur Gewalt und so? Und von der Rechtfertigung zum Aufruf ist es ja nicht so weit.

--

| * Nachtrag (vgl. oben): Ist es gerechtfertigt zu vermuten, dass der BRD-Normalo dieses "gemeint sind aber alle Linken und Unterprivilegierten" ergänzt um "und vor allem alle geistig Minderbemittelten"? Merke: Wehleidigkeit und Gewaltbereitschaft, das ist eine wunderschöne Mischung! Kräftig auf andere einschlagen, aber beim ersten Nasenstüber, der einen das Nasenbluten bringt, gleich rufen: "Mama, Mama! Der kapitalistische Unrechtsstaat hat mich geschlagen!"  *greingrein*

Montag, 20. April 2015

Klopp / Baby / Sprache

Ach Gott, die Sprache, die Sprache! Selbst bei den Fußball-Journalisten.

"Lustigerweise wurde ja damals ernsthaft die Frage gestellt, ob Klopp überhaupt große Klubs könne, weil er bis dahin nur in Mainz als Trainer gearbeitet hatte. Der Hamburger SV, der damals noch ein großer Klub war, hat diese Frage mit einem entschiedenen Nein beantwortet, so dass Klopp schließlich beim damals nicht ganz so großen BVB gelandet hat " (tagesspiegel.de)

Kein Satzzeichen am Schluss, und auch sonst ein wenig hastig formuliert. Hat er gelandet? Einen linken Haken? Oder ist er gelandet? Beim BVB?

--

Und noch dazu, als Sahnehäubchen der Sprache!

"Blake Lively 
präsentiert perfekten 
After-Baby-Body" 

Jessesmariaundjosef! Wer mag wohl hinter (lp/spot) stecken, der oder die das verzapft hat? Der Regaleinräumer-Praktikant vom Supermarkt gegebenüber, der mal eben in der Redaktion aushelfen musste?

Walter Hagemann

Die deutschen Lebensläufe!

"Danach [es geht um die späten 1930er Jahre] arbeitete er als Herausgeber eines Auslands-Pressedienstes im „Büro Heide“, das dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unterstand. Das Büro wurde von dem deutschnationalen Presse- und Propagandafachmann Walther Heide geleitet, der sich als Präsident des „Deutschen Zeitungswissenschaftlichen Verbandes“ (DZV) mit den Nationalsozialisten arrangiert hatte. Im „Büro Heide“ wurden verschiedene Pressedienste und Auslandsbeteiligungen koordiniert, die nach außen nicht als direkte Unternehmungen des NS-Propagandaministeriums kenntlich werden sollten. So gab Hagemann im Auftrag des Propagandaministeriums den antisemitischen Welt-Presse-Dienst heraus."

Jetzt könnte man denken, dass jemand wie Hagemann in der Bundesrepublik wegen NS-Verwicklungen belangt wurde. Aber weit gefehlt!

"Aufgrund seines Engagements für die Bewegung „Kampf dem Atomtod“ und seiner Kontakte in die DDR wurde Hagemann 1959 durch den nordrhein-westfälischen Kultusminister Werner Schütz die Lehrbefugnis entzogen. Nach einem eher dubiosen Prozess vor dem NRW-Landesverwaltungsgericht (Verurteilung zu „endgültiger Entfernung aus dem Dienst“ und „Verlust jeglicher Pensions- ansprüche“) und der drohenden strafrechtlichen Verfolgung aufgrund einer „ehebrecherischen Beziehung“ mit einer Studentin flüchtete Hagemann am 14. April 1961 über Prag in die DDR, wo er noch bis 1964 eher pro forma einen Lehrstuhl für Politische Ökonomie an der Humboldt-Universität vertrat. Aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes war Hagemanns Emeritierung auf eigenen Antrag zum 1. September 1964 bereits beschlossene Sache, er verstarb jedoch an Herzversagen schon im Mai jenes Jahres. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof an der Goethestraße in Potsdam-Babelsberg." (Alles Wikipedia

Auch ein Filmstoff.

"Schreiben fürs Fernsehen"

Ein zufälliger Fund bei Amazon:

Schreiben fürs Fernsehen. Drehbuch-Dramaturgie für TV-Film und TV-Serie. Taschenbuch – 14. Mai 2010 | von Vivien Bronner | Taschenbuch EUR 19,90.

Was da nicht so recht gesagt wird: Für´s Fernsehen schreiben, überhaupt

Schreiben
Veröffentlichen
Gekauft-und
Gelesen-oder-sonstwie-Wahrgenommen-werden
Geld-mit-dem-Schreiben-verdienen

das möchten viele. Aber da gibt es eben Fernsehanstalten bzw. Verlage zwischen dem Autor und dem Zuschauer bzw. dem Leser. Und diese Zwischenhändler nehmen nicht jede und nicht jeden! Besser gesagt: Sie nehmen fast keinen außerhalb der Gruppe derer, die "ohnehin schon drin sind". (Und manchmal machen dann die, die schon drin sind im Betrieb, dass sie gleich doppelt drin sind. Dois Heinze war -- Achtung! freie, doch nicht unbegründete Unterstellung! -- wahrscheinlich doch nur ein Symptom für die Vetterleswirtschaft in den Fernsehanstalten.) Also, ihr lieben Käufer des Buches von Vivien Bronner: Lernt mal anständig für´s Fernsehen schreiben, aber glaubt um Himmels willen nicht, dass sich irgend jemand für das, was ihr da geschrieben habt, interessieren wird! Schreibt den Fernsehfilm, der die Welt vor dem Untergang rettet, und ihr werdet erfahren, dass da im Moment "leider keine Möglichkeit besteht, Ihr Drehbuch zu realisieren".

Es gibt ja einen sehr schlichten empirischen Ansatz, um die Probleme des Drehbuch-Schreiben-Lehrens aufzuzeigen. Es geht um die Beantwortung dieser Frage:
  • Wie viele von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern entsprechender Seminare bzw. wie viele Leser dieses Buches haben schon ein Drehbuch an einen Fernsehsender verkauft und, was nicht ganz das Gleiche ist, wurden dann auch produziert und gesendet?

Sonntag, 19. April 2015

"Esst Scheiße!"

Es gab mal den alten 68er-Spruch: 


Das war damals schon voll daneben. Man kann Fliegen nicht mit Menschen gleichsetzen. Heißt: Man kann schon. Nur zeigt man damit, dass man mit Blick auf die Fähigkeit, in Analogien zu denken, mittelschwer zurückgeblieben ist. 

Damit sollte die Form der parlamentarischen Demokratie ausgehebelt werden. Hin zu einer Volksdemokratie, bei der die Besserwisser vom Zentralrat institutionell eben besser als die einfachen Leute wissen, was richtig ist. Und die klugen 68er, die gehörten, dem eigenen Selbstverständnis nach, natürlich zu den Besserwissernden vom jeweiligen Zentralkommitee.

Schräge Wörter des Deutschen

Ich verwende schon mal seltene und auch leicht schräge Wörter des Deutschen, einfach weil sie mir gefallen. Hier der Anfang einer Aufstellung:

  • Einlassung, die; nicht zu verwechseln mit
  • Einlauf, der
  • einlaufen, ins Stadion ~ oder sich ~ ist ist aber wieder was anderes
  • Kinkerlitzchen, das. Ein kleines Litzchen von der Firma Kinker? Nein.
  • ...

Picasa und Schlecker-Foto

Picasa neu installiert. Ausprobiert, was unter "Datei > Abzüge bestellen" möglich ist. Und ich staune: Foto-Schlecker ist mit aufgelistet. Da hab ich manchmal Fotos bestellt, weil ich sie um die Ecke in der Filiale bestellen konnte. Aber die Filiale und Schlecker im Ganzen gibt es doch nicht mehr, oder? -- Der Klick bringt auch erst mal nur das:

Not Found
The requested URL /foto_digital_service_de.htm was not found on this server.




Dann hängt sich Picasa auf. Hat das etwas mit diesem "not found" zu tun? Wie auch immer. Noch ein Versuch. Jetzt will eine kleine Maske auf einmal E-Mail und Password wissen. Was ist da los? Gibt es denn, ausgegliedert, die Foto-Abteilung von Schlecker noch? http://www.schlecker.de/ ? Aha, da meldet sich dann CEWE, die offentlich die Altkunden übernehmen möchten.

Samstag, 18. April 2015

Kicker-Rotlichtviertel

Der KICKER spielt Sprach!

"Sollte Thomas Tuchel am frühen Samstagabend irgendwo besonders gut gelaunt gesehen worden sein, ist ein direkter Zusammenhang mit den aktuellen Bundesliga-Ergebnissen nicht auszuschließen. Ex-Klub Mainz weitete mit dem 3:2 in Freiburg den Abstand zum Rotlichtviertel der Liga auf sieben Punkte aus."

Die Formel 1 und die Spaßbremsen

Hiermit verabschiede ich mich, spontan und einfach mal so, von den Feministinnen eines bestimmten Typs und ihren willigen Helfern. Die aus Kalkül auch mal Männer sein können.

Wohlgemerkt -- ich vertrete die Meinung, dass Frauen vollständig gleichberechtigt sind. Wo sie es sind, muss man sich dafür einsetzen, dass sie es demnächst sind. Aber dann kommen -- die Spaßbremser und -bremserinnen!

"Liu Siying kann die ganze Aufregung nicht nachvollziehen. Die 22-jährige Hostess war am Sonntag nach dem Großen Preis von China in Shanghai von Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton absichtlich mit reichlich Champagner bespritzt worden. Der Brite wurde daraufhin in sozialen Netzwerken teilweise wüst beschimpft -- wahlweise als Rüpel oder als Sexist. | 'Das hat doch nur ein oder zwei Sekunden gedauert', sagte Liu Siying nun der Zeitung 'Shanghai Daily'. Es beschäftige sie nicht allzu sehr. 'Mein Arbeitgeber hat mir gesagt, ich soll auf dem Podium stehen, und das habe ich gemacht.'" (SPIEGEL Online)

Ich habe keine Ahnung, ob die Formel 1 sinnvoll ist. Nein, wahrscheinlich ist sie, wie so vieles heute, ein umweltschädlicher Quatsch, der abgeschafft gehört. Aber so lange sie da ist und die blöden Gesetze des Champagner-Herumspritzens gelten, sollten sich die Spaßbremsen einfach raushalten.

Ich bin wirklich für die Einführung der getrennten Staaten. In der einen sind die politisch allzeit Korrekten, in dem anderen die, die Fünfe grad sein lassen und damit ganz gut drauf sind. Ich wette, in 10 Jahren von der Gründung an gerechnet, sind die korrekten Staaten das, was früher der Stalinismus war, und die Gut-drauf-Staaten sind der alte Kapitalismus von 1953. 

Wo wollen Sie leben?

SPIEGEL and Reuter at it's best!

Die Reporter des SPIEGEL verstehen es immer noch zu schreiben! Und zu informieren und zu reflektieren.

"Samir Abed al-Mohammed al-Khleifawi war der echte Name des Irakers, dessen knochige Züge von einem weißen Vollbart gemildert wurden. Doch unter diesem Namen kannte ihn niemand. Auch mit Haji Bakr, seinem bekanntesten Pseudonym, wussten die wenigsten etwas anzufangen. Und genau das war Teil des Plans. Der einstige Geheimdienstoberst der Luftabwehr in Saddam Husseins Armee zog seit Jahren aus dem Hintergrund die Fäden beim „Islamischen Staat“. Ausgestiegene Kader des IS hatten ihn immer wieder erwähnt als einen der führenden Köpfe. Was er aber genau tat, blieb im Dunkeln. Doch als der Architekt des „Islamischen Staates“ starb, hinterließ er etwas, was eigentlich streng geheim bleiben sollte: den Bauplan dieses Staates. Eine prall gefüllte Mappe handschriftlicher Organigramme, Listen und Ablaufpläne, die beschrieben, wie sich ein Land schrittweise unterwerfen lässt. Diese 31 manchmal aus mehreren Seiten zusammengeklebten Blätter liegen dem SPIEGEL* exklusiv vor. Sie enthüllen eine vielschichtige Komposition und Handlungsanleitung, in manchen Teilen erprobt, in anderen neu entworfen für die anarchische Lage in Syriens Rebellengebieten. Es ist gewissermaßen der Quellcode der erfolgreichsten dschihadistischen Terrorarmee der Neuzeit."

Das changiert zwischen Verschwörungstheorie, Journalismus des Aufdeckens und Enthüllens und Geheimdienstbericht auf das Schönste hin und her.

Und dann der Einsatz, der Fund! "Die Dokumente lagen lange Zeit versteckt in einem winzigen Anbau eines Hauses im umkämpften Nordsyrien." Und dann hat sie der SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter herausgeholt. Lesenswert. Und dann: Nachdenken! In welcher Welt leben wir?

"... Bewerbungsschreiben anreisender Ausländer wie des Jordaniers Nidal Abu Eysch. Der hatte seine Terror-Referenzen samt Telefonnummern mitgeschickt, ebenso das Aktenzeichen einer gegen ihn anhängigen Strafsache und seine Hobbys: Jagen, Boxen, Bombenbauen."

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"Während die Aufmerksamkeit des Westens vor allem der Gefahr von Terroranschlägen gilt, wird ein anderes Szenario unterschätzt: der heraufziehende innerislamische Krieg von Sunniten und Schiiten. Dieser würde dem IS ermöglichen, von einer verhassten Terrororganisation zur zentralen Macht aufzusteigen."

Und am Ende bleibt die Frage, warum die islamischen Gebiete, sieht man vom Iran ab, bis 1989 keine Rolle gespielt haben in der Weltpolitik. Und ob gilt: "Da hat der Samuel Huntington wieder mal recht!"

Vielleicht ist es so, dass das entscheidende die Aufmerksamkeitsstruktur der Weltöffentlicheit ist. Wenn Ost und West sich fetzen, ist für Drittes kein Platz mehr. Ganz schlicht. Aber dann, als die UdSSR geht, kommen die Looser im Enzensbergerschen Sinn und hauen auf den Putz. Und die Medien der Welt springen darauf an. Und noch ein wenig Terror + Medien, und das Bild hat sich gewandelt.

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Was wird die CIA sinnvollerweise tun? Sie wird das Buch und Auszüge aus dem Buch in die relevanten Sprachen der Region übersetzen lassen und -- für die einfachen Leute als Flugblätter, für die gehobenen Kreise als Buch -- von Flugzeugen aus abwerfen lassen. Gegenreformation nannte man das früher.

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* Warum sich der SPIEGEL selbst vollkommen unmotiviert in die Zeichen "!#### einhüllt, das wissen wohl nur die Programmierer seiner Seite.

Freitag, 17. April 2015

Köpfe-Verpflanzer 2.0

Ich lese eben etwas und denke mir: Hey, du warst da schon! Wann war das? Am 6. November 2011 schon!

"KOPFTRANSPLANTATION VON VALERY SPIRIDONOV | Russe will sich seinen Kopf transplantieren lassen Von Torsten Harmsen || Es klingt wie die Geschichte von Doktor Frankenstein: Bei Transplantationen von Herz oder Nieren geschieht zwar schon Ähnliches jeden Tag in den Kliniken. Doch ein italienischer Neurochirurg will nun den nahezu unvorstellbaren Schritt gehen und einen Kopf von Mensch zu Mensch verpflanzen. Drucken per Mail Tausend Fragen kommen auf, wenn man liest, was zur Zeit durchs Internet geistert. Ein Russe, der an einem unheilbaren, am Ende tödlichen Muskelschwund leidet, will seinen Kopf auf den eines hirntoten Spenders transplantieren lassen, um zu überleben. „Meine Entscheidung ist endgültig“, sagte der 30-jährige Informatiker Valery Spiridonov einer britischen Zeitung. Die erste Kopftransplantation der Welt wäre zweifellos eine Sensation. So unglaublich, dass man Mühe hat, nicht an einen makabren Scherz zu glauben. Wären da nicht die Publikationen auf wissenschaftlichen Seiten oder in Magazinen wie etwa Science Alert oder New Scientist. Sie stellen die durchaus ernstzunehmenden Pläne des italienische Neurochirurgen Sergio Canavero aus Turin vor, der bereits 2017 die Operation an Spiridonov durchführen will. „Head Anastomosis Venture“ (Kopf-Verbindungs-Projekt) nennt sich sein Vorhaben. Zur Zeit sucht er dafür noch Geld und hält Vorträge – auch auf Video –, um für die Operation zu werben." (Berliner Zeitung)

Ja, dieses Thema hat mich nicht mehr losgelassen, seit wir in der Schule über den Sitz der Seele gesprochen haben und der Religionslehrer die katholische Position verkündet hat: Die Seele ist mit dem ganzen Körper verbunden. Und ich zurückgefragt habe: Und wenn es eines Tages gelingen sollte, einen Kopf zu verpflanzen, welche Seele hat dann dieses neue Wesen?

Und heute? Wenn diese Sache auch nur halbwegs gelingt -- wie alt werden dann die Köpfe? Wie schnell altert das Gehirn selbst, wenn es immer wieder auf neue junge Körper gepflanzt wird?

Donnerstag, 16. April 2015

Vierlinge und Science Fiction

Ich habe vor vielen Jahren eine Science-Fiction-Geschichte gelesen, in der bis auf einen überlebenden Mann die Erde menschenleer war. Da kommt ein Raumschiff von einer langen Reise zurück. Der Mann von der Erde jubelt: Endlich sei gesichert, dass die Menschheit weiterhin existieren werde. Es seien ja Männer und Frauen an Bord. Der Kommandant des Raumschiffs teilt traurig mit: Die jüngste Frau an Bord ist 65 Jahre alt. Die Konsequenz musste nicht mehr ausgesprochen werden: Aus der Traum! Frauen jenseits des Klimakteriums bekommen keine Kinder mehr.

Und heute, ein paar Jährchen später?

Vierlinge mit 65 – eine deutsche Debatte || Eine 13-fache Mutter wird schwanger – und tritt damit in Deutschland nicht nur eine Debatte über künstliche Befruchtung los, sondern auch über Tabus und Klischees. Ihr Fall offenbart, wie rückständig viele Deutsche noch ticken. | Eine Analyse von Jan Rübel

Hochinteressante Aspekte für eine Theorie der Argumentation!

"Würde Deutschland so erregt debattieren, würde ein 65-jähriger Mann Vater werden? Mitnichten." 

Ich könnte da mal Ulrich Wicker fragen, aber das lasse ich mal besser bleiben.

Muss -- darf man diese Parallele mit dem 65jährigen Mann aufmachen? Und kann man das zentrale Argument der 65jährigen Frau, sie wolle nach ihren eigenen Vorstellungen leben, einfach so gelten lassen oder ist das ein Argument aus einer schrecklich libertären Gesellschaft, in der die Selbstverwirklichung (von welchem Punkt an darf man die Egoismus oder Egomanie nennen?) über allem steht?

Und die Science Fiction? Was taugt die am Ende?

Gebrauchtwagen und TÜV

Eine "technisch unbedarfte" (Rechtsanwalt) Frau kauft bei einem Händler in Lindau ein Auto, das eine frische TÜV-Plakette hat, dann aber auf der ersten Fahrt mehrfach stehenbleibt. Eine "Nachuntersuchung" in einer Werkstatt ergibt erhebliche, teilweise schwerwiegende Mängel am Fahrzeug. Das Gerichtsurteil, des BGH, immerhin:

"Laut BGH hatte die geprellte Käuferin Anspruch auf Rücktritt vom Kauf und musste sich auch nicht zuvor auf eine sogenannte Nacherfüllung, also Mängelbeseitigung durch den Händler, einlassen. Begründung: Das Auto sei wegen 'der massiven, ohne weiteres erkennbaren Korrosion nicht in einem Zustand' gewesen, der die Erteilung einer TÜV-Plakette gerechtfertigt hätte. Zudem habe die Klägerin 'nachvollziehbar jedes Vertrauen in die Zuverlässigkeit und Fachkompetenz des beklagten Gebrauchtwagenhändlers verloren' und musste sich deshalb nicht auf eine Nacherfüllung durch ihn einlassen. | Der Händler wiederum kann sich laut Urteil nicht auf die TÜV-Untersuchung berufen. Der TÜV gelte in solchen Fällen als 'Erfüllungsgehilfe des Händlers' und der müsse sich mögliche Fehler des TÜV zurechnen lassen, heißt es im Urteil." (Handelsblatt)

Was nicht berichtet wird: Welche Konsequenzen hat dieses Urteil für "den TÜV" bzw. die entsprechende TÜV-Stelle bzw. den TÜV-Mitarbeiter, der die Prüfung vorgenommen hat. Fragen wir mal den TÜV selbst?

Montag, 13. April 2015

Dieter Leisegang

Worauf man so alles stößt, wenn man die Wikipedia quer liest!

Dieter Leisegang (* 25. November 1942 in Wiesbaden; † 21. März 1973 in Offenbach am Main) war ein deutscher Autor, Philosoph und Übersetzer. ... Zur Ausführung dieses Versuches, am Beispiel Südafrikas relationstheoretisch nachzuweisen, dass einseitige politische Verhältnisse zu einer, in dieser Zeit schon absehbaren, sozialen und ökonomischen Katastrophe führen müssen, kam es nicht mehr bzw. nur in mündlicher Form in Vorlesungen (ein Manuskript zu diesem Thema ging beim Umzug verloren). 

Leisegang, der von Südafrika aus seine Bewerbung um ein Ordinariat an der J. W. Goethe-Universität ausdrücklich zurückzog und seinen dortigen Lehrauftrag ruhen ließ (Brief an J. Schaaf, 20. Juli 1972), kehrte wegen des Todes seines Vaters im August 1972 nach Deutschland zurück und hielt im Wintersemester 1972/73 in Frankfurt das Seminar „Philosophische Aspekte der Literatur, Karl May: Ardistan und Dschinnistan“, das in gewissem Sinne sein Vermächtnis darstellt. In den frühen Morgenstunden des 21. März 1973 erschoss sich Leisegang, der zuvor noch in einem Brief an die Kriminalpolizei diese über seinen Freitod informierte.

"Follower"?! OH NEIN!

Wer um alles in der Welt hat eigentlich diese Wörter wie Follower / XY folgen usw. aufgebracht? Ach der ehrenwerte Mark Zuckerberg?

Schlimmer nur noch: Freunde im Facebook-Sinn. Follower kann man im Grunde nur mit Nachläufer übersetzen. Die, die jedem Trend hinterherhecheln.

Ich lösche jedenfalls Instagramm gleich wieder, kaum dass ich es installiert habe, weil mir dieses Follower-Gedusel unendlich auf die Nerven geht!

Sonntag, 12. April 2015

"Ad by RespectSale"

Die Werbe-Idioten sind zurück! Diesmal heißt das Ding "Ad by RespectSale". Flackernde Vierecke, die von einem "Prize" reden, den ich gewonnen habe, und die sich in jede Seite reindrängen!

Den Screenshot von eben finde ich nicht. Höchst seltsam. War mit Irfanview zurechtgeschnitten und abgespeichert. Da können die Werbe-Idioten doch eigentlich nicht eingreifen. Aber wer weiß...

Und immer die Frage, ob irgendjemand glaubt, dass irgendjemand, der auf diese Weise genervt wird, irgendwann etwas kauft, bestellt, macht. Außer wütend zu versuchen, diese Dinge wieder vom Rechner zu bekommen. Und dann wieder einen Voodoo-Zauber loszulassen.



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Vor ein paar Stunden: Ein paar Minuten lang habe ich gehofft, dass der AdwCleaner das Zeug entfernt hat. War und ist aber nicht. Vielleicht war es auch so. Aber dann ist da eine kleine Stelle, die Nachladen befiehlt, und dann ist das blöde Zeug wieder da.

Und ein wenig erstaunt es mich, dass Google das auch nur eine Stunde zulässt. Dass auf Chrome eine fremde Blöd-Firma wildert und Werbung der unangenehmten Sorte einstellt.



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Überraschung: RespectSale scheint tatsächlich angemeldet ein Programm zu installieren, das sich auch deinstallieren lässt. Im Moment ist es jedenfalls nicht mehr da.

Samstag, 11. April 2015

"Göring-s"

Es muss einfach Profis für alles geben, auch für die Sprachen. Hier also, jenseits des Inhalts, die Grammatik:

"Dort angekommen, ernannte ihn Hitler zum neuen Oberbefehlshaber der Luftwaffe, als Nachfolger des in Ungnade gefallenen Hermann Görings."

Richtig ist: "... des in Ungnade gefallenen Hermann Göring", ohne -s.

Aber: "...als Nachfolger Hermann Görings." Jetzt mit Genitiv-s.

Leben, ein Glückshormon

Weiter mit Besinnlich.

"Emil Mangelsdorff wird 90 | Fliegen wie ein Vogel | 10.04.2015 | Von Marcus Hladek || Der Frankfurter Jazzer Emil Mangelsdorff wird 90 Jahre alt. Die Luft ist ihm noch längst nicht ausgegangen: Seine Auftritte mit Saxofon im Frankfurter Holzhausenschlösschen sind eine Institution für Fans. ... Das nächste Konzert am 1. Mai ist schon ausverkauft."

Es muss im Menschenkörper ein Glückshormon geben. Das einen mit 90 dazu bringt, zu feiern.

Es klingt, als sei man von den Esoterikern; dabei ist es pure Rationalität: Das Leben, als Abstraktum, setzt sich durch! Die Einzelnen sind nur winzige Mittelchen in einem großen Spiel. Sie wissen das, die Einzelnen, und -- sie feiern! Recht haben sie. Was bleibt ihnen denn anderes übrig.

Freitag, 10. April 2015

Radost und Ryan

Ach ja, was sagt man denn da? Kinderstars, süße. Und später?

"24.11.12 | Radost Bokel | Momo lebt in Rodgau || Jügesheim - Für die Hauptrolle als Momo im Bestseller von Michael Ende erhielt Radost Bokel 1986 den Bambi. Danach spielte sie in weiteren Filmen und Fernsehproduktionen. Die Dreharbeiten führten in viele Länder. Nun wohnt sie in Rodgau. Von Bernhard Pelka || Nach rastlosen Jahren des Reisens sucht die heute 37-Jährige Radost Bokel einen Ruhepol in ihrem Leben. Den hat sie jetzt in Jügesheim gefunden. Dort lebt sie seit einigen Wochen mit Sohn Tyler Junior. Ihre Mutter Birgit wohnt ganz in der Nähe. Sobald die auch aus dem RTL-Dschungel-Camp bekannte Schauspielerin wieder dreht, kommt der Dreijährige zur Oma. | Rodgau ist Radost Bokel nicht unbekannt. Der Stadtteil Nieder-Roden war 1980 die erste Station in der Bundesrepublik, als die damals Fünfjährige zusammen mit ihrer Mutter und Bruder Florian aus der DDR in den Westen ausreiste. „Wir hatten hier familiäre Beziehungen.“ Viele Erinnerungen sind von den sechs Wochen Aufenthalt in Rodgau freilich nicht hängen geblieben. „Ich hatte eine Arbeit in Frankfurt und die Zugverbindung war so schlecht. Also bin ich mit den Kindern schnell nach Frankfurt gezogen“, erläutert Birgit Bokel."

Ich jedenfalls wünsche Radost B. 10 tolle Rollen in den nächsten 7 Jahren.

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Ölfeld / London

Na schau, dann hat Großbritannien demnächst ja vielleicht eine zweite Einnahmequelle, neben dem "Finanzplatz London".

"Probebohrung: Riesiges Ölfeld südlich von London || Nahe des Londoner Flughafens Gatwick könnte sich so viel Öl wie in ganz Kuwait befinden, sagt ein britischer Finanzinvestor. Anwohner fürchten schon kilometerweite Fracking-Krater, doch Branchenexperten reagieren zurückhaltend. | Eine Investmentfirma hat nach eigenen Angaben ein gigantisches Ölfeld im Süden von London entdeckt. Rund um den Flughafen Gatwick könnten sich bis zu 100 Milliarden Barrel Öl befinden, teilte die UK Oil & Gas Investments (UKOG) am Donnerstag mit. Zum Vergleich: In Kuwait belaufen sich die bestätigten Ölreserven auf etwa dieselbe Menge. Ein Barrel entspricht 159 Litern."

Ja, den Seinen gibt´s der Herr (egal welchen Namen die Menschen ihm geben) im Schlaf!

"Eine bratzendumme Fernsehtante"

Surfen bildet! Also, das 'Im Internet surfen'. Besser wäre wohl das Wort flanieren; aber das hat sich nicht eingebürgert.

Eben also, beim Surfen im Internet, finde ich eine Seite aus Leipzig, conne-island.de, die deshalb so bemerkenswert ist, weil viele, die sich dort äußern, von keinerlei Selbstzweifel geplagt sind und sich auch keinerlei Formulierungsbegrenzungen auferlegen. Das ist in dieser klaren, kristalinen Form nicht so oft zu finden. Polemiken ja, aber solche? Mein lieber Scholli!

Diese Seite ist einfach ideal, wenn es um semantische Studien zur selbstsicheren und selbstgewissen Verwendung des Adjektivs / Adverbs dumm und seiner Wortbildungsderivate geht! Beispiele:

"„Spritzbestecke in Gärten und auf Fußwegen, täglich kreisende Freier vor der Haustür, plumpe Anmachen – die Anlieger sind es leid.“ (LVZ, 17.10.03) – sie sind mehr für die halbdumme, aus RTL-Nachmittagsserien abgeguckte Anmache zu haben."

"[...] Diese Aktion wird u.a. von Blümchen, Thomas D., Esther Schweins, den Toten Hosen, Reinhard Mey, Nina Hagen und Uwe Ochsenknecht unterstützt – kurz gesagt von Leuten, die dieses nicht eben sympathische Land mit ihrem Geplapper und ihrer Singerei noch ekelhafter machen, als es ohnehin ist. Eine die anfangs mit von der Partie war, ist dann doch noch abgesprungen – sie mag nur eine bratzendumme Fernsehtante sein, doch ihre menschliche Empfindung hat sich diese Nina Ruge offensichtlich bewahrt: Sie distanziert sich von diesem Dreck."

Und dann dümmlich, natürlich!

"Wenn sich denn einmal eine theoretische Auseinandersetzung ankündigt, wie letztens beim ZDF-Nachtstudio, bleibt als Fazit das dümmliche Grinsen des Moderators und der Satz „Es gibt kein richtiges Leben in Flaschen“."

Und jetzt müssen wir wohl davon ausgehen, dass VerfasserInnen solch wortmächtiger Einlassungen** sich selbst für -- ja was? Gescheit, gar klug halten. Das doch wohl. Und wenn die Mundwinkel sich verziehen, dann zu einem wahrscheinlich -- geistreich-nachdenklichen Lächeln? Ja dann ...!

--

* Reine dumm-Funde, also ohne Wortzusammensetzungen, Stand heute auf dieser Seite: 137.

** Ich bin ganz ehrlich fasziniert, dass hier eine derartige polemische Selbstgewissheit mit korrektem, ja technisch fein ziseliertem Deutsch daherkommt. Normalerweise dienen in solchen Fällen Rechtschreib- und Grammatikfehler ja nachgerade als Ausweis der rechten -- also der linken Gesinnung.

Sonntag, 5. April 2015

Fliegen: die Gesetze des Kapitalismus

Sollte dieser Artikel in der Welt bzw. das Interview, das dort verarbeitet wird, auch nur in der Tendenz der Wahrheit entsprechen, dann brauchen wir eine ganz neue Diskussion zum Thema Fliegen und Piloten und Sicherheit in der Luftfahrt.

""Eigentlich dürfte man mit uns nicht mehr fliegen" Die meisten Piloten in Deutschland werden sorgfältig ausgewählt und sind fliegerisch gut ausgebildet. Doch gerade junge Verkehrsflugzeugführer bei kleinen Airlines stehen häufig unter riesigem Stress. || Beim Kaffee redet der Kapitän Klartext. "Meine Fluggesellschaft hat nicht annähernd so harte Auswahlkriterien wie Lufthansa. Viele Copiloten muss ich heruntersprechen, sonst würden sie es nicht schaffen, selbst bei gutem Wetter. Manche von ihnen bekommen so wenig Geld, dass sie auf dem Land wohnen und stundenlange Anfahrtswege in Kauf nehmen, um morgens im Cockpit zu sitzen. Ich selbst bin Dutzende Male unabsichtlich eingeschlafen, und ich kenne keinen Kollegen, dem das nicht auch passiert ist." Dies sei Alltag bei der Charterfluggesellschaft, für die er tätig sei."

Das Thema ist dann, mit einigem Abstand, gar nicht dieses tragische Unglück von Germanwings, sondern, wieder einmal, der Kapitalismus, der solcherlei gleichsam naturgesetzlich erzwingt.

Mittwoch, 1. April 2015

Flugzeuge: Wieder ein Schritt ...

... in einer komplexen Frage.

"Warum werden Blackbox-Daten nicht während des Fluges versendet? | Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt (59): „Das ist eine Frage der Datenmasse. Ein Flugdatenschreiber zeichnet permanent rund 1200 Parameter auf. So eine Menge konnte bislang technisch nicht gesendet werden, es scheitert an der Übertragungskapazität. So weit sind wir noch nicht.“"

Da fragt der Laie: Warum alles oder nichts? Könnte man nicht mal mit den 20 wichtigsten Parametern anfangen? Ort / Höhe. Triebwerke ok. ... Den Rest wie bisher, allerdings mit der schon angesprochenen Kapsel, die automatisch abgeworfen und mit Peilsender + schlicht: Farbpulver versehen ist.

Soll man lachen oder weinen?

Was macht man da, wenn man nicht böse ist und keinerlei Vorurteile gegenüber Afrikanern hat?

"Heiratsschwindler auf Österreich-Tour | Afrikaner führte 15 Beziehungen, darunter drei Ehen. Er zeugte sechs Kinder und sitzt in Haft. || Der vielleicht aktivste Heiratsschwindler der heimischen Kriminalgeschichte flog bereits Anfang Oktober auf, weil zwei seiner Opfer einander auf Facebook kennengelernt hatten. Als die enttäuschten Damen erkannten, dass sie denselben Mann verehrten, erstatteten beide in Wien Anzeige. | Mindestens 15 in Österreich lebende Frauen wussten bis vor Kurzem nicht, dass sie einen gemeinsamen Liebhaber oder Ehemann hatten. Drei der 15 Damen waren mit dem 28-jährigen gambischen Staatsbürger sogar verheiratet. Vier Frauen machte der Asylwerber von 2010 bis Juli 2014 zu Müttern. Zwei weitere Opfer sind schwanger. Zusätzlich führte Sonko Tijan alias Bojang Tijan alias Crang Junior in seiner Heimat mit einer Landsfrau eine Ehe. | Zusammengefasst: Der in Wien gemeldete 28-Jährige führte neben mehreren Beziehungen parallel vier Ehen – drei in Österreich, eine in Gambia – davon drei mit je einem Kind; ein weiteres in Österreich geborenes Baby ist unehelich. Seine Opfer sind zwischen 20 und 40 Jahre alt; die drei Ehefrauen wohnen in Wien und Niederösterreich." (kurier.at)

Na ja, man lacht erst mal. Oder? 

Und dann denkt man zurück -- sehr lange her --, an jenen netten afrikanischen Theologie-Studenten an der Universität M. in Deutschland, von der katholischen Kirche per Stipendium nach M. geholt, der es geschaft hat, einer deutschen Klosterschwester im Priesterseminar einzureden, dass die sexuelle Beziehung zu ihm, dem afrikanischen Studenten, von Gott gewollt sei, und der Erzengel Michael sei der Überbringer der Botschaft gewesen. Kein Scherz! 

So, und dann geben wir mal Kontextfrei das Wort "Heiratsschwindler" in die Google Bilder-Suche ein. Was passiert dann, wenn wir mal die Filme weglassen?