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Freitag, 15. April 2011

Gedächtnis - das funktionale Kontinuum

Ich stelle in der entsprechenden Wikipedia-Diskussion eine Frage, die mich seit längerem umtreibt. Mal sehen, was daraus wird.
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Kurzzeitgedächtnis - Langzeitgedächtnis - Kontinuum?
Oben in dieser Diskussion lese ich: "Leider ist das Mittelangzeitgedächtnis vergessen worden, ich bitte hiermit un Nacharbeit!" Im Artikel selbst habe ich nichts dergleichen gefunden.
Das ist aber nur ein Teil meines Hinweises. Ich brauche als Nicht-Gedächtnisforscher für eine linguistische Arbeit eine plausible Einteilung von Gedächtnisleistungen nach Dauer. Nun kommt es mir vorwissenschaftlich sonnenklar vor, dass Kurzzeit- und Langzeit- gedächtnis nur die Extrema und, wie oft bei Extrema, die clear cases sind, die sich einprägen und die plausibel sind. Klar ist aber auch, dass die Dauer, für die ein Inhalt im Gedächtnis bleibt, stark funktional bestimmt ist und dass sich so Stufen nach Funktion bilden. Beispiele: Ich weiß am Abend, wohin ich das Auto im Parkhaus abgestellt habe. Dann verschwindet dieses Wissen. (Ausnahme von der Funktion: Ich kann eine Kontonummer für ein Konto, das ich jahrelang hatte, noch immer aufsagen. Weil ich sie halt oft aufgesagt habe. Heute, nach Einführung des Bankomats und des Internet-Banking, weiß ich meine gegenwärtige Kontonummer nicht mehr. -- Da scheint das Gedicht aus der Schulzeit, das man noch aufsagen kann, das Paradigma zu sein. Es bleibt, ob funktional oder nicht.)
Also, diese Sachlage scheint mir so plausibel und einfach zu sein, dass es da einfach Forschungen und entsprechende Einteilungen zur 'funktional bestimmten Verweildauer' von Gedächtnisinhalten geben muss. Wer kennt die Forschungen und baut diese Inhalte in den Artikel ein? 

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Nachtrag (12.05.2014): Es hat keiner geantwortet. Was immer das heißen mag.