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Donnerstag, 31. März 2011

Bürokratieabbau?

Gegen Google steht Deutschland auf. Dagegen, dass das Leben inzwischen zu 20 Prozent aus privater, unbezahlter Verwaltungs- tätigkeit für Verwaltungen besteht, sagt kaum einer etwas. Dabei -- die alte Geschichte: Es gibt Verwaltungen von Versicherungen, Arbeitgebern, Gemeinden, die haben nichts anderes zu tun als zu verwalten. Um ihre Daseinsberechtigung nachzuweisen, traktieren sie ihre "Kunden" mit Schreiben, Anfragen, Formularen. Der "Kunde" aber hat sehr wohl was anderes zu tun.

Hat sich Herr Öttinger das schon mal so, so ganz grundsätzlich, überlegt? Eine Prämie für jeden Brief, der nicht rausgeht. Das wär's.

Spezialfall: Die Schulverwaltungen in den Schulministerien. Die Lehrer müssen unterrichten, und die Verwaltungen müssen ihre Daseinsberechtigung nachweisen, indem sie Schulen durch immer neue Erlasse lahmlegen.

Liebe Verwalter der BILD-Sexy-Ecke!

Früher hat man doch unter einem Flirt eine -- na sagen wir: oberflächliche Annäherung zwischen zwei Personen verstanden, die weit vor der sexuellen Komponente endete, oft mit Aktiv-Passiv-Verteilung. Wurde mehr daraus, war's kein Flirt mehr. Das kann sich natürlich geändert haben.

Die Wikipedia meint: "Ein Flirt ist eine erotisch motivierte Annäherung zwischen Personen. [Klar, wenn es ausschließlich um den Verkauf von Teebeuteln geht, ist die Annäherung (= man steht sich auf ca. 2 Metern gegenüber) kein Flirt, sondern ein Verkaufsgespräch.] Dabei wird ein unverbindlicher, oberflächlicher Kontakt hergestellt."

Unverbindlich und oberflächlich, nun, was heißt das schon, heutzutage und unter BILD-Leserinnen.

Also, die BILD-Leserinnen haben wohl so ihre eigenen Vorstellungen vom Flirt. Oder vielleicht doch nur die BILD-Redakteure (männlich)?

Rechtschreibung: Regel und Einzelfall

Wenn ein Rechtschreibprogramm von der reinen Fallprüfung weg- geht und teilweise regelbasiert prüft, dann sind lustige Beispiele nicht auszuschließen. Wieder einmal OpenOffice:

Margaret Woodward

Ist es ein Fortschritt für die Frauen, dass es jetzt den Generalmajor -- oder die Generalmajorin? -- Margaret H. Woodward gibt und dass diese Frau die Luftangriffe über Libyen koordiniert?

Vor dem Fenster Science-Fiction

Eine Strophe im Radio. Ich suche sie. Finde eine Seite metrolyrics, die wieder so grässlich aufpoppt, dass ich sofort und instinktiv das Weite suche.


Es ist gar nicht so einfach, den Text zu finden. Clouzot verstehe ich, als der Moderator mit einem einzigen Wort das Lied beschließt. Oder Inspektor Clouseau? Kann ja nicht sein. Schließlich ist er da, der Text. Vom Fan transkribiert, mit Rechtschreibfehlern. Egal. Ich bin dankbar für die Arbeit. Clueso, so schreibt sich der Sänger.
Nur bei dir, heißt das Lied. Darin:

Vor dem Fenster Science-Fiction,
Hochhäuser und Lichter.
Ich halt mich nicht im geringsten
für 'nen bedeutsamen Dichter.
Doch ich schreib und schreib und schreib,
bis mein Hotelpapier alle ist
und jeder Gedanke aus meinem Kopf
in der Falle sitzt.

Ok, da haben wir's.

Mittwoch, 30. März 2011

Ordnungsfanatiker und Spion

Das war immer ein Gedanke im Kopf. Jetzt beim Aufräumen finde ich den Beleg, den ich vor vielen Jahren abgelegt habe:


Der Text:

"PEDANTISCHER AGENT Der unter Spionageverdacht stehende frühere FDP-Referent Herbert Willner, der sich im September in die DDR absetzte, war ein Ordnungsfanatiker. Zu dieser Erkenntnis kamen Ermittler des Bundeskriminalamtes bei der Durchsuchung des Hauses Böttgerstraße 32 in St. Augustin-Menden, wo Willner und seine ebenfalls spionageverdächtige Ehefrau und Kanzler- amtssekretärin Herta-Astrid Willner wohnten. Auf den Glühbirnen aller Lampen hatte der Hausherr das Datum vermerkt, an dem er sie eingeschraubt hatte. Die Cognacflaschen in der Hausbar waren mit dem Datum ihrer Entkorkung beschriftet."

Theodizee

Die gleiche Frage an die Gottgläubigen wie an Georg Wilhelm Friedrich Hegel wie an Gottfried Wilhelm Leibniz: Wozu war Hitler und der 2. Weltkrieg gut? Wie konnte Gott das zulassen, usw.

Denken wir einmal daran: Wäre die Atombombe ohne einen Hitler entwickelt worden, wahrscheinlich so um 1955. Ein wenig damit aufrüsten und damit dann: Krieg. Das wäre wohl das Ende der Welt gewesen.

Theodizee einmal sachlich.

Victoria Woodhull

Ok, ich habe sie tatäschlich nicht gekannt:

Victoria Claflin Woodhull Martin (* 23. September 1838 in Homer; † 9. Juni 1927 in Twekesbury) war eine US-amerikanische Journalistin, Finanzmaklerin, Spiritistin und eine der bekanntesten Frauen- rechtlerinnen des 19. Jahrhunderts. Sie war zudem die erste US-Amerikanerin, die für die Präsidentschaft kandidierte. 

Aber als von ihrer Verbindung zu einem Reichen erzählt wurde, da musste ich dann doch an die Vanderbilts denken. Reisen bildet halt.
Im Radio zuerst. Sollte ich mir vielleicht doch einmal ansehen...


Töte das Eichhörnchen, Schwesterherz // Von David Kleingers // Crystal Meth, Country-Musik und Kleintierjagd: Der Südstaaten-Film "Winter's Bone" erzählt von einer Halbwüchsigen, die mit ihren Geschwistern um das Überleben kämpft. Eine meisterliche Ode an ein vergessenes Stück Amerika - und ein grandioser Auftritt von Jungstar Jennifer Lawrence.

Vollidioten: Internet-Zugang und Handarbeit

Schon mal gehört? In Indien sitzen Menschen, die die verschliffenen Kennungen, die verhindern sollen, dass Passwörter ausgespäht werden, usw., per Hand eintippen, weil Maschinen das noch nicht können. Die armen Menschen und die Herren Vollidioten als Auftraggeber.

Malerei

Man könnte denken: Wer malt, der sollte entweder realistisch perfekt malen oder halt abstrakt. Aber dann gibt es die realistischen Stümper en masse. Und man denkt: Vielleicht gibt es da noch weitere Abstufungen?

Wo stecken wir also hin:

Claudio Bravo (extrem perfekt)
Norbert Tadeusz (noch recht konkret)
...
...
Jackson Pollock (extrem abstrakt)

Vollidioten, selbstkritisch relativiert

Andere Menschen runterzumachen oder bloß auseinanderzunehmen, sie zu "analysieren", psychisch, physisch, egal, das gibt so ein schönes Machtgefühl. Das sich Über-andere-Erheben, was für eine schöne Sache. Sinnvollerweise nimmt man mal wieder ein Kontinuum an:

jdn. freundlich mahnen / frotzeln / jdn. auf den Arm nehmen
...
...
jdn. herabwürdigen / in den Dreck ziehen / mobben

---

Ok, ich versuche, selbstkritisch zu sein.

Weber und Mannheit: freischwebend

Jeder Mensch hat Interessen, die sein Denken, Urteilen und, wenn er denn Wissenschaftler ist, sein wissenschaftliches Arbeiten in eine bestimmte Richtung lenken. Es gibt keine objektive Wahrheit, weil die Wahrheit von den Interessen kontaminiert ist. Marxsche Visionen gleichsam. Und dann die Erlöser, die freischwenden Intellektuellen, ihre besondere Form der Intelligenz. Wie müssen wir sie uns vorstellen? Sie haben genug Geld, um keine Not zu leiden. Mehr wollen sie nicht. Sie wollen vor allem eines: Erkenntnis. Erkennen ist die Tätigkeit, die sie zufriedenstellt. Was den Bankern ihr Geld ist ihnen ihr Wissen. Sie, diese Intellektuellen, dringen zur Wahrheit vor. Wenn es sein muss, sogar zur objektiven.

So far, dear Habermas...

Kleine Lektüre, so nebenbei.

Aspekte: Judith und Holofernes

Wenn es nicht tausend Aspekte der Wirklichkeit gäbe, wäre das Leben dann endlich erträglich oder unerträglich langweilig?


Und so viele Bilder mehr...

Dienstag, 29. März 2011

Porsche 2: P. und die Conditio humana

Die BILD-Zeitung hat mich zur Frage gebracht: Hat schon jemand wirklich über die Conditio humana am Beispiel des Porsche nachgedacht? Ein paar Stichworte, die nur gehörig gemischt die Annäherung an die Wahrheit ergeben:

Sportwagen


Vernunftauto
Schönheit


Neufunktionalität
Kraft


Überlebensfähigkeit
Erfolg


Erfolg
Arbeitsplätze


Neuarbeitsplätze
Deutschland


Welt
Familiengeschichte


Geschichte
Ferdinand Piëch


[Kinder]
Ferry Porsche


[Kinder]
Autonarren


Autovernunftmenschen
Autobahn


Verkehrsfluss
Tempo


Vernunfttempo
Irrationalität


Rationalität
?

!

Porsche 1: Schönebergers Kindersitz

Wie das Leben und der Zufall -- den es laut Anya H. ja nicht gibt -- so spielt: Im "Ende der Welt" in BR2 wird über das gesprochen:

Schöneberger gibt sich als Mutter ganz entspannt
(AFP) Berlin — Moderatorin und Mutter Barbara Schöneberger will ihren Porsche nicht gegen eine Familienkutsche eintauschen. "Der wird jetzt so umgebaut, dass ein Kindersitz reinpasst", sagte Schöneberger der Zeitung "Bild am Sonntag". Außerdem sei ein zweites Baby erwünscht. "Ich bin ja nun in einem Alter, wo ich nicht sagen kann: Mit dem zweiten Kind lasse ich mir jetzt noch mal zehn Jahre Zeit." Schöneberger war vor neun Monaten erstmals Mutter geworden.

Lena Christ und Emerenz Meier

Lena Christ
Emerenz Meier

Eine Sendung in Bayern 2

Was ist ein Anagramm?

Das ist eine schöne Seite:

Anagramme haben eine lange Tradition. Der griechische Dichter Lykophron von Chalkis (3. Jahrh. v. Chr.) war es wohl, der das Anagramm erstmals in seinen Schriften verwendete.

GEIST -- SIEGT

Porsche 0: Es gibt keine BILD-Leser mehr

Der BILD sagen manche nach, sie habe ein Gespür für Volkes Stimme. Manchmal hat BILD aber auch nur ein Gespür für das Dümmliche, den Quasi-Kalauer. Zum Beispiel hier:


Irgendwann erkennen womöglich auch die BILD-Leser, dass es einen Zusammenhang gibt, zwischen protzigem Rasen und dem Klima- wandel, dem Energiehunger von Angeber-Autos, der uns den Atem nimmt, und vernünftigen Leben. Und dann -- Überraschung! Wenn es dann soweit ist, sind die BILD-Leser keine BILD-Leser mehr. Oder, wer weiß: BILD hat sich gewandelt und ist nicht mehr schwarz und rot. Sondern unter der Hand grün und rot geworden.

Montag, 28. März 2011

Der Zivilfahnder

Wie stehe ich dazu? Nun, ich bin hin- und hergerissen. Natürlich gibt es Stellen von Straßen, wo jeder, der Kinder hat, gerne möchte, dass langsamer gefahren wird. Manchmal möchte man dann T. S. Garp sein, Ringer, und hinterhersprinten. Auf der anderen Seite: Zivilfahnder. (Die wirklichen Zivilfahnder werden sich wahrscheinlich selten mit Geschwindigkeitskontrollen aufhalten.) -- Wie dem auch sei: Eine Amazon-Kritik eines Amateur-Geschwindigkeitsmessgeräts:

Sowas wollte ich schon immer als Kind haben - jetzt habe ich einmal zugeschlagen. Zudem wollte ich auch eine präzise und unabhängige Geschwindigkeitsmessung um die Tachogenauigkeit von KFZ zu prüfen. [...]

Das Gerät macht einen sehr hochwertigen Eindruck und ist relativ kompakt. Kann locker mit den normalen mobilen Polizei- imessinstrumenten mithalten. Ist auf etwa 400 Metern genau und man kann bewegliche Ziele zwischen 16 bis 322 km/h messen (10 - 200 mph).

Da mutiert man automatisch zum Zivilfahnder :-D - finde es sehr interessant bei bekannten Stellen die Verkehrsteilnehmer zu messen. Man sieht dann sofort den aufkommenden Respekt.

Todesstrafe - Länderliste

Man kann die Liste bei Amnesty International einsehen. (Siehe auch hier.)

HINRICHTUNGEN 2010

In 23 Staaten sind mindestens 527 Gefangene exekutiert worden – nicht enthalten sind die Tausenden von Hinrichtungen, die wahr- scheinlich in der Volksrepublik China stattgefunden haben.

STAAT HINRICHTUNGEN
  1. CHINA mehrere 1.000
  2. IRAN > 252
  3. NORDKOREA > 60
  4. JEMEN > 53
  5. USA 46
  6. SAUDI-ARABIEN > 27
  7. LIBYEN > 18
  8. SYRIEN > 17
  9. BANGLADESCH > 9
  10. SOMALIA > 8
  11. SUDAN > 6
  12. PALÄST. AUTONOMIEGEBIETE 5
  13. ÄGYPTEN 4
  14. ÄQUATORIALGUINEA 4
  15. TAIWAN 4
  16. BELARUS 2
  17. JAPAN 2
  18. IRAK > 1
  19. MALAYSIA > 1
  20. BAHRAIN 1
  21. BOTSUANA 1
  22. SINGAPUR +
  23. VIETNAM +

Wikipedia: Liste der seltsamen Formulierungen

Es ist bei einer Enzyklopädie, an der jeder mitarbeiten kann, wahrscheinlich nicht zu vermeiden: Manche Redewendungen sind nicht sonderlich passend: erinnern an Oberstufen-Schulaufsätze, usw. Hier ist wieder so ein Fall

"Bei der Recherche nach „Gemeinplatz“ stößt man schnell auf Flauberts Wörterbuch der Gemeinplätze."

Wikipedia: Todesstrafe in den USA und in Neuseeland

Auch hier bin ich gespannt, was die Wikipedia-Community so sagt:

Todesstrafe in den USA, Neuseeland -- und wo noch?

Heute morgen kam die Meldung in den Radionachrichten. Ungefähr so:
28.3.2011 02.13 Uhr // Todesstrafe: China weltweit am meisten Hinrichtungen // In China hat der Staat auch im letzten Jahr mehr Menschen hinrichten lassen, als in allen anderen Ländern der Welt zusammen. // Dies zeigt der neuste Jahresbericht von Amnesty International zu den Todesstrafen. Demnach habe es in China erneut wieder mehrere tausend Hinrichtungen gegeben. Wieviele es genau waren, ist nicht bekannt, da Peking dazu keine Zahlen liefert. // Am zweitmeisten Hinrichtungen - nämlich mehr als 250 - zählte die Menschenrechtsorganisation im letzten Jahr in Iran. Dahinter folgen Nordkorea, Jemen und die USA. // Weltweit gesehen stellt Amnesty International allerdings einen Trend zu einer Welt OHNE Todesstrafe fest. Im vergangenen Jahr seien nur noch in 23 von 192 Staaten Hinrichtungen durchgeführt worden. (Quelle)
Als ich in der Wikipedia nachschaue, stelle ich verblüfft fest, dass es neben dem Generalartikel Todesstrafe, hier, gibt:Todesstrafe in den USA und in Neuseeland. (Neuseeland! Damit hätte ich nun gar nicht gerechnet.) Auch wenn ich nicht verkenne, dass es nicht so ganz einfach ist, über die Todesstrafe in China und in anderen totalitären Staaten etwas zu schreiben, weil eben in China die Berichte über die Rate der Hinrichtungen als Staatsgeheimnis behandelt wird, kommt mir die Sache doch sehr eigenartig vor. Ich würde anhand dieses Beispiels gerne die kritische Kategorie der 'generalisierten Einseitigkeit' einführen. Also, für diesen Fall gesprochen: Entweder 10 Einzelartikel über die Todesstrafe im Staat XY, eingerichtet nach dem Kriterium (geschätzte) Anzahl der Hinrichtungen in den letzten 10 Jahren oder eben keine Einzelartikel. Die gegenwärtige Darstellungslage liegt einfach irgendwo zwischen beliebig und einseitig.

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Die Diskussion anschließend:

Da Wikipedia von einer Unzahl freiwilliger geschrieben wird musst du wohl damit leben, dass nicht alle Themen gleich abgedeckt werden. Vor allem zu fordern, dass Artikel gelöscht werden sollen nur weil es keine passenden Artikel anderer Länder (o.ä.) dazu gibt. Wie wäre es wenn du selbst recherchierst und diese Artikel schreibst, wenn es dich stört. -- Vuxi 10:35, 28. Mär. 2011
Ich glaube, wir verstehen uns nicht richtig, Vuxi. Kurz gefasst: Wie die Wikipedia funktioniert, weiß ich. Eine sachliche Kritik mit dem Hinweis zu kontern: "Dann mach's doch selbst!" ist zwar wikipedia-üblich, aber trotzdem nicht sonderlich hilfreich. Ich komme ja, wie erwähnt, was diesen Artikel angeht, "von außen". Nicht jeder schreibt über alles, und ich wollte halt denen, die hier schreiben, einen Hinweis geben. Ich denke, das muss erlaubt sein. -- Dann: Es geht lediglich darum, eine gewissen Ausgewogenheit bzw. ein Sich-Richten nach der Zahl und Faktenlage anzusprechen. Ist diese Ausgewogenheit nicht gegeben, dann ist das das gleiche wie die Unausgewogenheit der Darstellung innerhalb eines konkreten Wikipedia-Artikels ein Problem ist. -- NACHTRAG: Von Artikel-Löschen habe ich nicht gesprochen und meine das auch nicht. Es geht eher darum, relativ rasch Artikel über China usw. zu erstellen. 10:33, 29. Mär. 2011
Ok dann hab ich dich falsch verstanden. -- Vuxi 19:55, 29. Mär. 2011

Samstag, 26. März 2011

"Bildzitat"

Nnn, das hier hätte ich gerne ein wenig genauer. Mal sehen, ob das bei der Wikipedia klappt.

Das Bildzitat nach § 51 UrhG

Ebenso wie bei Textzitaten besteht die Möglichkeit, auch ein urheberrechtlich geschütztes Bild als Bildzitat nach § 51 UrhG zu verwenden, „sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist“. Zu der Voraussetzung zählt unter anderen, dass das Bild nicht verändert wird und eine korrekte Quellenangabe erfolgt.
Das Bildzitat wird meist als „Großzitat“ angesehen, da das gesamte Bild wiedergeben wird. Das Filmzitat hingegen wird in der Regel als „Kleinzitat“ betrachtet, weil nur ein Filmausschnitt wiedergeben wird.

Wie die Zeit vergeht, dank der neuen Säue im Dorf

Wer denkt an und berichtet über zu Guttenberg?! Lang, lang ist's her.

Assoziatives Denken und Suchmaschinen

Ich suche den Maler, na... Wie heißt er doch gleich? Modigliani? Nein. Der mit den farbigen Rechtecken... Also gebe ich ein: farbige rechtecke maler -- Nicht ganz oben, aber auf der ersten Seite, ganz unten, da steht er: Mondrian.


So funktioniert assoziatives Denken. Und suchen und finden. Was schließen wir daraus?

Nun ja, wir können viel daraus schließen. Zum Beispiel, ...

Facebook etc.

Manche sagen, dass Facebook die Politik und die politischen Entwicklungen entscheidend verändert habe. Andere -- viele davon vermutlich Menschen, die sich nicht sonderlich gut in Internet-Dngen auskennen -- sagen, Facebook und Konsorten werde da wohl überschätzt.

Nun fragen wir mal, was wohl geschehen wäre, hätte es Anfang 1933 Videohandys, Internet, Facebook gegeben. Na, was wohl?

Eine Theorie der Floskeln und Phrasen

Ich setze in die Wikipedia-Diskussion Floskel ein:

Liste floskkelhafter Ausdrücke

Ich habe heute hier nachgeschlagen, weil wieder mal ein Sportler im Radio sagte, beim nächsten, dem entscheidenden Spiel müsse die eigene Mannschaft nun halt "ihre Leistung abrufen", dann werde es vielleicht schon noch klappen mit dem Halbfinale. Überlegung: Sollte man einen eigenen WP-Artikel als Liste der Flosekln aufnehmen, mit einer Sortierung, die zu überlegen wäre und für die ich einen Vorschlag machen würde.

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Und auch das bei der Gelegenheit:

Polemisch

Uuuuh, der Artikel liest sich sehr polemisch/abwertend, eine etwas neutralere und nüchterne Erklärung wäre sicherlich hilfreicher. Auch die Verweise/Zitate von Schenk tragen zur unnötigen Schärfe bei. -- 87.78.130.16 14:25, 15. Nov. 2010
'Floskel' ist halt schlicht ein Wort, das abwertend gebraucht wird. Es wäre ein Fehler, das im Namen einer Total-Neutralität nicht zu sagen. Es muss unterschieden werden zwischen (persönlich) wertender Darstellung in der Enzyklopädie(verboten) und der Darstellung wertender Darstellung (absolut geboten). "Heute ist mit einer Floskel ein inhaltsleeres Sprachfüllsel gemeint und wird daher oft abwertend gebraucht." Gibt es denn einen Zusammenhang, in dem Floskel nicht abwertend gebraucht wird? Wenn nicht, kann das oft getrost gestrichen werden.
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Der Bundestrainer Löw sagt: "..." (Wenn es mir wieder einfällt...)

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Links:

Freitag, 25. März 2011

Japan und die Technik

Das High-tech-Land Japan!

" Drei Arbeiter, die sich um die Kühlung des heißgelaufenen Reaktors bemühten, waren verstrahlt worden. Zwei von ihnen mussten am Donnerstag ins Krankenhaus gebracht werden, weil hoch- kontaminiertes Wasser in ihre Stiefel lief."

In die Stiefel! Man kann es einfach nicht glauben! Wo bleiben die Vorkehrungen, frage ich noch einmal.

Echo-o-o-o

"Zwei Echos fühlen sich sensationell aan!" (Lena)

Wahrscheinlich ist mein Urteil darin begründet, dass das nicht mehr meine Musik ist: Diese Veranstaltung war durchzogen von Gehemmtheiten der Akteure, sie war langweilig und provinziell.

Donnerstag, 24. März 2011

1,9 Prozent Vollidioten oder doch mehr?

BILD gibt sich vornehm, die BERLINER MORGENPOST nicht so sehr: Sie veröffentlicht die URL der Seite, auf der und mit deren Hilfe gemobbt wird. Wieder das Gefühl: Verdammt noch mal, wo leben wir denn eigentlich?!

„Mit der Rechtschreibung hapert es häufig, der Wortschatz hingegen scheint insbesondere bei Beschimpfungen und Beleidigungen unerschöpflich“, so beschreibt ein mit Internetkriminalität befasster Polizeibeamter die Kommentarseiten der Internetplattform isharegossip. Die Website (engl. für „Ich teile Gerüchte“) bietet die Möglichkeit, anonym über andere herzuziehen. Zurzeit befassen sich die Beamten vor allem mit den Internetaktivitäten von Schülern der Carl-Bosch-Oberschule in Hermsdorf. Sie ermitteln wegen des brutalen Übergriffs auf den 17-jährigen Bahadir D., der letztlich durch vorangegangene Hasstiraden ausgelöst wurde."


Es wäre gut, wenn die Schule auf Ihrer Homepage unter Aktuelles etwas zu den Vorfällen sagt.


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Ich habe dann doch einmal auf diese Seite geschaut. Und immerhin gibt es auch besonnene Stimmen. Allerdings auch jede Menge Verrückte. Ich mag dann doch nicht zitieren. Wer abgehärtet genug ist, kann ja selbst mal hinschauen. Es erwartet ihn das:




Schlag! Ja, ja... Und das ist alles für die Jugend.

Puremobile Inc. -- Vollidioten!

Ausbuchstabierte Frage: Lebe ich eigentlich in einer Welt mit einem Anteil von 1,9 % an Vollidioten?

Immer wieder diese bescheuerten Mails! Heute wieder:

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Thank you for ordering from Puremobile Inc.

This message is to inform you that your order has been received and is currently being processed.

Your order reference is 908785. You will need this in all correspondence. This receipt is NOT proof of purchase. We will send a printed invoice by mail to your billing address.

You have chosen to pay by credit card. Your card will be charged for the amount of 654.00 USD and "Puremobile Inc." will appear next to the charge on your statement. Your purchase information appears below in the file.

Puremobile Inc.

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Wieso kann man solchen Deppen nicht das Handwerk legen? Andere Menschen sind natürlich auch von den Versuchen der kriminellen Blödmänner betroffen.

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Die Bank, nachdem ich die Mail weitergeleitet habe, antwortet übrigens: "Wir empfehlen Ihnen, den Anhang nicht zu öffnen und die Mail zu löschen. Sollte von Ihrer Kreditkarte unrechtmäßig abgebucht werden, wenden Sie sich zunächst an das Service- center. Die Telefonnummer steht auf jeder Kreditkartenabrechnung. Wenn ein Schadenfall entsteht, helfen wir Ihnen gerne weiter."

Mittwoch, 23. März 2011

Ponyo || Das große Abenteuer am Meer

Die DVD zum gegebenen Anlass.

"Zocken bis der Staat hilft"

Ic hatte nur eine kleine Mittagspause eingeplant und auf der Suche nach Japan-Nachrichten den Fernseher eingeschaltet. Und dann das! Die Mittagspause wird länger. Die Sendung ist es in jeder Kleinigkeit wert.

Diese Fernsehsendung ist -- gottseidank! -- auf der ARD-Mediathek vorrätig

Jeder Bürger müsste diese Sendung sehen. Jeder! Kann man jeden Minister und auch die Bundeskanzlerin und alle Banken-Vorstände und -Aufsichtsräte dazu verpflichten, diese Sendung in voller Länge anzuschauen und anschließend eine mindest 10 Seiten lange Stellungnahme ins Internet zu stellen? Kann man?

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Ich setze das in die Wikipedia-Artikel "Bankenaufsicht":

Pflicht-Fernsehsendung!
Hier, von dieser Sendung, müsste sehr, sehr viel in diesen und in benachbarte Wikipedia-Artikel eingearbeitet werden! "Zocken bis der Staat hilft (ARD Mediathek)" Eine Sendung, spannend und abstoßend wie ein Horrorfilm. --Delabarquera 14:20, 23. Mär. 2011

Mal sehen, wer darauf eingeht.

Google Books und das Gericht

Google hat, so SPIEGEL Online, vor Gericht eine Schlappe erlitten. In Sachen Google Books und Copyright und Autoren-Vergütung.

So ganz irgendwie ist es schön, wenn man dann einen Leserkommentar findet, der die eigene Meinung schon ziemlich gut wiedergibt:

Ich kann dieses Gejammere über Google nicht mehr hören. Es geht hier um Bücher, die nicht mehr erhältlich sind. Die Rechteinhaber verdienen ohne Google also genau 0 Euro mit diesen Büchern. Mit Google bekommen Sie jetzt ganz einfach die Möglichkeit etwas damit zu verdienen. Dafür müssen Sie sich nur melden und klar machen, dass Sie Ansprüche haben. Den Rest macht Google.
Wer das Geld nicht will, der braucht nichts machen und bekommt, genau die 0 Euro, die er vorher bekommen hat.
Außerdem werden Werke, deren Verwertung sich sonst nicht lohnen, würde wieder zugänglich. Was neben den Lesern, auch die Autoren freut, weil in der Regel schreibt man, weil man will, dass es gelesen wird.
Wenn Google nicht gepusht hätte, wären die Verlage nie in die Puschen gekommen. Die Verlage, die den Autoren nur einen winzigen Bruchteil der Einnahmen geben, sollen sich hier nicht als Schützer der Autoren aufspielen. Bei modernen online-Vertriebswegen ist es längst üblich, dass die Autoren um die 70% bekommen und nicht die jämmerlichen 5-10%, die die Verlage gnädigerweise abgeben.

Mitleid, Empathie

In Bayern 2 wieder eine wichtige Sendung, jetzt. Über Mitgefühl, Mitleid, Empathie. Und da wird natürlich Nietzsche, als großer Verächter des Mitleids erwähnt. Ausgerechnet dieser fehlsichtige Schnauzbart! Darf man einen Philosophen ablehnen, weil er an ein paar Stellen Aberwitziges und Bescheuertes geschrieben hat? Ablehnen ist das falsche Wort. Man darf ihn -- nun ja, eben für bescheuert halten. Da können noch so viele akademische Verehrer seine Großartigkeit herausstreichen.

Dienstag, 22. März 2011

Putin: Wussten Sie schon ...?

Die Wikipedia ist toll! Zu Recht hat sie den Brockhaus abgelöst! Hätte man denn im Brockhaus dies erfahren:

"Beim ESC 2009 in Moskau zog Georgien die Teilnahme kurzfristig zurück, nachdem der Teilnehmertitel We Don't Wanna Put In als Kritik an Russlands Ministerpräsidenten Putin beanstandet wurde."

Japan: Helden wider Willen?

Kann es sein, was die ZEIT da meldet? Dann wäre das einen Hintergrundbericht wert.

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JAPAN
Sie gelten als Helden im Kampf gegen die Atomkatastrophe in Japan. Doch womöglich wurden die Feuerwehrmänner dies unfreiwillig. Die Lage im AKW ist "äußerst angespannt".

Dutzende Feuerwehrleute aus Tokyo sind seit Tagen am havarierten AKW Fukushima-1 im Einsatz. Sie gelten ebenso wie die Arbeiter, die dort gegen austretende Radioaktivität kämpfen, als Helden. Allerdings haben sie diese Rolle wohl nicht ganz freiwillig eingenommen. Der japanische Industrie- und Wirtschaftsminister soll Feuerwehrmänner dazu gezwungen haben, ins Katastrophengebiet zu fahren. Dort sprühten sie mitunter stundenlang Wasser auf die Reaktoren, aus denen Radioaktivität austritt. Minister Banri Kaieda soll den Männern eine Strafe angedroht haben, falls sie die Aufgabe nicht ausführten, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Der Gouverneur von Tokyo, Shintaro Ishihara, habe sich bei Regierungschef Naoto Kan darüber beschwert.

Der Deutsche als solcher

Die meisten Spanier bezeichnen sich in Sachen Kernenergie als uninformiert und ohne feste Meinung, sagt der Deutschlandfunk. 

In Deutschland ist das anders: Uninformiert sind die meisten Menschen hierzulande auch. Aber feste Meinungen haben die meisten dennoch. Der Deutsche als solcher ist halt vor allem eines: MEINUNGSSTARK.

Frauen aus der Mittelschicht (Apercuhaft)

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Frauen aus der Mittelschicht 
wollen das Glück, das sie nicht erspüren können, 
bei anderen einklagen.
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Montag, 21. März 2011

Werbung, bei der ich abschalte 3: Alternativen

Hitparaten nervige Werbung 1 2 3

Was noch fehlt: Eine gediegene Untersuchung, die herausfindet, ob wir, auch wenn wir genervt sind, vielleicht dennoch kaufen...

Eine neue Literaturtheorie?

So langsam habe ich die Stichwörter ja zusammen:
  • Urformen der Literatur; Entwicklung hin zum Heutigen
  • das Ende des (recht kurzen) literischen Zeitalters (vgl. Schlaffers Die kurze Geschichte der deutschen Literatur)
  • Text und Texttypen (Roman, ..., Drehbuch)
  • Mitteilung von Inhalten / umgeformten Theorien
  • Mediales Umfeld (Feuilleton, Literatursendungen in Radio und Fernsehen, usw.)
  • Literaturwissenschaft (auf dem absteigenden Ast, zusammen mit der Literatur > vgl. Theater vs. Film)
  • Asymmetrie von Leser und Autor > der eine liest, der andere ist berühmt (die Ruhmsüchtigen und Besserwisser werden Autoren?)
  • der Ruhm des Schriftstellers (und die Relativität des Ruhms: die Sempé-Zeichnung)
  • seltsamer sozialer Status: Schriftsteller (der Weltweise, der zu allem was zu sagen hat)
  • das große Geld der Bestsellerautoren, die Klage der anderen (ziemlich peinlich: Peter Rühmkorf; Joseph von Westphalen)
Der Ausgangspunkt: die mixed emotions des Fast-Schriftstellers BDLB, der nicht mehr weiß, ob er überhaupt Schriftsteller sein möchte. Oder doch viel lieber, zum Beispiel: Filmregisseur).

Das ist doch mal 'ne Frage!

Es gibt Frage, die weh tun. Vor allem, wenn man davon auf die eine oder andere Weise betroffen ist. Hier also, die Frage von Michael HA!

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In den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts war Lyrik - nach meiner Erinnerung - noch ganz "en vogue". Lyrik-Neuveröffentlichungen hatten ihren festen Platz im vorderen Teil der Buchläden.

Doch wie ist die Situation heute? Selbst wirkliche Kunstwerke finden ihren Platz nicht mehr in der Hand des Lesers - zum einen wohl, da es heute fast nur noch "Lyriker ohne Namen" und Lyrikverlage, die gänzlich unbekannt sind, gibt.

Hätte der Lyrikpapst Hans-Magnus Enzensberger recht, so gibt es für die klassische und die neuere Lyrik (außerhalb des Schulunterrichts) nur noch so etwa 15.000 Leser - das sind deutlich weniger Leser als es Lyrikproduzenten gibt, die sich oft denn auch nicht anders zu helfen wissen, als ihre Werke zu verschenken oder zu verramschen um sie doch noch an die geneigte LeserIn zu bringen. ...

Verfasst am: 11.02.2011


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Aber, lieber Michael Heinen-Anders, wer weiß. Vielleicht ist es mit dem Lyrik-Schreiben wie mit dem Religionen-Reformieren: "Ich stehe hier. Ich kann nicht anders." Nun denn. "Ich schreibe hier..."

Sky! € 59,90 -- Nee, lieber nicht.

So wird das nichts! Das ist doch Bauernfängerei. Und 60 Euro im Monat, zuzüglich Gebühren und KabelDeutschland? Ach nee. Lieber nicht. Wir haben doch schon genug Mediales um die Ohren. Wer soll denn das alles anschauen.


東北地方太平洋沖地震





この地震では、本震による直接的な被害のほか、地震による津波漏電などによる火災原子力発電所の損傷による放射能漏れなどが発生し、東北地方を中心に甚大な被害をもたらした。


愛染 恭子

Helden und Nicht-Helden

Kann man Menschen dazu verpflichten, sich "heldenhaft" zu verhalten, wird hierzulande gefragt, wenn man die Feuerwehrmänner aus Tokio in Fukushima 1 sieht. Man kann nicht. Und auch Japan ist halt in manchen Teilen verwestlicht-individuell. -- Ein Ausschnitt aus der SZ:

In einem beschädigten Altenheim in der Sperrzone fand die Armee am Freitag zum Beispiel 128 Bewohner, die von den Pflegern im Stich gelassen wurden. Sie waren nicht transportfähig und wurden deshalb bei der Evakuierung einfach nicht mitgenommen. 14 von ihnen waren tot. Sie hatten das Erdbeben überlebt, den Tsunami überstanden - und dann mussten sie erfrieren, weil niemand kam, um sie zu holen.

Insgesamt ist die Haltung der Japaner aber schon bewundernswert.

Samstag, 19. März 2011

Abzockerei

Ein schöner Spruch: "Zwischen Baum und Borke sein". Bei der Abzockerei ist das dieser Platz: Baum > Die, die immerzu kritisch von A. reden, haben was unangenehm Manisches. Borke > Und die, die die Sache mit der A. veranstalten? Nun ja. Ja, die gibt es natürlich.

Der Wert der Bücher

Wer die Zeit vor dem Internet noch bewusst und über längere Zeit erlebt hat, wird unterschreiben: Mit dem Internet hat der Wert der Bücher sich verändert. Er ist geringer geworden. Schleichend und auf eine schwer zu bestimmende Weise. War der Wert einer Bücherwand, einer eigenen Bibliothek für "den Lesenden" einmal ein Wert an sich, ist die eigene Bibliothek heute in der Tendenz -- Platzverschwendung. Bücher, sie werden demnächst das Theater sein, in Konkurrenz zu Film und Video = zum Online-Lesen.

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NACHTRAG (05.10.2014): Eine lange Diskussion im Wikipedia-Café zu diesem Thema, die ich angezettelt habe. Und das aus dem Wall Street Journal online vom 16.08.2011:

"Billige Bücher-Scans sollen Massenmarkt erobern ... Dass durch die Digitalisierung Papier immer mehr aus dem Alltag verschwindet, wird bereits seit Jahren prophezeit. Das Geschäft mit der Digitalisierung von Unterlagen und Büchern ist jedoch noch nicht richtig angelaufen. Mit 1DollarScan soll nun ein japansiches Geschäftsmodell die Scans auch für den Massenmarkt leistbar machen. Für einen Dollar werden 100 Seiten aus einem Buch, zehn Visitenkarten, zehn Fotos oder zehn Papiere digitalisiert, berichtet die LA Times. Danach übermittelt der Anbieter die elektronische Version zurück an den Auftraggeber und entsorgt das überflüssig gewordene Papier, das anschließend wiederverwertet werden kann. ... 1DollarScan ist der amerikanische Ableger des japanischen Anbieters Bookscan, der in Japan bereits überaus erfolgreich funktioniert. Die billigen Scans sind so beliebt, dass Kunden mittlerweile mit mehrmonatigen Wartezeiten rechnen müssen. Mit dem Start im vergangenen Jahr hatte Bookscan die Digitalisierung von Papierunterlagen durch günstige Preise erstmals für eine große Zielgruppe interessant gemacht. Die Inspiration dafür soll Gründer Yusuke Ohki aus seinem Alltag gewonnen haben. Er hätte Angst gehabt, dass die 2.000 Bücher, die er in seiner Wohnung aufbewahrte, irgendwann über ihm zusammenbrechen würden."

Bei uns tut sich offenbar in Richtung 1EuroScan.com nichts. Oder vielleicht doch?!

Freitag, 18. März 2011

Werbung, bei der ich abschalte 2: VZ VermögensZentrum

Ich habe überhaupt nichts gegen die Schweizer. Aber wenn da diese Schweizer Stimme zu hören ist:

"Kommen Sie zum Info-Abend. Natürlich kostenlos, Sie wollen Ihr Vermögen ja vermehren, odrr?!" (Leicht verändert)

dann wird mir ganz anders. Ich sehe sie richtiggehend vor mir, die Rentner, die da hingehen. Fast am Ende des Lebens, aber sie wollen immer noch nur eines: "Ihr Vermögen vermehren, odrr?!"

Früher hieß es doch mal: "Das letzte Hemd hat keine Taschen!" Aber die Zeiten der Einsichtigen ist vorbei. Heute zählt der Börsenbericht. Immer und überall.

Über uns: Die  GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der VZ Holding (Schweiz) AG.

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Hier Weiteres zur Auswahl! Und wer unbedingt bewegte Bilder braucht -- hier bitte!

Werbung, bei der ich abschalte 1: Seitenbacher Müsli


Sagt der Kommentator bei Youtube:

woischt kerle du sotscht a mol a seidabacher müsli essa. A Seidabacher müsli joooaaah. Na hättscht net immer die probleme mit deiner VerDAUung. Jetz probierschs halt. Woisch des isch guad . Des dud au dir gud. Seidabacher müsli, woisch, des isch des müsli von dem Seidabacher...


EINFACH NUR HAMMER :D

Ich habe sogar einen Riegel probiert. Der Geschmack irgendwie nach Krankenhaus. Und ich hatte auf einmal Bröckchen im Mund, dass ich dachte, eine Plombe sei von dem klebrigen Zeug gezogen worden. War aber offenbar doch was Unzermahlenes im Produkt. Sehr seltsam.

Und dann diese Stimme! Stimmt es denn, dass der Chef selbst, der Herr Seitenbacher, die Werbung spricht?

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Jesses na! Seitenbacher schreibt der sich! Steht ja auch groß da. Nicht Saidenbacher, Saitenbacher, Seidenbacher.

Donnerstag, 17. März 2011

Komatsu

Sehr lange her, dass ich das gelesen habe. Ich sollte es jetzt wieder lesen.

Sakyō Komatsu: Wenn Japan versinkt.


日本沈没』、『復活の日』、『エスパイ』、『首都消失』などが映画化されており、特に1984年公開の『さよならジュピター』は単に原作提供にとどまらず、新たに「株式会社イオ」を設立して映画製作に出資。小松自身も総監督として現場の指揮を執り、最新のCGを駆使して特撮場面をとるほどの、力の入れようだった。テレビにも映像化作品は多く、中にはテレビオリジナル作品もある。2006年には、『日本沈没』が、現代にあわせてリメイク化され、映画として公開された。
Wikipedia Japan

Brückentechnologiegerede

Atomenergie, Windenergie, Stromtrassen. Paradoxien. Forderungen nach Unvereinbarem. Der Wutbürger als doofe, zerrissene Gestalt.

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Ich kann das Gerede, die Nachrichten rauf und runter, für und wider die Brückentechnologie einfach nicht mehr hören! Diese Rechthaberei, dem man die mangelnde Sachkenntnis dauernd anhört. Könnte nicht ein Gremium aus Naturwissenschaftlern einmal die Szenarien "wenn -- dann" ausarbeiten und verständlich darstellen? Zwischen unrealistischem Grün und angstmachendem Schwarz den Weg finden, nur darum kann es ja gehen. Vor allem solange die Deutschen nicht auf den Luxus und die freie Fahrt für die freien Bürger und ihre selbstverwirklichenden Urlaubsfernflüge verzichten wollen. Einerseits. Aber andererseits keine Atom- kraftwerke und keine Windkrafträder sehen wollen.

Immer wieder: Neudeutsch sein, heißt angstvoll rufen: "Bitte! Bitte! Wasch' mir den Energiepelz, aber mach ihn mir bitte nicht nass!"

Der normale Wahnsinn: Mord vor langer Zeit

In diesen schrecklichen Tagen des Unglücks in Japan sollte man dennoch nicht den ganz normalen Wahnsinn aus den Augen verlieren:

17.03.2011 | Deutscher in den USA unter Mordverdacht | Mann mit vielen Masken | Von Marc Pitzke, New York | | Der Deutsche Christian Karl Gerhartsreiter galt in den USA lange als harmloser Hochstapler. Seine Saga als "falscher Rockefeller" belustigte die Welt. Jetzt erscheint die amüsante Geschichte plötzlich in einem düsteren Licht: Er soll 1985 einen Mord begangen haben.

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Kindesmörder Gäfgen pocht vor Gericht auf Schmerzensgeld | Panorama, 17.03.2011, Der Westen | | Frankfurt/Main. In einem neuen Prozess hat der verurteilte Kindesmörder Magnus Gäfgen Schmerzensgeld wegen Folterandrohung gefordert. Der Beamte im Mordfall des Millionärssohns Jakob von Metzler habe ihn körperlich angegriffen. || In einem neuen Prozess hat der verurteilte Kindesmörder Magnus Gäfgen am Donnerstag Schmerzensgeld vom Land Hessen wegen Folterandrohung gefordert. Der 35-Jährige sagte in der Verhandlung vor dem Landgericht Frankfurt am Main aus, der Vernehmungsbeamte im Mordfall des Millionärssohns Jakob von Metzler habe ihn im Oktober 2002 auch körperlich angegriffen. Der als Zeuge in dem Prozess gehörte Polizist wies dies energisch zurück und versicherte, es sei bei Drohungen geblieben.

Lieber SPD-Vorsitzender Gabriel



... und all ihr anderen Politiker, 
die ihr vom "Taktieren" 
der politischen Gegner redet: 

Lasst es doch bitte sein! Ein für allemal.
Jeder Mensch hierzulande kapiert schließlich, 
dass ein Politiker, der nicht taktiert, 
kein Politiker mehr ist. 
(Die, die sich aufrecht und gradlinig geben,
die wissen halt auch, dass das, 
taktisch gesehen, gut ankommt
bei vielen Leuten.) 

Und das Reden von 
"wahlkampftaktischen Manövern" 
der anderen Seite 
ist doch immer auch das:  
ein wahlkampftaktisches Manöver. 



GuteFrage.net wird automatisch pingelig!

GuteFrage.net hat wohl eine neue, pfiffige Software mit Filter bekommen. Ich stelle die Frage hier.

http://www.gutefrage.net/frage/ein-unfreiwilliger-faelscher----wer-wars

Ich wollte nur wissen, ob jemand den "unfreiwilligen Fälscher" bzw. die Fernsehsendung über ihn kennt, von dem ich hier schon mal geschrieben habe. 

Da erscheint dann diese schöne Antwort:

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Liebe Community, lieber gutefrage.net-Nutzer,

die aufgerufene Frage existiert leider nicht mehr auf gutefrage.net. Dies kann unter anderem folgende Ursachen haben:
  • Die Frage musste aus rechtlichen Gründen gelöscht werden, da sie bspw. Beleidigungen, rechtswidrige oder illegale Inhalte beinhaltete.
  • Die Frage war eine Wissensfrage, die auf einfache Art und Weise ergoogelt werden konnte.
  • Die Frage stellte eine Umfrage dar, bei der der Ratgeber-Charakter nicht im Vordergrund stand.
  • Die Frage ist eine Chat- oder Diskussionsfrage, die nur im Forum zulässig ist.
  • Die Frage war als Hausaufgabenfrage anzusehen und nicht als eine Suche nach Rat.
  • Innerhalb kurzer Zeit wurde die gleiche Frage doppelt oder mehrfach gestellt.
Die Einhaltung der Richtlinien ist uns wichtig, da nur dadurch gutefrage.net eine Plattform ist, auf der der persönliche Rat im Mittelpunkt steht. Die Idee hinter gutefrage.net und unsere Richtlinien findest Du auch hier: gutefrage.net policy. Wenn Du diese Frage gerade beantwortet hast, tut es uns natürlich leid, dass Deine Antwort nun auch nicht zu finden ist. Solltest Du eine Frage hierzu haben, kannst Du Dich gerne an info[at]gutefrage.net wenden.
Viele Grüße,
Dein gutefrage.net-Support
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Nein, nichts von alldem habe ich getan. Vor allem habe ich keine "Hausaufgabenfrage" gestellt.

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Wahrscheinlich werde ich dann auch diesen Hinweis bekommen:


Liebe/r Strawberriiie,
gutefrage.net ist eine Ratgeberplattform. Deshalb soll die Startseite den Ratgeberfragen vorbehalten bleiben. Alle Fragen und Diskussionen zur Plattform und zur Community gehören bitte ins Forum unter http://www.gutefrage.net/forum.
Herzliche Grüße,
Paula vom gutefrage.net-Support