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Samstag, 9. April 2011

Prantl zu Häberle: Das Grundsätzliche

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Das Beste der heutigen Zeitungslektüre: Heribert Prantl in der SZ auf Seite 3. Ein Besuch bei Peter Häberle in Bayreuth. Erstklassig. Was einschließt, dass es auch Einiges zu kritisieren gibt.

Erst einmal, sozusagen als Ausgangspunkt, bei Prantl nicht ganz so ausformuliert: Doch erstaunlich, dass ein großer Rechtsgelehrter in die oberfränkische Provinz geht und dass die junge Universität Bayreuth, da oben rechts in Bayern, so einiges an großer Wissenschaft zu bieten hat.

"Peter Häberle ist ein schwäbisch sprechender Weltgeist, der aber gern in der Provinz lebt, der nach Bayreuth ging 'nicht wegen, sondern trotz Richard Wagner'."

Dann natürlich viel Rühmendes über den Gastgeber. Manchmal wird es mit der Formulierlust dann auch ein bisschen viel, wenn die Bilder zu sehr ausbuchstabiert werden und der gepflasterte Weg zur Via Appia wird:

"Über Europa, über die Europäische Rechtskultur und Verfassung hat Peter Häberle schon nachgedacht und geschrieben, als dies noch ein Exotenfach war, als die Europäische Union noch EWG hieß, und die Juristen in Brüssel noch nicht über einen Grundrechtekatalog, sondern über die Milchquoten für die Bauern in Deutschland und Frankreich diskutierten. Die vielen Auflagen von Häberles Büchern zur Europäischen Verfassungslehre pflastern den Weg zum Haus Europa, machen ihn zur neuen Via Appia."

Aber sonst -- noch einmal: Wunderbarer Artikel, auch, wenn man da und dort Kritik anbringt.