Dienstag, 12. April 2011

Festung Europa


"Seinen Koffer hat er schon gepackt." Der Student, der im Westen Pilot werden will. Der wahrscheinlich demnächst nach Lampedusa aufbricht.

Gestern hat ein wohlmeinender Mensch, Politiker, dafür plädiert, dass es ein Einwanderungsgesetz gibt, in dem unter anderem bestimmt wird, dass Qualifizierte aus Nordafrika, aus Afrika überhaupt für zwei Jahre nach Deutschland kommen können, sich fortbilden und dann zurückgehen und ihre Länder verbessern, aufbauen.

Der Realist sieht: a) Wollen die Deutschen, das deutsche Wahlvolk das? Selbst wenn es zu wenige Experten gibt? Nein. Viele zumindest wollen das nicht. b) Mal angenommen, diese Idee würde umgesetzt, was würde werden? Die qualifzierten Leute kommen also hierher. Sie sollen dann wieder zurück. Aber sie werden bleiben, weil ba) die Leute aus einem geordneten Alltag nicht in den Aufbau und das heißt: die Unordnung  mit den entsprechenden finanziellen und lebenspraktischen Problemen zurückwollen, und weil bb) die deutschen Firmen die dann eingearbeiteten und qualifizierten Leute brauchen können und ihnen Bleibe-Offerten machen. c) Effekt: Man siedelt die Eliten um und lässt die Nicht-Eliten im fortschreitenden Elend zurück.

Es bleibt nur: die Entwicklung vor Ort, mit Musterbetrieben und gut belohnten Neugründungen.

Empirische Literaturwissenschaft 1

Seinerzeit, bei seinem Erscheinen, habe ich von diesem Buch gelesen. Lauter Verrisse. Und die Verrisse waren geschrieben worden, weil sich da ein Prominenter, der Tagesschau-Chefsprecher Köpcke, an einem Roman versucht hatte. Noch im Köpcke-Nachruf musste der SPIEGEL schreiben:

"Seine Ausrutscher aus der unpersönlichen Seriosität wurden öffentlich diskutiert: seine Versprecher, sein Urlaubsbart, sein mißglückter erotischer Roman, sein papierraschelnder Protest gegen die Versetzung an den Katzentisch bei den "Tagesthemen", der ihn fast seinen Posten als Chefsprecher gekostet hätte."

Jetzt, nach so vielen Jahren, in denen ich Köpckes Roman im Kopf hatte, ohne ihn je auch nur angelesen zu haben, habe ich es tatsächlich getan: Ich habe mir diesen Roman gekauft! Via Internet, für 0,01 Euro. Plus 3 Euro Porto und Verpackung.



Und mit diesem Roman ist da wieder die Überlegung: Dass die Literaturwissenschaft, oder doch wenigstens eine Sparte von ihr, eine Sparte, die man "Empirische Literaturwissenschaft" nennen könnte -- dass diese Sparte etwas Besonderes tun müsste: Sie müsste von dem vorurteils- und traditionsgeschwängerten Qualitätsbegriff, der die Grundlage der traditionellen Literaturwissenschaft bildet, vollkommen absehen und literarische Texte erst einmal als reines Material nehmen. Eine Art Chemie des Literarischen schwebt mir da immer vor. So wie die Chemiker den Schwefelwasserstoff chemisch untersuchen und ihn nicht wegen seines üblen Geruchs|* von der Würde chemischer Analyse ausschließen, so müsste die Empirische Literaturwissenschaft alle durch ihr Erscheinen als literarisch ausgewiesenen Texte erst einmal vollkommen neutral beschreiben. Am Ende könnte sie sich dann gerne in Qualitätsbestimmungen versuchen und eine Verbindung zur traditionellen Literatur- wissenschaft herstellen; aber der Anfang wäre die sachlich-kühle Analyse.

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|* Vorsorglich sei einem Missverständnis vorgebeugt: Schlechte Qualität literarischer Texte ist in der Analogie nicht im Mindesten gleichzusetzen mit üblem Geruch von Gasen. Übler Geruch von Schwefelwasserstoff ist etwas, was in unseren instinktiven Voraussetzungen angelegt ist. Es wird wohl keinen Menschen geben, der Schwefelwasserstoff-Geruch als angenehm empfindet. Arzt-Romane in Heftchenform hingegen finden manche Menschen sehr gut, und nur die Machtverhältnisse des literarischen Betriebs und die bürgerliche Tradition stufen solche Texte als trivial ein. Wobei das Bildungsbürgertum nach Art der katholischen Kirche zu suggerieren versucht, dass die eigenen Maßstäbe schon die gültigen sind. Auf der anderen Seite gilt natürlich: Das Bürgertum ist eine Klasse, die sich in der Selbstkritik ständig, wie das heute so heißt: neu erfindet. Insofern kann man diesen Standpunkt auch als bürgerlichen Standpunkt bezeichnen. Eine komplex-komplizierte Sache. -- Wenn die Qualitätsdiskussion später einmal wirklich geführt wird, dann können wir auf diese Vergleiche, Metonymien, Analogien zurückkommen und es wird zu fragen sein, was die 'tausendjährigen Eier' der chinesischen Küche und auch einen guten Maotai von wirklich faulen Eiern und schlimmen Whiskey-Sorten unterscheidet. Aber bis dahin ist ein weiter Weg. 

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Nun also vorab: Nein, ich will nicht, und nicht einmal, was die Richtung angeht, sagen, dass Köpckes Roman "Bei Einbruch der Dämmerung" gut oder schlecht ist; das wäre ja ein Verstoß gegen das Programm der Empirischen Literaturwissenschaft. Ich nehme ihn einfach als literarischen Text. Und die Frage ist, wie analysiert man chemisch, andere würden, wenn sie von einer sachlichen Analyse sprechen, vielleicht sagen: linguistisch, einen solchen Text? Wir brauchen erst einmal ein Programm der Fragestellungen.

Beginnen wir mit einer Textprobe, mit der ersten Seite des Romans:



I

1

Er schloß die Tür hinter sich und stand, endlich, in seiner Welt. Mit hängenden Armen wartete er neben dem Lichtschalter, eine Minute der Geduld. Aber die Augen gewöhnten sich nicht an die Dunkelheit. Keine Konturen vertrauter Gegenstände lösten sich. So blieb es bei der Vermutung eines aus Falten wie gedrechselten schweren Vorhangs und bei der Ahnung von Bäumen jenseits des Vorhangs und des Fensters, in der Finsternis, in der kein Mond Licht vertropfte. Diese zweite Morgenstunde war keine Stunde der Romantik. B.T. hob die Hand zum Schalter. Türkislicht mit einem Nebenstrom Honigfarbe fiel aus der mongolischen Ampel an der gedunkelten Holzdecke in den großen, rechteckigen Raum. Der Nacht entrissen, setzten Buchrücken in den schwarz hochragenden Regalen Glanzlichter auf. B.T. zündete die Kerzen in dem dreiarmigen Jugendstilleuchter an, und die zwischen den Büchern in Lücken stehenden Figuren und Gegenstände bekamen Leben. Ein siamesischer Buddha, handhoch, Muscheln, merkwürdig geformte Steine, ausgeschwemmte Hölzer, Rauchgläser, kleine Spiegel, Schachteln aus Schildpatt oder Halbedelstein formierten sich zu einer schlampigen Phalanx noch erinnerter oder schon vergessener Vergangenheit. Und dann die Bilder. Sie überdeckten die wenigen freien Stellen der Wände, waren zwischen Büchern aufgestellt oder hingen an den Außenseiten von Regalen. Da waren ein paar Porträts von Frauen, einige Vorfahren ohne Namen, eine alte italienische Skizze, alles recht klein von Format. Erheblich größer nur das Ölgemälde eines imaginären Wasserschlosses, und wieder klein die untereinander hängenden, schmucklos weiß gerahmten Fotografien. Sie zeigten Hotels in Istanbul und Sofia, in Wien, Rom,


5

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Für die Stoffsammlung: Henryk Broder im SPIEGEL zum Roman von Laien und speziell zum Roman von Michel Friedmann, Kaddisch vor Morgengrauen.

Montag, 11. April 2011

Notiz: Life

Terry's Blog: This is your life

Doofe Werbebanner: transfermarkt.de

Ich wollte doch nur wissen, wer der BILD-"Nürnberg-Bubi" aus der Bundesliga-Auswahl vom Wochenende ist. Und schon ist die Seite zugepflastert und man kann nirgendwo sehen, wie man das Banner wegbekommt. Da oben rechts wahrscheinlich, das "Schließen". Aber das ist so weit vom hellen Zentrum entfernt, dass man erst mal denkt, dass man damit die Seite schließt.

Tschador? Nikab? Republik?

Ein Kompromissvorschlag 

der Nikabini
Modell: Saudi Nicienne


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die Bikinurka
Modell: Presque Mondrian

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Wir wissen doch: Kompromisse müssen sein!

Zusatz: Bikini - Burka - Nikab - Niqab

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Seit 2009 wird in der ägyptischen Öffentlichkeit intensiv über den Niqab diskutiert. Auslöser war im Oktober 2009 ein Zusam- mentreffen des mittlerweile verstorbenen Großscheichs der Al-Azhar-Universität, Muhammad Sayyid Tantawi, mit einer etwa zwölfjährigen Schülerin in einer der Al-Azhar angegliederten Schule. Tantawi forderte die vollverschleierte Schülerin damals unter Verweis auf seine religiöse Autorität zum Ablegen des Niqab auf. Diese Art von Bedeckung sei eine Tradition und stelle für gläubige Muslime keine islamische Pflicht dar. Angeblich soll er dabei auch gesagt haben, das Mädchen trage den Niqab wohl aufgrund ihres unvorteilhaften Äußeren. Vor allem letzteres führte zum Eklat. Im Folgenden wurde die Vollverschleierung in Einrichtungen der Al-Azhar-Universität (Kairo), der bedeutendsten Hochschule des sunnitischen Islam verboten. Es folgten eine Klagewelle und gerichtliches Hin und Her. Das Oberste Verwaltungsgericht hat ein grundsätzliches Niqab-Verbot unter Verweis auf die Religionsfreiheit für unzulässig erklärt. Die zahlreichen Niqab-Verbote in Schulen, Universitäten, Clubs und Restaurants wurden nicht angetastet.

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Nachtrag 1: Ich dachte, mal wieder, dass ich originell sei. Nikabini, so dachte ich, das Wort gibt es nur hier. Das habe ich gerade erfunden. Aber weit gefehlt. Man findet: Sogar und vor allem ein Eigenname ist das! Pech gehabt. Aber immerhin, mit der Bikinurka bin ich im Moment der Einzige auf der Welt.

Nachtrag 2: Mit diesem kleinen Eintrag habe ich so ganz nebenbei einen Blick in die Internet-Überwachung zu Werbezwecken erhalten: Weil ich irgendwo das Bikinimädchen rauskopiert habe, um es für die Collage zu verwenden, bekomme ich jetzt auf beinahe jeder Site, die ich aufrufe, Bikini-Angebote präsentiert. Na ja, es gibt Schlimmeres.

Nachtrag 3: Wer glaubt -- so einer wie ich also -- den Franzosen noch was Neues bieten zu können, der irrt sich! Andererseits: Die Modelle auf dieser Seite sind einfach schöner. Und konsequenter!

Wirtschaftsverbrechen? Ach was! Wall Street!

Es ist einfach faszinierend zu sehen, dass -- Boni, Hedgefonds, systemrelevanten Banken -- für die Finanzwelt eben doch eigene Gesetze gelten. Schauen wir mal hierher, zu Mr Raj Rajaratnam, NY:

11.04.2011 || Prozess gegen Hedgefonds-Milliardär || "Von unserer Unterhaltung darf keiner erfahren" || Von Marc Pitzke, New York
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Er soll mit Insider-Infos 54 Millionen Dollar erschwindelt haben, jetzt geht das Verfahren gegen den New Yorker Hedgefonds-Manager Raj Rajaratnam in die heiße Phase. Die Justiz präsentiert eine Anklage mit Rekordumfang - der Fall zeigt, was an der Wall Street legal ist und was nicht.

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Was ist gerechtes Einkommen? Mal wieder gefragt.

重力子

Zhang Zai

Eine Notiz für später (Wikipedia):

Zhang Zai (chin. 張載/张载, Zhāng Zǎi, W.-G. Chang Tsai; * 1020; † 1077) war ein chinesischer neokonfuzianischer Moralphilosoph und Kosmologe aus der Zeit der Nördlichen Song-Dynastie.

Chang Tsai: Rechtes Auflichten. Cheng-meng. Aus dem Chinesischen übertragen und mit Einführung, analytischem Kommentar, Quellennachweisen, Literaturhinweisen und Indices herausgegeben von Michael Friedrich, Michael Lackner und Friedrich Reimann. Hamburg: Meiner, 1996. (= Philosophische Bibliothek; 419.)

Sonntag, 10. April 2011

Prantl zu Häberle: Einzelfragen 3

Hier ist ein Satz Prantls Anlass für eine wissenschaftshistorische und wissenschaftstheoretische Frage.  Es geht also nicht um Häberle oder zu Guttenberg. Jedenfalls nicht direkt. 

Allenthalben wird so getan, als erkenne man einen 'klugen Kopf' -- hier natürlich verstanden als 'Kopf mit der Fähigkeit zur zukünftigen großen wissenschaftlichen Leistung' -- mit derselben Leichtigkeit, mit der man einen Hammer erkennt und, sagen wir: von einer Feile unterscheidet. 


"Andreas Voßkuhle hat das erlebt: Als Häberle den Studenten Voßkuhle im Seminar als klugen Kopf ausgemacht hatte, rief er ihn zu sich und sprach mit ihm über die ferne Zukunft - Dissertation, Habilitation."

Aber, nun ja, wie erkennt man ihn denn, den klugen Kopf? Da sollten endlich Forschungen her! Und in diesen Forschungen sollte die Konsensustheorie der Wahrheit strikt von der Referenztheorie geschieden werden. (Heißt: Wenn die Fachleute unterhalten, kommen sie zu einem gemeinsamen Urteil. Sie glauben dann auch schnell, ihr gemeinsames Urteil sei 'intersubjektiv' gültig. Dabei ist es nur das Ergebnis eines Kurzklüngelns.)

Das mit dem referenztheoretisch Intersubjektiven ist einfacher als man denkt: Man lasse fünf akademische Würdenträger eine Gruppe von diskutierenden Studenten des gemeinsamen Faches eine Zeitlang beobachten. Und dann sollen die Professoren jeweils eine Liste Bester ... Schlechtester aufstellen. Festzustellen und zu interpretieren ist wie Faktenlage: Wie sehr stimmen die Urteile der Experten überein?

Und wenn dann alle sehen, wie Glück, Zufall und Können bei der Erkenntnis der Qualität eines Studenten einen festen Zusammenhang bilden, dann haben wir etwas erreicht, und wir können daran gehen, dieses Urteilen faktoriell zu modellieren.

Prantl zu Häberle: Einzelfragen 2

Ja, da haben wir wieder so eine Kategorie, die man als Außenstehender im Wissenschaftsbetrieb sicher so leicht nicht vermuten würde!



"Sie halten ihm [Häberle] so die Treue, wie er selbst seinen früheren Lehrern die Treue hält: [...]"

Treue! Nicht gegenüber der eigenen Frau, dem Staat, der Kirche -- nein. Treu gegenüber dem akademischen Lehrer! Ich weiß noch, wie ich in der Universität zum ersten Mal den Dialog gehört habe, der sich mir eingebrannt hat. 

"Wen sollte ich als Hilfskraft nehmen?" fragt der Professor. "Der Hans X, der ist doch sehr gut", sagt der Assistent. "Nein", sagt der Professor und verzieht leicht angewidert das Gesicht. "Der X ist nicht treu." 

Wow, hab ich gedacht. Treu soll man also sein. Treu! Und ich dachte immer geistige Unabhängigkeit sei das Ziel. Mit Treue ist die schlecht vereinbar, die geistige Unabhängigkeit.

Oha, a griana Preissin in Bayern!

Sich zu seinen eigenen Vorteilen bekennen als Erkenntnisziel: Eine Grüne aus Bayern, die in affektiertestem Norddeutsch sagt, dem Minister Söder ginge es ja nur um Macht.

Ich bemerke, obwohl kein persönlicher Freund des Ministers Söder, dass mir das alte "Joa, holla, a Preiss!" fehlt. Und dann natürlich auch und und erst recht das: "Joa, holla, a Preissin! Joa, wos wui denn di da alldaweil?"

P. S. So nebenbei kommen nun alle darauf, dass man bei grünen Energien nicht allweil davon ausgehen kann: Ja, freilich! Aber kein Windkraftrad in meiner Sicht!

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Für die Suchmaschinen, die Sichtworte sind: Preuße, Preußin

Prantl zu Häberle: Einzelfragen 1

Worum geht es Prantl im Einzelnen?





Ich frage mich immer: Wie schaffen die Journalisten das nur! Sich so schnell in eine Sache einzuarbeiten, dass sie sich ein Urteil nicht nur erlauben können, sondern das Urteil dann auch noch so überzeugt und überzeugend rüberbringen?

"In den sechziger Jahren war er [Häberle] das Wunderkind des Rechts, in den siebziger Jahren der Superstar der deutschen Staatsrechtswissenschaft: Seine Dissertation über die 'Wesens- gehaltsgarantie des Artikels 19 Absatz 2 Grundgesetz' war, wie man heute sagen würde, ein Hammer. Seine Habilitationsschrift über 'Öffentliches Interesse als juristisches Problem' gilt als Offenbarung."

Prantl ist Jurist, und er war, wenn man der Wikipedia glauben darf, Anwalt, Richter und Staatsanwalt -- in der Reihenfolge? --, und er hat 1982 eine Dissertation geschrieben: 'Die journalistische Information zwischen Ausschlussrecht und Gemeinfreiheit.' Wenn er da nicht selbst von Häberle und dessen Ruf gehört hat, ja dann hat er halt mit ein paar Insidern gesprochen, die ihm das mit dem Wunderkind und der Offenbarung gesteckt haben. Also, chapeau! Da, mit den Rechts- und Insiderkenntnissen, da ist der Herr Dr. iur. Prantl, wie man heut so sagt, gut aufgestellt, und das über Häberles Ruf ist offenbar fundiert und wohl formuliert.

Karl Josef Silberbauer

Die Reihe, in der diese Notiz zustande kommt:

PEINLICHE ENTHÜLLUNG || Peiniger von Anne Frank arbeitete für den BND || 09.04.2011 || München – Peinliche Enthüllung für den BND: Der Mann, der 1944 Anne Frank in ihrem Amsterdamer Versteck aufspürte und ins KZ schickte, arbeitete nach dem Krieg für den Bundesnachrichtendienst! || Wie das Magazin „Focus” am Samstag meldete, war SS-Oberscharführer Karl Josef Silberbauer nach dem Zweiten Weltkrieg als V-Mann und Anwerber für den BND tätig. Der Hamburger Publizist Peter-Ferdinand Koch sei in US-Archiven auf entsprechende Belege gestoßen.

In der Wikipedia gibt es Silberbauer schon. n-tv berichtet jetzt auch über ihn.

Ein Wirtschaftsethiker: Karl-Heinz Brodbeck

... im Deutschlandfunk-Interview. Über Japan und die Sicht der Ökonomen auf die Katastrophe. Sehr angenehmer Sprecher. Einleuchtende Thesen. Differenziert, erklärt, zurückgenom- men. Nachgesehen: Karl-Heinz Brodbeck. Von einer Fach- hochschule. 

Erinnerung: Wie die Universitätsprofessoren auf die Fachhochschul- und, noch früher, auf die PH-Professoren herabgesehen haben. Dieser Dünkel! Und wenn dann an den Fachhochschulen Besseres entsteht als an den Dünkel-Unis? Dann darf das nicht sein. Dieser verdammte und sinnleere Hochmut. Dieses beknackte Statusdenken, das aus den Hirnen nicht zu verbannen ist.

Und dann noch eine sehr schöne, nachahmenswerte Sache: Frag' den Prof!

Karen Duve

  • Ich verstehe nicht, sagt K. D., wie Leute das Leben aushalten, wenn sie nicht schreiben. 
  • Und sie berichtet von Hähnen, die, weil überzählig, in einen großen Häcksler kommen oder vergast werden. 
  • Und das Erstaunlichste: Sie verknüpft kurz und knapp und lakonisch zwei wichtige Punkte einleuchtend: Die Frauen- quote bricht -- bräche nur eine Grundstruktur auf. Manager usw. würden eben die Leute ins System holen, die so seien wie sie selbst. Und wenn da Männer seien, seien die schon mal Männern ähnlicher als Frauen. 
  • Mein Weiterdenken von da an: Die Übereinstimmung in der Frage nach der komplexen, geheimnisvollen "Lebensform". 
  • Linguistisch umgeschrieben: Semantisches Konzept der Qualität: Was ist "gut"? Die Randbedingungen der Qualitäts- beurteilung mit berücksichtigen. "Ein guter Mann..." Woher kommen die Maßstäbe? 
  • Die doofen Manager gehen doch tatsächlich davon aus, dass sie gut seien, zeige sich doch einfach daran, dass sie es geschafft haben und mehr verdienen als die anderen. 
  • Sie erkennen nicht, dass die gewordenen und zur Ungerechtigkeit hin veränderten Voraussetzungen ihre gesellschaftliche Stellung bestimmen, nicht irgendeine "Realität".
  • Sind die Manager in den vergangenen 30 Jahren immer besser geworden, nur weil sie, gemessen am Facharbeitergehalt, immer mehr zulegen. Stichwort, immer wieder: Einkommensschere.
  • Und daraus folgt, parteipolitisch gewendet: Zirkelschluss, dein Name ist FDP.

Samstag, 9. April 2011

Prantl zu Häberle: Das Grundsätzliche

[ Alle Einzel-Postings Prantl zu Häberle ]

Das Beste der heutigen Zeitungslektüre: Heribert Prantl in der SZ auf Seite 3. Ein Besuch bei Peter Häberle in Bayreuth. Erstklassig. Was einschließt, dass es auch Einiges zu kritisieren gibt.

Erst einmal, sozusagen als Ausgangspunkt, bei Prantl nicht ganz so ausformuliert: Doch erstaunlich, dass ein großer Rechtsgelehrter in die oberfränkische Provinz geht und dass die junge Universität Bayreuth, da oben rechts in Bayern, so einiges an großer Wissenschaft zu bieten hat.

"Peter Häberle ist ein schwäbisch sprechender Weltgeist, der aber gern in der Provinz lebt, der nach Bayreuth ging 'nicht wegen, sondern trotz Richard Wagner'."

Dann natürlich viel Rühmendes über den Gastgeber. Manchmal wird es mit der Formulierlust dann auch ein bisschen viel, wenn die Bilder zu sehr ausbuchstabiert werden und der gepflasterte Weg zur Via Appia wird:

"Über Europa, über die Europäische Rechtskultur und Verfassung hat Peter Häberle schon nachgedacht und geschrieben, als dies noch ein Exotenfach war, als die Europäische Union noch EWG hieß, und die Juristen in Brüssel noch nicht über einen Grundrechtekatalog, sondern über die Milchquoten für die Bauern in Deutschland und Frankreich diskutierten. Die vielen Auflagen von Häberles Büchern zur Europäischen Verfassungslehre pflastern den Weg zum Haus Europa, machen ihn zur neuen Via Appia."

Aber sonst -- noch einmal: Wunderbarer Artikel, auch, wenn man da und dort Kritik anbringt.

Ohne Worte -- geht nicht


Und mit Worten gibt es nur Probleme. Solch ein Hinweis provoziert doch die Frage: "Wie kommen Sie eigentlich dazu, mich zu duzen?! Sind wir hier bei Ikea, oder was?"

Freitag, 8. April 2011

Sandsturm in Deutschland!

Manchmal denke ich ja, dass es doch so etwas wie die Intelligenz der Welt als Schwarm-Intelligenz gibt. Eine Intelligenz, die hilflos-sinnlos zurückschlägt, wenn die Menschen alles nach Art großer Viren zerstören.

Sandsturm auf Autobahn bei Rostock - mehrere Tote
Mehr als 40 Fahrzeuge sind bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn 19 in Mecklenburg-Vorpommern kollidiert. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, rund 60 Personen wurden verletzt. Auslöser des Unfalls war offenbar eine vom Sturm aufgewirbelte Sandwolke.

Gedichte

Enzensberger, der alte liebe Schwan, der manchmal wie ein lachender, mit dem Tod ausgesöhnter Gockel daherkommt -- ein sympathischer Gockel, oder? --, also Enzensberger soll ja gesagt haben, es gebe heutzutage mehr Lyrik-Autoren als Lyrik-Leser. Mag ja sein. Auch wenn ich das nicht glauben mag. Wer Gedichte schreibt, liest auch auch ab und zu mal ein Gedicht. Da bin ich mir ganz sicher. Aber trotzdem sollte man laut fordern: Alle Menschen mögen doch bitte immer wieder einmal ein Gedicht lesen. Oder eine Verbindung zu Gedichten herstellen. Hier zum Beispiel...



venyoo.de - Der Veranstaltungskalender

*

Ja, und Dichten ist ja auch schwer. das hier -- zusammen mit dem lauten Lachen von damaks, als ich es gelesen habe -- in meinem Gedächtnis aufbewahrt. Und gottseidank ist es, von einigem Kontext umgeben, auch im Internet zu finden:

Auch nach den Namen aller anderen mit Spott bekränzten Dichter muß der "FAZ"-Leser stochern wie mit der Zahnbürste im Marmeladenglas. Nach einer Lioba Happel zum Beispiel, bei deren Vortrag

Die Tagesschau meldet's um neun
Bedrohlich knurrn die Wipfel
Es wird ein arger Regen sein
In Bonn gibt's einen Gipfel.

sich Enzensberger noch milde zeigt und urteilt, daß es, "abgesehen von der Metaphorik, vom Reim und von der Sendezeit, hier wenig zu beanstanden" gebe.


Viktor U.

Die Gerichtsmeldungen. Man denkt: "Viktor U.", na ja. Und unterdrückt das: Mal kein Ausländer. Und fast denkt man noch: Endlich mal kein Ausländer. Ein Deutscher. Und dann steht da: Deutsch-Russe.

Nun gut, das ist keine Aussage in Richtung: Die mit dem Migrationshintergrund sind krimineller als die Deutschen. Es ist eine Aufforderung, die Zusammenhänge zwischen Entwurzelung, Ghettoisierung und Kriminalität schlicht und offen darzustellen. Dass es viele Kriminelle Deutsche gibt, deren Vorfahren nie im Ausland gelebt haben -- schon klar.

Und vor dem Kriminellen kommen die auf einer langen Bahn all die Kleinigkeiten, die im Alltag Probleme bereiten. Das laute Telefonieren in der U-Bahn, in einer sehr fremden Sprache. Ok, da kommen jetzt alle, die die multikulturelle Offenheit predigen. Aber man muss auch das eigene Gefühl beachten und in die Gesichter der Leute in der U-Bahn schauen.

SZ, ZEIT und SPIEGEL im Archiv-Suche-Vergleich

Ich liebe unsere Süddeutsche Zeitung. Und ich liebte sie noch mehr, wenn die SZ gegenüber ihren Abonnenten und E-Paper-Bezahlern ein wenig großzügiger wäre. Wer im Archiv sucht und was findet, der soll zahlen. 1,50 oder 2 Euro für einen Artikel. Da nehmt euch doch mal den SPIEGEL (epaper-inkludiert) oder gar die ZEIT (eh frei) zum Vorbild, Leute!

Broders Rechtschreibung: Feinheiten

Mal wieder bei Broder vorbeigeschaut. Ein Satz:

"Denn was Neudeck bei seiner Einreise erlebt hat, war keine 'Spezialbehandlung', sondern business as usual, ein welcome service, der jedem Schwachmatten zuteil wird, der mit einem afghanischen Stempel im Pass in Israel ankommt."

Jetzt ist die Frage, ob Broder da ein Rechtschreibfehler unterlaufen ist oder ob er doch auf das Alter von Neudeck anspielt, das den ein wenig matt erscheinen lässt. So viel Möglichkeiten in der Schreibung!

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Da heißt es allerdings auch, in einem Zitat: "Beim Einecken große Aufregung." Deutet das auf lässige Broder-Schreibung hin? Nein, das hat Broder bloß abkopiert. Es steht so im Original.

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Und dann hab ich mich auch noch über die Zeit festgelesen und Stellen gefunden wie diese:

"Eine weitere Kostprobe für Neugierige: In dem Falle, dass die Ungläubigen? (d.h. Juden und Christen) sich gegen den Islam aufsässig verhalten, sollen Musleme sie köpfen und ihnen die Finger abhacken. (s. hierzu Koran 12.8: ....Ich werde denjenigen, die ungläubig sind, Schrecken einjagen. Haut (ihnen mit dem Schwert) auf den Nacken und schlagt zu auf jeden Finger von ihnen!»)."

Ich meine -- da will man sich dann endgültig nicht mehr bei Tippfehlern aufhalten. Sondern mal anfragen, ob man da nicht doch eine wohlmeinendere Koran-Interpretation vorhalten sollte. Hm, Broder? Vielleicht ist ja doch nur -- entsprechend einer modernen Koran-Interpretation -- gemeint, dass man den Ungläubigen leicht auf den Nacken und die Finger schlagen soll. So wie früher die Lehrer. Mit dem Rohrstock und eben nicht gleich: mit dem Schwert. Das wäre mal eine wohlwollende Auslegung der Stelle.

Eine neue Rolle für die UNO!

Okay, der politische Profi wird das Folgende eine einzige Naivität nennen. Aber die politischen Profis in früheren Zeiten haben wahrscheinlich die Abschaffung der Sklaverei und der Todesstrafe und das postulierte Ende des Kolonialismus auch als naive Idee bezeichnet.

Also, nach der morgigen Zeitungslektüre: Es gibt Krisenstellen auf der Welt, die es so lange gibt, dass sie nur noch vollkommen ratlos machen oder ersatzweise entsetzlich nerven. Manche Krisenstellen sind geografisch zu orten, wie das Israel-Palästina-Problem, andere sind allgemein -- strukturell, wie man so sagt; dazu gehört das politische und wirtschaftliche Elend in Afrika, das die Menschen aus fruchtbaren und oft auch rohstoffreichen Ländern an die Mauer der "Festung Europa" treibt. Wo dann, oben in der Festung, die, die gut sein wollen, debattieren und dafür sind, die Menschen doch reinzulassen. Es klingt dies nicht zufällig nach wohlfeilen politischen Karneval. Denn: Wie viele Menschen da reingelassen werden sollen und nach welchen Kriterien diese Menschen ausgewählt werden, und was das auf lange Frist für Folgen für die "Festung" hat -- das sagen diese angenehm guten Menschen nicht.

Beispiele, stellvertretend:

"Elfenbeinküste. "Ouattara ist genauso blutrünstig wie sein Widersacher". Angst und Gewalt bestimmen das Leben der Menschen in der Elfenbeinküste, wo ein blutiger Machtkampf tobt. Jens-Uwe Hettmann leitet in Abidjan das Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung. Seine Warnung: Selbst wenn es gelingt, den Despoten Gbagbo zu stürzen, wendet sich damit nichts zum Guten."

"Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Harsche Aussprache zwischen Merkel und Netanjahu? Es ist das aktuelle Top-Thema der israelischen Zeitung "Haaretz". Merkel rügt Netanjahu, nichts für den Frieden zu tun, lautet die Überschrift. Dann berichtet das links-liberale Blatt unter Berufung auf Quellen in Jerusalem und Berlin über ein Telefongespräch zwischen der deutschen Kanzlerin und Israels Premier. Regierungssprecher Steffen Seibert bestätigte das Telefonat. Dass es dabei zu einem heftigen und lautstarken Wortwechsel gekommen sein soll, bestätigte er hingegen nicht. Dies sei "mit Sicherheit nicht der Ton der Kanzlerin"."

Nun denn, wir brauchen eine neue Art von UNO. Eine mit Macht. Eine, die nicht von den politischen Interessen der Großen gelähmt wird. Eine UNO, in der die Vernunft regiert. Und -- ja, es gibt eine Vernunft jenseits der Interessen, Freunde!

Also, diese neue UNO, sie sollte Entwicklungen beobachten und Fristen setzen. Bleiben die Zustände, die  der Korruption die Bürgerkriege, die Unterdrückung der Meinungen, usw. usf., bleiben diese Zustände über längere Zeit bestehen, so muss diese neue UNO willens und in der Lage sein, Länder unter ihre Vormundschaft zu stellen. In Afrika sollte der Vormund, der ernannt wird, durchaus aus Afrika kommen. Wenn es mit dem nicht klappt, aber halt doch aus Asien oder, sei's drum: Europa. (Vor vielen Jahren habe ich einmal im SPIEGEL gelesen: Ein verzweifelter Afrikaner habe gerufen, die Europäischen Ex-Kolonialmächte sollten doch für einige Zeit wieder zurückkommen und Ordnung schaffen in den Ländern, in denen nur Elend und Gewalt herrscht. Die Unabhängigkeit erst wieder erklären, wenn die Länder nicht von Korruption und Gewalt regiert werden. Da ist natürlich keiner darauf eingegangen. Sowas wollen sich ja auch die Ex-Kolonialisten antun.) Es muss Anreize, nicht nur finanzielle Anreize, für die Bevölkerung geben, lieben oder einfach althergebrachten Sitten wie Korruption oder Frauenunterdrückung abzuschwören.

Und der Nahe Osten? Ein Schiedsgericht muss her, das Israel und die Palästinenser unter Vormundschaft stellt. (Ja, ja, da muss das gute alte Prinzip der Souveränität von Staaten halt mal ausgesetzt werden. Na und?) Ein Schiedsgericht, das Grenzen zieht und Mittel verteilt. Hinter den Kulissen darf für einige Zeit durchaus gefeilscht werden. Aber wenn das Feilschen nicht binnen Frist zum Erfolg führt, dann wird die Entscheidungsgruppe schnell ausgetauscht. Als Ganzes! Diese Ganzheit führt dazu, dass intern ein Druck zur Einigung aufgebaut wird. Also -- Grenzen für Israel und die Palästinenser, und eine demokratische Infrastruktur für die Palästinenser. Eine, die zu stabilen Verhältnissen führt, wie man so sagt. Die nicht dazu führt, dass auf dem ausgewiesenen Gebiet gleich drei neue palästinensische Winzigstaaten gebildet werden, weil halt jede Gruppierung ihren eigenen Präsidenten haben will. Und endlich einmal die heutigen Realpolitiker, die sich gerne selbst für unersetzlich erklären und dennoch nichts hinkriegen -- diese Realpolitiker werden mit Beschluss der neuen UNO in die Wüste geschickt!

Und haben wir einmal eine Lösung -- die Presse und "die Öffentlichkeit" wird aufschreien. Aber da ist nur wichtig, dass der Aufschrei auf beiden Seiten ungefähr gleich laut ist. Denn, dass sie zu kurz kommen, das glauben doch alle und immer. Dieses nervige Sich-Aufspielen kann nicht das Problem sein. Wir müssen Komplettvorschlägen eine Chance geben.

Donnerstag, 7. April 2011

Plagiat: Trivialinhalte und -gliederungen

Es gibt Dinge, die so trivial sind, dass darauf kein Copyright erhoben werden kann. Wer Gespräche danach unterteilt, ob 1 Person (Selbstgespräch), 2, 3, ..., 5, ..., n Personen daran teilgenommen haben und daraus vereinfachend macht:
  • Selbstgespräch
  • Dialog
  • Polylog
der kann auf diesen so schlichten Gedanken keine Rechte geltend machen. Auf so was kommt jeder.

Und also auch hier (Amazon, Leni "S"):

In Sachen Gliederungsplagiat: 

"Auch die beiden Herren [Harald Lesch und Harald Zaun] haben sich oft an Ditfurths Gliederung und seinen Aufbau gehalten."

Kommentar: Ich glaube, auch wenn jemand beide Bücher nicht gelesen hätte und was von der Sache versteht und ein drittes Buch mit diesem Thema schreibt: Er käme ungefähr zur gleichen Gliederung. Zeit ist Zeit und Raum ist Raum und Sache ist Sache. 

Plagiat und Identität

Das übernehme ich mal, weil es nicht zu bestreiten ist:

Bevor mich jemand des Plagiats bezichtigt, 
muss er erst mal wissen, wer ich bin!

FDP-Linke? Schon verwirrend

Tja, was machen wir denn nu? Es ist ja vielleicht ein Durcheinander in dieser schönen Zeit!

07.04.2011
Partei in Aufruhr
Von Stefan Berg, Björn Hengst und Veit Medick

Ex-Linke-Chef Lafontaine: Zurück nach Berlin?
Nicht nur die Liberalen stecken in der Krise, auch bei der Linken herrscht Chaos: Parteichefin Lötzsch attackiert die öffentlich-rechtlichen Medien, Gregor Gysi redet Lafontaines Rückkehr herbei, die Führung ist zerstritten. Die Partei gerät unter die Räder.

ローマ帝国




Eine Mail von Badoo

Was halt so alles hereinkommt! Ich soll eine Message bei Badoo abrufen, von irgend jemand, der mich "empfohlen" hat. Irgendjemand! Und wer oder was ist Badoo?

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Hallo // am 31.12.2009 habe ich eine Email von Badoo.com bekommen das ich von einem Freund (der richtige Name stand auch in der Mail) eine Nachricht bekommen habe. // Da ich diesen Mensch recht gut kannte habe ich ihm persönlich eine Email geschrieben was diese Mail von Badoo sollte und was für eine Nachricht er mir da geschrieben habe! // Die Antwortmail von ihm war erschreckend: // ... ich wurde ebenfalls durch einen Bekannten aus diese Seite eingeladen. Nach der Registrierung verteilt diese Seite an alle E-Mail Adressen die sich im Outlook befinden ebenfalls eine Einladung.
...

Der Bunte-Begriff des Journalisten

Der Journalist Gerhard Schiechel gerade eben auf BR2, der die Morgen-Presseschau vorstellt. Er sagt, dass viel Buntes heute in den Blättern sei. Beleg: Dass über den Serienmörder in Long Island berichtet werde.

Darüber lässt sich jetzt genauer nachdenken. Aus der jour- nalistischen Entfernung und der Entfernung des Medienkonsumenten sind Morde, Serienmorde gar, sowas wie die entsprechenden Krimis. Unterhaltsam ist das, sehr bunt. Ernsthafte Menschen wissen das und fühlen so. Wollte man an den Maßstäben rütteln, so kämen doch nur Verwirrtheiten zustande, nach Art der Bilder im "Diskreten Charme der Bourgeoisie". Das wäre unseriös. Denkt der ernsthafte, der seriöse Journalist.

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Ach, und weil ich schon bei diesem Thema bin, da nehme ich noch gleich die Sprechweise unserer Nachrichtensprecher mit herein.

Sprecher X (angemessen betroffen): "... Bei der Suche nach einer vermissten 24-Jährigen fand die New Yorker Polizei schon acht Frauenleichen. Und sie befürchtet weitere Opfer.

(Schnitt zu heiter) Und nun zum Sport! ..."

Nicht das Problem des Nachrichtensprechers eigentlich, sondern der Zusammenstellung der Nachrichten. Der Komplexität der Welt viel- leicht.

Mittwoch, 6. April 2011

Griechenland, wirtschaftlich gesehen

Wie wollen Sie entscheiden?

Solidarität mit Griechenland? Schönes Land, feine Menschen. Wiege der Kultur. Nicht kleinlich sein. Dankbar sein, dass es uns gut geht.

Oder: Raus mit denen aus dem Euro? Ein Fass ohne Boden füllen. Schlamperei. Beamte, die niemals zum Dienst erscheinen. Keine wusste, wie viele solcher Leute beim griechischen Staat angestellt sind. Alles in allem halt: Das Programm 'Auf Kosten der anderen lebt es sich gut.'

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"Offiziell hält Deutschland an dieser Position fest. Im Bundeskanzleramt ist man weiterhin strikt dagegen, dass die Griechen einen Schuldenschnitt vollziehen und die Besitzer griechischer Staatsanleihen damit um einen erheblichen Teil ihrer Investments gebracht werden. „Versprochen ist versprochen“, heißt es dazu seit Wochen.

Allerdings weiß man dort auch mindestens genauso lange, dass die Griechen niemals in der Lage sein werden, ohne Dauertransfers aus der EU ihre Schulden zu bedienen. Die Lage in Griechenland hat sich nicht gebessert. Die Neuverschuldung im vergangenen Jahr dürfte bei 10,6 Prozent liegen. Das ist noch schlechter als die ohnehin schon schlechte Prognose von 9,5 Prozent. Inoffiziell räumt man deshalb nun in Berlin ein: „Griechenland muss umschulden.“ "

Islamophobie -- Antisemitismus: Stoffsammlung

Man muss viel berücksichtigen und sachlich bleiben. Das ist leichte gesagt als getan.

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Blog von Löwenzahn: Politisches Argumentieren und die Emotionen (16.02.2006)

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Ok, jetzt hab ich's: Broder u. a. in BR alpha / Ev. Akademie Tutzing
Ich habe vor Tagen für ein paar Minuten einen Ausschnitt einer Podiumsdiskussion gesehen und habe dabei zufällig einen Teil der Einlassungen von B. mitbekommen. (Thema mal wieder: der Islam und Deutschland.) Ich musste dann weg und finde diese Sendung bzw. die Veranstaltung trotz einigen Suchens nicht im Netz, auch nicht bei 3sat und bei der Akademie. Wenn man die Sache findet, wäre sie unbedingt wert, hierher verlinkt zu werden. Weiß jemand Rat?

Dienstag, 5. April 2011

Dubai Fonds

Mal wieder was Neues von Robin Lohmann -- nicht Lehmann, dank der Google-Unterrichtung.

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GÜTERSLOH // Staatsanwalt klagt Dubai-Fonds-Chefs an // Verdacht auf Kapitalanlagebetrug // VON LUDGER OSTERKAMP

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat gegen die Chefs der Gütersloher Fondsgesellschaft Alternative Capital Invest (ACI) Anklage erhoben. Sie wirft Uwe Lohmann (66) und dessen Sohn Robin (36) Kapitalanlagebetrug vor.

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NACHTRAG.

Teure Werbekampagnen ohne Transparenz

In der Klage der Staatsanwaltschaft geht es um die Fragestellung, wie viel Kapital für den Markenaufbau, Werbemaßnahmen und für Vertriebsprovisionen im Zusammenhang Verkaufsliteratur für drei Immobilienfonds in die Hand genommen wurde – wichtige Informationen, die den investitionsfreudigen Anlegern bislang vorenthalten wurden. Die Kosten dürften beachtlich sein: Allein die Formel 1-Legenden Niki Lauda, Michael Schumacher und Tennis- spieler Boris Becker traten als Testimonials in Imagekampagnen und bei PR-Maßnahmen für Alternative Capital Invest auf. Höchst- wahrscheinlich würde ein 3-jähriger Freiheitsentzug oder eine entsprechende Geldstraße drohen.


OK, es heißt wirklich Geldstraße!




Die Einkommensschere und die Landwirte

Gut, ich bin weder Bauer noch Landwirt noch was dazwischen. Aber ich bin voller Bewunderung für unsere Bauern, wie auch für unsere Handwerker, die tagtäglich sehen müssen, wie es weitergeht. Das sage ich ohne jede Ironie. 

Vor diesem Hintergrund finde ich es nun wieder bemerkenswert, dass meine Anmerkung in der Wikipedia-Diskussion 'Einkommen' seit längerem unkommentiert rumsteht.

Die Landwirte und das Einkommen
Wenn jemand das bitte mal überprüfen könnte! // "Am niedrigsten ist es bei den ungelernten Arbeitern und den Landwirten. Dabei haben die Landwirte ein noch geringeres Einkommen zur Verfügung als die Ungelernten." // Der Normalbürger und der Kabarettist sehen die Sache doch so, dass der Landwirt sein Einkommen gut herunterrechnen kann. So wie -- vielleicht ein unziemlicher Vergleich -- reiche Leute dem Finanzamt von ihrem Steuerberater vorrechnen lassen, dass sie eigentlich von der Hand in den Mund leben. -- 27. Januar 2011


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Ach, und auch das noch, aus dem WP-Einkommen-Artikel:


"In den USA lag das Verhältnis von Managergehältern und dem Lohn von durchschnittlichen Angestellten 1980 bei 35:1, 2008 bei 319:1. Demnach verdient in den USA ein Manager 319 mal soviel wie ein durchschnittlicher Angestellter. In Deutschland betrug das Verhältnis 1987 14:1, 2006 44:1."

Monica Lierhaus -- mal wieder

Ja, die Einkommensschere, die hat es in sich. Vielleicht sollte sich die NEUE FDP mal drum kümmern. Denn es ist schon zu fragen, ob denn ein Promi-Gehalt für einen Nebenjob, sagen wir mal, von 5.000 Euro / Monat nicht auch getan hätte.


Kipper drückt in seinem Brief Verständnis für die kritischen Reaktionen aus: "Es ist selbstverständlich nachvollziehbar, dass Honorare von Prominenten, insbesondere im direkten Vergleich zu Renten oder niedrigen Einkommen, eine Schieflage beschreiben." Vom gesamten Lotterie-Umsatz verwende man für Verwaltung, Werbung und Marketing rund sieben bis acht Prozent.
Den Aufsichtsrat der Fernsehlotterie sei bereits im Sommer 2010 vertraulich über Pläne informiert worden, die damals noch schwer erkrankte Sportmoderatorin zu engagieren, schreibt Kipper. Im Dezember 2010 seien ARD und NDR informiert worden, ohne dass dabei die Honorarhöhe thematisiert worden sei. Die Fernsehlotterie gab keine Stellungnahme ab.

Die FC-Bayern-Mugabe-Gedächtnis-Ultras



Liebe FC-Bayern-Ultras: Solltet ihr das mal lesen, dann könnt ihr hier nachlesen, wenn ihr die Überschrift nicht versteht. Das Folgende schreiben bzw. zitieren wir gegen euer Motto: "Weg da! Der Hirnlosigkeit eine Gasse!"

Und dann also das, aus der Süddeutschen von heute, S. 3, unten:

"Nicht erst seit Hoeneß ergreifender Spontanrede in der Arena nach dem gewaltsamen Tod Dominik Brunners 2009, geht es beharrlich auch um Zivilcourage und Anstandsfragen. Nun diskutieren sie beim FC Bayern, wie der Verein mit einer Gruppierung umgehen soll, die ein Bundesligaspiel zu ihrem persönlichen Pöbel-Nachmittag umgestaltet. Für jedes Bengalische Feuer, das die Ultras sonst abbrennen (zuletzt beim Champions-League-Spiel in Mailand) zahlt der FC Bayern 25000 Euro, im Wiederholungsfall mehr. Für das von den Ultras bei Bundesligaspielen geforderte Rausschrauben der Südkurvensitzplätze nach CL-Spielen (in denen die Sitzplätze von der Uefa gefordert werden) zahlt der Verein ebenso jedes Mal und freiwillig 25000 Euro. Dies für jene, die dort jetzt ihr 'Lügner'-Transparent entrollten."


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Wann's ihr mal in der BILD nachlesen möchtet! Bitte!

Juliano Mer-Khamis †

Keine Google-News-Meldung unter diesen Suchwörtern: ermordet westbank theater


Kein Artikel über Juliano Mer-Khamis in der deutschen Wikipedia; in der englischen schon.

In a 2009 interview with Israel Army Radio, Mer-Khamis said of his background: "I am 100 percent Palestinian and 100 percent Jewish."

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Published 17:26 04.04.11 
Mer-Khamis, 52, was shot five times by masked militants; he had established his name as actor, director and political activist both in Israel and abroad.
By Jack Khoury, Avi Issacharoff, Anshel Pfeffer and Haaretz Service

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Jasmins und Hussams Antworten unterscheiden sich kaum von denen ihrer Kommilitonen in Berlin, New York oder Tel Aviv. Aber schon bei der Frage nach der ersten Bühnenerfahrung landet man mitten drin im israelisch-palästinensischen Konflikt:

"Das war mit neun in dem Flüchtlingslager bei Bethlehem, wo ich groß geworden bin, ich spielte einen palästinensischen Märtyrer und erzählte, wie er ermordet wurde."

Ibrahim George: "Viele hier konnten seit zehn Jahren Jerusalem nicht mehr besuchen, obwohl die Stadt nur zehn Kilometer entfernt ist. Wir haben hier junge Leute, die noch nie in ihrem Leben das Meer gesehen haben, weil sie die Westbank nicht verlassen dürfen. Alle Bereiche des alltäglichen Lebens werden von israelischen Soldaten kontrolliert. Man kommt sich vor wie in einem schlechten Horrorfilm, man denkt: Okay, nach zwei Stunden geht das Licht an und der Film ist vorbei. Aber der Film läuft und läuft, und nur Gott weiß wie lange noch."

Der Druck von außen wird nach innen weitergegeben. Auch wenn Schulleiter Ibrahim George sagt:

"Gottseidank haben wir keine Zensur."

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Der letzte Satz und ein ratloser Satz: "Na ja, klar, wenn man Folter und Ermordung erträgt, dann ist man immer frei und es gibt keine Zensur."

Montag, 4. April 2011

It's a phishing scam trying to steal your account

Kommt da doch eine Mail von galertteam001@gmail.com:

Confirm your ownership of this email and let us know if you still want to continue using this account. By replying saying am active ASAP.

Regards,
The Google verification Team


bkc56 // Top Contributor // 8/1/10 // It's a phishing scam trying to steal your account.

Phishing scams include e-mails that request your login:password information, or links to fake web-sites that ask for your login:password. For web-sites, the printed link may look valid but the actual link could go someplace different.

You can ignore it, use the drop-down menu next to reply to "Report Phishing", or use the following form: http://mail.google.com/support/bin/request.py?contact_type=abuse_phishing

Note: a simple forum search would have turned up dozens of posts about this same e-mail. Search is your friend.
...

Focus im HohlSPIEGEL (Quasi...)

Diese Zusammenstellung hat -- hoffentlich -- ein Zuordnungsautomat gemacht, der Flugzeug liest und was gegen Flugangst anbietet. Aber bei genauerem Hinsehen ist die Sache schon so, dass einem das Lachen im Hals steckenbleibt.


Damit das als Text auch findbar ist:
Focus Online
Air-France-Maschine 
Großes Wrackteil und Leichen aufgetaucht 
Montag 04.04.2011,13:10 

Google-Anzeigen 
Goodbye Flugangst 
Weltneuheit: Online-Selbst-Coaching
einfach - schnell - effizient - günstig 
www.goodbye-flugangst.de 

Zahl und Sprache

Eine der geheimnisvollsten Äußerungen Rilkes gehören die Worte: "... und vernichte die Zahl"

Warum sollte man das tun? Und wie könnte man das denn anstellen -- "die Zahl" -- nicht die Zahlen! --vernichten? Und was wäre die Folge, wenn man es denn hinbekäme?

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Lesen wir im Zusammenhang:

Sonette an Orpheus XIII

Sei allem Abschied voran, als wäre er hinter
dir, wie der Winter, der eben geht.
Denn unter Wintern ist einer so endlos Winter,
daß, überwinternd, dein Herz überhaupt übersteht.

Sei immer tot in Eurydike -, singender steige,
preisender steige zurück in den reinen Bezug.
Hier, unter Schwindenden, sei, im Reiche der Neige,
sei ein klingendes Glas, das sich im Klang schon zerschlug.

Sei - und wisse zugleich des Nicht-Seins Bedingung,
den unendlichen Grund deiner innigen Schwingung,
daß du sie völlig vollziehst dieses einzige Mal.

Zu dem gebrauchten sowohl, wie zum dumpfen und stummen
Vorrat der vollen Natur, den unsäglichen Summen,
zähle dich jubelnd hinzu und vernichte die Zahl.

Südafrika und Bayern München

Die Dialektik von Volk und Manager, unpassend verglichen:

Südafrika ekelt seine Farmer raus. Schon des längeren. (Was man ja verstehen kann. Aber trotzdem. Es gibt da halt Folgen.) Der Beginn der Simbabweisierung des Landes. Die weißen Experten gehen und zurück bleibt das schwarze Volk, das tanzend den eigenen Niedergang herbeiführt. (Der Bericht in Chrismon heute, von einer Mutter in einem Township in Südafrika, die ihren drogensüchtigen. ständig verrückt spielenden Sohn, den sie sehr liebt, am Ende mit einer Schnur erdrosselt. Gut, das ist dann schon weit über das Tanzen hinaus, im Abgrund.)

Die Bayern-Fans -- na ja, ein Ultra-kleines Teilchen der Fans -- brechen mit Uli Hoeneß. schmähen ihn. Was wäre, wenn die Ultras den Verein führten? Der Beginn der Simbabweisierung des FC Bayern München stünde an. In fünf Jahren wäre die Kreisliga erreicht.

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Fortsetzung hier.
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Ich finde mit Google: Es war schon jemand vor mir, der in einem Forumskommentar das Wort Simbabweisierung verwendet hat. Immerhin nur einer! Aber eben auch: Immerhin einer!

福島第一原子力発電所



時間
(京都市 )

Jikan (Kyoto)

Sonntag, 3. April 2011

Demokratie, grün

Irgendwie nicht nachzuvollziehen, wie sich die Volkspartei CDU da in Baden-Württemberg so reingeritten hat. Bei Stuttgart 21 haben CDU-Teile + DB-Große so um 1995 schon gekungelt. So machen wir's. Jou! Fertig. Statt mit den Leuten zu reden, zu fragen, zu diskutieren. Statt eine Volksabstimmung per Diskussion zu ver- anstalten. Und jetzt kriegen sie die Rechnung präsentiert.

Also -- Demokratie? Funktioniert doch! Lernprozesse via Wahlen anstoßen.

Samstag, 2. April 2011

Nichts-wie-weg-da!-Suchmaschinen

restposten.de

Das ist ja wieder vom Feinsten! Der Typus Suchmaschine, der über Google anlockt und dann fast alles durchstreicht. Sehr unangenehm. Nichts wie weg da!

Morde in Eislingen

Ein bemerkenswertes Feature in Bayern 2. Der Junge war "sympathisch in allem". "Was für ein gelungenes Menschenbild der sei."

Ein Junge, der mit seinem Freund Katzen quält, bevor er seine Familie umbringt. Die Dinge hier zu erklären, das ist wahrhaft eine Aufgabe für die Anthropologie und die angrenzenden Wissen- schaften.

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Samstag, 2. April 2011 // Aus der Mitte der Gesellschaft // Der Fall Eislingen - Psychologie eines Verbrechens // Von Sibylle Tamin // (DLR/BR 2011)
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Morde in Eislingen aufnehmen? 
Im Bayerischen Rundfunk 2 ein Feature zu den Morden von E. Sollte nicht wenigstens eine kurze Anmerkung in dem Artikel auftauchen? (SPIEGEL-Bericht) [Anfrage in der Wikipedia-Diskussion Eislingen, am 2. April 2011 -- Bisher keine Stimmen dazu.]

"Parum lieber nicht"

Was für ein interessanter Artikel im ZEIT-Magazin! Staufen möchte unbedingt von Google Street View (GSD) erfasst werden. Und Parum? Na ja, eben nicht. Wie viele Menschen leben in Parum? Na! Genau! 70. Werden da jetzt die Fotografen hinfahren, um da einen Schabernack zu veranstalten? Parum, das meistfotografierte Dorf in Mecklenburg, im Osten, in Deutschland, Europa -- der Welt? 

Habt ihr es darauf angelegt, liebe Parumer? Beschlossen in einer geheimen Sitzung? To put Parum on the map? Wie seinerzeit schon Molfsee. Von Molfsee lernen, heißt siegen lernen?! Hier ist doch schon mal ein Anfang gemacht.

Der Banker

Manchmal -- was ist eigentlich der Unterschied? -- der Bänker.

Banker, Banker? Ist es eigentlich ein Zufall, dass es daneben das nur noch verwendete Wort der Bankert gibt?

Werbung nervt!

Werbeagenturen, Werbetreibende (Was für ein Wort!), Zeitungen (Abt. Werbeanzeigen), usw.

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Wenn unsere Zeitungen kommen, halte ich sie locker in der linken Hand, lasse die eingelegten Prospekte herausfallen und -- werfe die dann auf der Stelle weg. Ok, ich will ganz ehrlich sein: Manchmal werfe ich einen kurzen Blick auf einen der Prospekte. Das aber wirklich nur "sehr manchmal", also so gut wie nie. Die Teile mit Werbung, die in den SPIEGEL eingeheftet sind, löse ich vorsichtig heraus, drücke die Klammern wieder zu. Weg mit diesen Werbeteilen! Aber schnell!

Auf unserem Briefkasten klebt ein Schild:

Bitte keine Werbung einwerfen!

Um dieses Gebot zu umgehen, werden kostenlose Blättchen gegründet, die zu 2/3 mit Werbung zugepflastert sind, aber als "Zeitungen" in den Briefkasten gesteckt werden.

Die Werbung ist -- wie die Geschäftswelt überhaupt -- vom Löwenzahn-Gen dominiert. Dieses Gen macht, dass sich die Werbung durch den Asphalt unserer Missachtung hindurchbohrt. Da staune ich dann. Was die doch für eine Kraft entfaltet, die Werbung! Manchmal bin ich fast gerührt. Was nicht heißt, dass ich nicht sofort wegwerfe.

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Die Frage ist aber: Ginge es nicht auch anders? Muss man das ganze schöne Geld so zum Fenster rausschmeißen wie es jetzt geschieht? Könnte man nicht einmal einen veritablen Kongress veranstalten, einzig mit dem Ziel, die Werbung akzeptabel -- gut, vorläufig akzeptabler zu machen? Ich hätte da so ein paar Ideen, Damen und Herren von der Werbeflut!